Donnerstag, 9. Dezember 2010

[REZENSION] "Schneewittchenfalle"


Die Autorin
Krystyna Kuhn, 1960 als siebtes von acht Kindern in Würzburg geboren, studierte Slawistik, Germanistik und Kunstgeschichte, zeitweise in Moskau und Krakau. Sie arbeitete als Redakteurin und Herausgeberin und schrieb EDV-Fachbücher, Gedichte und Kurzgeschichten.

Produktinformation
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Broschiert: 200 Seiten
Verlag: Arena Verlag; Auflage: 1. Aufl. (20. Januar 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401060856
ISBN-13: 978-3401060859
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 13 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 2,4 cm

Leseprobe
Quelle: buecher.de  *probelesen gefällig*


Die Geschichte...
Die 14-jährige Stella Norden ist ein ganz normaler Teenager, bis sie ein Unglück aus der Bahn wirft. Ihre Mutter und ihr kleiner Bruder Sven werden bei einem Autounfall getötet und nur Stella überlebt, kann sich aber an nichts mehr erinnern. Um noch ein Mal von vorne zu beginnen, ziehen Stella und ihr Vater auf eine kleine Nordseeinsel. Hilfe bekommen sie dabei von Pat, der besten Freundin ihrer Mutter. Stella lebt sich langsam auf der Insel ein und damit kehren auch die Erinnerungen schleppend zurück - doch bald kann das Mädchen nicht mehr Realität und Fiktion unterscheiden...

Meine Meinung:
Seit der Tal-Reihe bin ich ein großer Fan von Krystyna Kuhn und nun habe ich mich an einen ihrer Jugendthriller aus dem Arena-Verlag herangewagt. Cover und Titel sind passend und ansprechend. ;)

Stella wird als tapferes junges Mädchen geschildert, die ihre halbe Familie verloren hat und sich an nichts mehr erinnern kann - weder an den Unfallhergang, noch an ihre geliebten Gitarrengriffe. In der Schule wird sie bemitleidet und findet bei Antje, einem Gothic-Mädchen und Robin, dem heißbegehrten Bandgitarristen Anschluß. Mit der Zeit kommen Erinnerungsfetzen zurück, die Stella aber nicht wirklich einordnen kann. Wird sie ihr Gedächtnis wieder zurückerlangen und die Puzzleteile richtig zusammensetzen?

Alle Charaktere wurden annehmbar ausgearbeitet (auch wenn mir teilweise ein paar Facetten fehlen) und fügen sich gut in das Geschehen ein. Nebenfiguren gibt es zwar auch etliche, diese lassen sich aber leicht zuordnen und machen den Inhalt erst richtig interessant.

Der Plot ist sicherlich nicht neu, wurde aber dennoch unterhaltsam umgesetzt. Geschildert werden die Geschehnisse aus der Sicht von Stella. Als versierte Krimi- und Thrillerleserin hatte ich den Handlungsverlauf und das Motiv zwar bald erraten, aber für Jugendliche ist dieser Thriller sicher reizvoll & spannungsgeladen.

In der Handlung ist neben Spannung und Humor auch noch ein klein wenig Romantik enthalten, was die Geschichte abwechslungsreich macht und schnell lesen lässt. Die Landschaftsbeschreibungen der Insel fügen sich harmonisch in´s Gesamtbild ein.

Krystyna Kuhn´s Schreibstil ist durchwegs flüssig, kurzweilig und der Zielgruppe angepasst. An die Tal-Reihe kommt dieser Arena-Thriller zwar nicht heran, aber das Lesen hat trotzdem Spaß gemacht.

FAZIT:
Ein Jugendthriller mit einigen Schwächen, der von mir 4 (von 5) Punkte verliehen bekommt.



Kommentare:

  1. Hallo Sabine,

    Das Buch habe ich auch auf meinem Wunschzeittel plaziert, gleich nachdem ich den ersten Teil "Das Tal" gelesen hatte. Ich bin gespannt, wie mir die Geschichte gefallen wird.
    Deine Beurteilung finde ich sehr hilfreich und schön beschrieben!

    liebe Grüsse, mirjam

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  2. Hallo mirjam & Dankeschön!

    Freut mich, dass ich bei der Entscheidung helfen konnte. Dafür sind die Rezis ja da. ;)

    Viele liebe Grüße, Sabine

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Ich freue mich sehr über (ernstgemeinte) Kommentare zu meinen Posts. Immer heraus mit eurer Meinung...

Büchersüchtige Grüße,
Sabine