Donnerstag, 21. August 2014

TTT - Top Ten Thursday #170

Allwöchentlich, jeden Donnerstag, werden in Steffis Bücher Bloggeria im Rahmen von "Top Ten Thursday" interessante Buchfragen gestellt bzw. Themen vorgegeben, die dann von den Teilnehmern des TTT beantwortet werden.
 
 
 

Diese Woche lautet das Thema:  "10 Bücher aus deinem Regal, die in einem Band abgeschlossen sind"

Ich nehme an, damit sind Einzelbücher gemeint und davon finden sich in meinem Bücherregal einige - hier eine kleine Auswahl...

01. "Alles muss versteckt sein" - Wiebke Lorenz (Psychothriller)
02. "Die Tiefen deines Herzens" - Antje Szillat (Jugend-Liebensroman)
03. "Der Nachtwandler" - Sebastian Fitzek (Thriller)
04. "Der Ruf des Kolibris" - Christine Lehmann (Jugend-Abenteuer)
05. "Ich bin an deiner Seite" - John Shors (Familiengeschichte)
06. "Irgendwo für immer" - Sarah Jio (Frauenroman)
07. "Lucian" - Isabel Abedi (Jugend-Fantasy)
08. "Schattengrund" - Elisabeth Herrmann (Jugendthriller)
09. "Tausche Schwiegermutter gegen Goldfisch" - Sabine Zett (Frauenroman)
10. "Wie ein Sommertag" - Veronica Henry (Sommerbuch)
 
Haben wir Gemeinsamkeiten?
Wahrscheinlich eher nicht, da es ja so viele lesenswerte Bücher gibt... 

Mittwoch, 20. August 2014

Noch mehr Bücher im AUGUST 2014

Kaum rutscht mein Stapel ungelesener Bücher unter die 10er-Marke, sollte ich mir wieder ein paar neue Bücher anschaffen. Aber bei 5 SuB-Büchern muss unbedingt wieder Regalzuwachs her... ;-)
 
 
Spontaner Einkauf

Ich liebe es, in (realen und virtuellen) Buchhandlungen zu stöbern... Nur bleibt es nie dabei und ich muss auch immer ein paar (hoffentlich) schöne Bücher mitnehmen... Da ich die Thriller von Veit Etzold total gern lese, durften diesmal der 3. Clara Vidalis-Band "Todeswächter" und "Spiel der Angst" sowie das Trilogie-Finale von Elizabeth Miles  "Im Herzen die Gier" und "Aprikosenküsse" von Claudia Winter mitkommen.

              
Quelle: Lübbe                   Quelle: Veit Etzold                        Quelle: Loewe                      Quelle: lovelybooks

Außerdem ist die Wahl auf Joss Stirlings "Calling Crystal - Die Macht der Seelen 3"  und ganz spontan auf "Flamingos im Schnee" und "The Gifted - Vergiss mein nicht" gefallen.

           
Quelle: dtv                     Quelle: Randomhouse                Quelle: Randomhouse


Büchereibesuch
Mein letzter Bibliotheksbesuch ist schon eine Weile her und so hab ich ein paar Romane mitgenommen (einige sind noch reserviert). Nämlich "George Clooney, Tante Renate und ich" von Fanny Wagner,  Bettina Belitz heißersehnten Roman "Vor uns die Nacht",  "Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick" und einen Thriller-Auftakt namens "Entrissen".

Buchdeckel „George Clooney, Tante Renate und ich“                 
Quelle: Rowohlt                           Quelle: script5                      Quelle: Carlsen                    Quelle: Ullstein

 

Wie findet ihr meinen Bücherzuwachs?
Kennt/mögt ihr eins dieser Werke?
 
 

Dienstag, 19. August 2014

[MINI-REZENSION] "Der Totschläger" (Band 5)

Cover
Quelle: Ullstein
Der Autor
Chris Carter, geboren 1965, studierte in Michigan forensische Psychologie und beriet viele Jahre die Staatsanwaltschaft. Dann zog er nach Los Angeles, dem Schauplatz seiner Thriller-Serie um Detective Robert Hunter. www.chriscarterbooks.com

*Produktinformation*
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (16. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548285767 / ISBN-13: 978-3548285764
Originaltitel: One by one
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 3,8 cm

Leseprobe
Quelle: ullsteinbuchverlage.de  *lies mich*




Alle, die diese Serie noch lesen möchten und die Vorgängerbände nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
Während der Arbeit bekommt Detective Robert Hunter einen eigenartigen Anruf. Er soll eine IP-Adresse aufrufen und eine Wahl treffen. Die Internetseite zeigt einen gefesselten und geknebelten Mann, der entweder mittels Wasser oder Feuer sterben soll. Robert Hunter ist schockiert und erhält unerwartet vom FBI, doch der Täter ist clever und macht keinen Fehler. Doch dieser sadistische Mord ist erst der Anfang, denn beim nächsten Opfer dürfen die User per Mausklick über die Todesart abstimmen...

Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: Ich bin schon seit langem ein großer Fan dieser Buchserie.

Reihe: 5. Band der Robert Hunter-Reihe, der an den Vorgängerband 
"Totenkünstler" anknüpft und mit einem unpassenden deutschen Buchtitel aufwartet.

Handlungsschauplatz: Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien

Hauptpersonen: Detective Robert Hunter ist Anfang 40 und arbeitet im Raub- und Morddezernat des LAPD. Der  brillante Ermittler der Abteilung Mord I hat einen Doktortitel in Kriminal- und Biopsychologie und versteht es hervorragend, sich in die Täter hineinzuversetzen. Der Single mit einer Vorliebe für guten Whiskey leidet seit vielen Jahren unter chronischer Schlaflosigkeit. Dagegen ist sein Partner, der gebürtige Brasilianer Carlos Garcia mit seiner Jugendliebe Anna verheiratet und liebt seinen Beruf ebenso sehr wie Robert Hunter... Die Hauptpersonen sind interessante und sympathische Charaktere mit vielen Facetten, Ecken & Kanten, die ich nach nunmehr 5 Bänden ins Herz geschlossen habe.

Nebenfiguren: Wir treffen alte Bekannte, wie Captain Barbara Blake oder die Rechtsmedizinerin Dr. Carolyn Hove, aber auch auf außergewöhnliche Neuzugänge wie die Leiterin der Abteilung Cyberkriminalität Michelle Kelly, die das Ermittlerduo Hunter/Garcia bei den Ermittlungen unterstützt. Auch die Nebencharaktere wurden reizvoll gestaltet und fügen sich gut in die Handlung ein.

Romanidee: Interessante Grundidee, die hervorragend umgesetzt wurde.

Erzählperspektiven: Neben Haupterzähler Robert Hunter schildern auch noch andere Charaktere wie Carlos Garcia, Michelle Kelly und andere Nebenfiguren die rasanten Begebenheiten aus ihrem jeweiligen Blickwinkel (in der 3. Person). Besonders gut gefallen hat mir die Sichtweise des Täters, der die Polizei an der Nase herumführt.

Handlung: Wie gewohnt, wartet auch der 5. Band mit miteinander verwebenden Handlungssträngen und verschiedenen Erzählperspektiven sowie mit geschickt gelegten falschen Fährten und ungeahnten Wendungen auf. Jedes Kapitel endet mit einem kleinen Cliffhanger, wodurch sich die Spannung ins Unermessliche steigert und der Thriller niemals langweilig wird.

Schreibstil & Co:  Abgerundet wird die Story durch den fesselnden Schreibstil, die ausdrucksstarke Sprache und die kurzen Kapitel (118 Kapitel auf 464 Seiten). "Der Totschläger" ist nichts für zartbesaitete Leser mit schwachen Nerven, da die Beschreibungen teilweise recht ekelig sind und mit viel Blut und grausam zugerichteten Leichen versehen wurden.

FAZIT:
Ich liebe diese Thrillerserie und auch diesmal hat mich Chris Carter nicht enttäuscht. Dank der rasanten Geschichte mit viel Hochspannung & Nervenkitzel, dem reizvollen Ermittlerpaar und der  rasanten Schreibweise bietet der 5. Band rund um Robert Hunter & Carlos Garcia spannungsgeladene Unterhaltung auf hohem Niveau. "Der Totschläger" hat mich rundum begeistert und erhält deshalb thrillige 5 (von 5) Punkte.


Montag, 18. August 2014

[MINI-REZENSION] "Sternenküsse"

Cover
Quelle: Lübbe
Die Autorin
Giovanna Fletcher hatte bereits als Kind zwei große Leidenschaften: Lesen und Schauspielern. Schon mit 13 Jahren besuchte eine Ganztagsschule für junge Schauspieltalente. Dort traf sie auch ihren späteren Ehemann Tom Fletcher, der mit seiner Band McFly in Großbritannien mehrere Number-One-Hits feiern konnte. Mittlerweile konzentriert sie sich mehr auf das Lesen und Schreiben, ist als freie Journalistin tätig und arbeitet an ihrem zweiten Roman.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 416 Seiten / Sprache: DeutschVerlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2014 (15. April 2014)
ISBN-10: 3404169638 / ISBN-13: 978-3404169634
Originaltitel: 
Billy and Me
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 3,2 cm

Leseprobe
Quelle: bic-media.com *lies mich*


Die Geschichte...
Sophie May lebt schon immer in den dem kleinen englischen Dort Rosefont Hill und arbeitet dort in einem zauberhaften Teestübchen, wo sie jeden Tag Kuchen, Torten und Cupcakes bäckt. Neben der Arbeit lebt die junge Sophie recht zurückgezogen und frönt einer weiteren Leidenschaft: dem Lesen, vor allem "Stolz und Vorurteil" liebt sie über alles. Als in ihrem Heimatort ein Film gedreht wird, befindet sich der ganze Ort in heller Aufregung, nur Sophie lässt der Trubel kalt. Bis eines Tages ein junger Mann in den Teeladen kommt: Billy Sinclair ist ein gefeierter Schauspieler und macht der unscheinbaren Sophie den Hof. Und bald schon ist in Sophies Leben nichts mehr wie es war....

Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: Da der Titel "Sternenküsse" sehr verlockend klingt, musste ich diesen Roman einfach lesen.

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplätze: Als Schauplätze dienen das kleine Dorf Rosefont Hill und die englische Hauptstadt London. Die Orts- und Schauplatzbeschreibungen wurden so lebendig gezeichnet, dass man alles vor seinem inneren Auge sieht.

Handlungsdauer: Die Story, die sich in 4 Teile gliedert, beginnt mit der Vorstellung der Hauptperson, startet Anfang April und dauert ungefähr 1 Jahr.

Hauptperson(en): Sophie May ist Mitte 20, nie aus ihrem Heimatdorf hinausgekommen und arbeitet seit einigen Jahren in dem Teestübchen "Tea-on-the-Hill". Sophie ist recht schüchtern, liebt Bücher und kann die Aufregung um den Filmdreh in Rosefont Hill nicht ganz verstehen, obwohl sie sich wünscht, dass ihr Lieblingsschauspieler Jude Law die männliche Hauptrolle übernimmt. Doch statt dessen erhält Billy Sinclair, ein angesagter Jungschauspieler, diesen Part und genau dieser attraktive Mann besucht eines Tages das Teestübchen und da Sophie keine Klatschzeitschriften liest, erkennt sie den attraktiven Schauspieler nicht. Bald schon erscheint Billy täglich im Teestübchen und die Beiden verlieben sich ineinander. Doch kann diese Liebe von Dauer sein?

Die weibliche Hauptperson Sophie ist zwar sympathisch, aber auch sehr introvertiert und hat wenig Selbstbewusstsein, weshalb ich sie am liebsten an der Hand genommen bzw. wach gerüttelt hätte. Dagegen wirkt Billy ein wenig zu glatt und perfekt - doch beide Hauptfiguren machen eine Wandlung durch.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Sophies Mutter Jane, Sophies Chefin und Freundin, die liebenswerte Molly Cooper, die Bewohner von Rosefont Hill, Billys Agent Paul und die Filmcrew sind interessante Persönlichkeiten, die sich gut in die Handlung einfügen.

Romanidee: Bereits dagewesene Grundidee, die ansprechend umgesetzt wurde. Neben der Glitzerwelt der Stars geht es in "Sternenküsse" auch um Familie, Liebe, Freundschaft und um diverse Probleme der Protagonisten.

Erzählperspektive(n): Ich-Erzählerin Sophie schildert die turbulenten Geschehnisse aus ihrem Blickwinkel und lässt uns an ihren Gedanken & Gefühlen teilhaben. In Rückblenden erfahren wir mehr über Sophies Vergangenheit, wodurch man die die Hauptperson besser versteht. Da Sophie sehr zurückhaltend ist und manchmal von Selbstzweifeln geplagt wird, habe ich mich manchmal mit ihren Handlungen und Taten schwer getan.

Handlung: Die abwechslungsreiche Story wartet mit vielen Emotionen, Wirrungen, Stolpersteinen, Wirrungen und einigen Überraschungen auf. Zwischendurch birgt die Geschichte etliche vorhersehbare bzw. klischeehafte Szenen, doch das rührende Ende hat mich glücklich gemacht. "Sternenküsse" ist nicht so oberflächlich und locker-leicht, wie man vermutet, denn der Roman enthält sowohl amüsante Szenarien als auch einige ernste Passagen.

Schreibstil & Co:  Dank der emotionsgeladenen Schreibweise, der unterhaltsamen Dialoge und der angenehmen Sprache lassen sich die 416 Seiten sehr schnell lesen.

FAZIT:
"Sternenküsse" von Giovanna Fletcher   ist gar nicht so seicht, wie es das Cover und der Titel vielleicht vermuten lassen, denn dieser Debütroman handelt neben der Liebesgeschichte zwischen einem Filmstar und einer ganz normalen Frau auch von Liebe, Familie, Freundschaft sowie von Träumen und Selbstfindung.  Auch wenn die Story etliche vorhersehbare Stellen und ausgeschmückte Schilderungen enthält und ich mich nicht immer mit der Hauptperson identifizieren konnte, unterhält dieser Roman dank des unterhaltsamen Plots und des ausdrucksstarken Schreibstils. Da mir "Sternenküsse" trotz der kleinen Mankos ein paar schöne Lesestunden beschert hat, vergebe ich dafür 4 (von 5) Punkte.







Sonntag, 17. August 2014

[MINI-REZENSION] "Zeig mir den Tod" (Band 3)

Cover
Quelle: Droemer Knaur
Die Autorin
Petra Busch, geboren 1967 in Meersburg, arbeitet als freie Texterin und Journalistin für internationale Kunden aus Wissenschaft, Technik und Kultur. Sie studierte Mathematik, Informatik, Literaturgeschichte und Musikwissenschaften und promovierte in Mediävistik. Für ihren Kriminalroman "Schweig still, mein Kind" erhielt sie den renommierten Friedrich-Glauser-Preis für das beste Debüt des Jahres 2010. Sie lebt im Nordschwarzwald.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. März 2013) / Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342651124X / ISBN-13: 978-3426511244
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 3 cm


Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*

Alle, die diese Serie noch lesen möchten und die Vorgängerbände nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
Günther Assmann steht als Bühnenschauspieler kurz vor dem größten Erfolg in seiner Karriere, als seine Kinder Marius und Rebecca entführt werden. Hauptkommissar Moritz Ehrlinspiel und sein Kollege Paul Freitag übernehmen den Fall und finden es eigenartig, dass der Bühnendarsteller seinen Alltag fortsetzt, als wäre nicht geschehen, während seine Frau Lene vor Angst um ihre Kinder zusammenbricht. Doch die Suche nach den Assmann-Sprösslingen drängt, denn Rebecca ist zuckerkrank und benötigt Medikamente...

Meine Meinung in Kurzform:
"Zeig mir den Tod" ist der 3. Band der Moritz Ehrlinspiel-Reihe und beginnt ca. 7 Monate nach Ende von "Mein wirst du bleiben". Nach dem Prolog startet die Geschichte am Donnerstag, den 21. März, dauert bis Samstag, den 13. April und endet mit dem Prolog Ende August. Der Schauplatz wurde erneut in die deutsche Stadt Freiburg verlegt.
 
Der 40-jährige Kriminalhauptkommissar Moritz Ehrlinspiel arbeitet bei der Kripo Freiburg gebracht und liebt seinen Job, der ihn auch diesmal wieder an seine Grenzen bringt. Der attraktive Polizist mit den grünen Augen genießt das Leben und liebt seine Siamkatzen Bentley und Bugatti. Und auch diesmal spielen alte Bekannte wie Ehrlinspiels Kollege Paul Freitag, die neugierige Wanderführer-Redakteurin Hanna Brock eine Rolle, ebenso wie neue Figuren, z.B. die Familie Assmann. Der gutaussehende Schauspieler Günther Assmann ist seit vielen Jahren mit der wohlhabenden Lene verheiratet, mit ihren beiden Kindern (der 10-jährigen Rebecca und dem 18-jährigen Marius) wohnen sie in einer riesigen Villa. Ihr Leben scheint wunderbar zu sein, bis Marius und Rebecca entführt werden...

Im 3. Band erscheinen die Protagonisten, allen voran Hauptperson Moritz Ehrlinspiel, leider etwas farblos und es fehlt ihnen auch ein wenig an Tiefe, was eventuell an den unzähligen Nebenfiguren liegt. "Zeig mir den Tod" erzählt die Geschichte eines mäßig berühmten Schauspielers, der auf den großen Durchbruch hofft, als zu diesem ungünstigen Zeitpunkt seine Kinder entführt werden. Die Romanidee finde ich interessant, doch die Umsetzung gefällt mir weniger. Die Geschichte verzettelt sich bedauerlicherweise in Nebensächlichkeiten und zieht sich stellenweise wie ein Kaugummi, außerdem wirkt dieser Ehrlinspiel-Band oft wie ein schlechter Fernsehkrimi.

Neben dem Haupterzähler Moritz Ehrlinspiel berichten diverse Nebencharaktere wie die Familie Assmann, Hanna Brock und Uwe Berger (in der 3. Person) die Geschehnisse aus ihrer Sicht. Am besten hat mir die Sichtweise der entführten Becky gefallen, die ihre Erlebnisse ausdrucksstark schildert.  "Zeig mir den Tod" wartet mit mangelnder Spannung, vielen  Erzählperspektiven und in die Länge ziehenden Handlungssträngen auf, was mir nicht ganz zusagt. Der Schreibstil von Petra Busch ist diesmal sehr ausgeschmückt bzw. ermüdend und hat mir des Öfteren ein Gähnen entlockt.

FAZIT:
Bedauerlicherweise wird diese Krimiserie mit jedem Band schlechter und "Zeig mir den Tod" konnte mich leider nicht wirklich überzeugen, denn der 3. Ehrlinspiel-Krimi beinhaltet leider Unmengen an Nebenfiguren, wirren Handlungssträngen sowie vielen Erzählern, weshalb "Zeig mir den Tod" nur (von 5) Punkte erhält.

 

Samstag, 16. August 2014

[MINI-REZENSION] "Spiel des Lebens" (Band 1)

Cover
Quelle: Veit Etzold
Der Autor
Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, studierte Englische Literatur, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und General Management, unter anderem auch am King’s College in London. 2005 promovierte er zum Kinofilm "Matrix". Er arbeitete für Medienunternehmen, Banken, in der Unternehmensberatung und an Universitäten in Berlin, Frankfurt, London, New York und Barcelona. Veit Etzold lebt in Berlin.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Egmont INK; Auflage: 1 (13. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3863960483 / ISBN-13: 978-3863960483
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 21,7 x 13,5 x 2,8 cm

Leseprobe
Quelle: egmont-ink.de  *lies mich*
  


Die Geschichte...
Emily freut sich auf ihr Studium am altehrwürdigen Londoner King's College, da sie auch ihrer besorgten Mutter entfliehen und gemeinsam mit ihrer Freundin Julia eine schöne Zeit am College verbringen möchte. Bereits am ersten Tag ihrer Collegezeit bekommt das 17-jährige Mädchen  eine eigenartige Drohung, die sie nicht ernst nimmt. Doch als sie nach einer Party auf dem Heimweg überfallen wird und eine weitere beunruhigende Nachricht auftaucht, steht fest, dass es jemand auf die junge Studentin abgesehen hat. Emily wird anonym dazu aufgefordert, an einem Spiel um Leben und Tod teilzunehmen - und so beginnt für Emily ein Wettlauf gegen die Zeit...
 
Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: Da ich die Clara Vidalis-Thriller bisher verschlungen habe, wollte ich auch diesen Jugendthriller lesen.

Reihe: 1. Band der Emilys Spiel-Reihe

Handlungsschauplatz: Als Schauplatz dient die britische Hauptstadt London, wobei die Geschichte mit bildhaften Orts- und Schauplatzbeschreibungen versehen wurde.

Handlungsdauer: Nach dem Prolog vom 10. September 1998 beginnt die eigentliche Geschichte 13 Jahre später am 1. September 2011, endet am 9. September 2011, um ein wenig später mit dem Epilog abzuschließen.

Hauptperson: Emily Waters ist fast 18 Jahre jung, ein wenig schüchtern und überglücklich, dass sie am King's College in London Englische Sprache und Literatur studieren darf. Die Studienanfängerin mit den rotblonden Haaren und blaugrünen Augen stammt aus einer wohlhabenden Familie und ist froh, ihrer gluckenhaften Mutter zu entkommen. Doch ihr Traum vom unbeschwerten Studentenleben schlägt bald in einen Albtraum um, denn Emily muss das entsetzliche Spiel eines Irren mitspielen... Emily ist eine interessante und sympathische Protagonistin, mit der ich mich jedoch nicht immer identifizieren konnte, aber trotzdem mitfühlen und mitleiden musste.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Emilys beste Freundin Julia (ebenfalls Frischling am King's College und Fußballfan), Emilys Mutter Patricia (die Künstlerin ist sehr gluckenhaft und sorgt sich ständig um ihr einziges Kind), ihr Vater Thomas (der Investmentbanker arbeitet viel und verdienst sehr viel Geld), der attraktive Ryan (der Ire studiert Psychologie, ist fürsorglich und wohnt ebenfalls im College-Wohnheim), Jonathan Harker (der hochbegabte und ruhige Student hat bereits einen Doktortitel und verguckt sich in Julia) sowie die Ermittler Inspector Carter und Detective Bloom sind reizvolle Persönlichkeiten, die sich gut in die Handlung einfügen. Mir gefällt, dass auch die Polizei eingeschalten wird und Emily nicht ganz allein versucht, den Stalker zu stellen, was ja oft genug vorkommt.

Romanidee: Veit Etzold hat das Rad zwar nicht neu erfunden, aber die interessante Grundidee ansprechend umgesetzt.

Erzählperspektiven: Die temporeichen Begebenheiten werden vorwiegend aus der Sicht von Emily geschildert, die uns an ihrem Gefühlschaos teilhaben lässt. Zwischendurch berichtet der Unbekannte, der Emily im Visier hat, über seine Gedanken und Vorhaben.

Handlung: Durchwegs spannende & emotionsgeladene Geschichte mit einigen unerwarteten -manchmal etwas zu dramatischen -Wendungen und Irrwegen. Leider hatte ich den Täter bzw. sein Motiv ziemlich schnell erraten, was natürlich das Lesevergnügen ein wenig trübt. Außerdem enthält "Spiel des Lebens" etliche Wiederholungen, kleine Längen, ausführliche Schilderungen und ein paar vorhersehbare Szenarien. Die Story ist zwar abgeschlossen, macht aber dank des überraschenden Endes Lust auf die Fortsetzung "Spiel der Angst".

Schreibstil & Co:  Auch wenn die Story kleine Mankos birgt, lassen sich die 352 Seiten angesichts des mitreißenden Schreibstil, der jugendlichen Sprache und der kurzen Kapitel sehr schnell lesen.
 
FAZIT:
Für mich geht "Spiel des Lebens" eher in Richtung Psychothriller und kann mit den Clara Vidalis-Thrillern leider nicht mithalten. Dennoch hat mir der Serienauftakt dank der rasanten Story mit wunderbar lebendigen Beschreibungen, der reizvollen Hauptperson sowie der spannungsgeladenen Schreibweise ein paar fesselnde Stunden beschert. Dafür vergebe ich 4 (von 5) Punkte.

Freitag, 15. August 2014

[REZENSION] "Onkel Humbert guckt so komisch"

Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich ganz herzlich bei Blanvalet und Brigitte Kanitz.  

Cover
Quelle: Randomhouse
Die Autorin
Brigitte Kanitz, Jahrgang 1957, hat lange in Norddeutschland gewohnt. Inzwischen lebt und schreibt sie seit vielen Jahren in ihrer Wahlheimat Italien. Sie war Redakteurin bei diversen Printmedien, bevor sie sich ganz der Belletristik widmete. Bei Blanvalet veröffentlichte sie bereits erfolgreich einige Familienkomödien und einen Regionalkrimi.
*Produktinformation*
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (21. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442381916
ISBN-13: 978-3442381913
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,8 cm

Leseprobe
Quelle:  bic-media.com  *lies mich*


Die Geschichte...
Majas Nachname lautet zwar Glück, aber viel Glück hat die junge Frau nicht. Seit ihr Freund Winfried sie vor einigen Monaten betrogen hat und Maja daraufhin die Beziehung gelöst hat, sind ihr bis auf Winfrieds Cousine Jette keine Freunde geblieben. Nach einigen Versuchen mit verschiedenen Studiengängen schlägt sich die 1,80m große Frau mit einem mies bezahlten Job bei einem Getränkehändler durchs Leben und musste deshalb sogar wieder bei ihren Eltern einziehen. Deshalb ist das Geburtstagskind auch nicht sehr erfreut, als an ihrem 30. Geburtstag der eigenartige Großonkel Humbert zu Hause auftaucht und sie von ihrer Mutter mit einer Party überrascht wird - das übersteht Maja nur mit viel Alkohol! Als Maja einige Zeit später unglücklich stürzt und kurz darauf im Krankenhaus aufwacht, kann sie plötzlich die Gedanken ihrer Mitmenschen hören. Maja zweifelt an ihrem Verstand, doch Onkel Humbert klärt sie auf, dass Maja, ebenso wie Humbert, den Fluch der Familie Glück geerbt hat und Gedanken lesen kann. Diese Tatsache stellt ihr Leben komplett auf den Kopf...

Meine Meinung:
Da mich bereits alle Romane von Brigitte Kanitz begeistert haben, wollte ich unbedingt "Onkel Humbert guckt so komisch" lesen. Als Handlungsschauplatz dient das kleine Städtchen Schaunbeck in Norddeutschland, die Orts- und Schauplatzbeschreibungen wurden sehr lebendig dargestellt und bringen so das Kopfkino zum Laufen. Nach dem Prolog beginnt die Story 12 Stunden zuvor an einem Sonntag im Mai und umfasst mehrere Wochen.

Maja Glück ist alles andere als ein Glückskind. Während ihre 4 Jahre ältere und wunderschöne Schwester Stine eine Vorzeigefamilie samt Villa aufzuweisen hat, wohnt die pummelige Maja seit ihrer Trennung von Winfried wieder zu Hause und arbeitet beim Getränkehändler "Krauses Bause". Außerdem ist sie heimlich in ihren attraktiven Chef Kurt Krause verliebt, der auf der Überraschungsparty zu ihrem 30. Geburtstag mit ihrer perfekten Schwester flirtet. Daraufhin flüchtet Maja, stolpert über den hauseigenen Gartenzwerg und wacht im Krankenhaus auf. Als sie entdeckt, dass sie die Gedanken anderer Menschen lesen kann, ändert sich ihr Leben, denn nicht alle Mitmenschen haben positive Gedanken... Hauptperson Maja ist eine etwas chaotische und sympathische Hauptperson mit vielen Macken, Ecken & Kanten, die mir schnell ans Herz gewachsen ist und authentisch rüberkommt.

Zur Familie Glück gehören außerdem noch Vater Rainer, der eine kleine Baufirma besitzt und dem Maja optisch ähnlich sieht, Mutter Marion, die mit Anfang 50 noch immer wie eine nordische Schönheit aussieht, ebenso wie ihre wunderschöne Schwester, in deren Schatten Maja steht. Die 34-jährige Stine König-Glück arbeitet in der Anwaltskanzlei ihres erfolgreichen Mannes Rainer, ist Mutter von süßen Zwillingsmädchen und lebt mit ihrer Familie in einer feudalen Villa. Weiters spielt der 92-jährige Großonkel Humbert eine große Rolle, denn der wunderliche alte Mann, der in der Seniorenresidenz "Waldesruh" wohnt, hat ebenfalls den Familienfluch geerbt und hilft Maja, mit ihrer "Gabe" zurechtzukommen. Majas beste Freundin Jette Reimann gehört zum Typ "graue Maus", lebt ebenfalls in Schaunbeck und pflegt ihren kranken Vater. Dr. Carlo Friedenslieb ist Majas attraktiver Arzt, der wie ihr Lieblingsschauspieler Orlando Bloom aussieht und Maja nicht aus dem Kopf geht. Auch die mitwirkenden Nebencharaktere wurden reizvoll gestaltet und fügen sich wunderbar in die Geschichte ein.

Die Romanidee von "Onkel Humbert guckt so komisch" finde ich interessant und auch die Umsetzung ist gelungen. Wer hat sich nicht schon mal überlegt, dass es spannend wäre, wenn man die Gedanken seiner Mitmenschen lesen könnte?  Genau das passiert Maja hier, doch wenn man ständig mit den Geistesblitzen seiner Umgebung konfrontiert wird, kann es auch ganz schön nerven...

Die amüsante Geschichte rund um die gedankenlesende Maja enthält Unmengen an unterhaltsamen Passagen, Situationskomik, Irrungen & Wirrungen, aber auch einige langatmige Szenarien sowie ausführliche Beschreibungen. Obwohl man vielleicht ahnt, welchen Ausgang die Story nimmt, gibt es bis zum Ende hin viele ungeahnte Wendungen und Überraschungen am laufenden Band, weshalb man nur so die 320 Seiten fliegt.

Ich-Erzählerin Maja schildert die turbulenten Begebenheiten mit trockenem Humor und gewährt uns Einblick in ihre Gefühlwelt. Natürlich erfährt man auch, worüber Majas Familie und die Bewohner von Schaunbeck denken, was nicht immer angenehm ist und die 30-jährige zum Nachdenken anregt. Und die telepathischen Dialoge zwischen Maja und Humbert gestalten sich ebenfalls sehr unterhaltsam.

Abgerundet wird die übernatürliche Geschichte durch die locker-leichte Schreibweise von Brigitte Kanitz, höchst unterhaltsame Wortgefechte und Gedankengänge sowie viel Humor und Wortwitz, wodurch sich der Roman sehr schnell lesen lässt. Ich mag einfach die vergnüglichen Bücher von Brigitte Kanitz und freue mich auf viele weitere Romane der sympathischen Autorin.
 
FAZIT:
"Onkel Humbert guckt so komisch" präsentiert dem Leser eine herzerfrischende Familiengeschichte mit übersinnlichen Elementen, überraschenden Wirrungen und einem humorvollen Schreibstil. Da mich die Story oft zum Schmunzeln und Lachen gebracht hat,  vergebe ich wegen kleiner Längen kurzweilige 4 1/2 (von 5) Punkte.

Donnerstag, 14. August 2014

[MINI-REZENSION] "Das Leuchten der Insel"

Cover
Quelle: Randomhouse
Die Autorin
Kathleen McCleary, geboren in Michigan, arbeitet als Journalistin für verschiedenste Magazine und Zeitungen, darunter die "New York Times", "Good Housekeeping", "Martha Stewart Living" und "Reader's Digest". Sie lebt mit ihrem Ehemann und ihren Kindern in Virginia, wo sie an ihrem zweiten Roman arbeitet.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (12. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453410238
ISBN-13: 978-3453410237
Originaltitel: A Simple Thing
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3,2 cm

Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*

 

Die Geschichte...
Da das Leben von Susannah und ihren Kindern aus dem Ruder läuft, nimmt sich die fürsorgliche Mutter eine Auszeit. Ihren Ehemann Matt lässt sie in Virginia zurück und zieht mit ihren Kindern Katie und Quinn für ein paar Monate auf die abgeschiedene Insel Sounder. Dort müssen die Delanys ohne Elektrizität, Internet, Kühlschrank und andere Annehmlichkeiten auskommen, doch Susannah und Kinder erhalten Hilfe von ihrer Vermieterin Betty, deren Sohn Jim und den beiden Enkeln, die sich über den Neuzugang freuen, da auf Sounder nicht sehr viele Kinder leben. Wird Susannah auf der kleinen Insel ihren Frieden finden und das Trauma ihrer Vergangenheit überwinden?

Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: "Das Leuchten der Insel" ist ein Buchtipp der lieben Hanne.  

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplatz: Die kleine amerikanische Insel Sounder dient als Handlungsschauplatz und versorgt uns mit malerischen Schauplatzbeschreibungen. Die Menschen auf Sounder leben recht einfach - ohne Elektrizität, Handy, Internet, Tankstellen oder moderne Küchengeräte, wobei die Umstellung für die Städter nicht ganz einfach ist.

Handlungsdauer: Nach dem Vorwort beginnt die Story im Oktober 2011 und endet im Juni 2012.

Hauptpersonen: Susannah Delany ist Mitte 40 und lebt mit ihrem Ehemann Matt und ihren beiden Kindern in der Kleinstadt Tilton in Virginia. Die grüblerische Hausfrau und Mutter macht sich ständig Sorgen und als die 14-jährige Katie sich auf einer Party eine Alkoholvergiftung zuzieht und die Phobien ihres 11-jährigen Quinn ausarten, packt sie ihre Kinder zusammen und hofft auf eine Besserung in der Abgeschiedenheit von Sounder. Dort trifft die Kleinfamilie auf Betty Pavalak, die ihnen ihr neues Zuhause auf der Insel, ein idyllisches Cottage, vermietet. Die resolute Frau ist um die 80 schwierige Zeiten durchlebt und wohnt mit ihrem Sohn Jim und dessen Söhnen schon lange auf der Insel. Die  beiden Frauen sind sympathische und vielschichtige Protagonisten, deren Handlungen und Taten ich allerdings nicht immer nachvollziehen konnte. Vor allem mit Susannah hat ich manchmal Schwierigkeiten, da sie manchmal ganz schön nervt (und ich mich in ihre aufsässige Tochter besser einfühlen konnte).

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Susannahs Ehemann Matt, der seine Frau nicht immer versteht, die rebellische Katie, die ihre Grenzen austestet, der sensible Quinn, Bettys Sohn Jim  (der Lehrer der kleinen Inselschule) und seine 14-jährigen Zwillingssöhne Hood und Baker sowie der Einsiedler Barfuß sind interessante Nebenfiguren.

Romanidee: Reizvolle Grundidee, die solide umgesetzt wurde.

Erzählperspektiven: Die turbulenten Begebenheiten werden abwechselnd aus der Sicht von Susannah und Betty geschildert (in der 3. Person), die uns Einblick in ihre Gefühle und Gedanken gewähren. In Rückblenden erfahren wir mehr über die Vergangenheit der unterschiedlichen Hauptpersonen und lernen dadurch Susannah und Betty besser kennen.

Handlung: Abwechslungsreiche Geschichte mit kleinen Längen und etlichen ausgeschmückten Schilderungen, zwei Erzählperspektiven und miteinander verwebenden Handlungssträngen. Der Plot birgt einige Wirrungen & Überraschungen sowie einige traurige Passagen, auch wenn ich zugeben muss, dass es "Das Leuchten der Insel" leider nicht geschafft hat, mich ganz zu erreichen bzw. mich tief im Inneren zu berühren.

Schreibstil & Co:  Die ausdrucksstarke Schreibweise, unterhaltsame Dialoge und malerische Schauplatzbeschreibungen runden diesen Roman ab. Dieser Roman von Kathleen McCleary ist allerdings keine leichte Kost, denn Susannah hat einiges aufzuarbeiten und das Leben von Betty war alles andere als rosig.

FAZIT:
"Das Leuchten der Insel" erzählt aus dem Leben von Susannah und ihrer Vermieterin Betty, die in der Abgeschiedenheit der kleinen Insel Sounder leben und die beiden ungleichen Hauptpersonen lassen uns hautnah ihre Träume, Probleme, Hoffnungen und Ängste miterleben. Leider birgt die Story für mich einige Schwachstellen und so erhält  "Das Leuchten der Insel" von mir 3 1/2 (von 5) Punkte.

TTT - Top Ten Thursday #169

Allwöchentlich, jeden Donnerstag, werden in Steffis Bücher Bloggeria im Rahmen von "Top Ten Thursday" interessante Buchfragen gestellt bzw. Themen vorgegeben, die dann von den Teilnehmern des TTT beantwortet werden.
 
 
 

Diese Woche lautet das Thema:  "Die 10 liebsten Pärchen" (nicht nur Liebespaare, sondern auch Ermittler-Duos etc.)

Hier eine kleine Auswahl (es gibt natürlich viele weitere tolle Paare wie z.B. Grace & Sam aus der "Die Wölfe von Mercy Falls-Trilogie" oder Clary & Jace aus "Die Chroniken der Unterwelt")...

01. Claudias Zorn & der dicke Schröder - Zorn/Schröder-Reihe von Stephan Ludwig
02. Ellie Sturm & Collin Blackburn - Splitterherz-Trilogie von Bettina Belitz
03. Eve Dallas & Roarke - Eve Dallas-Reihe von J.D. Robb
04. Evie & Lend - Lebe lieber übersinnlich-Trilogie von Kiersten White
05. Felicity Morgan & Leander "Lee" FitzMor - Pan-Trilogie
06. Gretchen Lowell & Archie Sheridan - Gretchen Lowell/Archie Sheridan-Reihe von Chelsea Cain
07. Gwendolyn Sheperd & Gideon de Villiers - Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier
08. Layken Cohen & Will Cooper - Layken & Will/Slammed-Trilogie von Colleen Hooper
09. Martin Gänsewein & Pascha - Pascha und Gänsewein-Reihe von Jutta Profijt
10. Percy Jackson & Annabeth Chase - Percy Jackson-Reihe von Rick Riordan
 
Haben wir Gemeinsamkeiten?
Wahrscheinlich eher nicht, da es ja so viele wundervolle Pärchen gibt... 

Mittwoch, 13. August 2014

[MINI-REZENSION] "Dark Heroine - Dinner mit einem Vampir" (Band 1)

Cover
Quelle: Piper
Die Autorin
Abigail Gibbs hat im Alter von nur 18 Jahren einen Bestseller verfasst: Ihr Debüt »Dark Heroine. Dinner mit einem Vampir« erschien kapitelweise auf der englischen Social-Reading-Plattform Wattpad, wo das Manuskript über 17 Millionen Mal gelesen wurde. Kurz darauf erhielt Abigail Gibbs einen Verlagsvertrag; seitdem wurde »Dark Heroine« in 17 Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt in England und studiert an der University of Oxford.
 
Broschiert: 608 Seiten / Verlag: ivi (14. April 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 349270297X / ISBN-13: 978-3492702973
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 16 - 17 Jahre
Originaltitel: 
The Dark Heroine. Dinner With a Vampire
Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,4 x 4,6 cm

Leseprobe
Quelle: piper.de  *lies mich*



Die Geschichte...
Violet wartet am Trafalgar Square auf ihre Freundin und wird Zeugin eines grausamen Massenmordes. Leider wird die knapp 18-jährige Schülerin entdeckt und von den Tätern in ein feudales Herrenhaus gebracht. Bald findet Violet heraus, dass ihre Entführer keine Menschen, sondern Vampire sind. Das Menschenmädchen soll nun bei der königlichen Vampirfamilie, den Varns bleiben und einer Verwandlung zur Vampirin zustimmen. Doch Violet wehrt sich mit allen Mitteln dagegen, denn sie findet die Blutsauger widerlich, anderseits fühlt sie sie zu dem attraktiven und launenhaften Vampirprinz Kaspar hingezogen...

Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: Angetan vom düsteren Buchcover und den begeisterten Meinungen wollte ich diesen Roman unbedingt lesen und habe es nicht bereut.

Reihe: 1. Band der Dark Heroine-Reihe

Handlungsschauplätze: Die Handlung führt uns von London ins ländliche Varnley, dem Sitz der Familie Varn.

 
Handlungsdauer: Die Story beginnt am 9. August und dauert bis zum 31. Juli des darauffolgenden Jahres.

Hauptpersonen: Violet Lee ist fast 18, zierlich und besitzt schwarze Haare sowie faszinierend violette Augen. Die Vegetarierin lebt mit ihrer Familie in London, ihr Vater ist der Verteidigungsminister Michael Lee und ihre kleine Schwester schwer krank. Eines Nachts beobachtet die Schülerin grausame Morde und wird von den Mördern verschleppt. Der Anführer der Gruppe heißt Kaspar Varn und ist ein arroganter Vampirprinz und richtiger Macho. Der überirdisch gutaussehende Vampir mit den smaragdgrünen Augen verhält sich Violet gegenüber wie ein Flegel, doch das Mädchen kann sich der Anziehungskraft des unnahbaren Prinzen auf Dauer nicht entziehen…

Violet und Kaspar sind sehr gegensätzliche und interessante Protagonisten mit Potential, einigen Facetten & Macken, obwohl mir Kaspar am Anfang etwas unsympathisch war und das ständige Hin und Her manchmal ein wenig nervt. Violet ist eigensinnig bzw. kratzbürstig und gerät ständig mit Kaspar aneinander. Sie versteht auch nicht, warum sie die Vampire nicht gleich getötet, sondern bei sich aufgenommen haben und nun im Herrenhaus festhalten…

Nebenfiguren: Es gibt eine Vielzahl an Nebencharakteren wie z.B. die königliche Vampirfamilie Varn, bestehend aus dem verbitterten König, Kaspars älteren Brüdern, die sich nicht ständig im Herrenhaus aufhalten, Kaspars jüngerem Bruder Cain, der wunderschönen Schwester Layla und der der kleinen süßen Schwester Thyme. Außerdem leben auch noch andere Vampire, wie z.B. Graf Fabian, der Violet in der Anfangszeit sehr hilft oder die Dienstboten auf dem königlichen Anwesen, die manchmal ein wenig farblos wirken und teilweise nur eine kleine Rolle spielen.

Romanidee: Nicht ganz neue Grundidee, die einige Fantasy-Elemente enthält und ansprechend umgesetzt wurde. Es ist von Anfang an klar, dass man es mit Vampiren zu tun hat, die hier allerdings als blutrünstige Monster dargestellt werden – und natürlich darf auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen.

Erzählperspektiven: Die temporeichen Geschehnisse werden abwechselnd von den Ich-Erzählern Violet und Kaspar geschildert, wobei Violet über den Großteil der Begebenheiten berichtet. Dabei gewähren uns die Protagonisten einen tiefen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt, doch leider konnte ich nicht alle ihrer Handlungen und Taten nachvollziehen.

Handlung: Spannende & abwechslungsreiche Geschichte mit einigen Irrwegen, Wirrungen und ungeahnten Wendungen. In der Welt von „Dark Heroine“ können sich Vampire neben Blut auch von „normalem“ Essen ernähren, sie verbrennen und glitzern nicht im Sonnenlicht und können sich telepathisch untereinander verständigen… Bei einer Länge von über 600 Seiten bleiben kleine Längen und allzu ausgeschmückte Beschreibungen nicht aus, außerdem sind die Passagen mit Violets Träumen nicht klar ersichtlich (schön wären diese Passagen z.B. in kursiver Schrift gewesen), dadurch wird der Lesefluss ein wenig gebremst. 

Schreibstil & Co:  Abgerundet wird "Dinner mit einem Vampir" durch den mitreißenden Schreibstil von Abigail Gibbs, bildhafte Beschreibungen, unterhaltsame Wortgefechte und Kapitel in angenehmer Länge.

FAZIT:
„Dark Heroine - Dinner mit einem Vampir“ ist auf alle Fälle ein lesenswerter Jugendroman, allerdings kann ich den Hype um diese Vampir-Romanze nicht ganz nachvollziehen, da mir das "gewisse Etwas" fehlt. Dennoch hat mir  der Dark Heroine-Auftakt rund um Violet und Kaspar dank der fantasievollen Story, den reizvollen Protagonisten sowie der ausdrucksstarken Schreibweise in ihren Bann gezogen, weshalb ich den Wälzer innerhalb eines Tages ausgelesen hatte. Wegen kleiner Mankos erhält Abigail Gibbs Debütroman 4 (von 5) Punkte.