Mittwoch, 24. August 2016

[MINI-REZENSION] "Fünf am Meer"

Cover

Fünf am Meer
Quelle: Randomhouse
Die Autorin
Emma Sternberg, geboren 1979, hat schon fast überall gewohnt: in Hamburg, in Oberbayern, in Frankfurt, in Berlin. Wo es am schönsten ist? Natürlich immer da, wo sie noch nicht gewesen ist – das ist ja die Krux mit dem Leben.

Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453421639
ISBN-13: 978-3453421639
Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 3,7 x 18,9 cm
 
Leseprobe
Quelle: randomhouse.de  *lies mich*




Die Geschichte...
Als Linn eines Tages ein paar Stunden früher von der Arbeit im Reisebüro heimkommt, findet sie ihren Freund Martin und ihre Kollegin Katha in einer äußerst kompromittierenden Situation. Da die Wohnung und das Reisebüro Martins Eltern gehören, weiß Linn zunächst nicht, was sie tun soll. Doch dann erfährt Linn plötzlich, dass sie eine große Erbschaft gemacht, denn eine unbekannte Cousine ihrer Mutter ist gestorben und hat ihr alles hinterlassen. Die Erbschaft von Dorothy entpuppt sich als etwas heruntergekommenes Haus in den Hamptons und da sie sowieso nichts in Deutschland hält, fliegt Linn kurzerhand nach Amerika - und trifft dort auf die betagten Bewohner des Hauses, die mit  Granatapfel-Manhattans und die Storys über ihre Tante aufwarten...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Mag die Bücher von Emma Sternberg

Reihe: Nein, Einzelbuch
 
Handlungsschauplätze: Die Story spielt sich vorwiegend in den Hamptons, auf der Insel Long Island im US-Bundesstaat New York ab und beinhaltet bildhafte Orts- und Schauplatzbeschreibungen.

Handlungsdauer: Die Geschichte beginnt Anfang Juni und dauert mehrere Wochen.

Hauptperson: Linn Rosemeyer ist 33, wohnt mit ihrem Freund Martin in einer schönen Wohnung in München-Trudering und arbeitet im Reisebüro seiner Eltern, doch schon bald platzt ihr Traum von einer gemeinsamen Zukunft, denn Martin hat eine Affäre mit einer Kollegin. Da kommt eine unerwartete Erbschaft ganz recht und so macht sich Linn auf den Weg in die USA... 

Linn ist zwar eine sympathische Protagonistin, kommt aber manchmal für ihr Alter ein wenig blauäugig rüber, außerdem konnte ich nicht alle ihrer Handlungen nicht ganz nachvollziehen.

Nebenfiguren: Hier spielen die pensionierten Bewohner des Hauses ein den Hamptons (sind ehemalige Gäste der Pension "Sea Whisper Inn", die einfach geblieben sind, alle 5 Senioren sind verwitwet und haben nur sich selbst) eine große Rolle. Da wären zunächst die pummelige Italienerin Ornella, die warmherzige Patricia (die gute Seele des Hauses), die verkniffene und misstrauische Eleonore, der ehemalige Lehrer Maxwell, der gern die Flora erforscht und der Dichter Frederik, der im Badehaus wohnt.

Romanidee: Nette Idee mit ansprechender Umsetzung.

Erzählperspektiven: Ich-Erzählerin Linn schildert die Geschehnisse aus ihrer Sicht und lässt uns an ihrer Gefühls- und Gedankenwelt teilhaben.

Handlung: "Fünf am Meer" birgt eine kurzweilige, leicht vorhersehbare Geschichte mit einigen ausschweifenden Schilderungen und diversen Irrwegen, wobei ich mir etwas mehr Turbulenzen gewünscht hätte, denn in dieser Story ist mir alles ein wenig zu glatt gegangen.

Schreibstil & Co:  Komplettiert wird der Plot durch die ausdrucksstarke Schreibweise, eine angenehme Sprache und malerische Schauplatzbeschreibungen auf.


FAZIT:

"Fünf am Meer" sorgt dank der unterhaltsamen Story mit lebendigen Schilderungen, der liebenswerten Hauptperson Linn und des angenehmen Schreibstils für ein paar kurzweilige Lesestunden. Da der Roman einige Mankos enthält und mir auch das "gewisse Etwas" fehlt, bekommt "Fünf am Meer" von mir 4 (von 5) Punkte.

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Büchersüchtige Grüße,
Sabine