Samstag, 25. April 2015

[MINI-REZENSION] "Bald ruhest du auch"

Cover
Quelle: Random House
Die Autorin
Wiebke Lorenz, geboren 1972 in Düsseldorf, studierte in Trier Germanistik, Anglistik und Medienwissenschaft und absolvierte eine Ausbildung zur Drehbuchautorin an der Internationalen Filmschule Köln. Sie lebt heute in Hamburg, schreibt für verschiedene Zeitschriften (u.a. "Cosmopolitan") und TV-Produktionen. Gemeinsam mit ihrer Schwester veröffentlicht sie unter dem dem Pseudonym Anne Hertz Bestseller mit Millionenauflage. Ihre Romane "Was? Wäre? Wenn?" (2003), "Allerliebste Schwester (2010)" und ihr Thriller "Alles muss versteckt sein" (2012) waren bei Kritik und Publikum höchst erfolgreich.

*Produktinformation*
Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Diana Verlag (16. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453291719
ISBN-13: 978-3453291713
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 4,3 x 20,5 cm
Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*


 
 Die Geschichte...
Als Lenas Mann Daniel bei einem Autounfall stirbt und sie hochschwanger zurücklässt, ist die Hebamme wie erstarrt, denn wegen eines Streites saß sie während des tödlichen Zusammenstoßes nicht im Auto. Doch Lena muss sich zusammenreißen und für ihr Kind stark sein, was allerdings nicht immer so einfach ist. Und dann wird ihre kleine Emma ein paar Wochen nach Geburt entführt und der Entführer hat klare Anweisungen für die junge Mutter, sonst stirbt Emma. Und so beginnt ein erbarmungsloser Wettlauf gegen die Zeit...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Da ich "Alles muss versteckt sein" verschlungen habe, wollte ich auch unbedingt das neueste Buch von Wiebke Lorenz lesen.

Reihe: Einzelband

Handlungsschauplatz: Der Schauplatz wurde nach Hamburg verlegt.

Handlungsdauer: Der Prolog beginnt 3 Stunden vor Ablauf des Ultimatums und dauert einige Wochen, um mit dem Epilog 6 Monate später zu enden.

Hauptperson: Lena May, 32, ist zu Beginn der Geschichte hochschwanger und am Boden zerstört, da ihr Ehemann Daniel bei einem Autounfall tödlich verunglückt ist und einen anderen Autolenker in den Tod mitgenommen hat. Auf Daniels  Beerdigung platzt die Fruchtblase der Hebamme und Lena bekommt ein Mädchen, doch sie fühlt sich mit ihrer neugeborenen Tochter Emma allein gelassen und überfordert... Lena ist eine reizvolle und vielschichtige Protagonistin mit Ecken & Kanten sowie einigen Problemen, deren Handlungen allerdings nicht immer 100%ig nachvollziehbar sind (wie z.B. dass sie ihr Baby ablehnt und ohne Hilfe zurechtkommen möchte, was ihr allerdings nicht gelingt).

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Charaktere wie Lenas Schwiegermutter Esther, die sie tatkräftig unterstützt, Daniels halbwüchsige Tochter Josy aus erster Ehe (die Lena hasst und ihr die Schuld an der Trennung ihrer Eltern gibt), ihr Freund Jasper und der gutaussehende Niklas Krohn (der 39-jährige Grafikdesigner hat seinen Bruder bei dem Aufprall mit Daniels Wagen ebenfalls verloren und sucht Lenas Nähe)  sind interessante Persönlichkeiten, die sich ansprechend in die Handlung einfügen.

Romanidee: Faszinierende Grundidee, die hervorragend umgesetzt wurde. "Bald ruhest du auch" thematisiert Muttersein bzw. die damit auftretenden Wochenbettdepressionen in Verbindung mit Kindesentführung.

Genre: "Bald ruhest du auch" ist für mich kein Thriller, sondern geht eher in Richtung Psychothriller.

Erzählperspektiven: Die temporeichen Geschehnisse werden aus der Warte von Lena (in der 3. Person) erzählt, die uns hautnah an ihren Gefühlen & Gedanken teilhaben lässt. In Rückblenden erfahren wir mehr über Begebenheiten aus der Vergangenheit, wodurch wir die aktuellen Ereignisse besser verstehen. Außerdem gibt es Passagen in kursiver Schrift, die mit ICH betitelt sind und von einer unbekannten Person geschildert werden.

Handlung: Spannende Story voller Wirrungen, geschickt gelegten falschen Fährten & Überraschungen sowie miteinander verwebenden Handlungssträngen, die in ein zufriedenstellendes Finale gipfelt (obwohl sich meine Ahnung auf den Täter bewahrheitet hat), denn man leidet mit Lena mit und hofft, dass sich alles zum Guten wendet. Leider enthält die Geschichte auch einige allzu dramatische bzw. sprunghafte Wendungen, kleine Längen sowie ausgeschmückte Schilderungen, was stellenweise den Lesefluss ein wenig bremst.

Schreibstil & Co:  Abgerundet wird der Plot durch die mitreißende Schreibweise und die bedrückende Stimmung, die sich durch das gesamte Buch zieht.
 
FAZIT:
Obwohl "Bald ruhest du auch" für meinen Geschmack nicht ganz an "Alles muss versteckt sein" heranreicht, so hat Wiebke Lorenz wieder einen fesselnden (Psycho-)Thriller erschaffen, der uns in die Abgründe der menschlichen Psyche blicken lässt. Ganz perfekt ist das neueste Werk der Anne Hertz-Hälfte nicht geraten, dennoch wird man schnell in den Bann dieser nervenzerreißenden Geschichte gezogen, weshalb "Bald ruhest du auch" von mir beeindruckende 4 (von 5) Punkte erhält.






Freitag, 24. April 2015

[MINI-REZENSION] "Das Haus am Fluss"

Cover
Quelle: Random House
Die Autorin
Tanja Heitmann wurde 1975 in Hannover geboren und arbeitet in einer Literaturagentur. Sie veröffentlichte bereits mehrere Romane, unter anderem den sensationellen Erfolg "Morgenrot", der monatelang auf den Bestsellerlisten stand. Mit "Das Geheimnis des zweiten Sommers" schrieb Tanja Heitmann ihre erste Familiensaga vor der Kulisse der Nordsee und sich selbst in die Herzen ihrer Leserinnen. "Das Haus am Fluss" spielt erneut in ihrer ganz persönlichen Sehnsuchtslandschaft.

*Produktinformation*
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (16. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764504633
ISBN-13: 978-3764504632
Größe und/oder Gewicht: 14,4 x 4,8 x 22,1 cm

Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*
  


Die Geschichte...
Marie möchte ihre Vergangenheit hinter sich lassen und gemeinsam mit ihrem Sohn Valentin in einem kleinen norddeutschen Dorf einen Neuanfang wagen. Ihr neues Domizil gehört einem Cousin ihres Vaters und muss erst mal bewohnbar gemacht werden. Und während Marie das alte Kapitänshaus renoviert, entdeckt sie Spuren aus vergangenen Tagen und eine Geschichte, die sie gefangen nimmt...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Nachdem mir "Das Geheimnis des Walfischknochens" gut gefallen hat, wollte ich unbedingt das neuste Werk von Tanja Heitmann lesen.

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplatz: Die Handlung wurde nach Tidewall (ein kleiner Ort an der Elbmündung in Schleswig-Holstein) verlegt und versorgt den Leser mit lebendigen Orts- und Schauplatzbeschreibungen.

Handlungsdauer: Nach dem Prolog startet die Story im Februar 2013 und endet im September 2013.

Hauptpersonen: Marie Odenwald ist schätzungsweise Anfang bis Mitte 30 und arbeitet als freiberufliche Übersetzerin. Die Frau mit den langen, dunklen Haaren hat das Leben in Frankfurt satt und zieht mit ihrem 10-jährigen Sohn Valentin in ein einsames Dorf an der Elbmündung, um ihre Vergangenheit zu vergessen und darf das Sommerhaus eines Verwandten bewohnen und auf Hochglanz bringen, was Haus und Garten dringend notwendig haben. Bei den Renovierungsarbeiten im Haus entdeckt sie Hinweise auf die Vergangenheit der früheren Bewohner, der wohlhabenden Familie Boskopen. Im Jahr 1924 angelangt, erfahren wir mehr über die junge Mina Boskopen, die eigensinnig und für die damalige Zeit aufgeschlossen ist. Während eines Sommerfestes sucht ihr Vater nach einem geeigneten Mann für seine wunderschöne Tochter, doch Mina hat ihren eigenen Kopf und ist von dem gutaussehenden Johann Taden fasziniert, der sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser hält... Marie und Mina sind zwar durchaus interessante Protagonisten, die allerdings etwas farblos bleiben und deren Handlungen und Taten für mich nicht immer nachvollziehbar sind.

Nebenfiguren: Leider finden hier unzählige Charaktere (vor allem in der Vergangenheit) wie Maries Nachbar, der Schäfer Asmus Mehnert und seine aufgeweckte Nichte Dasha, Helmtraud (die resolute Haushälterin der Familie Boskopen, vor der alle Respekt haben), diverse Familienmitglieder und Angestellte der Boskopens Verwendung. 

Romanidee: Eigentlich mag ich geheimnisumwobene Familiensagas, doch hier ist die Umsetzung nicht wirklich gelungen.

Erzählperspektiven: "Das Haus am Fluss" beinhaltet 2 Erzählperspektiven und Zeitebenen, die für Abwechslung sorgen: Im Jahr 1924 (bis 1941) erzählt die junge Mina über ihr Leben, ihre Familie und ihre Gefühle. 2013 schildert vorwiegend Marie die Geschehnisse aus ihrer Sicht, aber auch Valentin oder Asmus berichten über die Ereignisse aus der jeweiligen Warte.

Handlung: Kurzweilige Familiengeschichte, die sich über mehrere Jahrzehnte spannt und von Geheimnissen, Lügen und Liebe erzählt und mit verschiedenen Sichtweisen & miteinander verwebenden Handlungssträngen, einigen sehr dramatischen Wendungen und verschlungenen Wegen versehen wurde, Anfangs gestaltet sich "Das Haus am Fluss" noch spannend und interessant, verliert aber mit zunehmendem Handlungsverlauf an Fahrt. Durch die vielen Längen und ausschweifenden Schilderungen, die den Lesefluss enorm bremsen, liest sich die Geschichte stellenweise sehr zäh und ich war mehrfach kurz davor, das Buch abzubrechen.

Schreibstil & Co:  Punkten kann der 576 Seiten lange Wälzer mit der ausdrucksstarken Schreibweise von Tanja Heitmann und den malerischen Schauplatzbeschreibungen.

FAZIT:
Wahrscheinlich habe ich nach "Das Geheimnis des Walfischknochens" etwas zu hoch geschraubt, denn "Das Haus am Fluss" hat mich herbe enttäuscht. Die langatmige Familiengeschichte hat zwar Potential, das aber leider verschenkt wurde, die Charaktere bleiben farblos und können nicht überzeugen und die wunderbaren Beschreibungen von Tidewall können diesen Roman leider auch nicht retten. Schade, aber so kann ich leider nicht mehr als 2 (von 5) Punkte vergeben.


Donnerstag, 23. April 2015

TTT - Top Ten Thursday #205

Allwöchentlich, jeden Donnerstag, werden in Steffis Bücher Bloggeria im Rahmen von "Top Ten Thursday" interessante Buchfragen gestellt bzw. Themen vorgegeben, die dann von den Teilnehmern des TTT beantwortet werden.
 
 






Diese Woche lautet das Thema:  "Die 10 besten Self-Publisher"
Damit habe ich ein Problem, da ich anscheinend kaum Bücher von Self-Publishern lese - aber vielleicht habt ihr ja ein paar Buchtipps für mich.




Gibt es Gemeinsamkeiten?

Mittwoch, 22. April 2015

[MINI-REZENSION] "Eden Academy - Du kannst dich nicht verstecken"

Hübsches Cover
Quelle: Ravensburger
Die Autorin
Lauren Miller schrieb ihr Debüt während des Mutterschaftsurlaubs und hat auch darüber gebloggt. Ihr zweiter Roman, wurde für die YALSA 2015 Bester Spiel für junge Erwachsene Leseliste nominiert. Lauren Miller lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Los Angeles. Mehr Infos unter www.laurenmillerwrites.com.

*Produktinformation*
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: 1 (21. Januar 2015)
ISBN-10: 347340120X / ISBN-13: 978-3473401208
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: 
Free to Fall
Größe und/oder Gewicht: 14,3 x 0,5 x 21,5 cm

Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*
  


Die Geschichte...
Rory Vaughn kann es nicht fassen, als sie tatsächlich an der Eden Academy, einer Elite-Schule für Hochbegabte, angenommen wird. Kurz vor ihrer Abreise erfährt Rory, dass auch ihre verstorbene Mutter Schülerin an der Eden Academy war und ihr etwas hinterlassen hat. Obwohl an der elitären Eden Academy nur die klügsten Köpfe studieren, verlassen sich die Schüler auf ihr Smartphone "Gemini" bzw. auf die App "Lux", die für die Menschen Entscheidungen trifft. Und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, denn Rory erhält anonyme Nachrichten und fragt sich, wer so viel über sie wissen kann. Außerdem kursieren an der Academy Gerüchte über einen mysteriösen Geheimbund und Rory lernt in einem Café den gutaussehenden North kennen, der nichts von der hochtechnisierten Welt hält...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Da ich gern Internatsgeschichten lese, wollte ich auch unbedingt "Eden Academy - Du kannst dich nicht verstecken" lesen.

Reihe: Habe keinen Hinweis auf eine Buchserie entdeckt, also nehme ich an, dass das Buch ein Einzelband ist.

Handlungsdauer: Die Story beginnt im April 2032, dauert mehrere Wochen und endet mit dem Epilog.

Die Welt der Eden Academy: Hier gibt es recht viel Technik: Die Eden Academy, ein Elite-Institut für 180 Schüler, ist eine wunderschöne Einrichtung mit viel Hightech, wie realitätsnahe Simulationen und Kapseln für die Schüler. Außerdem gibt es nur mehr eBooks und auf allen Smartphones, den Geminis, ist eine App namens Lux installiert, die den Anwendern Entscheidungen abnimmt und so verlassen sich die Menschen fast ausschließlich auf diese App.

Hauptperson: Aurora "Rory" Vaughn, 16, ist ein Einzelkind und Halbwaise, da ihre Mutter bei ihrer Geburt verstorben ist. Rory hat eine Erdnussallergie, lebt mit ihrem Vater sowie ihrer Stiefmutter in Seattle und ist überglücklich, als sie erfährt, dass sie an der elitären Eden Academy aufgenommen wurde, wo nur die Besten studieren dürfen. Doch bald weiß die kluge Schülerin nicht mehr, wem sie vertrauen kann... Mit Rory hat die Autorin eine sympathische und couragierte Protagonistin mit Ecken & Kanten erschaffen, mit der man sich rasch identifiziert.

Nebenfiguren: Nebencharaktere wie Beck Ambrose (Rorys bester Freund liebt das Fotografieren und ist einer der wenigen Leute, die sich nicht auf "Lux" verlassen), Rorys Mitbewohnerin Hershey Clements, North (der 18-jährige Junge arbeitet im Café Paradiso, das in der Nähe der Academy liegt, ist sehr attraktiv und wirkt ein wenig geheimnisvoll), diverse Mitschüler und Lehrer wurden ebenfalls reizvoll gestaltet und fügen sich gut in die Handlung ein.

Romanidee: Internatsgeschichten mit Spannungselementen sind immer wieder interessant, obwohl ich noch gern mehr über das Internatsleben erfahren hätte. Hier wurde auch ein wenig Dystopie und Romantik hinzugefügt.

Erzählperspektiven: Die temporeichen Geschehnisse werden von Ich-Erzählerin Rory geschildert, die uns an ihren Gefühlen und Gedanken teilhaben lässt.

Handlung: "Eden Academy - Du kannst dich nicht verstecken" wartet mit einer unterhaltsamen Geschichte voller Rätsel, Geheimnissen, Turbulenzen, Intrigen und Veränderungen auf. Allerdings wurde die Geschichte zu ausführlich geschildert, verliert mit zunehmendem Handlungsverlauf an Fahrt und verzettelt sich für meinen Geschmack zu sehr in Nebensächlichkeiten.

Schreibstil & Co:  Die Story wird durch die mitreißende Schreibweise, eine leicht mysteriöse Atmosphäre samt unterhaltsamen Dialogen und einer jugendlichen Sprache abgerundet.

FAZIT:
"Eden Academy - Du kannst dich nicht verstecken" ist eine gelungene Mischung aus Internatsgeschichte in einer hochtechnisierten Welt gepaart mit ein wenig Abenteuer, Dystopie & Romantik, die dem Leser dank der abwechslungsreichen Story, der toughen Hauptperson und der flüssigen Schreibweise  ein paar kurzweilige Lesestunden schenkt. Da die Geschichte einige Mankos enthält, bekommt dieser Jugendroman von mir bescheidene 4 (von 5) Punkte

Dienstag, 21. April 2015

[MINI-REZENSION] "Apfelblütenzauber" (Band 2)

Cover
9783426515778
Quelle: Droemer Knaur
Die Autorin
Gabriella Engelmann, 1966 geboren in München, ist gelernte Buchhändlerin. Nach Stationen als Lektorin und als Verlagsleiterin eines Kinderbuchverlages arbeitet sie heute freiberuflich als Literaturscout und Autorin von Romanen für Erwachsene sowie von Kinder- und Jugendbüchern. Gabriella Engelmann lebt und arbeitet in Hamburg.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. April 2015) / Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426515776 / ISBN-13: 978-3426515778
Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 3,2 x 19 cm


Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*


Alle, die den Vorgängerband nicht kennen und "Eine Villa zum Verlieben" noch lesen möchten, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
Inzwischen sind 6 Jahre vergangen, seit Stella, Leonie und Nina in die schöne Stadtvilla eingezogen sind und seitdem hat sich viel getan, denn die 3 Mitbewohnerinnen sind zu Freundinnen geworden. Stella hat sich von der durchgestylten Geliebten zur legeren Mama gewandelt, Nina arbeitet noch immer bei Koloniale Möbel und ist mit Alexander liiert, nur bei Leonie läuft es nicht immer ganz rund. Eigentlich füllt sie ihr Job im "La Lune" aus, doch ihr Traum von einer Familie lässt sie nicht los und als das Bistro geschlossen wird und die Villa verkauft werden soll, beschließt Leonie, ihre Familie im Alten Land zu besuchen. Doch irgendwie kommt Leonie auch in ihrer alten Heimat nicht zur Ruhe, denn ihre Mutter möchte noch etwas erleben, lässt ihren Mann allein auf dem heimischen Bauernhof allein und dann tritt auch noch ein Mann in Leonies Leben, der alles durcheinander wirbelt...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Nach "Eine Villa zum Verlieben" wollte ich auch unbedingt die Fortsetzung lesen.

Reihe: 2. Band der Stella, Leonie und Nina-Reihe, seit dem Einzug in die Villa sind 6 Jahre vergangen. Man muss allerdings nicht unbedingt den Vorgängerband gelesen haben, um die Geschehnisse zu verstehen.

Handlungsschauplätze: Als Handlungsschauplatz dient vorwiegend das Alte Land, aber auch Hamburg spielt eine Rolle und die Handlung führt uns sogar kurz nach Gordes in die Provence. Die wunderbar lebendigen Orts- und Schauplatzbeschreibungen bringen mein Kopfkino auf Hochtouren und laden zum Träumen ein.

Handlungsdauer: Die Story beginnt nach dem Gedicht "Behüt dich Gott, du Heimaterde" Ende April und dauert bis Ende Juni des darauffolgenden Jahres, um mit dem Epilog 3 Monate später zu enden.
Extra: Am Ende des Romans finden sich einige Rezepte, die teilweise im Buch vorkommen und sehr lecker klingen.

Hauptpersonen: Diesmal steht Leonie im Fokus. Die 41-jährige Leonie arbeitet als Restaurantleiterin im französischen Bistro "La Lune" und fühlt sich in Hamburg wohl. Die romantisch veranlagte Leonie ist zwar Single, träumt aber von einer großen Familie. Als sie von der Schließung des Bistros erfährt, beschließt sie kurzerhand, ihre Eltern, die in Steinkirchen im Alten Land leben, zu besuchen... Mitbewohnerin Nina  ist inzwischen 47 und ist als ehemalige Floristin für den Garten der Villa zuständig. Die dunkelhaarige Frau arbeitet noch immer im Möbelladen und ist mit Leonies Chef Alexander zusammen, doch der Himmel hängt nicht immer voller Geigen... Die Dritte im Bunde wäre die 46-jährige Stella, die inzwischen mit dem Villabesitzer und Kinderarzt Robert verheiratet und Mutter der 4-jährigen Emma und Stiefmutter des 13-jährigen Moritz ist. Die Blondine, die inzwischen sogar Chucks und Jeans trägt, hat sich einen Namen als Innenarchitektin gemacht, doch dann überlegen sie wegen Roberts beruflicher Zukunft einen Umzug nach Husum und den Verkauf der Villa... Wie bereits im Vorgängerband wurden Leonie, Nina und Stella als sympathische Protagonisten mit allerlei Problemen, Macken und Facetten gestaltet, die man einfach mögen muss.

Nebenfiguren: Hier treffen wir auf altbekannte Nebencharaktere wie Stellas Ehemann Robert Behrendsen, Ninas Freund Alexander Wagenbach, Leonies ehemaligen Chef Thomas Regner, aber auch auf neue Charaktere wie Leonies Eltern und Matthias Brandner, der Inhaber des Lokales "Elbherz".

Romanidee: Reizvolle Grundidee, die wunderbar umgesetzt wurde.

Erzählperspektiven: Ich-Erzählerin Leonie schildert die temporeichen Begebenheiten aus ihrem Blickwinkel und gewährt dabei einen tiefen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Dadurch fühlt, fiebert und leidet man mit der liebenswerten Hauptperson mit, allerdings hätte ich gern die Geschehnisse auch aus der Warte von Nina und Stella erfahren.

Handlung: "Apfelblütenzauber" birgt eine höchst unterhaltsame & abwechslungsreiche Geschichte und auch wenn man vielleicht ahnt, welchen Ausgang der Roman nimmt, so enthält der Weg dorthin viele Irrungen, Stolpersteine und Überraschungen. So wird einem beim Lesen niemals langweilig und am Ende der 400 Seiten scheint es, als würde man sich von liebgewonnenen Freunden verabschieden.

Schreibstil & Co:  Abgerundet wird der 2. Band durch die herzerwärmende Schreibweise, die unterhaltsamen Dialoge und natürlich auch durch die malerischen Schauplatzbeschreibungen, die eine behagliche Atmosphäre schaffen
 
FAZIT:
"Apfelblütenzauber" ist ein wahrer Seelenschmeichler, der mich vollkommen gefangen genommen und glücklich gemacht hat. Der neueste Roman von Gabriella Engelmann beschreibt die Höhen & Tiefen in Leonies Leben authentisch und nimmt uns auf eine turbulente Reise mit. Da "Apfelblütenzauber" rundum gelungen ist, vergebe ich dafür ganze 5 (von 5) Punkte.

Montag, 20. April 2015

[MINI-REZENSION] "Eine Villa zum Verlieben" (Band 1)


Cover
Quelle: Droemer Knaur
Die Autorin
Gabriella Engelmann, 1966 geboren in München, ist gelernte Buchhändlerin. Nach Stationen als Lektorin und als Verlagsleiterin eines Kinderbuchverlages arbeitet sie heute freiberuflich als Literaturscout und Autorin von Romanen für Erwachsene sowie von Kinder- und Jugendbüchern. Gabriella Engelmann lebt und arbeitet in Hamburg.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. April 2015) 
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426517108
ISBN-13: 978-3426517109
Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 2,7 x 19 cm

Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*



Die Geschichte...
Floristin Nina, Innenarchitektin Stella und Reisebüroangestellte Leonie sind mit ihrem Leben nicht ganz zufrieden und wollen etwas ändern. Als sie in einer Zeitung die Annonce, dass eine Villa im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel neue Bewohner sucht, die sich um Haus und Garten kümmern, fühlen sich die drei unterschiedlichen Frauen sofort angesprochen und bekommen auch den Zuschlag für die renovierungsbedürftige Stadtvilla. Leonie und Nina mögen sich gleich auf Anhieb - nur Stella, die wie eine verwöhnte Zicke wirkt, scheint nicht so recht in die Wohngemeinschaft zu passen. Doch das Schicksal hält einiges für die drei unterschiedlichen Frauen bereit...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Da inzwischen "Apfelblütenzauber" erschienen ist, wollte ich unbedingt mein Gedächtnis auffrischen.

Reihe: 1. Band der Stella, Leonie und Nina-Reihe

Handlungsschauplatz: Der Schauplatz wurde vorwiegend nach Hamburg verlegt, denn die Villa befindet sich im Stadtviertel Eimsbüttel und wurde mit malerischen Orts- und Schauplatzbeschreibungen versehen.

Handlungsdauer: Die Story beginnt Ende April und dauert bis Ende Juni des darauffolgenden Jahres, um mit dem Epilog 3 Monate später zu enden.

Hauptpersonen: Die 41-jährige Nina Korte arbeitet als Floristin, liebt ihren Beruf und Blumen. Diese Leidenschaft teilt die sportliche Frau mit den dunklen Haaren mit ihren Kunden, denn sie antwortet auf Fragen in Sachen Blumen und dabei entspinnt sich mit einem Mann namens "Asterdivaricatus" ein reger Mail-Austausch. Leonie Rohlfs stammt ursprünglich aus dem Alten Land und sieht mit ihren langen, blonden Haaren und dem gesunden Äußeren auch wie ein Mädchen vom Land aus. Die hoffnungslose Romantikerin träumt von einer großen Familie, ist aber Single und verguckt sich in ihren attraktiven Vermieter. Außerdem ist die schüchterne Reisebüroangestellte mit ihrem Job bei "Traumreisen" unzufrieden, denn sie wird immer wieder von ihrer Chefin untergebuttert. Die durchgestylte Blondine Stella Alberti ist 39, als Innenarchitektin beruflich erfolgreich und hat eine Affäre mit dem verheirateten Julian. Diese 3 ganz unterschiedlichen Frauen treffen aufeinander, als sie eine alte Stadtvilla besichtigen, in die sie einziehen möchten - und als das klappt, müssen sich die Mitbewohnerinnen erst mal "zusammenraufen". Nina, Leonie und Stella sind unterschiedliche und sympathische Protagonisten mit allerlei Problemen und Macken, die man schnell ins Herz schließt.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie diverse Familienmitglieder, Kollegen und Freunde sind interessante Persönlichkeiten, die sich wunderbar in die Handlung einfügen.

Romanidee: "Eine Villa zum Verlieben" birgt eine nette Grundidee mit hervorragender Umsetzung.

Erzählperspektiven: Die turbulenten Geschehnisse werden abwechselnd aus der Sicht von Leonie, Stella und Nina erzählt, dabei lassen uns die Bewohnerinnen der Villa an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben. Durch die E-Mails zwischen Nina und dem blumenliebenden Kunden "Asterdivaricatus" wird die Handlung aufgelockert.

Handlung: "Eine Villa zum Verlieben" wartet mit einer unterhaltsamen Geschichte mit verschiedenen Sichtweisen und ineinander verwebenden Handlungssträngen gepaart mit einigen Wirrungen, Wortwitz und Überraschungen auf. Die Geschichte enthält keinerlei Längen oder überflüssigen Passagen, weshalb man nur so durch 368 Seiten fliegt und gespannt darauf wartet, ob die gegensätzlichen Mitbewohnerinnen auch zu Freundinnen werden.

Schreibstil & Co:  "Eine Villa zum Verlieben" wird durch die locker-leichte Schreibweise der Hamburger Autorin, die angenehme Sprache und die unterhaltsamen Dialoge vervollständigt.
 
FAZIT:
Gabriella Engelmann ist ein Garant für Wohlfühlromane, denn obwohl "mein erstes Mal" mit "Eine Villa zum Verlieben" bereits einige Jahre zurückliegt, hat die Geschichte von seinem Reiz verloren und erneut für wundervolle Unterhaltung gesorgt. Da es von meiner Seite nichts zu kritisieren gibt, erhält die unterhaltsame Story von Stella, Nina & Leonie zauberhafte 5 (von 5) Punkte.



Sonntag, 19. April 2015

[ANGELESEN] "Heldentage"

Wieder ein neuer Fall für die Kategorie ANGELESEN... ;-)





Heute geht es um "Heldentage" von Sabine Raml und ich bin (wieder mal) froh, dass es sich hierbei nur um ein geliehenes Buch handelt.

Aufgrund der vielen begeisterten Meinungen hatte eine unterhaltsame Geschichte über eine Heranwachsenderwartet und meine Erwartungen anscheinend zu hoch geschraubt. Obwohl mir die Romanidee gefällt, bin ich leider überhaupt nicht in die Geschichte hineingekommen und auch nicht mit der 15-jährigen Hauptperson Lea Schmitt (Lea träumt davon, eine Heldin zu sein, doch in Wirklichkeit wird sie wegen ihrer glatten Haare Spaghetti genannt, ist auch nicht so hübsch wie ihre Freundin Pola und kann sich nicht mal passende Schuhe kaufen, da ihre alkoholkranke Mutter nichts auf die Reihe bekommt) richtig "warm" geworden. Außerdem ist die Story für meinen Geschmack viel zu langatmig und recht detailverliebt geraten.



"Heldentage" ist sicherlich ein interessanter Roman, aber nicht für mich gemacht, weshalb ich dieses hochgelobte Werk nach ganzen 69 Seiten beendet habe...

 
 
Ich hoffe, ihr lest Bücher, die euch mehr begeistern können...
 


Samstag, 18. April 2015

[MINI-REZENSION] "Himmelblau - Elfenblüte 1" (Band 1)

Cover
Quelle: Carlsen
Die Autorin
Julia Kathrin Knoll ist im Großraum München geboren und aufgewachsen. Sie hat in Regensburg Germanistik, Italianistik und Pädagogik studiert und arbeitet heute als freiberufliche Museumspädagogin. Mit dem Schreiben begann sie schon mit dreizehn Jahren, am liebsten mag sie Fantasy und Historisches. »Elfenblüte« ist ihr Debütroman.
 
Format: ePUB / Dateigröße: 1598 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 196 Seiten
Verlag: Impress (5. März 2015)
Sprache: Deutsch
ASIN: B00T9BZJSY


Leseprobe
Quelle: carlsen.de *lies mich*




Die Geschichte...
Lilly will eigentlich gar nicht von Hamburg in ein kleines bayrisches Dorf ziehen, doch ihr Vater und Lillys Stiefmutter Lena möchten endlich zusammen wohnen und so muss Lilly nun in der Einöde ohne ihr geliebtes Klavier auskommen. Doch das Mädchen findet schnell Anschluss und fühlt sich von Alahrian, dem gutaussehenden Jungen mit den wunderschönen blauen Augen, magisch angezogen. Und auch Alahrian ist von Lilly fasziniert und sucht ihre Nähe, doch er verbirgt ein großes Geheimnis...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Da mich das hübsche Cover und der Klappentext (ich mag Geschichten mit magischen/paranormalen Wesen) angesprochen haben, wollte ich "Himmelblau" unbedingt lesen.

Reihe: 1. Band der Elfenblüte-Reihe (oder Trilogie?)

Handlungsschauplatz: Der Schauplatz wurde in ein kleines Dorf in Bayern, Deutschland verlegt und wartet mit wunderschönen Orts- und Schauplatzbeschreibungen auf.

Handlungsdauer: Nach dem Prolog (Eine Legende) startet die Story kurz vor Schulbeginn und dauert mehrere Monate (endet im Winter).

Hauptpersonen: Lillian Rhiannon, die sich Lilly nennt, ist 16 Jahre jung und zieht mit ihrem Vater (einem Herzchirurgen) von Hamburg zu ihrer neuen Stiefmutter Lena (einer Krankenschwester) nach Bayern. Doch Lilly, die wie Schneewittchen aussieht und Pianistin werden möchte, vermisst die Großstadt und die damit verbundenen Annehmlichkeiten. Auch ihr Traum vom Musikstudium rückt nun in weite Ferne und dann hat die Spedition auch noch ihren Klavierflügel verschlampt. Doch dann begegnet Lilly Alahrian, einem überirdisch gutaussehenden Jungen aus Island mit blonden Haaren und strahlend blauen Augen, der Lilly von Anfang an magisch anzieht, obwohl ihre neue Freundin Anna-Maria nicht gerade begeistert von ihm ist, aber für Alahrians älteren Bruder Morgan schwärmt. Und Lilly hat keine Ahnung, wer oder was Alahrian genau ist, denn er verbirgt seine wahre Identität ziemlich gut, auch wenn ihm das Lilly gegenüber ziemlich schwer fällt... Lilly und Alahrian sind zwar interessante und sympathische Protagonisten, aber es fehlt ihnen ein klein wenig an Tiefe, was aber nicht weiter schlimm ist.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Alahrians Bruder Morgan (sein älterer Bruder pflegt sein Rockstar-Image und ist mit seinen schwarzen Klamotten, dunklen Haaren und Augen das Gegenteil des strahlend hellen Alahrian)Anna-Maria (die Tochter des Bürgermeisters ist die Dorfschönheit und freundet sich gleich mit Lilly an) und diverse Dorfbewohner sind reizvolle Persönlichkeiten, die sich gut in die Handlung einfügen.

Romanidee: Nicht ganz neue Idee (Neuzugang trifft auf geheimnisvollen Jungen und verliebt sich in ihn), die Fantasy-Elemente enthält und ansprechend umgesetzt wurde.

Erzählperspektive: Die temporeichen Geschehnisse werden abwechselnd aus der Sicht von Lilly und Alahrian (in der 3. Person) sowie hin und wieder kurz von Morgan geschildert, wobei uns die Erzähler einen intensiven Einblick in ihre Gefühle und Gedanken gewähren.

Handlung: "Himmelblau" wartet mit einer abwechslungsreichen & fantasievollen Geschichte mit verschiedenen Sichtweisen und miteinander verwebenden Handlungsstränge, vollgepackt mit allerlei Geheimnissen, Turbulenzen und einem Hauch Romantik auf. Außerdem enthält die Story ein paar Längen bzw. einige vorhersehbare/klischeehafte Stellen und gipfelt in ein offenes Ende, weshalb ich unbedingt weiterlesen muss.

Schreibstil: Abgerundet wird der Serienauftakt durch den flüssigen und ausdrucksvollen Schreibstil, die malerische Sprache und die unterhaltsamen Dialoge, obwohl mich das Hin und Her zwischen Lilly und Alahrian stellenweise ein wenig gelangweilt hat - irgendwie habe ich solche Wortgefechte schon mehrfach gelesen...

FAZIT:
Auch wenn "Himmelblau - Elfenblüte 1 nicht der allerbeste Fantasy-Jugendroman ist, den ich jemals gelesen hat, so bietet das gelungene Debüt von Julia Katrin Knoll dank des unterhaltsamen Plots mit einer aufkeimenden Liebesgeschichte, der reizvollen Charaktere und der lebendigen Schauplatzbeschreibungen ein paar kurzweilige Lesestunden. Da mir ein paar Dinge nicht ganz zugesagt haben, gibt es für dieses Erstlingswerk bescheidene 4 (von 5) Punkte.



Freitag, 17. April 2015

[MINI-REZENSION] "Mörderkind"


Cover
Die Autorin
Inge Löhnig hat Grafik-Design studiert und sich nach einer Karriere als Art-Directorin in verschiedenen Werbeagenturen selbstständig gemacht. Heute lebt sie als Grafik-Designerin und Autorin mit ihrer Familie bei München.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: List Taschenbuch (5. Dezember 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548612261
ISBN-13: 978-3548612263
Größe und/oder Gewicht: 12 x 3,4 x 19 cm

Leseprobe
Quelle:  bic-media.com  *lies mich*
  



Die Geschichte...
Vor 19 Jahren wurde Fionas Vater für den Mord an seiner Geliebten verurteilt und die kleine Fiona wurde während ihrer gesamten Kindheit als "Mörderkind" beschimpft und verspottet. Deshalb will sie von ihrem Vater Ben, der vor 1 Jahr aus dem Gefängnis entlassen wurde, nichts mehr wissen. Als Ben jedoch unter rätselhaften Umständen stirbt und ihr durch einen Rettungsassistenten seine letzten Worte "Ich bin kein Mörder" ausrichten lässt, beginnt die mittlerweile 26-jährige Fiona in der Vergangenheit zu graben und tritt dabei eine Lawine aus Geheimnissen, Lügen und Machenschaften los...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Da ich ein großer Fan der Autorin bzw. ihrer Bücher bin und "Mörderkind" geschenkt bekommen habe (DANKE, liebe Kerry), musste ich den neuesten Krimi von Inge Löhnig unbedingt lesen. 

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplatz: Die Geschichte spielt sich vorwiegend in München ab, führt uns aber auch kurz in die Bretagne.

Handlungsdauer: Die Geschichte beginnt mit dem Prolog am letzten Septemberwochenende des Jahres 2014, die eigentliche Story startet im Oktober 2014 und endet im November 2o14. 

Hauptperson: Fiona Jacoby, 26, ist eigensinnig und schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch, da sie von dem Vermögen ihrer Familie (einer Brauerei-Dynastie) nichts annehmen möchte. Ihr Vater Ben wurde 19 Jahre zuvor wegen des Mordes an seiner Geliebten Julia Reinhold verhaftet und verurteilt, ihre Mutter Lydia hat sich kurz danach das Leben genommen und so ist Lydia bei ihrem Onkel Ludwig und ihrer Tante Sabine (ohne die Liebe ihrer Eltern und mit dem Ruf, ein "Mörderkind" zu sein) aufgewachsen. Das hat Fiona ihrem Vater nie verziehen bzw. sie sehr geprägt und so möchte sie auch nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis nichts mehr mit ihm zu tun haben, bis Ben Jacoby stirbt und Fiona ihre Nachforschungen beginnt... Fiona ist eine starke, selbstbewusste junge Frau mit Ecken & Kanten, die man einfach mögen muss, obwohl ich nicht immer alle ihrer Handlungen und Gedankengänge verstehen konnte.

Nebenfiguren: Fionas Mitbewohnerin Bea, die einflussreiche Familie Jacoby und Matthias "Mats" Stiller (der umwerfend aussehende Rettungsassistent hat Fiona die Nachricht vom Tod ihres Vaters überbracht) sind interessante Nebencharaktere, die sich gut in die Handlung einfügen.

Romanidee: Nicht ganz neue Grundidee (junge Frau begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit) mit gelungener Umsetzung.

Erzählperspektiven: Die temporeichen Geschehnisse werden in der Gegenwart größtenteils aus der Sicht von Fiona (in der 3. Person) erzählt, die uns einen tiefen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt gewährt. In Rückblenden erfahren wir, was im Jahr 1995 geschehen ist (aus der Warte von Julia Reinhold, für deren Tod Ben Jacoby ins Gefängnis gewandert ist).

Handlung: Durchwegs spannende & abwechslungsreiche Geschichte mit zwei Erzählperspektiven, die sich im Jahr 2014 und zwischendurch auch im Jahr 1995 abspielt, gepaart mit einigen Irrwegen, Wirrungen und geschickt gelegten falschen Fährten. Leider enthält "Mörderkind" auch kleine Längen und eine gewisse Vorhersehbarkeit, da ich den Täter und sein Motiv schon vorzeitig erraten hatte.

Schreibstil & Co:  Vervollständigt wird dieser Krimi durch die ausdrucksstarke Schreibweise, die angenehme Sprache und bildhafte Beschreibungen.
 
FAZIT:
"Mörderkind" ist für mich nicht der allerbeste Kriminalroman von Inge Löhnig (ich liebe die Dühnfort-Krimis), aber dennoch dank des interessanten Plots, der reizvollen Hauptperson Fiona und des emotionsgeladenen Schreibstils lesens- und empfehlenswert. Dafür gibt es von meiner Seite ganze 4 (von 5) Punkte.
 
 smilie_girl_004.gif

Donnerstag, 16. April 2015

TTT - Top Ten Thursday #204

Allwöchentlich, jeden Donnerstag, werden in Steffis Bücher Bloggeria im Rahmen von "Top Ten Thursday" interessante Buchfragen gestellt bzw. Themen vorgegeben, die dann von den Teilnehmern des TTT beantwortet werden.
 
 






Diese Woche lautet das Thema:  "10 Bücher, in denen mir eine Nebenfigur besonders aufgefallen ist"

01. Birgit (Martins Freundin) aus "Knast oder Kühlfach" von Jutta Profijt (stellvertretend für die Reihe)
02. Celeste (jüngstes Kind der Familie Watkins) aus "Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte" von Jessica Park
03. Daphne (Gwens Freundin) aus "Frostkiller" von Jennifer Estep (stellvertretend für die Reihe)
04. Frau Iwanska (Putzfrau) aus "In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt" von Sabine Zett
05. Humbert (Majas Onkel) aus "Onkel Humbert guckt so komisch" von Brigitte Kanitz
06. Morelli (sexy Polizist) aus "Küsse sich, wer kann" von Janet Evanovich (stellvertretend für die Reihe)
07. Puck (vorwitzige Fee) aus "Plötzlich Fee - Herbstnacht" von Julie Kagawa  (stellvertretend für die Reihe)
08. Ranger (schnuckeliger Latino) aus "Küsse sich, wer kann" von Janet Evanovich (stellvertretend für die Reihe)
09. Tizian (Rafaels Mondbär) aus "Gib mir meinen Stern zurück" von Amanda Frost
10. Zita (entfernte Verwandte von Heidi) aus "Herzklopfen und Hüttenzauber" von Fanny Schönau


Kennt/mögt/liebt ihr eins dieser Bücher?
Gibt es Gemeinsamkeiten?

Mittwoch, 15. April 2015

[Verlags-Vielfalt-Challenge] 8. Monat - Lesefortschritt (15.03.-14.04.2015)





Quelle
Die Verlags-Vielfalt-Challenge wurde von Lesezauber bzw. den Bloggerinnen Steffi und Heike ins Leben gerufen - und da ich bin stolz, dass ich Mindestanforderung von 30 Büchern bereits geschafft habe. 


Bei dieser Challenge geht es darum, in der Zeit vom 15.08.2014 - 14.09.2015 mindestens 30 Bücher aus ebenso vielen verschiedenen Verlagen zu lesen und zu rezensieren. Alle Infos zu dieser Challenge findet ihr *HIER*.












Meine gelesenen Bücher von 23.09.-14.10.2014:
03. LIMES VERLAG: DIE 11. STUNDE - James Patterson / *Rezension*
04. OETINGER VERLAG: FORBIDDEN - Tabitha Suzuma / *Rezension*
06. DIANA VERLAG: BLUTOPFER - Britt Reißmann / *Rezension*

Meine gelesenen Bücher von 15.10.-14.11.2014:
16. DTV POCKET: HOPE FOREVER - Colleen Hoover / *Rezension*
18. BASTEI LÜBBE: SCHATTENFREUNDIN - Christine Drews / *Rezension*

Meine gelesenen Bücher von 15.11.-14.12.2014:
22. DROEMER HC: PASSAGIER 23 - Sebastian Fitzek / *Rezension*
23. ARENA VERLAG: STIGMATA - Beatrix Gurian / *Rezension*
24. IMPRESS: DIE STUNDE DER LILIE - Sandra Regnier / *Rezension*
29. HOFFMANN UND CAMPE: DER WEIHNACHTSPULLOVER - Glenn Beck / *Rezension*

Meine gelesenen Bücher von 15.12.2014-14.01.2015:
31. CARLSEN: ONYX. SCHATTENSCHIMMER - Jennifer L. Armentrout / *Rezension*
34. DOTBOOKS: NUR LIEBE IST SCHÖNER - Gabriella Engelmann / *Rezension*
37. MANHATTAN: KÜSSEN UND KÜSSEN LASSEN - Janet Evanovich / *Rezension*

Meine gelesenen Bücher von 15.01.-14.02.2015:

Meine gelesenen Bücher von 15.02.-14.03.2015:
44. WUNDERLICH VERLAG: DIE ZUCHT - Andreas Winkelmann / *Rezension*

Meine gelesenen Bücher von 15.03.-14.04.2015:
45.  EGMONT INK: DER GESCHMACK VON SOMMERREGEN - Julie Leuze / *Rezension*