Dienstag, 22. Juli 2014

[REZENSION] "Todesbotschafter" (Band 2)

Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich sehr herzlich bei der sympathischen Autorin und bei Jerry Media AG.

Cover
Quelle: Jerry Media
Die Autorin
Cassandra Negra ist der Künstlername einer in der Nähe von Weimar geborenen, promovierten Wissenschaftlerin. Sie ist Geschäftsführerin eines Familienunternehmens und lebt in Zürich.

*Produktinformation*
Broschiert: 440 Seiten
Verlag: Jerry Media Verlag AG; Auflage: 1. Aufl. 2014 (23. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3952390631
ISBN-13: 978-3952390634
Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,8 x 3,2 cm
 

Leseprobe
Quelle: jerrymedia.eu  *lies mich*


 
Alle, die diese Buchserie noch lesen möchten und den Vorgängerband nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
Brüssel, Oktober 2007:
Die angesehene Wissenschaftlerin Maya Hunter findet in einem Antiquariat einen Liebesbrief, der sie zutiefst berührt und die Molekulargenetikerin im Juni 2012 nach erneut nach Brüssel, Köln und Bonn führt.
 
Berlin/Sylt, Oktober 2011:
Lea Lands hat den sinnlosen Tod ihres Kollegen Max Hofmann noch immer nicht verarbeitet und fährt nach Sylt, um sich von den vergangenen Ereignissen zu erholen. Als dem Serienmörder Hans Wenger die Flucht aus dem Krankenhaus gelingt, wird Lea umgehend nach Berlin zurück beordert, denn sie ist die Einzige, die sich in den Killer hineinversetzen kann.
 
Berlin, Mai 2012:
Der Islamforscher Professor Professor Muhammed Sven Maulisch ist ein charismatischer Wissenschaftler, der immer auf der Suche nach labilen Menschen ist, denen er seine fanatischen Ideen einpflanzt und in dem Diplomatensohn David Moosbach einen idealen Kandidaten findet.

Meine Meinung:
Mit "Todesbotschafter" geht die Lea Lands-Reihe nach "Die Lust des Bösen" in die 2. Runde und lässt jedes Kapitel mit einem passenden Zitat beginnen. Die Story startet im August 2006 in Kabul, Afghanistan und endet im November 2012 in der Schweiz. Dieses Mal konzentriert sich der Handlungsschauplatz nicht auf Berlin, sondern führt uns auch nach Afghanistan, Belgien, die Schweiz und durch die Bundesrepublik Deutschland (Berlin, Köln, Bonn, Wiesbaden, Sylt, Nürnberg). Dabei sind die  Schauplatzbeschreibungen wieder so lebendig, dass man meint, vor Ort zu sein.
 
Lea Lands arbeitet seit kurzem als Fallanalytikerin beim LKA Berlin. Die hübsche Profilerin versteht es hervorragend, sich in die Täter hineinzuversetzen und gibt sich an dem sinnlosen Tod ihres Kollegen Max Hofmann die Schuld. Ablenkung sucht die junge Frau auf der Insel Sylt, doch der Urlaub dauert nicht lange, denn Wenger ist aus dem Krankenhaus geflohen und nur Lea kann den Serienmörder aufspüren...

Leider liegt der Fokus in "Todesbotschafter" nicht auf Lea, was ich schade finde, denn die toughe Profilerin ist eine interessante Hauptperson mit Ecken & Kanten. Statt dessen finden hier viele Nebenfiguren wie z.B. die promovierte Molekulargenetikerin Maya Hunter, der deutsche Kommandant Roland Schmitt, Hans Wenger und sein behandelnder Arzt Dr. Christian Mank, der charismatische Islamwissenschaftler Muhammed Sven Maulisch und Kanzleramt-Mitarbeiter David Moosbach Verwendung. Die Charaktere wurden durchaus reizvoll gestaltet, doch die unzähligen Nebenfiguren sorgen nur unnötig für Ablenkung.
 
Die islamistische Bedrohung ist ein brisantes Thema und wurde deshalb wahrscheinlich von der Autorin aufgegriffen. Der Thriller befasst sich mit Terror, Attentätern, Fanatismus, Gewalt und Hass. Die Geschichte birgt einige Irrwege, Wirrungen und Überraschungen sowie kleine Längen und ausgeschmückte Schilderungen. Auch wenn man den Bösewicht bald ausgemacht hat, sind dessen Machenschaften ganz interessant zu lesen, doch die Story verzettelt sich leider manchmal in Nebensächlichkeiten, was ich schade finde.

Für Leser mit schwachen Nerven halte ich "Todesbotschafter" weniger geeignet, da dieser Thriller brutale Szenen voller Blut und Leichen enthält. Einige Passagen, auch die enthaltenen Sex-Szenen, waren sogar mir schon fast zu viel bzw. zu platt, aber das ist sicherlich Geschmackssache. Erzählt werden die rasanten Geschehnisse aus der Sicht von Lea Lands und unzähligen Nebenfiguren (in der 3. Person) erzählt, ein weiterer Handlungsstrang schickt uns in das Jahr 1945, wo der Psychiater Douglas Clark über seine Erlebnisse berichtet.
 
Leider wirkt die Geschichte durch die vielen verschiedenen Erzählperspektiven und miteinander verwebenden Handlungssträngen stellenweise recht sprunghaft. Manche Szenen sind unglaubwürdig geraten (wie z.B. die Flucht von Wenger aus dem Krankenhaus, kurz nach dem Erwachen aus dem Koma) und einige Handlungsstränge wären meiner Meinung nach nicht notwendig gewesen, außerdem kommt das Ende recht abrupt daher. 

Komplettiert wird die Story durch den packenden, emotionsgeladenen Schreibstil von Cassandra Negra, eine angenehme Sprache und unterhaltsame Dialoge und eine beklemmende Atmosphäre, wodurch sich die 440 Seiten rasch lesen lassen.

FAZIT
Bedauerlicherweise hat mir "Todesbotschafter" nicht so gut wie sein Vorgänger "Die Lust des Bösen" gefallen, was vor allem an der Vielzahl von Nebencharakteren, Schauplätzen, Erzählperspektiven und Handlungssträngen liegt und daran, dass Lea Lands nicht zur Geltung kommt. Dennoch hat mich dieser Thriller von Cassandra Negra erstaunlich gut unterhalten, weshalb "Todesbotschafter" von mir eindrucksvolle (von 5) Punkte erhält.


 

Montag, 21. Juli 2014

[REZENSION] "Rückkehr ins Zombieland" (Band 2)

Für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanke ich mich bei Darkriss.

Tolles Cover
Quelle: Mira Taschenbuch
Die Autorin
New York Times- und USA Today-Bestsellerautorin Gena Showalter gilt als Star am romantischen Bücherhimmel des Übersinnlichen. Ihre Romane erobern nach Erscheinen die Herzen von Kritikern und Lesern gleichermaßen im Sturm. "Die Herren der Unterwelt"-Reihe gilt als ihre bislang stärkste Serie.

*Produktinformation*
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1., Aufl. (10. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956490371 / ISBN-13: 978-3956490378
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 16 Jahre
Originaltitel: Through The Zombie Glass
Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14 x 3,8 cm


Leseprobe
Quelle: mira-taschenbuch.de  *lies mich*


Alle, die diese Buchserie noch lesen möchten und den Vorgängerband nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
Alice hat nun endlich akzeptiert, dass es Zombies gibt, und tut alles, um sich an den Kreaturen, die ihre Familie getötet hat, zu rächen und sie zu vernichten. Als Alice eines Nachts von einem Zombiejäger, der gerade Zombiegift in sich trägt, gebissen wird und das Antiserum nicht schnell genug wirkt, verändert sie sich und behält dies für sich. Denn Ali spürt einen zweiten Herzschlag, ihr Spiegelbild weist dunkle Flecken auf, sie hört eine Stimme, die wie ein Zombie denkt und ihr Hunger wird größer. Außerdem geht es Ali gesundheitlich immer schlechter und als sie ihren Freund Cole dringend braucht, wendet er sich wegen einer Vision, die sie gemeinsam mit dem neuen Zombiejäger Gavin hat, von ihr ab...
 
Meine Meinung:
"Rückkehr ins Zombieland" heißt der 2. Band der White Rabbit Chronicles-Reihewo sich wieder alles um Zombies und deren Vernichtung dreht. Nach der Vorbemerkung von Alice beginnt die Story ein paar Monate zuvor, dauert einige Monate und endet mit einer Anmerkung von Cole.  Der Handlungsschauplatz wurde nach Birmingham, Alabama verlegt, obwohl dieser für die Geschichte gar nicht so wichtig erscheint. Statt bildhaften Orts- und Schauplatzbeschreibungen versorgt uns Gena Showalter mit lebendigen Beschreibungen von Zombies und Kämpfen.

Die 16-jährige Ali(ce) Bell lebt seit dem Tod ihrer Familie bei ihrer Großmutter und weiß inzwischen, dass ihr Vater nicht umsonst panische Angst vor Monstern hatte, denn Zombies existieren wirklich und die Schülerin mit den weißblonden Haaren und blauen Augen kann diese verabscheuungswürdigen Wesen sogar sehen. Sie hat gemeinsam mit ihrem smarten Freund Cole Holland, einem Zombiejäger mit wundervoll violetten Augen, Visionen von der Zukunft. Der Mädchenschwarm hat eine mysteriöse Ausstrahlung und Ali ist eine der wenigen, die sein wahres Ich kennen. Außerdem ist es schwer, ihr neues Leben als Zombiejägerin vor ihrer Freundin Kat oder Reeve, bei denen Ali und ihre Großmutter vorübergehend wohnen, geheim zu halten. Als Ali während einer nächtlichen Zombiejagd gebissen wird und sie sich dadurch verändert, zieht sich Cole von ihr zurück - gerade, als sie ihn dringend braucht...

Ali und Cole sind faszinierende Protagonisten mit vielen Facetten, Ecken und Kanten erschaffen, die ich bereits im Vorgänger ins Herz geschlossen habe. Die Entwicklung der beiden Hauptcharaktere mitzuerleben, ist interessant, obwohl ich Alis Handlungen und Gedankengänge nicht immer 100%ig nachvollziehen kann und dieses ständige "Hin und Her" zwischen den beiden Hauptpersonen manchmal ein wenig mühsam ist.  Die mitwirkenden Nebenfiguren, wie die quirlige Kat, die hübsche Reeve und ihr Vater Dr. Ankh, Coles Zombiejäger-Truppe und die neuen Jäger Gavin und Veronica aus Atlanta sind reizvolle Personen, die sich wunderbar in die Handlung einfügen.

In dieser Buchserie sind Zombies keine verwesenden Körper, sondern böse Geister, die sich menschlicher Körper bemächtigen und nur von bestimmten Personen gesehen werden können. Da die Zombies nur von Geistern bekämpft werden können, müssen die Zombiejäger im Kampf aus ihrem Körper heraustreten müssen. Die Romanidee rund um die Spezies der Zombies sowie dass sich Ali mit einer dunklen Seite herumschlagen muss, gefällt mir außerordentlich gut. Die Autorin hat meinen Wunsch erhört und so erfährt man im 2. Band mehr über die Zombies und weniger über Liebesgeschichten sowie den Schulalltag.
 
Natürlich wartet auch "Rückkehr ins Zombieland" mit unzähligen Kampf- und Actionszenen sowie ein wenig Romantik auf, was für Abwechslung sorgt. Der 2. Band der White Rabbit Chronicles-Reihe birgt etliche  ungeahnte Wendungen, nicht vorhersehbare Wirrungen und Überraschungen, aber auch klitzekleinen Längen und einige detaillierte Schilderungen auf, was mich aber weniger stört, als es im 1. Band der Fall war.

Wie bereits im Serienauftakt werden in Band 2 die rasanten Geschehnisse aus der Sicht von Ich-Erzählerin Alice geschildert, die uns an ihren Gedanken & Gefühlen teilhaben lässt. Abgerundet wird die Story durch den mitreißenden und emotionsgeladenen Schreibstil, die unterhaltsamen Wortgefechte sowie durch die jugendliche Sprache, dadurch fliegt man fast durch die die 400 Seiten.
 
FAZIT:
Mit "Rückkehr ins Zombieland" hat Gena Showalter eine gelungene Fortsetzung von "Alice im Zombieland" erschaffen. Trotz kleiner Mankos lässt sich der 2. White Rabbit Chronicles-Band, der mit einer  originellen Romanidee samt gelungener Umsetzung, reizvollen Charakteren und einem ausdrucksstarken Schreibstil versehen wurde, rasend schnell lesen. Da mir "Rückkehr ins Zombieland" sogar noch einen Tick besser als sein Vorgänger gefällt, vergebe ich dafür fantasievolle 4 1/2 (von 5) Punkte.

 

Sonntag, 20. Juli 2014

[REZENSION] "Alice im Zombieland" (Band 1)

Für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanke ich mich bei Darkriss und bei Blogg dein Buch.

Cover
Quelle: Mira Taschenbuch
Die Autorin
New York Times- und USA Today-Bestsellerautorin Gena Showalter gilt als Star am romantischen Bücherhimmel des Übersinnlichen. Ihre Romane erobern nach Erscheinen die Herzen von Kritikern und Lesern gleichermaßen im Sturm. "Die Herren der Unterwelt"-Reihe gilt als ihre bislang stärkste Serie.

*Produktinformation*
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1., Aufl. (Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3862789861 / ISBN-13: 978-3862789863
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,8 x 4,2 cm


Leseprobe
Quelle: mira-taschenbuch.de  *lies mich*


Die Geschichte...
Alice Bell, ihre kleine Schwester Emma und ihre Eltern haben alles andere als ein normales Familienleben. Alis und Emmas Vater hat panische Angst vor Monstern, trainiert Ali seit Jahren für einen möglichen Kampf und die Familie muss vor Anbruch der Dunkelheit immer im Haus sein. Doch für eine Ballettaufführung ihrer kleinen Schwester machen die Bells an Alis 16. Geburtstag eine Ausnahme und dieser Abend endet in einem Fiasko, denn die gesamte Familie wird von Zombies angegriffen und nur Alice überlebt diesen Anschlag mit knapper Not. Nach diesem Unglück, bei dem sie eine Wolke in Form eines weißen Kaninchens gesehen hat, muss das traumatisierte Mädchen zu ihren Großeltern nach Birmingham ziehen und in der Asher High neu anfangen. Ali freundet sich schnell mit der hübschen, quirligen Kat an und wird magisch von dem mysteriösen, gutaussehenden Cole angezogen. Gleich bei ihrer ersten Begegnung hat sie eine Vision von dem bösen Jungen, der etwas über Zombies zu wissen scheint...
 
Meine Meinung:
"Alice im Zombieland" nennt sich der Auftakt der White Rabbit Chronicles-Reihe in dem sich alles um Zombies dreht, an deren Existenz Alice bis zur Auslöschung ihrer Familie nicht geglaubt hat. Nach der Vorbemerkung von Alice beginnt die Story 6 Monate zuvor und endet einige Monate später. Den Schauplatz hat die Autorin nach Birmingham, Alabama verlegt, obwohl dieser für die Handlung gar nicht so wichtig erscheint. Statt bildhaften Orts- und Schauplatzbeschreibungen versorgt uns Gena Showalter mit lebendigen Beschreibungen von Zombies und Kämpfen.

Genau an ihrem 16. Geburtstag verliert Alice "Ali" Bell durch einen Zombie-Überfall ihre gesamte Familie auf einen Schlag. Bis zu diesem Tag hat die 1,78m große Schülerin mit den weißblonden Haaren und blauen Augen nicht an Monster geglaubt, vor denen sich ihr Vater so gefürchtet hat. Nun muss sie zu ihren Großeltern ziehen und in Birmingham ein neues Leben beginnen. Dort macht das schüchterne Mädchen die Bekanntschaft von Kat, die sehr hübsch, aber manchmal etwas oberflächlich erscheint, auch Kats Freundinnen Reeve, Wren und Poppy sehen alle makellos aus und gehen mit spitzen Bemerkungen bzw. Geschichten über den Highschool-Alltag nicht sparsam um. Und da ist dann auch der attraktive Bad Boy Cole Holland, der Anführer einer Gruppe von gefährlich wirkenden Schülern ist, den eine geheimnisvolle Aura umgibt.

Mit Alice und Cole hat Gena Showalter zwei faszinierende, facettenreiche Protagonisten mit vielen Macken, Ecken & Kanten erschaffen, die man schnell ins Herz schließt, obwohl ich Cole anfangs schwer einschätzen konnte. Die Entwicklung der "Beziehung" zwischen Cole und Alice wurde interessant dargestellt und die mitwirkenden Nebenfiguren sind reizvolle Personen, die sich gut in die Handlung einfügen.

Da ich noch nicht viele Zombie-Romane gelesen habe, war ich auf die Interpretation dieser Wesen in "Alice im Zombieland" gespannt. Hier sind Zombies keine verwesenden Körper, sondern infizierte Seelen bzw. Geister, die sich menschlicher Körper bemächtigen und die nur von bestimmten Personen gesehen werden können. Die Romanidee rund um die Zombies gefällt mir sehr, die andere Idee mit "gefährlicher Junge trifft auf süßes, unbedarftes Mädchen" ist für meinen Geschmack schon ausgereizt, passt aber trotzdem gut zum Plot. Allerdings hätte ich gern mehr über die Zombies und dafür weniger über diverse Liebes- und Schul-Geschichten erfahren, aber das ändert sich im nachfolgenden Band hoffentlich noch.

Und so bleibt es natürlich nicht aus, dass "Alice im Zombieland" viele Kampf- und Actionszenen gepaart mit ein wenig Romantik und vielen Szenarien aus dem Highschool-Leben birgt. Wenn man genau hinsieht, entdeckt man auch einige Parallelen zu "Alice im Wunderland", doch wer eine Neuadaption der beliebten Geschichte erwartet, liegt falsch. Der White Rabbit Chronicles-Auftakt hat mich sofort gefangen genommen und wartet mit unerwarteten Wendungen und Irrwegen, aber auch kleinen Längen und ausführlichen Schilderungen auf, was den Lesefluss ein wenig bremst. Nach dem offenen Ende bin ich froh, dass "Rückkehr ins Zombieland" schon bereit liegt.

Erzählt werden die rasanten Geschehnisse aus der Sicht von Ich-Erzählerin Alice, die den Lesern einen tiefen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle gewährt. Jedoch konnte ich nicht alle Handlungen und Taten der sympathischen Protagonistin nachvollziehen. Dank der ausdrucksstarken, mitreißenden Schreibweise, der jugendlichen Sprache sowie der unterhaltsamen Dialoge lassen sich die 416 Seiten rasend schnell lesen.
 
FAZIT:
"Alice im Zombieland" ist mein erstes, aber sicherlich nicht letztes Buch von Gena Showalter. Obwohl die Story rund um Alice kleine Schwächen enthält, garantiert dieses Fantasy-Jugendbuch dank der reizvollen Romanidee samt gelungener Umsetzung, vielen interessanten Charakteren und einem flüssigen Schreibstil ein paar spannende Lesestunden. Dafür vergebe ich gern wundervolle 4 (von 5) Punkte und freue mich auf Alices "Rückkehr  ins Zombieland".

 

Samstag, 19. Juli 2014

[MINI-REZENSION] "Weil ich Will liebe" (Band 2)

Cover
Quelle: dtv
Die Autorin
Colleen Hoover lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas. Ihren Erstling ›Weil ich Layken liebe‹ veröffentlichte sie zunächst als E-Book und stand damit sofort auf der New York Times-Bestsellerliste. Mittlerweile hat sie weitere Romane geschrieben, die allesamt eine große Fangemeinde haben und zu internationalen Bestsellern wurden.

Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423715847 / ISBN-13: 978-3423715843
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: 
Point of Retreat
Größe und/oder Gewicht: 19 x 13,6 x 3 cm


Leseprobe
Quelle: book2look.de  *lies mich*


Alle, die diese Trilogie noch lesen möchten und den Vorgängerband nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
Mehr als ein Jahr ist vergangen, seit Layken und Will sich zum ersten Mal begegnet sind und inzwischen ist viel geschehen.  Layken & Will sind offiziell ein Paar beide kümmern sich nach dem Tod von Julia (der Mutter von Layken und Kel) selbstlos um ihre 10-jährigen Brüder Kel und Caulder. Neben Studium, Kindererziehung & Haushalt bleibt manchmal nicht viel Zeit für ihre Beziehung und als Will im College seine Ex-Freundin Vaughn trifft und sie sich gut verstehen, erzählt er Layken nichts davon. Doch als Vaughn die Coopers zu Hause besucht und Layken diese Begegnung sieht, zweifelt sie an Wills Gefühlen...

Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: Nach "Weil ich Layken liebe" musste ich unbedingt wissen, wie es mit Layken und Will weitergeht.

Reihe: 2. Band der Layken & Will/Slammed-Trilogie

Handlungsschauplatz: Als Schauplatz dient die Stadt Ypsilanti im US-Bundesstaat Michigan.

Handlungsdauer: Die Story, die sich in 2 Teile gliedert und an den 1. Band anknüpft, beginnt nach dem Prolog (am 31. Dezember) am 5. Januar und endet am 2. März.

Hauptpersonen: Inzwischen ist Layken "Lake" Cohen 19 Jahre jung und kümmert sich seit dem Tod ihrer Mutter im vergangenen September um ihren kleinen Bruder Kel. Layken und der 22-jährige Will Cooper mit seiner Leidenschaft für Gedichte bzw. Poetry Slams sind nun beide Vollwaisen und ganz offiziell ein Paar, außerdem sind ihre kleinen Brüder Kel und Caulder beste Freunde. Beide studieren, wohnen in getrennten Häusern und genießen ihre Zeit als kleine Familie, obwohl der Alltag seine Tücken hat... 
Die Protagonisten Layken und Will sind liebenswerte, facettenreiche Charaktere mit Ecken & Kanten, die man einfach mögen muss.
 
Nebenfiguren: Altbekannte Charaktere wie Laykens Bruder Kel und der gleichaltrige Caulder (Wills kleiner Bruder), Laykens beste Freundin Eddie und ihr Freund Gavin bzw. neue Figuren wie die neuen Nachbarn Sherry und ihre altkluge 11-jährige Tochter Kiersten  oder Wills Ex-Freundin Vaughn sind reizvolle Persönlichkeiten, die sich wunderbar in die Handlung einfügen.

Romanidee: Interessante Grundidee, die großartig umgesetzt wurde. In "Weil ich Will liebe" müssen sich Layken und Will nach der ersten Verliebtheit ihrer Gefühle bewusst werden und für ihre Beziehung kämpfen.

Erzählperspektiven: Diesmal schildert Ich-Erzähler Will die turbulenten Begebenheiten aus seiner Warte, was für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig war, aber man gewöhnt sich schnell daran. Auch Will lässt uns an der Achterbahnfahrt seiner Gefühle teilhaben, wodurch man (wie schon zuvor bei Layken) schnell mit dem Protagonisten mitfühlt und mitleidet.

Handlung: "Weil ich Will liebe" ist eine gefühlvolle Story über die Liebe, das Leben und den Tod. Die emotionsgeladene Liebesgeschichte zieht den Leser schnell in seinen Bann und lässt einen so schnell nicht mehr los. Auch wenn man zu wissen glaubt, wie die Handlung endet, so ist der Weg dorthin Irrungen, Wirrungen und allerlei Überraschungen gepflastert.

Schreibstil & Co:  Die mitreißende Schreibweise gepaart mit unterschiedlichen Emotionen, die angenehme Sprache und unterhaltsame Dialoge runden den Plot ab.

FAZIT:

Der Nachfolger von "Weil ich Layken liebe" schildert Layken und Wills gemeinsames Leben und hat mich sehr berührt. "Weil ich Will liebe" unterhält mit einer gefühlvollen Story samt Sonnen- und Schattenseiten, liebenswerten Charakteren und einer ausdrucksstarken Schreibweise. Während des Lesens war mir manchmal zum Weinen und kurz darauf zum Lachen zumute, was nicht viele Bücher bei mir schaffen. Deshalb enthält der 2. Band der Slammed-Trilogie von mir 5 (von 5) Punkte.
 
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Freitag, 18. Juli 2014

[MINI-REZENSION] "Eene Meene: Einer lebt, einer stirbt" (Band 1)

Cover
Quelle: Rowohlt
Der Autor
M. J. Arlidge hat fünfzehn Jahre lang als Drehbuchautor für die BBC gearbeitet. Seit fünf Jahren betreibt er eine eigene unabhängige Produktionsfirma, die vor allem auf Krimiserien spezialisiert ist. «Eene Meene» ist sein erster Roman und Auftakt zu einer Thrillerreihe um Detective Inspector Helen Grace, die in zahlreichen Ländern erscheint.
 
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: rororo (2. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499268833
ISBN-13: 978-3499268830
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 3,2 cm

Leseprobe
Quelle: Rowohlt.de  *lies mich*




Die Geschichte...
Als Amy und Sam nach einem Konzert entführt werden und in einem leeren Schwimmbecken aufwachen, halten sie dies für einen schlechten Scherz. Doch ihr Entführer meint es ernst, denn das junge Liebespaar wird mit einer Pistole ausgestattet und muss so lange ausharren, bis einer den anderen tötet - der Überlebende wird danach frei gelassen. Detective Inspektor Helen Grace, die mit ihrem Team den Fall übernimmt, steht vor einem Rätsel. Kurz darauf werden zwei Kollegen gekidnappt, die mit dem ersten Entführungsfall nichts gemeinsam haben. Für die Ermittler beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn DI Helen Grace möchte den Täter mit allen Mitteln überführen, bevor ein weiterer Mord geschieht...
 
Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: War eine Empfehlung von Kossi. Dieses Buch gibt es mit einem roten und grünen Cover, ich habe noch die rote Ausgabe ergattert.

Reihe: 1. Band der Helen Grace-Reihe

Handlungsschauplatz: Als Schauplatz dient die englische Hafenstadt Southampton.

Handlungsdauer: Die Story beginnt im Dezember und dauert mehrere Wochen.

Hauptperson:  Helen Grace ist Single, 1,80m groß, fährt eine Kawasaki und lebt in Southampton. Die eigenbrötlerische Detective Inspector arbeitet in der Abteilung für schwere Kriminalität und gibt nicht gern etwas von ihr preis. Helen Grace ist zwar eine interessante Protagonistin mit Ecken & Kanten, aber kein Sympathieträger - irgendwie ist die Hauptperson für mich nicht greifbar und deshalb konnte ich mich auch oft nicht mit ihr identifizieren.

Nebenfiguren: Helens Kollegen wie z.B. Mark Fuller (hat seit der Trennung seiner Frau und Tochter ein Alkoholproblem), Charlie Brooks (die hübsche Polizistin ist sehr ehrgeizig und beliebt) und die Entführungsopfer sind interessante Charaktere. Allerdings kommen für meinen Geschmack zu viele Nebencharaktere zum Einsatz.

Romanidee: Nicht ganz neue, aber reizvolle Grundidee, wo ein Sadist ein perfides Spiel mit der Polizei treibt.

Erzählperspektiven: Neben Haupterzählerin Helen schildern auch diverse Nebenfiguren die rasanten Geschehnisse aus ihrem jeweiligen Blickwinkel (in der 3. Person). In kursiver Schrift berichtet der Täter über seine Vergangenheit und seine kranken Gedanken.

Handlung: Fesselnde Geschichte mit verschiedenen Handlungssträngen, sehr vielen Erzählperspektiven & kurzen Kapiteln, was es mir manchmal schwer gemacht hat, der Handlung zu folgen. Außerdem wartet dieser Thriller mit vielen ungeahnten -manchmal etwas zu dramatischen -Wendungen, raffiniert gelegten falschen Fährten und einem unvorhersehbaren Finale auf. Leider verliert sich die Story manchmal zu sehr in Nebensächlichkeiten und allzu ausgeschmückten Beschreibungen, was mir persönlich nicht so zusagt.

Schreibstil & Co:  "Eeene Meene: Einer lebt, einer stirbt" bietet eine packende & emotionsgeladene Schreibweise sowie kurze Kapitel (117 Kapitel wurden auf 368 Seiten verteilt!) und ist nichts für zartbesaitete Leser!

FAZIT:
"Eene Meene: Einer lebt, einer stirbt" ist ein gut gemachter Thriller, der mir dank der rasanten Story sowie der anschaulichen Szenen voller Blut & Leichen ein paar spannende Lesestunden beschert hat. Wegen einiger Mankos, die mich teilweise sehr gestört haben, bekommt dieser  Thriller von M. J. Arlidge  solide 3 1/2 (von 5) Punkte und bin sehr unschlüssig, ob ich eine Fortsetzung lesen möchte.

Donnerstag, 17. Juli 2014

[MINI-REZENSION] "Carpe Diem"

Cover
Quelle: Carlsen
Die Autorin
Autumn Cornwell, die einen Teil ihrer Kindheit in Papua Neuguinea verbrachte, war schon immer ein Zugvogel. Inzwischen hat sie bereits 22 Länder besucht, wobei ihr Südostasien besonders ans Herz gewachsen ist. Ihre Erlebnisse dort haben sie zu Carpe diem inspiriert. Neben dem Schreiben verbringt sie viel Zeit damit, sich durch den undurchsichtigen Dschungel der amerikanischen Film- und Fernsehindustrie zu schlagen. Mit ihrem Mann und ihrem Sohn Dexter lebt sie in der Nähe von Los Angeles.

Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Carlsen (April 2010) / Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551355185 / ISBN-13: 978-3551355188
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 3,2 cm

Leseprobe
Quelle: bilder.buecher.de  *lies mich*



 

Die Geschichte...
Vassar ist 16 und hat ihr zukünftiges Leben bereits geplant. Sie will den besten Schulabschluss erzielen, danach mit Auszeichnung an einer Eliteuniversität, am besten Vassar, promovieren, mit 25 Jahren ihren Traummann heiraten, mit ihm 3 Kinder bekommen, ein Buch schreiben und den Pulitzer Preis verliehen bekommen. Doch als sich kurz vor den Sommerferien ihre schrullige Großmutter Gerd (die Vassar noch nie gesehen hat, da sie ständig die Welt bereist) telefonisch meldet und ihre Eltern mit einem "großen Geheimnis" quasi erpresst, kommt alles ganz anders als gedacht. Vassar soll Grandma Gerd bei einer Reise durch Südostasien begleiten und sie besser kennenlernen, allerdings möchte sie auch das Familiengeheimnis lösen. Also packt Vassar schweren Herzens ihre 10 Koffer mit allerlei nützlichen Dingen (wie Reiseführer, Mundschutz, aufblasbaren Toilettensitz, Augenmaske, allerlei  Tabletten, Sonnen- und Insektenschutzmittel und Laptop) und macht sich auf den Weg nach Malaysien, wo sie auf einen asiatischen Cowboy sowie ihre eigenwillige Großmutter trifft...

Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: War eine Empfehlung der lieben Kathi - vielen Dank für diesen wundervollen Buchtipp.

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplätze: Die Reise, die im Sommer beginnt, führt von Amerika nach Südostasien (Malaysia, Kambodscha und Laos). Man erfährt viel über die besuchten Länder, seine Bewohner und deren Kultur. Weiters gibt es lebendige Orts- und Schauplatzbeschreibungen, die so realistisch geschildert wurden, dass das Kopfkino zu laufen beginnt und man sich alles wunderbar vorstellen kann.

Handlungsdauer: Nach dem Prolog gliedert sich die Story in 5 Teile (1. Daheim in den Staaten, 2. Malaysia, 3. Kambodscha, 4. Laos, 5. Wohin führt mich mein Weg?) und dauert mehrere Wochen.

Hauptperson: Vassar Spore ist süße 16, sehr ehrgeizig und zielstrebig, denn die Schülerin mit den widerspenstigen Haaren bereitet sich schon auf das College vor und hat in der Schule nur Bestnoten). Sie wohnt mit ihren anspruchsvollen Eltern Althea und Leon in Seattle und ihre Mutter hat sogar ihren Job als Lebensberaterin aufgegeben, um sich ganz auf Vassars glanzvolle Zukunft konzentrieren zu können... Vassar ist eine entzückende und liebenswerte Protagonistin mit einem ungewöhnlichen Vornamen, die gern plant und während der Asienreise mit ihrer Großmutter eine beachtliche Weiterentwicklung durchmacht.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Vassars beste Freundinnen und Intelligenzbestien Laurel, Denise, Amber, ihre schrille Künstler-Großmutter Gertrude "Gerd" (die keinen Plan, aber dafür ein paar verrückte Ideen hat) sowie der 18-jährige Hanks Lee (ein Asiate, der sich wie ein Cowboy kleidet und dessen Wege sich immer wieder mit denen von Vassar und Gerd kreuzen)  sind interessante Personen, die sich hervorragend in die Handlung einfügen.

Romanidee: Reizvolle Grundidee (eine Reise durch Südostasien mit gegensätzlichen, bis dato unbekannten Familienmitgliedern bzw. dass Vassar ihre Erlebnisse für die Schule in einem Roman verarbeitet) die hervorragend umgesetzt wurde.

Erzählperspektiven: Ich-Erzählerin Vassar schildert die turbulenten Geschehnisse aus ihrem Blickwinkel. Die sympathische Hauptperson lässt uns dabei immer wieder an ihren Gedanken & Gefühlen teilhaben, wodurch man sie schnell ins Herz schließt und mit ihr mitfühlt, mitleidet & mitfiebert.

Handlung: Unterhaltsame & abenteuerliche Geschichte mit einem Hauch Romantik, die voller Überraschungen und unerwarteten Wendungen steckt. Dieser Roman, der uns auf einen abenteuerlichen Trip voller interessanter Begegnungen mitnimmt, ist weder kitschig noch vorhersehbar und hat mir ein paar schöne Lesestunden beschert.

Schreibstil & Co:  Ein mitreißender, emotionsgeladener, herzerfrischender Humor sowie unterhaltsame Dialoge runden die 384 Seiten lange Geschichte ab.

FAZIT:
"Carpe Diem" ist ein zauberhafter Roman, der einem zeigt, dass man nicht sein ganzes Leben verplanen, sondern manchmal einfach nur den Tag genießen sollte.  Die aufregenden Abenteuer, die Vassar in "Carpe Diem" sind einfach herrlich zu lesen und oft konnte ich mir das Lachen einfach nicht verkneifen. Da mich dieses Buch von  Autumn Cornwell von der ersten bis zur letzten Seite fantastisch unterhalten hat, vergebe ich gern eindrucksvolle 5 (von 5) Punkte.

 
 

Mittwoch, 16. Juli 2014

[MINI-REZENSION] "Weil ich Layken liebe" (Band 1)

Cover
Quelle: dtv
Die Autorin
Colleen Hoover lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas. Ihren Erstling ›Weil ich Layken liebe‹ veröffentlichte sie zunächst als E-Book und stand damit sofort auf der New York Times-Bestsellerliste. Mittlerweile hat sie weitere Romane geschrieben, die allesamt eine große Fangemeinde haben und zu internationalen Bestsellern wurden.

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423715626 / ISBN-13: 978-3423715621
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: 
Slammed
Größe und/oder Gewicht: 19 x 13,6 x 2,6 cm

Leseprobe
Quelle: book2look.de  *lies mich*


Die Geschichte...
Da Laykens Mutter nach dem Tod ihres Mannes die riesige Ranch in Texas nicht mit ihrem Teilzeitjob als Krankenschwester finanzieren kann, ziehen Mutter Julia, die 18-jährige Layken und der 9-jährige Kel nach Michigan. Bereits am ersten Tag in Ypsilanti lernt Layken den charmanten Nachbarssohn Will kennen, in den sie sich sofort verliebt. Laykens Gefühle werden auch von Will erwidert, doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern...

Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: Da mir dieses Buch auf vielen Blogs und Foren begegnet ist, wollte ich "Weil ich Layken liebe" auch lesen.

Reihe: 1. Band der Layken & Will/Slammed-Trilogie

Handlungsschauplatz: Als Schauplatz dient die Stadt Ypsilanti im US-Bundesstaat Michigan.

Handlungsdauer: Die Story, die sich in 2 Teile gliedert, beginnt im September, dauert ca. 3 Monate und endet mit dem Epilog 1 Jahr später.

Besonderheit: Jedes Kapitel beginnt mit ein paar Songtext-Zeilen von Laykens Lieblingsband The Avett Brothers.

Hauptpersonen: Layken Cohen ist gerade 18 geworden, doch zum Feiern ist der hübschen Schülerin nicht zumute. Ihr Vater ist vor kurzem verstorben und zu allem Überfluss muss die Familie aus finanziellen Gründen umziehen. Als Layken denkt, dass es nicht schlimmer werden kann, lernt sie in ihrem neuen Zuhause den neuen Nachbarn Will Cooper kennen und verliebt sich Hals über Kopf in den gutaussehenden jungen Mann. Will ist außerdem sehr charmant, hilfsbereit, mag Gedichte bzw. Poetry Slams und zieht seit dem Tod seiner Eltern seinen kleinen Bruder Caulder auf. Die Protagonisten Layken und Will sind reizvolle, lebendige Charaktere mit vielen Facetten, Ecken & Kanten, die man einfach mögen muss.
 
Nebenfiguren: Laykens Mutter Julia, ihr Bruder Kel und der gleichaltrige Caulder (Wills kleiner Bruder) sind liebenswerte Persönlichkeiten, die sich wunderbar in die Handlung einfügen.

Romanidee: Interessante Grundidee (die Poetry Slams sind mal etwas anderes), die allerlei Höhen & Tiefen beinhaltet, hervorragend umgesetzt wurde und sich von anderen Jugend-Liebesromanen deutlich abhebt.

Erzählperspektiven: Ich-Erzählerin Layken schildert die turbulenten Geschehnisse aus ihrer Perspektive. Ihr Gefühls-Chaos wird so eindrucksvoll geschildert, dass einem nichts anderes übrig bleibt, als mit Layken mitzuleiden & mitzufühlen.

Handlung: Mit "Weil ich Layken liebe" hat Colleen Hoover eine berührende Geschichte über die Liebe, das Leben und den Tod erschaffen. Man wird gleich zu Beginn in den Sog dieser emotionsgeladenen Liebesgeschichte gezogen und muss einfach immer weiter lesen - bis hin zum bittersüßen Finale. Auch wenn man während des Lesens das Ende vielleicht erahnt, so birgt der Weg dorthin für Will & Layken viele ungeahnte Wendungen  und Stolpersteine.

Schreibstil & Co:  Abgerundet wird dieser wundervolle Roman durch die gefühlsbetonte und mitreißende Schreibweise von Colleen Hoover, unterhaltsame Dialoge und eine, der jugendlichen Zielgruppe angepasste Sprache.

FAZIT:
Man mag gar nicht glauben, dass man hier ein Erstlingswerk liest, denn "Weil ich Layken liebe" ist eine traurig-schöne Liebesgeschichte, die mich tief berührt hat. Dank des emotionsgeladenen Plots mit überraschenden Irrwegen, der sympathischen Hauptpersonen und des ausdrucksstarken Schreibstils lässt sich der Auftakt der Slammed-Trilogie rasant lesen. Da mich dieser Debütroman zum Weinen & zum Lachen gebracht hat (und dieses Kunststück schaffen nicht viele Bücher), erhält "Weil ich Layken liebe" von mir großartige 5 (von 5) Punkte.


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Dienstag, 15. Juli 2014

[MINI-REZENSION] "Der Todesflüsterer" (Band 1)

Cover
Der Autor
Donato Carrisi, geboren 1973 in einem Dorf in Apulien, lebt in Rom. Er studierte Jura und spezialisierte sich in Kriminologie und Verhaltensforschung. Nach einer kurzen Tätigkeit als Anwalt arbeitet er heute als Drehbuchautor für Kino und Fernsehen. Sein Thriller »Der Todesflüsterer« war ein großer internationaler Erfolg und schoss auch in Deutschland weit nach oben auf die Spiegel-Online-Bestsellerliste. Zuletzt erschien von ihm auf Deutsch »Der Seelensammler«.
 
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: DEA, (1. Februar 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492257704 / ISBN-13: 978-3492257701
Originaltitel: 
Il Suggeritore
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2,6 cm

Leseprobe
Quelle: piper.de *lies mich*




Die Geschichte...
In einem Waldstück werden zufällig 6 Gräber gefunden, die alle nur den linken Arm eines Mädchens im Alter von 9 bis 13 Jahren enthalten. Doch wo sind die dazugehörigen Personen? Die italienischen Ermittler rund um den Profiler Goran Gavila  stehen vor einem Rätsel, weshalb Mila Vasquez zu dem Fall hinzugezogen wird. Die Sonderermittlerin hat große Erfahrung im Aufspüren von vermissten Kindern und die Polizisten erhoffen sich einen schnellen Erfolg. Doch der Fall der verschwundenen Mädchen gestaltet sich zunehmend schwieriger...
 
Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: Die liebe Kerry hat mir dieses tolle Buch geschenkt und hat mich mit dieser Thriller-Serie angefixt (wie schon so oft).

Reihe: 1. Band der Mila Vasquez-Reihe

Handlungsschauplatz: Italien

Handlungsdauer: Nach dem Prolog (der Brief eines Gefängnisdirektors an einen Oberstaatsanwalt am 23. November) beginnt die eigentliche Geschichte am 5. Februar des darauffolgenden Jahres und endet mit dem Epilog am 5. September.

Hauptpersonen: Sonderermittlerin Mila Vasquez, 32, ist Single, Spezialistin für vermisste Kinder und eine Einzelgängerin. Goran Gavila ist schätzungsweise Anfang bis Mitte 40, geschätzter Professor sowie Kriminologe und alleinerziehender Vater eines kleinen Jungen. Mit Mila Vasquez und Goran Gavila hat der Autor interessante Protagonisten mit vielen Facetten, Ecken & Kanten erschaffen.

Nebenfiguren: Die Nebencharaktere wie Hauptkommissar Roche samt den Kommissaren Klaus Boris und Sarah Rosa und Rechtsmediziner Leonard "Chang" Vross sind interessante Persönlichkeiten, die sich trotz ihrer Vielzahl gut in die Handlung einfügen.

Romanidee: Reizvolle Grundidee, die ansprechend umgesetzt wurde.

Erzählperspektiven: Neben den Haupterzählern Goran und Mila schildern auch andere Figuren die rasanten Begebenheiten aus ihrem jeweiligen Blickwinkel und lassen uns dabei an ihren Gedanken & Gefühlen teilhaben.

Handlung: Spannende & abwechslungsreiche Geschichte mit verschiedenen Handlungssträngen und Erzählperspektiven. Hier stören mich überraschenderweise nicht mal die unzähligen Nebencharaktere, Erzählperspektiven und ausgeschmückten Beschreibungen wirklich, denn die Story wartet mit so vielen ungeahnten Wendungen und geschickt gelegten falschen Fährten auf, dass man nie genau weiß, wer gut oder böse ist und nur so durch die 496 Seiten fliegt. Die Geschichte lässt ein paar Fragen offen, weshalb man sich auf "Der Seelensammler" freut.

Schreibstil & Co:  Abgerundet wird "Der Todesflüsterer" durch die fesselnde & emotionsgeladene Schreibweise. Wegen der blutigen Szenarien würde ich diesen Thriller zartbesaiteten Leser nicht empfehlen.
 
FAZIT:
"Der Todesflüsterer" nennt sich der Auftakt einer neuen Thriller-Reihe rund um Sonderermittlerin Mila Vasquez. Obwohl ich nicht gern Spannungsliteratur lese, wo Mädchen die Opfer sind, hat mich "Der Todesflüsterer" von Anfang an in ihren Bann gezogen und mich dank der rasanten Story samt ungeahnten Wendungen, der reizvollen Protagonisten sowie der packenden Schreibweise wunderbar unterhalten. Wegen der klitzekleinen Schwächen (viele Nebenfiguren, Handlungsstränge und Erzählperspektiven) erhält dieser Serienbeginn von mir knappe 5 (von 5) Punkte.