Mittwoch, 11. März 2015

[MINI-REZENSION] "Die Zucht" (Band 2)

Cover
Quelle: Rowohlt
Der Autor
Andreas Winkelmann, geboren im Dezember 1968 in Niedersachsen, ist verheiratet und hat eine Tochter. Er lebt mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldesrand nahe Bremen. Bei Wunderlich erschienen bisher seine sehr erfolgreichen Thriller «Wassermanns Zorn» und «Deathbook».

*Produktinformation*
Broschiert: 512 Seiten
Verlag: Wunderlich (30. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 380525038X
ISBN-13: 978-3805250382
Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 3,8 x 20,5 cm


Leseprobe
Quelle: rowohlt.de  *lies mich*




Alle, die diese Buchserie noch lesen möchten und den Vorgängerband nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
Nach dem Wassermann-Fall ist für Manuela Sperling nichts mehr wie vorher, weshalb die junge Polizistin um Versetzung ansucht und schließlich in einer abgeschiedenen Gegend landet. Ihr erster Fall führt den Neuzugang und ihren bärbeißigen Vorgesetzten Henry Conroy nach Hohberg, in ein kleines Dorf nahe der deutsch-tschechischen Grenze. Der 6-jährige Oleg Schwabe verschwindet spurlos, was eine Kindesentführung nahe legt. Zur selben Zeit fehlt auch von der  jungen Tierschützerin Rieke Schneider jede Spur, doch die Polizei nimmt die Vermisstenmeldung ihrer Freunde Ralf und Lea nicht ernst und so gehen die beiden Freunde selbst jedem Hinweis nach...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Da ich die (meisten) Bücher von Andreas Winkelmann liebe, musste ich natürlich nun auch seinen neusten Thriller lesen.

Reihe: 2. Band der Manuela Sperling-Reihe, knüpft an den Vorgänger "Wassermanns Zorn" an.

Handlungsdauer: Die Story, die sich in 6 Teile gliedert, dauert mehrere Tage.

Hauptpersonen: Die 26-jährige Manuela Sperling ist von Beruf Kommissarin und hat sich wegen des Ausgangs ihres letzten Falls in die Einöde -nach Gotenburg- versetzen lassen. das zierliche Persönchen ist voller Tatendrang, engagiert und vorlaut, was ihrem neuen Chef Henry Conroy nicht immer zusagt. Der 41-jährige  Kripo-Hauptkommissar ist attraktiv, eigentlich ein Einzelgänger und hat einen abenteuerlichen Fahrstil. Gemeinsam ermitteln die beiden Polizisten am Fall des kleinen Oleg... Manuela Sperling und Henry sind interessante, facettenreiche Protagonisten mit Potential.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Manuelas jüngerer Bruder Timmy, Timmys Mitbewohner Ralf und Lea, die nach ihrer verschwundenen Freundin Rieke suchen, diverse Kollegen und Vorgesetzte von Manuela Sperling und Henry Conroy sowie Tatverdächtige und Zeugen fügen sich trotz ihrer Vielzahl gut in die Handlung ein.

Romanidee: Interessante Grundidee mit gelungener Umsetzung.

Erzählperspektiven: Neben den Ermittlern Manuela Sperling und Henry Conroy schildern verschiedene Nebenfiguren die rasanten Geschehnisse aus ihrem jeweiligen Blickwinkel (in der 3. Person) und lassen uns dabei an ihren Gedanken & Gefühlen teilhaben, wobei ich nicht alle Handlungen und Taten ganz nachvollziehen konnte.

Handlung: "Die Zucht" wartet mit einer spannungsgeladenen Geschichte vollgepackt mit Wirrungen und falschen Fährten und mehreren Erzählperspektiven und miteinander verwebenden Handlungssträngen auf. Fast jedes Kapitel endet mit einem kleinen Cliffhanger und erhöht dadurch die Spannung, doch leider bremsen diverse langatmige Stellen und allzu ausgeschmückte Beschreibungen den Lesefluss ein wenig. Der 2. Band ist abgeschlossen, lässt einen allerdings mit ein paar offenen Fragen zurück und somit Raum für eine eventuelle Fortsetzung.

Schreibstil & Co:  Abgerundet wird der 2. Band rund um Manuela Sperling durch die fesselnde Schreibweise, die unterhaltsamen Dialoge und die Kapitel in angenehmer Länge. Da die Story mit Blut, Leichen und Gewalt durchzogen ist, kann ich diesen Thriller Menschen mit zarten Gemütern und einem schwachen Magen nicht empfehlen!

FAZIT:
Auch wenn "Die Zucht" nicht ganz an Thriller wie  "Deathbook" oder "Der Gesang des Blutes"  heranreicht, so hat mir das neueste Werk von Andreas Winkelmann besser als der Vorgänger "Wassermanns Zorn" gefallen. Trotz kleiner Mankos (viele Nebenfiguren, Erzähler & Handlungsstränge sowie einige Längen) hat mich "Die Zucht" im Hinblick auf den abwechslungsreichen und spannenden Plot, die vielversprechenden Charaktere und den mitreißenden Schreibstil wunderbar unterhalten und erhält deshalb packende (von 5) Punkte.

Kommentare:

  1. Ich habe gelesen, dass das Buch ein offenes Ende hat....stimmt das?
    LG Martina

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Ich freue mich sehr über (ernstgemeinte) Kommentare zu meinen Posts. Immer heraus mit eurer Meinung...

Büchersüchtige Grüße,
Sabine