Dienstag, 5. November 2013

[MINI-REZENSION] "Teufelsbande" (Band 14)

Cover
Quelle: Droemer-Knaur
Der Autor
Andreas Franz’ große Leidenschaft war von jeher das Schreiben. Bereits mit seinem ersten Erfolgsroman JUNG, BLOND, TOT gelang es ihm, unzählige Krimileser in seinen Bann zu ziehen. Seitdem folgte Bestseller auf Bestseller, die ihn zu Deutschlands erfolgreichstem Krimiautor machten. Andreas Franz starb im März 2011. Nach dem frühen Tod von Andreas Franz erhielt der begeistere Krimileser und Franz-Fan Daniel Holbe die Chance das Erbe des großen Kriminalisten anzutreten. Mit viel Gespür, mit genauer Ortskenntnis und mit großem Erfolg. TODESMELODIE und TÖDLICHER ABSTURZ wurden auf Anhieb Bestseller. Denn Daniel Holbe trifft genau den Franz-Sound und versteht es doch den Figuren seine eigene, persönliche Note zu geben. In TEUFELSBANDE treffen die legendären Ermittler Julia Durant und Peter Brandt nach Jahren wieder aufeinander.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Knaur TB (2. September 2013) / Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426513579 / ISBN-13: 978-3426513576
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,6 x 3 cm


Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*



Alle, die diese Serie noch lesen möchten und die Vorgängerbände nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
An einem Sonntagmorgen treffen sich die Frankfurter Kriminalhauptkommissarin Julia Durant und ihr Offenbacher Kollege Peter Brandt an einem Tatort. Auf der Kaiserleibrücke wird ein ausgebranntes Motorrad mit einem darauf angeketteten und verbrannten Mann gefunden. Die Spur führt zu einer berüchtigten Biker-Gang, doch die Mitglieder schweigen beharrlich. Ist der Tote Opfer eines Bandenkrieges geworden?

Meine kurze Meinung:

Kauf-/Lesegrund: Bin seit langem ein großer Fan dieser Krimireihe.

Reihe: 14. Band der Julia Durant-Reihe, beginnt ca. 9 Monate nach Ende des Vorgängerbands "Tödlicher Absturz" an.

Handlungsschauplatz: Frankfurt am Main & Offenbach am Main, reichlich Lokalkolorit vorhanden

Handlungsdauer: Nach dem Prolog beginnt die Story am Samstag, 22. September 2012, dauert bis darauffolgenden Freitag, um mit dem Epilog im November 2013 (Julia Durants 50. Geburtstag) zu enden.

Hauptpersonen: Julia Durant, 49, Singlefrau mit ungesundem Lebenswandel (zu viel Salamibrote, zu wenig Schlaf). Die Frankfurter Kriminalhauptkommissarin ermittelt seit 18 Jahren gemeinsam mit ihrem Partner Frank Helmer (der hat mit dem Rauchen aufgehört und ist noch immer mit seiner reichen Frau Nadine verheiratet) für die Frankfurter Mordkommission. Und auch der abgeklärte Offenbacher Kriminalhauptkommissar Peter Brandt ist diesmal mit von der Partie. Der Vater zweier erwachsener, studierender Töchter ist mit der attraktiven, ehrgeizigen Staatsanwältin Elvira Klein liiert. Während ich die Entwicklung der Hauptpersonen in Band 13 nicht mochte (Julia war launisch und zickig, Frank recht farblos), sind die Protagonisten hier wieder lebendiger und interessanter gestaltet - zum Glück. Toll finde ich auch die Zusammenarbeit von Julia Durant und Peter Brandt.

Nebenfiguren: Alte Bekannte wie KK11-Chef Berger, Durants Kollegen Peter Kullmer, Doris Seidel, Sabine Kaufmann und Rechtsmedizinerin Andrea Sievers fügen sich gut in die Handlung ein. Allerdings finden hier sehr viele Nebencharaktere Verwendung, was mir nicht so gut gefällt.

Romanidee: Die Ermittlungen führen ins Biker-Milieu, außerdem ermitteln Julia Durant und Peter Brandt wieder (nach Band 10 "Todeskreuz") gemeinsam. Diese Romanidee könnte gut von Andreas Franz stammen.

Erzählperspektiven: Neben Haupterzählerin Julia Durant schildern auch andere Figuren die ereignisreichen Begebenheiten aus ihrer jeweiligen Warte (in der 3. Person). Die Hauptperson lässt uns auch an ihren Gefühlen und Gedanken teilhaben, denn der nahende 50. Geburtstag macht ihr, ebenso wie der grausame Mord, zu schaffen.

Handlung: Mittelmäßige Story mit einigen Irrwegen & falschen Fährten, unzähligen Handlungssträngen und Erzählperspektiven sowie mit etlichen Längen und allzu detaillierten Schilderungen garniert. Ein weiteres Mal erinnert mich dieser Krimi an einen schlecht gemachten Fernsehkrimi, denn das Ermittlerteam tritt (wie bereits im Vorgänger) häufig auf der Stelle und die Spannung lässt deshalb oft zu wünschen übrig. Während sich die Handlung in die Länge zieht, wird das Ende schnell und lieblos abgehandelt. :( 

Schreibstil:  Die Schreibweise von Daniel Holbe nähert sich in "Teufelsbande" dem Original an und wäre da nicht die mangelnde Umsetzung, hätte der aktuelle Julia Durant-Krimi sicherlich besser abgeschnitten.

FAZIT:
Leider konnte mich "Teufelsbande" nicht überzeugen, obwohl der neuste Durant-Band trotz aller Schwächen ein unterhaltsamer Krimi ist, der mit einer interessanten Protagonistin und einer ausdrucksstarken Schreibweise punktet. Der 14. Band, in dem Julia Durant gemeinsam mit dem Offenbacher Kommissar Peter Brandt ermittelt, erhält von mir deshalb 3 (von 5) Punkte
 

Kommentare:

  1. Liebe Sabine,

    hab deine Rezension jetzt auch gelesen und kann alle von dir angesprochenen Punkte nachvollziehen. Mich haben sie nicht so gestört, aber das sieht jeder anders. Und das ist auch gut so. :-) Wobei ich eigentlich auch kein Fan von unnötigen Längen und zu ausufernden und detaillierten Schilderungen bin.
    Dennoch hast du einen sehr guten Buchgeschmack und ich muss hier mal wieder ausführlich stöbern. Ich seh jetzt schon schwarz für die Wunschliste.

    Liebe Grüße
    Petzi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke, liebe Petzi. Es ist ja auch gut so, dass man nicht alles gleich gut/schlecht findet, sonst wär das Leben ein wenig langweilig.

      Freut mich, dass dir meine gelesenen Bücher gefallen - da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Aber ich kann dich verstehen: die Buchtipps anderer Blogger sind schuld daran, dass meine WL immer länger wird.

      Liebe Grüße
      Sabine

      Löschen

Ich freue mich sehr über (ernstgemeinte) Kommentare zu meinen Posts. Immer heraus mit eurer Meinung...

Büchersüchtige Grüße,
Sabine