Montag, 28. Juli 2014

[MINI-REZENSION] "Obsidian. Schattendunkel" (Band 1)

Cover
Quelle: Carlsen
Die Autorin
Jennifer L. Armentrout lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden in West Virginia. Wenn sie nicht gerade mit dem Schreiben eines neuen Buches beschäftigt ist, schaut sie sich am liebsten Zombie-Filme an. Ihre E-Books waren in den USA auf Anhieb so erfolgreich, dass sie kurze Zeit später in den Druck kamen und sofort auf die Spitze der New-York-Times-Bestsellerliste kletterten.
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Carlsen (April 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551583315
ISBN-13: 978-3551583314
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,4 x 3,8 cm


Leseprobe
Quelle: carlsen.de  *lies mich*



Die Geschichte...
Katy ist nicht gerade begeistert, als sie mit ihrer Mutter vom sonnigen Florida nach West Virginia zieht, wo nicht mal das Internet funktioniert, was für die passionierte Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Als ihre Mutter gleichaltrige Nachbarskinder erwähnt und die 17-jährige Schülerin sich kurz vorstellen möchte, ist es um sie geschehen. Während die schöne Dee total nett zu Katy ist und sich die beiden Mädchen schnell anfreunden, scheint sie der unfassbar attraktive Daemon aus einem unerfindlichen Grund zu hassen. Doch Katy hat ihm doch gar nichts getan... Und was hat es mit den mysteriösen Geschehnissen auf sich, die in Katys neuer Heimat gehäuft auftreten?

Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: Angetan vom Buchcover, dem vielversprechenden Klappentext und den begeisterten Meinungen wollte ich diesen Roman unbedingt lesen und habe es nicht bereut.
Reihe: 1. Band der Lux-Reihe

Handlungsschauplatz: Als Schauplatz dient der kleine Ort Kettermann in West Virginia.

Handlungsdauer: Die Story beginnt Mitte Juli und umspannt einige Monate.

Hauptpersonen: Katy Swartz, 17, schüchtern, besitzt hellbraune Haare, graue Augen und eine kurvige Figur. Katy ist eine Stubenhockerin mit einer ausgeprägten Leidenschaft fürs Lesen, Bloggen und Gärtnern. Da ihre Mutter nach dem Tod ihres Vaters Tapetenwechsel benötigt, ziehen Mutter und Tochter nach Kettermann, in ein kleines Nest in West Virginia. Dort lernt sie bald die Zwillinge der Nachbarfamilie kennen: Dee und Daemon Black sind unterschiedlich wie Tag und Nacht. Beide sind zwar wunderschön anzusehen, aber während die quirlige Dee einem auf Anhieb sympathisch ist, wirkt ihr sexy Zwillingsbruder Daemon mit den smaragdgrünen Augen sehr arrogant und eigenbrötlerisch. Doch Katy fühlt sich von dem eigenwilligen Jungen geradezu magisch angezogen...

Katy und Daemon sind sehr gegensätzliche und interessante Protagonisten mit vielen Ecken & Kanten. Katy war mir auf Anhieb sympathisch, was daran liegt, dass sie nicht perfekt ist sowie an ihrer Leidenschaft für Bücher und ihren Bücherblog, während ich mit dem mürrischen Daemon erst "warm" werden musste.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Personen wie z.B. Katys Mutter, Katys neue Mitschülerinnen Lesa und Carissa sowie Daemons Ex-Freundin Ash und ihre Zwillingsbrüder Adam und Andrew sind reizvolle Charaktere, die sich gut in die Handlung einfügen.

Romanidee: Nicht ganz neue Grundidee (Neuzugang/süßes Mädchen trifft auf geheimnisvollen Jungen), die einige Fantasy-Elemente enthält und ansprechend umgesetzt wurde. Hier hat es man es weder mit Vampiren, Werwölfen oder Engeln zu tun, sondern mit einer ganz besonderen Spezies - mehr will ich allerdings nicht verraten.

Erzählperspektiven: Ich-Erzählerin Katy schildert die temporeichen Begebenheiten mit trockenem Humor aus ihrem Blickwinkel und gewährt uns dabei einen tiefen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt.

Handlung: Spannende & abwechslungsreiche Geschichte mit einigen Irrwegen, Geheimnissen und mysteriösen Vorkommnissen, denn man ahnt schon bald, dass etwas im Ort im Argen liegt und dass Daemon damit zu tun haben könnte. Leider birgt die Story neben einer gewissen Vorhersehbarkeit, vielen Irrwegen und Überraschungen auch klitzekleine Längen sowie detaillierte Beschreibungen. Allerdings fehlt mir das "gewisse Etwas", um die Geschichte perfekt zu machen, dennoch werde ich den 2. Band lesen, da einige Fragen noch nicht beantwortet wurden.
 
Schreibstil & Co:  Komplettiert wird "Obsidian. Schattendunkel" durch den locker-leichten Schreibstil von Jennifer L. Armentrout, unterhaltsame Dialoge, eine leicht geheimnisvolle Atmosphäre und kurze Kapitel.
 
FAZIT:
"Obsidian. Schattendunkel" ist ein lesenswerter Fantasy-Jugendroman, allerdings kann ich den Hype um diese Fantasy-Romanze nicht ganz nachvollziehen. Dennoch hat mir die Geschichte rund um Katy und Daemon dank der fantasievollen Story, den reizvollen Protagonisten sowie der mitreißenden Schreibweise ein paar unterhaltsame Lesestunden beschert. Da der Lux-Auftakt einige langatmige Passagen und allzu ausgeschmückte Schilderungen beinhaltet, vergebe ich dafür wundervolle 4 (von 5) Punkte.

Sonntag, 27. Juli 2014

[MINI-REZENSION] "Mein Sommer am See"

Cover
Quelle: Randomhouse
Die Autorin
Emylia Hall, geboren 1978, weiß, wovon sie schreibt: Als Tochter eines englischen Künstlers und einer aus Ungarn stammenden Kostümbildnerin wuchs sie im ländlichen Devon im Südwesten Englands auf, verbrachte aber jeden Sommer in Ungarn. Nach ihrem Studium in York und Lausanne arbeitete Emylia für eine Werbeagentur in London, bevor es sie in die französischen Alpen verschlug. Dort entschloss sie sich, ihren lang gehegten Traum vom eigenen Roman Wirklichkeit werden zu lassen. Ihr Debütroman "Mein Sommer am See" war auf Anhieb ein großer Erfolg. Emylia Hall lebt heute mit ihrem Mann in Bristol.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 416 Seiten / Verlag: btb Verlag (12. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442745551 / ISBN-13: 978-3442745555
Originaltitel: 
The Book of Summers
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,8 cm

Leseprobe
Quelle: bic-media.com *lies mich*



Die Geschichte...
Die 30-jährige Beth hat seit 14 Jahren nichts mehr von ihrer Mutter Marika gehört, bis sie eines Tages ein Paket aus Ungarn erreicht - dem Land in dem die gebürtige Ungarin Marika seit ungefähr 20 Jahren lebt. Im Paket findet Beth ein handgefertigtes Album mit dem Titel "Das Buch unserer Sommer", das Fotos und Erinnerungsstücke an die Sommerferien enthält, die Beth als junges Mädchen bei ihrer Mutter verbracht hat, denn in ihrem ersten gemeinsamen Sommerurlaub am Balaton hat sich Beth Mutter entschieden, ihre Familie bzw. ihr Leben im tristen England zu verlassen und in Ungarn zu bleiben. Also lebt Beth ab ihrem 10. Lebensjahr bei ihrem Vater in Devon und verbringt jeden Sommer einige wundervolle Wochen in Ungarn mit ihrer Mutter Marika, deren Lebensgefährten Zoltan und dem netten Nachbarsjungen Tamás. In der weitläufigen "Villa Serena", den heißen Sommertagen und der Abkühlung am entlegenen Waldsee erlebt Erzsébet/Erszi (wie sie ihre Mutter nennt = ungarische Form für Elisabeth), was Freiheit und Glück bedeutet. Bis zu jenem verhängnisvollen Sommer, als Beth 16 ist, eine erschütternde Beichte alles ändert und die künstlerisch talentierte Schülerin den Kontakt zu Ungarn abbricht. All diese Erinnerungen bringt "Das Buch unserer Sommer" zurück und versetzt Beth wieder zurück in der Vergangenheit...

Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: Da mich das schöne Cover und der Klappentext angesprochen haben, musste ich das Werk dieser Autorin einfach gelesen werden. Außerdem wohne ich an der Grenze zu Ungarn und so sind mir viele Gerichte, Ausdrücke und Gebräuche nicht fremd.

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplatz: Die Reise führt uns von England (London, Devon/Harkham) nach Ungarn (an den Balaton bzw. in den Ferienort Balatonfenyves, wo die Familie Lowe den ersten Urlaub verbracht hat und nach Eszertgom, in deren Nähe sich die Villa Serena befindet). Die Schauplatzbeschreibungen wurden so lebendig gezeichnet, dass man alles vor seinem inneren Auge sieht und am liebsten selbst die Koffer packen würde.

Handlungsdauer: Die Story beginnt nach dem Prolog an einem Sommermorgen im Mai und endet ein paar Wochen später.

Hauptperson: Beth Lowe, 30, lebt in London und arbeitet in der Großstadt als Künstlerin. Die hübsche Frau mit den schwarzen Haaren hat seit vielen Jahren nichts mehr von ihrer Mutter gehört und wird durch "Das Buch der Sommer" wieder an die vergangenen Sommer in Ungarn erinnert, wo sie Erzsébet oder Erszi genannt wurde und viele schöne Tage verbracht hat, bis zu dem Tag, wo nichts mehr wie vorher war... Beth ist zu jeder Zeit ihres Lebens eine sympathische Protagonistin mit Ecken & Kanten, die ich schnell in mein Herz geschlossen habe.

Nebenfiguren: Interessante Nebencharaktere wie Beth ruhiger Vater David (der Engländer ist Lehrer an einer Privatschule), ihre lebenslustige Mutter Marika (die gebürtige Ungarin ist sehr temperamentvoll und passt besser nach Ungarn als nach England), Marikas Lebensgefährte Zoltan Karoly (ein erfolgreicher Landschaftsmaler, dem die Villa Serena gehört) und Tamas Horváth (der blonde Junge wohnt neben der Villa Serena, spricht gut Englisch und ist sehr aufgeweckt)  runden die Geschichte wunderbar ab.

Romanidee: Reizvolle Grundidee mit wunderbarer Umsetzung. Ich finde es toll, dass die Autorin den Schauplatz größtenteils nach Ungarn verlegt hat, denn das ist nicht ganz alltäglich.

Erzählperspektive: Die turbulenten Geschehnisse werden aus der Sicht von Ich-Erzählerin Beth/Erszi geschildert, die uns einen tiefen Einblick in ihre Gefühle und Gedanken gewährt, wodurch ich mich mit ihr identifizieren konnte. Die liebenswerte Protagonistin erzählt hier über ihre Kindheitserinnerungen und die Sommer, die sie in Ungarn (vorwiegend in der Villa Serena und an dem kühlen Waldsee) verbracht hat.

Handlung: "Mein Sommer am See" ist kein leichter Roman, sondern eine Reise in die Vergangenheit, die uns von Beths Kindheit und den 7 Sommern, die sie von 1991 bis 1997 bei ihrer Mutter Marika in Ungarn verbracht hat. Denn nur im Sommer sieht sie Marika für ein paar Wochen und den Rest des Jahres lebt sie mit ihrem Vater in England, was für Beth, die sich deshalb manchmal zerrissen fühlt, nicht ganz einfach ist.

Die Handlung birgt neben klitzekleinen Längen und detaillierten Schilderungen auch viele Irrwege, Überraschungen, unterhaltsame Szenarien, aber auch ein paar traurige Passagen und einige offene Fragen. "Mein Sommer am See" ist keine leichte Lektüre, die man nebenher liest, dafür sollte man sich auf alle Fälle genügend Zeit nehmen (nicht zuletzt wegen der sehr langen Kapitel, die nicht nach meinem Geschmack sind).

Schreibstil & Co:  Dank der ausdrucksstarken, emotionsgeladenen Schreibweise von Emylia Hall, der angenehme Sprache und der malerischen Schauplatzbeschreibungen lassen sich die 416 Seiten flüssig lesen. Außerdem findet sich am Ende des Romans als Bonusmaterial ein Interview mit Emylia Hall und die Inspiration zu "Mein Sommer am See" sowie einige Rezepte aus der Villa Serena bzw. aus der ausgezeichneten ungarischen Küche.

FAZIT:
Auch wenn "Mein Sommer am See" sehr lange Kapitel, ausgeschmückte Beschreibungen und klitzekleine Längen enthält, hat mich Beths Geschichte von Anfang an fasziniert und wunderbar unterhalten. Der Debütroman von Emylia Hall bietet dem Leser eine interessante Familiengeschichte gepaart mit einigen Irrwegen und lebendigen Schauplatzbeschreibungen, einer reizenden Protagonistin sowie einen gefühlvollen Schreibstil. Mein erster Roman, der in Ungarn spielt, erhält somit von mir bezaubernde 4 1/2 (von 5) Punkte.
 
 

Samstag, 26. Juli 2014

[MINI-REZENSION] "Der eine Kuss von dir" (Band 2)

Cover
Quelle: Randomhouse
Die Autorin
Patrycja Spychalski zog im Alter von neun Jahren mit ihren Eltern von Polen nach Berlin. Seit 2002 arbeitet sie in vielfältigen sozial-kulturellen Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Sie schrieb mehrere Kurzgeschichten, bevor sie ihren ersten Roman "Ich würde dich so gerne küssen" verfasste.
 
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: cbt (13. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570308952 / ISBN-13: 978-3570308950
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,4 x 2,6 cm

Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*


 
Die Geschichte...
Endlich erfüllt sich für Frieda ein Traum und sie darf die junge Rock ’n’ Roll-Band BlackBirds als Kamerafrau begleiten, um die schönsten Augenblicke der Tour auf Foto und Film zu bannen. Frieda wird von dem charismatischen Sänger Milo eingeladen, der ihr sehr zugetan ist, aber nach der Enttäuschung mit Jeffer will sie sich nicht so mehr schnell auf einen Jungen einlassen. Doch während der Reise knistert es zwischen Frieda und Milo, allerdings machen sein Freiheitsdrang und Geheimnisse dem Filmmädchen, wie sie Milo anfangs nennt, sehr zu schaffen...

Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: Die Story hat mich total angesprochen und so habe ich es nicht ausgehalten, mir zuerst den 1. Band rund um Frieda zu lesen.

Reihe: 2. Band der Frieda-Reihe, auch wenn man (so wie ich) den Vorgänger "Ich würde dich so gerne küssen" nicht kennt, kommt man schnell in die Geschichte hinein.

Handlungsschauplätze: Die Tour führt durch Brandenburg, beginnt in Wittstock und endet einige Wochen später in Berlin. Die Schauplatzbeschreibungen sind so lebendig geraten, dass man all die Stationen genau vor seinem inneren Auge sieht.

Hauptperson: Frieda, 17, wohnt mit ihren Eltern in Berlin und ist aufgeregt, als sie einen aufregenden Sommerjob  bekommt. Die eigensinnige Schülerin mit den roten Locken soll die aufstrebende Band BlackBirds auf ihrer Tour durch Brandenburg begleiten und dabei die tollsten Momente festhalten. Dabei kommt sie natürlich auch mit dem attraktiven Leadsänger Milo in Berührung, der sie fasziniert. Doch ist auch noch Linda, die Milo ziemlich gut kennt und die ebenfalls mit von der Partie ist... Frieda ist eine interessante Protagonistin mit vielen Facetten, Ecken & Kanten, deren Handlungen für mich nicht immer ganz nachvollziehbar sind.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie die Bandmitglieder Milo (gutaussehender Leadsänger und Mädchenschwarm), Rob (Schlagzeuger) und Tom (Bassist und Organisation) sowie das Team bestehend aus Edgar (Einlasser, der Frieda schon eine Zeitlang kennt), Matse und Christian (Techniker) und Milos Begleitung Linda sind interessante Persönlichkeiten, die sich gut in die Handlung einfügen.

Romanidee: Reizvolle Grundidee (eine Band auf ihrer Tour zu begleiten und dabei zu fotografieren/filmen), die ansprechend umgesetzt wurde. Natürlich spielt hier Musik und das Miteinander eine große Rolle, außerdem wird das Leben der Musiker gar nicht so glamourös beschrieben, wie man sich das eigentlich vorstellt.

Erzählperspektiven: Ich-Erzählerin Frieda schildert die temporeichen Geschehnisse aus ihrer Sicht und lässt uns hautnah an ihrem Gefühls-Wirrwarr teilhaben. Dadurch fiebert, fühlt und leidet man schnell mit der liebenswerten  Hauptperson mit.

Handlung: Unterhaltsame & abwechslungsreiche Geschichte mit unterschiedlichen Emotionen, einigen ausgeschmückten Beschreibungen sowie einer gewissen Vorhersehbarkeit, einigen unerwarteten -teilweise sehr dramatischen- Wendungen und Überraschungen. Natürlich bleibt es bei den unterschiedlichen Bandmitgliedern nicht aus, dass die Konzertreise ihre Höhen und Tiefen hat, die wir hautnah miterleben dürfen. Das Finale lässt für mich einige Fragen offen und macht Hoffnung auf eine Fortsetzung.

Schreibstil & Co:  Der locker-leichter Schreibstil von Patrycja Spychalski, amüsante Dialoge und die jugendliche Sprache runden diesen Roman ab.
 
FAZIT:
"Der eine Kuss von dir" ist eine süße Story, die sich während eines wundervollen Sommers abspielt und meiner Meinung nach eher für jüngere Leserinnen geeignet ist. Doch auch wenn es ein paar kleine Kritikpunkte gibt, so hat mich "Der eine Kuss von dir" angesichts der bezaubernden, leicht vorhersehbaren Geschichte samt reizvollen Charakteren und der flüssigen Schreibweise gut unterhalten, weshalb ich dafür 4 (von 5) Punkte vergebe.
 

Freitag, 25. Juli 2014

[MINI-REZENSION] "Blessed - Für dich will ich leben"

Cover
Quelle: Susanna Ernst
Die Autorin
Susanna Ernst wurde 1980 als Nesthäkchen einer großen Familie in Bonn geboren.  Seit ihrer Grundschulzeit schreibt Susanna Geschichten. Von ihrem sechzehnten Lebensjahr an leitete sie bis 2012 eine eigene Musicalgruppe, schrieb die Skripte für die Bühnenaufführungen, führte bei den Stücken Regie und gab Schauspielunterricht. Außerdem zeichnet die gelernte Bankkauffrau und zweifache Mutter gerne Portraits, malt und gestaltet Bühnenbilder für Theaterveranstaltungen. Das Schreiben ist jedoch ihre Lieblingsbeschäftigung für stille Stunden, wenn sie ihren Gedanken und Ideen freien Lauf lassen will. Ihr Credo: Schreiben befreit!
 
*Produktinformation*
Taschenbuch: 490 Seiten
Sprache: DeutschVerlag: Oldigor Verlag; Auflage: 1., verb. Aufl. (21. November 2013)
ISBN-10: 3943697754 / ISBN-13: 978-3943697759
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 17 Jahre

Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,6 x 3 cm

Leseprobe
Quelle: susanna-ernst.com  *lies mich*


Die Geschichte...
Da ihr Vater ein lukratives Jobangebot bekommen hat, mussten auch Emily und ihr Bruder Jason von England nach Amerika ziehen. In der kalifornischen Kleinstadt Little Rose ist alles ganz anders als in Großbritannien und die schüchterne 17-jährige Schülerin hofft, dass sich im neuen Schuljahr alles verbessert und sie nun nicht mehr im Rampenlicht steht. Dieser Wunsch wird ihr erfüllt, als die Zwillinge Adrian und Lucy wieder in ihre alte Schule zurückkehren und nun im Mittelpunkt stehen, nur ihr jähzorniger Adoptivbruder Noah ist ganz anders als die netten Zwillinge, denn Noah möchte anscheinend niemanden an sich heranlassen. Emily fühlt sind von dem rätselhaften Noah unwiderstehlich angezogen und möchte herausfinden, warum er sich von den anderen Menschen so abschottet und welches Geheimnis er verbirgt...

Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: War eine Empfehlung der lieben Sandra von Buchzeiten

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplatz: Die Kleinstadt Little Rose in Los Angeles, USA

Handlungsdauer: Die Story beginnt zu Schulbeginn und dauert ein paar Monate.

Hauptpersonen: Emily Rossberg, 17, ist trotz ihrer  hellen Haut und der krausen Haare hübsch, obwohl sie das selber nicht immer findet. Die Schülerin ist mit ihrem Vater David und ihrem Bruder Jason wegen eines Filmprojekts ihres Vaters nach L.A. gezogen und fühlt sich als "Neue" nicht ganz wohl. Doch ihre Ängste sind unbegründet, denn im neuen Schuljahr stehen die Zwillinge Lucy und Adrian sowie ihr unbeherrschter Adoptivbruder, der 18-jährige Noah Franklin, im Mittelpunkt, denn die Franklins sind von Frankreich wieder nach Kalifornien gezogen. Der gutaussehende Noah mit den türkisfarbenen Augen ist unnahbar, unangepasst und unter den Schülern nicht sehr beliebt. Doch Emily möchte wissen, was sich unter Noahs rauer Schale verbirgt... Emily und Noah sind sehr unterschiedliche und interessante Protagonisten mit vielen Facetten. Während Noah sehr geheimnisvoll wirkt, schließt man die liebenswerte Emily schnell ins Herz.

Nebenfiguren: Emilys beste Freundin Kathy, ihr vielbeschäftigter Vater, ihr älterer Bruder Jason (der sich für unwiderstehlich hält und Emily gern das Kochen überlässt) und die außergewöhnliche Familie Franklin (die in einem wundervollen Haus wohnt) sind reizvolle Persönlichkeiten, die sich wunderbar in die Handlung einfügen.

Romanidee: Faszinierende Grundidee, die einige Fantasy/Mystery-Elemente gepaart mit Romantik enthält und hervorragend umgesetzt wurde.

Erzählperspektiven: Ich-Erzählerin Emily erzählt vorwiegend die turbulenten Geschehnisse aus ihrer Sicht, zwischendurch schildert Noah (in kursiver Schrift) über die Ereignisse. Dabei lassen uns beide Protagonisten an ihren Eindrücken und Gefühlen teilhaben.

Handlung: Unterhaltsame & abwechslungsreiche Geschichte mit einigen ausgeschmückten Schilderungen (die mich eigenartigerweise überhaupt nicht stören), vollgepackt mit vielen Emotionen, Irrwegen und Überraschungen. Die Story ist weder schnulzig noch kitschig und man ahnt lange Zeit auch nicht, wohin uns die Geschichte rund um Emily und Noah führt.

Schreibstil & Co:  Abgerundet wird "Blessed" durch den locker-leichten Schreibstil, die jugendliche Sprache und die amüsanten Wortgefechte, weshalb man förmlich durch die Seiten fliegt. Apropos Seiten: Laut Produktinformation sollte dieser Roman 490 Seiten lang sein, meine Ausgabe umfasst inkl. Danksagung allerdings 522 Seiten.

FAZIT:
Susanna Ernst hat mich bereits mit "Deine Seele in mir" begeistert und obwohl man die beiden Romane nicht vergleichen kann, so schafft es auch "Blessed - Für dich will ich leben" zu verzaubern. "Blessed - Für dich will ich leben" ist eine besondere Liebesgeschichte mit etwas Mystery und dank des fantasievollen Plots, der sympathischen Emily & der ausdrucksstarken Schreibweise wundervoll zu lesen. Dieser Jugendroman von Susanna Ernst wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben und so vergebe ich zauberhafte 5 (von 5) Punkte.
 



Donnerstag, 24. Juli 2014

[MINI-REZENSION] "Mörderische Sehnsucht" (Band 25)

Cover
Quelle: Randomhouse
Die Autorin
J. D. Robb ist das Pseudonym der international höchst erfolgreichen Autorin Nora Roberts. Durch einen Blizzard entdeckte Nora Roberts ihre Leidenschaft fürs Schreiben: Tagelang fesselte sie 1979 ein eisiger Schneesturm in ihrer Heimat Maryland ans Haus. Um sich zu beschäftigen, schrieb sie ihren ersten Roman. Zum Glück, denn inzwischen zählt Nora Roberts zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt. Auch in Deutschland sind ihre Bücher von den Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (21. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442376785 / ISBN-13: 978-3442376780
Originaltitel: Creation in Death (25)
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 3,6 cm

Leseprobe
Quelle:  Randomhouse.de  *lies mich*
  


Alle, die diese Serie noch lesen möchten und die Vorgängerbände nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!
 
Die Geschichte...
Eve Dallas wird an ihrem freien Abend zu einem Tatort gerufen, der sie in Schrecken versetzt. Die tote Frau liegt auf einem weißen Tuch, trägt einen Silberring und auf ihrem verstümmelten Körper wurde "48 Stunden, 12 Minuten, 38 Sekunden" eingeritzt. Der Serienmörder namens "Der Bräutigam" hat bereits vor 9 Jahren mehrere Opfer so zurückgelassen und konnte nie gefasst werden, damals waren Eve und ihr damaliger Vorgesetzter Feeny an den Ermittlungen beteiligt.  Nach einigen Recherchen stellt sich heraus, dass das Opfer eine Angestellte von Roarke war und kurz darauf verschwindet eine weitere Frau, die ebenfalls in einem von Roarkes unzähligen Unternehmen beschäftigt ist. Will sich der Bräutigam an dem Milliardär rächen oder steckt etwas ganz anderes dahinter?

Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: Da ich ein großer Fan dieser Krimi-Reihe bin, müssen natürlich alle Bände gelesen werden.

Reihe: 25. Band der Eve Dallas-Reihe, knüpft an den Vorgänger "Sanft kommt der Tod" an.
 
Handlungsschauplatz: New York, USA

Handlungsdauer: Die Story beginnt Anfang März 2060 dauert ungefähr 2 Wochen. Die Welt des Jahres 2060 bietet schon seit einigen Bänden keine neuen Innovationen mehr...
 
Hauptpersonen: Eve Dallas arbeitet seit 11 Jahren als Lieutenant bei der New Yorker Mordkommission und liebt ihre Arbeit ebenso wie ihren millionenschweren Ehemann Roarke, der sie bei ihren Ermittlungen oft unterstützt. Die große, schlanke Ermittlerin verbeißt sich in ihre Fälle, ist eigenwillig, mutig und hat eine Abneigung gegen Schönheitsbehandlungen aller Art, teure Kleider & Babys. Eves mitteilsame Partnerin Detective Delia Peabody unterstützt Eve in allen Belangen und ist das komplette Gegenteil von Lieutenant Dallas... Eve und ihr sexy Ehemann Roarke, der irische Milliardär, Roarke sind ein eingespieltes Team. Die Protagonisten sind sympathisch und wurden, wie gewohnt, mit vielen Facetten, Ecken & Kanten versehen.

Nebenfiguren: Wir treffen erneut auf alte Bekannte wie Peabodys exzentrischen Freund, den elektronischen Ermittler Ian McNab, den modebewussten Rechtsmediziner Morris, Eves Mentor Captain Feeny, Sängerin Mavis Freestone samt neugeborenem Baby, Roarkes Butler Summerset,  Reporterin Nadine Furst und Polizeipsychologin Dr. Charlotte Mira.  Leider spielen die mitwirkenden Nebencharaktere abermals nur eine kleine Rolle, was ich echt schade finde.

Romanidee: Diesmal jagen Eve und Peabody einen grausamen Serienmörder, der vor fast 10 Jahren einige Frauen getötet hat und nun wieder mit dem Morden beginnt.

Erzählperspektiven: Vorwiegend werden die temporeichen Geschehnisse aus der Sicht von Haupterzählerin Eve geschildert (in der 3. Person), zwischendurch berichten z.B. Roarke oder der Täter über die aktuellen Ereignisse und sorgen so für Abwechslung.

Handlung: Interessante Kriminalgeschichte mit kleinen Längen, einigen ungeahnten Wendungen und Irrwegen. Zwischendurch verliert die Story etwas an Spannung, was an den Nebensächlichkeiten bzw. an den ausführlichen Schilderungen liegt, die diesmal viel Platz einnehmen. Die Geschichte ist abgeschlossen und lässt Raum für den 26. Band "Ein sündiges Alibi". Ich kann nur hoffen, dass die Bestsellerautorin im Band wieder so richtig Gas gibt, sonst ist diese Reihe für mich bald beendet.

Schreibstil & Co:  Nora Roberts/J.D. Robb hat einen ganz eigenen, ausdrucksstarken Schreibstil, den man sofort erkennt und den ich sehr mag. Außerdem sorgen die amüsanten Wortgefechte für Unterhaltung.

FAZIT:
In "Mörderische Sehnsucht" schickt die Autorin Eve Dallas und ihr Team bereits zum 25. Mal ins Rennen. Im Gegensatz zum Vorgängerband "Sanft kommt der Tod" wird diesmal das Privatleben von Eve und Roarke nicht so breit getreten, die amüsanten Dialoge sind wieder da und die antiquierte Sprache wurde ebenfalls ausgemerzt. Dennoch birgt die Jagd nach dem "Bräutigam" etliche Längen und detaillierte Beschreibungen, weshalb der 25. Eve Dallas-Band bescheidene (von 5) Punkte erhält.

 

TTT - Top Ten Thursday #166

Da mir die letzten Wochen die Zeit zum ausgedehnten Blogrunden-Drehen fehlt, habe ich jetzt erst gesehen *schäm*, dass der allwöchentliche TTT von Alice im Bücherland umzieht, da Alice nicht mehr so viel Zeit hat und dies nun anderweitig übernommen wird. Das freut mich, denn ich habe bei dieser Aktion immer gern mitgemacht. Die ganze Geschichte könnt ihr *hier* nachlesen.

Nun werden allwöchentlich, jeden Donnerstag, in Steffis Bücher Bloggeria im Rahmen von "Top Ten Thursday" interessante Buchfragen gestellt bzw. Themen vorgegeben, die dann von den Teilnehmern des TTT beantwortet werden.
 
 
 

Diese Woche lautet das Thema:  "Beschreibe mit 10 Büchern deinen Lesegeschmack!"
 
Wie ihr sehr, lese ich gern (Psycho-)Thriller, auch Krimis (aber man darf ja nur 10 auswählen), Jugendbücher, Fantasy, Bücher über Bücher, traurig-schöne Romane und zwischendurch auch gern Chick-Lit. Gar nicht "meins" sind historische und erotische Romane, damit kann ich wenig anfangen (ändert sich vielleicht noch im Laufe der Zeit, wer weiß?).


Wer mutig ist, darf sich gern durch meine Buchtipps/Highlights graben. Nur zu: *klick*
 
01. "Cinderella Undercover" - Gabriella Engelmann (Ich liebe moderne Märchen und die von Gabriella ganz besonders)
02. "Daughter of Smoke and Bone" - Laini Taylor (Außergewöhnliche Fantasy-Romane stehen bei mir hoch im Kurs)
03. "Deine Seele in mir" - Susanna Ernst (Einfach nur wunder-wunderschön)
04. "Der Schatten des Windes" - Carlos Ruiz Zafòn (Habe mich vor vielen Jahren in den Friedhof der vergessenen Bücher verliebt')
05. "Der Seelenbrecher" - Sebastian Fitzek (Mein Lieblings-Fitzek, gemeinsam mit "Splitter" - blicke gern in die Abgründe der menschlichen Seele)
06. "Ein ganzes halbes Jahr" - Jojo Moyses (Eine traurig-schöne und berührende Geschichte)
07. "Erdbeerkönigin" - Silke Schütze (Ein Roman, der einen gleichzeitig Lachen und Weinen lässt)
08. "Nach dem Sommer" - Maggie Stiefvater (Diese Liebesgeschichte zwischen Werwolf und Mensch ist zauberhaft) 
09. "Stigma" - Michael Hübner (Mein erster Thriller von M. Hübner war gleich ein Volltreffer)
10. "Trigger" - Wulf Dorn (Der beste Thriller von Wulf Dorn - Thriller & Co. sind ja mein Lieblings-Genre)

Haben wir Gemeinsamkeiten?
Wahrscheinlich eher nicht, da es ja so viele lesenswerte Bücher gibt...
 


 

Mittwoch, 23. Juli 2014

[MINI-REZENSION] "Friesensommer"

Cover
Quelle: Rowohlt
Der Autor
Janne Mommsen, Jahrgang 1960, hat in seinem früheren Leben als Krankenpfleger, Werftarbeiter und Traumschiffpianist gearbeitet. Inzwischen schreibt er überwiegend Drehbücher und Theaterstücke. Mommsen hat in Nordfriesland gewohnt und kehrt immer wieder dorthin zurück, um sich der Urkraft der Gezeiten auszusetzen. Passenderweise lebt die Familie seiner Frau seit Jahrhunderten auf der Insel Föhr.
 
*Produktinformation*
Broschiert: 320 Seiten
Verlag: rororo (2. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499267381
ISBN-13: 978-3499267383
Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 13,4 x 2,4 cm

Leseprobe
Quelle:  rowohlt.de  *lies mich*
 


Die Geschichte...
1968: Der Kalifornier Harry Peterson flüchtet nach Deutschland, da der per Losverfahren für den Vietnamkrieg ausgewählt wurde, nicht in den Krieg ziehen möchte und deshalb das Land verlassen muss. Da sein Vater vor Jahren von Deutschland nach Amerika ausgewandert ist, bietet er Harry an, sich in seinem Elternhaus auf der Insel Föhr zu verstecken und das Haus zu renovieren. Dort lernt er die wunderschöne Nachbarstochter Maike kennen und verliebt sich in sie, doch das Glück ist nur von kurzer Dauer...
2014: Maike ist geschieden und lernt über das Internet Rainer kennen, der ein Hotel auf Sylt führt und sie einlädt. Nach einem wundervollen Wochenende sieht die Landärztin auf der Fähre einen Mann, der ihr bekannt vorkommt und den sie seit über 40 Jahren nicht mehr gesehen hat. Denn 46 Jahre später sucht Harald auf der Insel nach alten Fotos seiner Eltern, da bei dem Brand seines Hauses in Kanada alle Erinnerungsstücke verloren gegangen sind - und trifft dabei auf seine alte Liebe Maike...

Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: Das nette Cover und die Empfehlung von Martina sind an diesem Kauf schuld. :)

Reihe: Nein

Handlungsschauplatz: Das idyllische Friesendorf Oldsum auf der Nordseeinsel Föhr (und teilweise auch die umliegenden Inseln).

Handlungsdauer: Umspannt ein paar Wochen im Sommer.

Hauptpersonen: Maike Olufs, 62, lebt seit ihrer Scheidung wieder in ihrem Heimatort Oldsum und arbeitet dort als Allgemeinmedizinerin. Da ihr das Alleinsein auf Dauer nicht gefällt, sucht sie nach einem passenden Mann und hofft, diesen in dem Hotelier Rainer gefunden zu haben. Nach einem wundervollen Wochenende auf Sylt sieht sie auf dem Heimweg einen Mann, der sie an ihre einstige Liebe Harald "Harry" Petersen erinnert. Der inzwischen 64-jährige Harry ist ebenfalls geschieden, hat eine Tochter und leitet in Kanada erfolgreich eine Film- und Foto-Agentur. Als sein Haus bei einem Brand zerstört wird, macht sich der Fotograf auf die Suche nach alten Fotos seiner Eltern. Und die hofft er, in ihrer alten Heimat Föhr zu finden...
Harry und Maike sind sympathische Protagonisten mit Ecken und Kanten, deren Handlungen und Taten für mich nicht immer nachvollziehbar sind, was vielleicht auch am Alter der Protagonisten liegt, von dem ich noch etliche Jährchen entfernt bin.
 
Nebenfiguren:  Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Harrys alte Clique oder diverse Patienten von Maike sind reizvolle Nebencharaktere, die sich wunderbar in die Handlung einfügen.

Romanidee: Originelle Grundidee mit ansprechender Umsetzung

Erzählperspektiven: Abwechselnd berichten Maike und Harry über die turbulenten Geschehnisse (in der 3. Person). Man fiebert, fühlt & leidet schnell mit den netten Hauptpersonen mit, die uns an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben lassen. In Rückblenden erfahren wir mehr darüber, was im Jahre 1968 geschehen ist. 

Handlung: Unterhaltsame Geschichte mit diversen Stolpersteinen und Wirrungen sowie einer gewissen Vorhersehbarkeit, die manchmal etwas dahinplätschert und sich häufig in Nebensächlichkeiten verliert.
 
Schreibstil & Co:  Eine locker-leichte Schreibweise, die angenehme Sprache und zauberhafte Schauplatzbeschreibungen runden die sommerliche Geschichte ab, wodurch sich die 320 Seiten rasch lesen lassen.

FAZIT:
Mein erster Roman von Janne Mommsen ist eine schöne Sommergeschichte mit einem wirklich passenden Cover. Die Story wechselt zwischen den Jahren 1968 und 2014 hin und her und erzählt aus dem Leben zweier junger Menschen, sie sich mehr als 40 Jahre später wieder sehen. Abgesehen von ein paar vorhersehbaren und detaillierten Passagen sowie der Protagonisten, mich denen ich mich nicht ganz identifizieren konnte,  hat mich "Friesensommer" dank des interessanten Plots, der wundervollen Schauplatzbeschreibungen sowie des flüssigen Schreibstils gut unterhalten, weshalb ich bescheidene 4 (von 5) Punkte vergebe.

 
 

Dienstag, 22. Juli 2014

[REZENSION] "Todesbotschafter" (Band 2)

Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich sehr herzlich bei der sympathischen Autorin und bei Jerry Media AG.

Cover
Quelle: Jerry Media
Die Autorin
Cassandra Negra ist der Künstlername einer in der Nähe von Weimar geborenen, promovierten Wissenschaftlerin. Sie ist Geschäftsführerin eines Familienunternehmens und lebt in Zürich.

*Produktinformation*
Broschiert: 440 Seiten
Verlag: Jerry Media Verlag AG; Auflage: 1. Aufl. 2014 (23. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3952390631
ISBN-13: 978-3952390634
Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,8 x 3,2 cm
 

Leseprobe
Quelle: jerrymedia.eu  *lies mich*


 
Alle, die diese Buchserie noch lesen möchten und den Vorgängerband nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
Brüssel, Oktober 2007:
Die angesehene Wissenschaftlerin Maya Hunter findet in einem Antiquariat einen Liebesbrief, der sie zutiefst berührt und die Molekulargenetikerin im Juni 2012 nach erneut nach Brüssel, Köln und Bonn führt.
 
Berlin/Sylt, Oktober 2011:
Lea Lands hat den sinnlosen Tod ihres Kollegen Max Hofmann noch immer nicht verarbeitet und fährt nach Sylt, um sich von den vergangenen Ereignissen zu erholen. Als dem Serienmörder Hans Wenger die Flucht aus dem Krankenhaus gelingt, wird Lea umgehend nach Berlin zurück beordert, denn sie ist die Einzige, die sich in den Killer hineinversetzen kann.
 
Berlin, Mai 2012:
Der Islamforscher Professor Professor Muhammed Sven Maulisch ist ein charismatischer Wissenschaftler, der immer auf der Suche nach labilen Menschen ist, denen er seine fanatischen Ideen einpflanzt und in dem Diplomatensohn David Moosbach einen idealen Kandidaten findet.

Meine Meinung:
Mit "Todesbotschafter" geht die Lea Lands-Reihe nach "Die Lust des Bösen" in die 2. Runde und lässt jedes Kapitel mit einem passenden Zitat beginnen. Die Story startet im August 2006 in Kabul, Afghanistan und endet im November 2012 in der Schweiz. Dieses Mal konzentriert sich der Handlungsschauplatz nicht auf Berlin, sondern führt uns auch nach Afghanistan, Belgien, die Schweiz und durch die Bundesrepublik Deutschland (Berlin, Köln, Bonn, Wiesbaden, Sylt, Nürnberg). Dabei sind die  Schauplatzbeschreibungen wieder so lebendig, dass man meint, vor Ort zu sein.
 
Lea Lands arbeitet seit kurzem als Fallanalytikerin beim LKA Berlin. Die hübsche Profilerin versteht es hervorragend, sich in die Täter hineinzuversetzen und gibt sich an dem sinnlosen Tod ihres Kollegen Max Hofmann die Schuld. Ablenkung sucht die junge Frau auf der Insel Sylt, doch der Urlaub dauert nicht lange, denn Wenger ist aus dem Krankenhaus geflohen und nur Lea kann den Serienmörder aufspüren...

Leider liegt der Fokus in "Todesbotschafter" nicht auf Lea, was ich schade finde, denn die toughe Profilerin ist eine interessante Hauptperson mit Ecken & Kanten. Statt dessen finden hier viele Nebenfiguren wie z.B. die promovierte Molekulargenetikerin Maya Hunter, der deutsche Kommandant Roland Schmitt, Hans Wenger und sein behandelnder Arzt Dr. Christian Mank, der charismatische Islamwissenschaftler Muhammed Sven Maulisch und Kanzleramt-Mitarbeiter David Moosbach Verwendung. Die Charaktere wurden durchaus reizvoll gestaltet, doch die unzähligen Nebenfiguren sorgen nur unnötig für Ablenkung.
 
Die islamistische Bedrohung ist ein brisantes Thema und wurde deshalb wahrscheinlich von der Autorin aufgegriffen. Der Thriller befasst sich mit Terror, Attentätern, Fanatismus, Gewalt und Hass. Die Geschichte birgt einige Irrwege, Wirrungen und Überraschungen sowie kleine Längen und ausgeschmückte Schilderungen. Auch wenn man den Bösewicht bald ausgemacht hat, sind dessen Machenschaften ganz interessant zu lesen, doch die Story verzettelt sich leider manchmal in Nebensächlichkeiten, was ich schade finde.

Für Leser mit schwachen Nerven halte ich "Todesbotschafter" weniger geeignet, da dieser Thriller brutale Szenen voller Blut und Leichen enthält. Einige Passagen, auch die enthaltenen Sex-Szenen, waren sogar mir schon fast zu viel bzw. zu platt, aber das ist sicherlich Geschmackssache. Erzählt werden die rasanten Geschehnisse aus der Sicht von Lea Lands und unzähligen Nebenfiguren (in der 3. Person) erzählt, ein weiterer Handlungsstrang schickt uns in das Jahr 1945, wo der Psychiater Douglas Clark über seine Erlebnisse berichtet.
 
Leider wirkt die Geschichte durch die vielen verschiedenen Erzählperspektiven und miteinander verwebenden Handlungssträngen stellenweise recht sprunghaft. Manche Szenen sind unglaubwürdig geraten (wie z.B. die Flucht von Wenger aus dem Krankenhaus, kurz nach dem Erwachen aus dem Koma) und einige Handlungsstränge wären meiner Meinung nach nicht notwendig gewesen, außerdem kommt das Ende recht abrupt daher. 

Komplettiert wird die Story durch den packenden, emotionsgeladenen Schreibstil von Cassandra Negra, eine angenehme Sprache und unterhaltsame Dialoge und eine beklemmende Atmosphäre, wodurch sich die 440 Seiten rasch lesen lassen.

FAZIT
Bedauerlicherweise hat mir "Todesbotschafter" nicht so gut wie sein Vorgänger "Die Lust des Bösen" gefallen, was vor allem an der Vielzahl von Nebencharakteren, Schauplätzen, Erzählperspektiven und Handlungssträngen liegt und daran, dass Lea Lands nicht zur Geltung kommt. Dennoch hat mich dieser Thriller von Cassandra Negra erstaunlich gut unterhalten, weshalb "Todesbotschafter" von mir eindrucksvolle (von 5) Punkte erhält.