Dienstag, 30. August 2016

[MINI-REZENSION] "Todesmärchen" (Band 3)

Cover
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie und vier Katzen in Grillenberg in Niederösterreich. Er hat bereits mehrere äußert erfolgreiche und preisgekrönte Erzählungen und Romane verfasst.

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1734 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (15. August 2016)
ASIN: B017G4HV4K


Leseprobe
Quelle: randomhouse.de  *lies mich*





Alle, die diese Trilogie noch lesen möchten und die Vorgängerbände nicht kennen, sollten an dieser Stelle besser nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
Quelle: Randomhouse (könnte ich nicht besser schreiben)
In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel...
 
Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Ich liebe die Thriller von Andreas Gruber und musste deshalb auch sein neuestes Werk lesen.

Reihe: 3. und letzter Band der Maarten S. Sneijder/Sabine Nemez-Trilogie, beginnt ca. 2 Jahre nach "Todesurteil".
 
Handlungsschauplätze: Die Geschichte führt uns von Bern über Regensburg und München nach Ostherversand, Rotterdamm, Frankfurt, Wiesbaden und Geisberg. Dabei wartet die Story mit  so lebendigen Orts- und Schauplatzbeschreibungen auf, so dass man sich alles wunderbar vorstellen kann.

Handlungsdauer:    Nach dem Prolog (5 Jahre zuvor) beginnt die Story, die sich in 7 Teile gliedert, am 1. Oktober, spult zum 23. September zurück, dauert bis zum 3. Oktober und endet mit dem Epilog 1 Woche später.
 
Hauptpersonen: Der gebürtige Holländer Maarten S. Sneijder ist inzwischen 49, groß, hager und arrogant. Sneijder hat ständig starke Kopfschmerzen, die er mit Dope bekämpft, trinkt liebend gern Vanilletee und ist der beste Profiler des BKA, auch wenn er oft eigenwillige Methoden anwendet und als Einzelgänger gilt. Wenn der brillante Fallanalytiker nicht gerade auf Außeneinsatz ist, unterrichtet er auch an der "Akademie für hochbegabten Nachwuchs" beim BKA in Wiesbaden, wo er 2 Jahre zuvor auch Sabine Nemez hart rangenommen hat. Die 1,63m kleine Münchnerin, die früher beim Kriminaldauerdienst gearbeitet hat, ist nun forensische Fallanalytikerin und muss mit Maarten S. Sneijder im Team arbeiten, was sie nicht gerade freut, da der Star-Profiler sehr schwierig ist. Weiters machen wir Bekanntschaft mit der 27-jährigen Blondine Hannah Norland, die als Psychologin ein Praktikum in der JVA Steinfels für macht und sehr großes Interesse an dem gleichaltrigen Patienten Piet van Loon hat.
 
Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder sind interessante, facettenreiche mit Ecken & Kanten, die immer wieder für eine Überraschung gut sind. Mittlerweile bin ich sogar mit dem exzentrischen Maarten S. Sneijder warm geworden, der gar nicht so unsympathisch ist, wie es anfangs den Anschein hatte. Auch der Neuzugang Hannah Norland ist eine reizvolle Persönlichkeit, deren Absichten manchmal ein wenig unklar erscheinen.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie BKA-Chef Dietrich Hess, seine Frau Diana, der pensionierte und querschnittgelähmte Profiler Rudolf Horowitz, der hochintelligente  JVA-Insasse Piet van Loon sowie diverse Verdächtige, Zeugen und Opfer sind ebenfalls trotz ihrer Vielzahl reizvolle Figuren und fügen sich wunderbar in die Handlung ein.
 
Romanidee: Interessante Grundidee, die wieder einmal vorragend umgesetzt wurde. In "Todesmärchen" sind zum einen Marten S. Sneijder und Sabine Nemez als Team einem perfiden Serienkiller auf der Spur, während die junge Psychologin Hannah Norland in einem Hochsicherheits-Gefängnis auf der Insel Ostheversand ihr Praktikum antritt und sich dort vor allem für den hochintelligenten Serienmörder Piet van Loon interessiert.
 
Erzählperspektiven: Die temporeichen Begebenheiten werden vorwiegend aus dem Blickwinkel von Sabine Nemez und Hannah Norland geschildert, zwischendurch auch von den anderen Charakteren (in der 3. Person). In Rückblenden erfahren wir, was 5 Jahre zuvor geschehen ist und verstehen dadurch die Zusammenhänge besser.

Handlung: Wie gewohnt, treibt Andreas Gruber auch in "Todesmärchen" die Spannung  durch raffiniert gelegte falsche Fährten, neue Enthüllungen & Turbulenzen unaufhörlich voran und legt dabei keine Atempause ein. Die blut- und leichenübersäte Story birgt keinerlei unnötige Passagen, wird niemals langweilig und lädt zur gefahrenvollen Mördersuche ein. Leider endet die Story mit einem fiesen Cliffhanger, weshalb ich auf einen weiteren Fall hoffe.
 
Schreibstil & Co:  Vervollständigt wird das Finale durch die emotionsgeladene, fesselnde Schreibweise des österreichischen Autors, die unterhaltsamen Dialoge sowie durch die die bildhaften Schilderungen, so dass man nur so durch die 544 Seiten rast.

FAZIT:
Mit "Todesmärchen" geht die Serie rund um Sabine Nemez & Maarten S. Sneijder leider in die letzte Runde und präsentiert hier Nervenkitzel und Hochspannung am laufenden Band, wie es sich für einen Thriller gehört. Ein weiteres Mal schickt uns Andreas Gruber mit dem ungleichen Ermittler-Duo auf Mördersuche und dabei erleben wir so manche blutige Überraschung. "Todesmärchen" garantiert thrilliges Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Seite und erhält deshalb von mir mitreißende 5 (von 5) Punkte .

Kommentare:

  1. Super, dann bleibt das Buch auf meiner Wunschliste :)
    LG Claudia

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  2. Schön, dass wir wieder einmal ganz derselben Meinung sind =)
    Liebe Grüße
    Martina

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Ich freue mich sehr über (ernstgemeinte) Kommentare zu meinen Posts. Immer heraus mit eurer Meinung...

Büchersüchtige Grüße,
Sabine