Dienstag, 21. Dezember 2010

[REZENSION] "Lilienblut"

Tolles Cover
Die Autorin
Elisabeth Herrmann, geboren 1959 in Marburg/Lahn, arbeitet als Journalistin und lebt mit ihrer Tochter in Berlin. Zum Schreiben kam sie erst über Umwege - und hatte dann sofort durchschlagenden Erfolg mit ihrem Thriller "Das Kindermädchen", der von der Jury der KimiWelt-Bestenliste als bester deutschsprachiger Krimi 2005 ausgezeichnet wurde und derzeit vom ZDF verfilmt wird. Seitdem macht Elisabeth Herrmann Furore mit ihren Thrillern und Romanen für Erwachsene. "Lilienblut" ist ihr erstes Jugendbuch.

Produktinformation
Link zu Amazon
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: cbt (8. März 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570160610 / ISBN-13: 978-3570160619
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 15 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 4,8 cm

Leseprobe
Quelle: buecher.de  *bitte hinunter scrollen*


Die Geschichte...
Es ist Sommer, als Sabrina Doberstein 16 wird. Als Geburtstagsgeschenk bekommt sie einen Weinberg, den ihre Mutter für 30 Jahre gepachtet hat und außerdem soll sie irgendwann die Wirtschaft übernehmen. Sabrina wohnt in Leutesdorf am Rhein und ist froh, dass sie an ihrem Geburtstag genug Zeit hat, um sich mit ihrer besten Freundin Amelie Bogner zu treffen. Amelie ist fast 18 und das Gegenteil von Sabrina. Während Sabrina eher schüchtern ist, fliegen Amelie fast alle (Männer-)Herzen zu.

Und so scheint es ihr auch mit dem attraktiven 19-jährigen Kilian zu gehen, der mit seinem Boot an einem Seitenarm des Rhein ("Toter Fluss" genannt) angelegt hat. Amelie ist von Kilian hin und weg und will eine Nacht mit dem geheimnisvollen Skipper verbringen. Doch am nächsten Tag wird Amelie erschlagen aufgefunden und von Kilian fehlt jede Spur... 

Meine Meinung:
Lange Zeit bin ich schon um "Lilienblut" herumgeschlichen und nun hatte ich doch tatsächlich in der Bücherei Glück. Ob und warum mir dieses Jugendbuch gefallen hat, erfährt ihr gleich...

"Lilienblut" ist grob in Jahreszeiten unterteilt, beginnt im Sommer und dauert bis zum nächsten Frühling. Die Geschichte beginnt mit dem Geburtstag von Sabrina. Die Winzertochter will eigentlich nicht so anstrengendes Leben wie ihre Mutter führen möchte, sondern mit ihrer Freundin Amelie die Welt bereisen. Doch dazu kommt es nicht mehr, denn Sabrina kriegt zum Geburtstag einen Weinberg geschenkt und als die beiden Mädchen in einem abgelegenen Naturschutzgebiet einen alten Frachter namens Desiree und den geheimnisvollen Kilian entdecken.

Amelie ist gleich hin und weg von Kilian und verbringt mit ihm die Nacht auf dem Schiff. Sabrina ist enttäuscht, da sie gern selbst Kilian näher kennengelernt hätte, aber soweit kommt es nicht mehr, denn am nächsten Tag ist er verschwunden und die Leiche ihrer Freundin wird im Rhein gefunden.

Für Sabrina bricht eine Welt zusammen und es tröstet sie ein wenig, dass sich der Winzersohn Lukas Kreutzfeldner und ihre Schulkollegin Beate sich mit ihr anfreunden. Doch als die Polizei keine Ergebnisse vorweisen kann, beginnt Sabrina auf eigene Faust zu ermitteln...

Protagonistin Sabrina wird sehr authentisch und lebensecht dargestellt. Als ihre beste Freundin stirbt und die Polizei keinen Täter fasst, ermittelt die zurückhaltende Sabrina selbst, obwohl dies ihre neuen Freunde Beate und Lukas überhaupt nicht gut heissen und versuchen, sie umzustimmen. Und auch die restlichen Charaktere, wie z.B. Sabrina´s Mutter, Sabrina´s neue Freunde Lukas und Beate sowie der geheimnisumwitterte Kilian sind sehr vielfältig ausgearbeitet und fügen sich wunderbar in das Geschehen ein.

Erzählt wird die spannende Geschichte aus der Sicht von Sabrina, was es einem leicht macht, sich mit der Hauptperson zu identifizieren und mitzufiebern. Auch das Gefühlschaos der Heranwachsenden mit all seinen Facetten (wie erste Liebe, Entscheidungen über sein zukünftiges Berufsleben, Hoffnungen, Ängste & Zweifel) wird uns näher gebracht. Obwohl Sabrina sich manchmal in gefährliche Situationen manövriert, kann man ihre Taten und Handlungen doch nachvollziehen.  

Als Handlungsschauplatz wurde ein idyllisches Winzerdorf am Rhein samt Umgebung gewählt. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr bildhaft, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann.

Der Schreibstil von Elisabeth Herrmann ist hier sehr fesselnd und anschaulich, ohne ins Klischeehafte oder Unglaubwürdige abzudriften. Die rasante Mördersuche wurde so mitreißend beschrieben, dass ich den 444 Seiten langen Schmöker innerhalb kürzerster Zeit durch hatte.

FAZIT:
Ein faszinierender Jugendthriller rund um große Gefühle und Wahrheitsfindung, das mit sympathischen Protagonisten sowie einem tollen Plot aufwartet und einen sofort in seinen Bann zieht. 5 (von 5) Punkte!


 

Kommentare:

  1. Das hört sich ja recht gut an. Vielleicht sollte ich mir das Buch doch mal zulegen, in den Händen hatte ich es schon öfter. Tolle Rezension, vielen Dank dafür :)

    AntwortenLöschen
  2. Hallo!

    Das Buch ist auch sehr gut und gefällt dir sicher. ;)
    Falls du dir nicht ganz sicher bist, kannst du bis April 2011 warten - da erscheint "Lilienblut" in der TB-Ausgabe um € 8,99 (lt. Amazon).

    Danke für dein Kompliment, das bedeutet mir von dir sehr viel (da du ja selbst immer so tolle Rezis schreibst :)).

    Liebe Grüße, Sabine

    AntwortenLöschen

Ich freue mich sehr über (ernstgemeinte) Kommentare zu meinen Posts. Immer heraus mit eurer Meinung...

Büchersüchtige Grüße,
Sabine