Montag, 18. Mai 2015

[MINI-REZENSION] "Stimmen" (Band 3)

Cover
Quelle: Rowohlt
Die Autorin
Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren. Sie war als Journalistin für medizinische Zeitschriften tätig. Inzwischen widmet sie sich ganz dem Schreiben und lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

*Produktinformation*
Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Wunderlich (6. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3805250622 / ISBN-13: 978-3805250627
Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 3,8 x 21,1 cm

Leseprobe
Quelle:  Rowohlt.de  *lies mich*
  



Alle, die diese Serie noch lesen möchten und die Vorgängerbände nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!
 
Die Geschichte...
Ein neuer Fall führt Beatrice Kaspary und ihr Partner Florin Wenninger in das Psychiatrische Therapiezentrum des Klinikums Salzburg-Nord. Das Opfer ist der junge Arzt Max Schlager, der erstochen wurde und danach auf seiner Leiche verschiedene Dinge drapiert wurden. Doch wer könnte etwas gegen den beliebten Arzt haben? Beatrice Kaspary und Florin Wenninger stoßen bei den Befragungen der Patienten auf traumatisierte Menschen, die in ihrer eigenen Welt leben, manchmal sogar Stimmen hören und nach ihren eigenen Regeln spielen...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Nach "Fünf" und "Blinde Vögel" wollte ich wissen, wie es mit Beatrice und Florin weiter geht...
 
Reihe: 3. Band der Beatrice Kaspary-Reihe

 Handlungsschauplatz: Der Schauplatz wurde erneut in die wunderschöne österreichische Stadt Salzburg verlegt und wartet mit lebendigen Orts- und Schauplatzbeschreibungen auf.

Hauptpersonen: Beatrice Kaspary ist sehr ehrgeizig und verwendet bei ihrer Arbeit als Polizistin beim Landeskriminalamt Salzburg gern unkonventionelle Ermittlungsmethoden. Die 36-jährige Ermittlerin versucht ihr Leben als alleinerziehende Mutter von 2 Schulkindern in den Griff zu bekommen, wobei ihr ihr Ex-Mann Achim oft das Leben schwer macht. Der 34-jährige Florin Wenniger ist Beatrice gutaussehender Partner und zeigt Interesse an seiner Kollegin. Beatrice Kaspary und Florin Wenniger sind interessante und sympathische Protagonisten, die ich nach nunmehr 3 Bänden ins Herz geschlossen habe. Diesmal erfährt man auch einiges aus dem Privatleben der Ermittler

Nebenfiguren: Wir treffen auf alte Bekannte wie Beatrice Familie (ihre Kinder Mina und Jakob sind inzwischen 12 und 8 Jahre jung), einige Kollegen vom Landeskriminalamt sowie auf einige neue Charaktere, die sich trotz ihrer Vielzahl ansprechend in die Handlung einfügen.

Romanidee: Interessante Grundidee (der aktuelle Fall führt das Ermittler-Duo in eine Psychiatrische Anstalt) mit schwächelnder Umsetzung.

Erzählperspektiven: Neben Haupterzählerin Beatrice (in der 3. Person) schildert auch zwischendurch ein Patient seine wirren Gedanken. Dadurch fühlt, leidet und fiebert man mit der reizvollen Hauptperson schnell mit.

Handlung: "Stimmen" birgt eine abwechslungsreiche Geschichte, die uns in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt und mit geschickt gelegten falschen Fährten & Wirrungen versehen wurde. Der 3. Band ist abgeschlossen ist und lässt Platz für eine weitere Fortsetzung. Leider zieht sich die Story stellenweise extrem in die Länge, verliert mit zunehmender Seitenanzahl an Spannung und verzettelt sich in Nebensächlichkeiten, was ich persönlich nicht mag. Außerdem hat mir das Ende nicht ganz zugesagt, aber das ist wohl Geschmackssache.

Schreibstil & Co:  Abgerundet wird der 3. Band dieser Thriller-Reihe durch die mitreißende Schreibweise von Ursula Poznanski, unterhaltsame Dialoge und das reizvolle, manchmal etwas düstere Setting in der Psychiatrie.

FAZIT:
Mit "Stimmen" geht die Buchserie rund um das Ermittler-Duo Beatrice Kaspary und Florin Wenniger in die 3. Runde und reicht, ebenso wie der Vorgänger "Blinde Vögel" nicht an den Auftakt "Fünf" heran. Das liegt vor allem an der Vielzahl der Nebenfiguren, den enthaltenen Längen und der mangelnden Spannung. Für mich ist "Stimmen" der schwächste Band der Reihe und erhält deshalb mit viel Augenzudrücken und einem Sympathiebonus bescheidene 4 (von 5) Punkte.

 

Kommentare:

  1. Ich habe noch nicht mal den ersten gelesen, das sollte ich wohl bald einmal nachholen :-)
    Liebe Grüße
    Sabrina

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    1. Hallo Sabrina,

      das solltest du auf alle Fälle machen. "Fünf" hat mir am besten gefallen.

      Liebe Grüße
      Sabine

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Sabine