Freitag, 18. Oktober 2013

[MINI-REZENSION] "Wunder"

Cover

Quelle: Hanser
Die Autorin
Raquel J. Palacio lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in New York. Zwanzig Jahre lang gestaltete sie als Art Director die Cover für die Bücher anderer Leute und wartete auf den richtigen Moment, ihr eigenes Buch zu schreiben. Dann traf sie eines Tages vor einem Eisladen ein ganz besonderes Mädchen, und der Moment war gekommen. Wunder ist ihr erster Roman.

*Produktinformation*
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 10 (28. Januar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3446241752 / ISBN-13: 978-3446241756
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
Originaltitel: 
Wonder
Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,2 x 3,6 cm

Leseprobe
Quelle: hanser.de  *lies mich*
 


 
Die Geschichte...
Eigentlich wünscht sich August nur, ein ganz normaler Junge zu sein, doch wegen mehrerer Gen-Defekte hat der 10-jährige seit seiner Geburt unzählige Operationen über sich ergehen lassen müssen und sein Gesicht sieht wie ein "Schlachtfeld" aus (wie seine Schwester Via findet). Nun sind die Operationen abgeschlossen und August soll in die 5. Klasse der Privatschule "Breeper Beach" kommen. Doch der Schulalltag ist für August alles andere als einfach, denn mit seinem ungewöhnlichen Gesicht fällt er überall auf und die anderen Kinder geben ihm oft nicht mal die Chance, ihn näher kennenzulernen...

Meine kurze Meinung:
Kauf-/Lesegrund: Dieses Buch wollte ich schon lange lesen und dann ist es mir in der Bücherei über den Weg gelaufen.

Reihe: Einzelbuch

Handlungsdauer: Die Geschichte umspannt das gesamte 5. Schuljahr von August.

Hauptpersonen: August Pullman, 10 Jahre jung, lebt mit seinen Eltern und seiner älteren Schwester Via in New York. August wurde seit seiner Geburt 27 Mal im Gesicht operiert, weshalb er immer wieder angestarrt wird, obwohl er eigentlich ganz normal behandelt werden möchte. Und nun soll er in die 5. Klasse einer Privatschule gehen und muss sich mit dem Schulalltag mit all seinen Höhen und Tiefen stellen... August ist so altklug und liebenswert, dass man sein Äußeres einfach vergisst und ihn einfach ins Herz schließen muss.

Nebenfiguren: Auch die Nebencharaktere wie Augusts Familie und seine Schulkollegen sind interessante Persönlichkeiten.

Romanidee: Faszinierende Grundidee, die hervorragend umgesetzt wurde und zum Nachdenken anregt.

Erzählperspektiven: Neben Haupterzähler August schildern auch andere Figuren wie z.B. Augusts 14-jährige Schwester Via, seine Mitschüler Summer und Jack sowie Vias Freund Justin die bewegenden Geschehnisse aus ihrem jeweiligen Blickwinkel (alle in der Ich-Form).

Handlung: Sehr berührende Geschichte mit verschiedenen Handlungssträngen und Erzählperspektiven, ungeahnten Wendungen und Überraschungen. "Wunder" hat bei mir verschiedene Emotionen hervorgerufen - von Zorn (weil der liebenswerte August von seiner Umwelt so schlecht behandelt wird) bis Bewunderung (dass ein kleiner Junge sein Leben mit dieser "Behinderung" so wunderbar meistert) war alles dabei. Oft hatte ich beim Lesen von "Wunder" einen Kloss im Hals und Tränen in Augen - und gegen Ende habe ich dann nur mehr geheult...

Schreibstil & Co:  flüssige & emotionsgeladene Schreibweise, der jugendlichen Zielgruppe angepasste Sprache und kurze Kapitel
 
FAZIT:
"Wunder" ist eine ergreifende Geschichte, die die Geschichte von August erzählt, der wegen mehreren Gen-Defekten nicht der Norm entspricht und seinen Platz in der neuen Schule bzw. im Leben behauptet. Für mich stellt dieser Roman mit der außergewöhnlichen Hauptperson etwas Besonderes dar, weshalb ich nur 5 (von 5) Punkte vergeben kann.
 
 

Donnerstag, 17. Oktober 2013

TTT - Top Ten Thursday #135


Allwöchentlich, jeden Donnerstag, werden bei Alice im Bücherland im Rahmen von "Top Ten Thursday" interessante Buchfragen gestellt bzw. Themen vorgegeben, die dann von den Teilnehmern des TTT beantwortet werden.
 
 
 
Diese Woche lautet das Thema:  "10 Bücher, die von Büchern / Schriftstellern handeln"
 
 
Gar nicht so einfach, aber ich habe es irgendwie geschafft...

01. "Arthur und der Botschafter der Schatten" - Gerd Ruebenstrunk
02. "Der Schatten des Windes" - Carlos Ruiz Zafon
03. "Goldprinz" - Claudia Toman
04. "Ich schreib dir morgen wieder" - Cecelia Ahern
05. "Mein Herz zwischen den Zeilen" - Jodi Picoult
06. "Odessa und die geheime Welt der Bücher" - Peter van Olmen
07. "Prinzessin oder Erbse?" - Jana Voosen
08. "Sie" - Stephen King
09. "Stigma" - Michael Hübner
10. "White Devil: Tödliche Liste" - Paul Johnston 


Welche Bücher haben es bei euch auf die heutige Liste geschafft?
Gibt es Gemeinsamkeiten?
 

Mittwoch, 16. Oktober 2013

[Challenge - Wir lesen dicke Dinger] 1. Monat - Lesefortschritt





Die Wir lesen dicke Dinger-Challenge wurde von Michas Bücherträume ins Leben gerufen und dient dem Zweck, in der Zeit von 15.09.2013 - 15.12.2013 Wälzer mit mehr als 400 Seiten zu lesen & zu rezensieren. Außerdem erhält jedes gelesene und rezensierte Buch Punkte (400 Seiten = 1 Punkt, 450 Seiten = 2 Punkte, 500 Seiten = 3 Punkte usw.).




Meine gelesenen Bücher von 15.09.-15.10.2013:
01. TOTENBLICK - Markus Heitz (528 S.-3 Pkt.) / *Rezension*
02. OKSA POLLOCK - DIE ENTSCHWUNDENEN - Anne Plichota (459 S.-2 Pkt.) / *Rezension*
03. VERGISS DEN SOMMER NICHT - Morgan Matson (480 S.-2 Pkt.) / *Rezension*
04. MORBUS DEI: IM ZEICHEN DES ARIES - Bastian Zach/Matthias Bauer (400 S.- 1 Pkt.) / *Rezension*
05. DIE VERRATENEN - Ursula Poznanski (480 S.-2 Pkt.) / *Rezension*
06. FROSTGLUT: MYTHOS ACADEMY 4 - Jennifer Estep (432 S.-1 Pkt.) / *Rezension folgt*
07. STARTERS - Lisa Price (400 S.-1 Pkt.) / *Rezension*
08. SCHWESTERLEIN, KOMM STIRB MIT MIR  - Karen Sander (400 S.-1 Pkt.) / *Rezension folgt*
 
Bisher gelesen: 8 Bücher & 3.579 gelesene Seiten
(528+459+480+400+480+432+400+400)

Bisher rezensiert: 6 Bücher & 11 Punkte
(3+2+2+1+2)
 
Die ganzen Regeln findet ihr *hier*.

Dienstag, 15. Oktober 2013

[MINI-REZENSION] "Starters" (Band 1)

Cover
 Quelle: Piper
Die Autorin
Lissa Price ist Drehbuchautorin und lebt nach mehreren Aufenthalten in Japan und Indien heute in Kalifornien. Ihr Roman »Starters« ist das höchstgehandelte Debüt der letzten Jahre.

*Produktinformation*
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: ivi (12. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492702635
ISBN-13: 978-3492702638
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: 
Starters
Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,6 x 4,8 cm

Leseprobe
Quelle: piper.de  *lies mich*
  

 
 
Die Geschichte...
Seit ein Virus alle Menschen zwischen 20 und 60 Jahren dahingerafft hat, gibt es nur mehr sehr junge (Starters) und sehr alte (Enders) Menschen. Die 16-jährige Callie und ihr 7-jähriger Bruder Tyler sind seitdem, wie viele andere Jugendliche, Waisen und kämpfen ums Überleben. Um ihrem kranken Bruder Tyler ein sorgenfreies Leben zu garantieren, nimmt Callie einen Job bei der Body Bank "Prime Destinations" an, wo Enders gegen viel Geld den jungen Körper von Starters für eine gewisse Zeit gegen viel Geld mieten können. Die ersten beiden Aufträge verlaufen für Callie reibungslos, doch beim 3. Auftrag geht etwas schief und der hübsche Teenager wacht in einem in unbekannten Leben voller Luxus auf...

Meine kurze Meinung:

Kauf-/Lesegrund: Der Klappentext hat mich sehr angesprochen.
 
Reihe: 1. Band der Starters-Enders-Reihe (Zweiteiler mit Bonusgeschichten)

Handlungsschauplatz: Los Angeles in der Zukunft, eine genaue Jahresangabe fehlt hier. Die Welt der Starters und Enders wird anschaulich beschrieben und durch die bildhaften Schilderungen kann man sich alles wunderbar vorstellen.

Handlungsdauer: Die Story beginnt im November und dauert mehrere Wochen.

Hauptpersonen: Callie Woodland, 16, hat ihre Eltern durch eine Seuche verloren und lebt mit ihrem kleinen Bruder Tyler auf der Straße (7) auf der Straße bzw. in abbruchreifen Bürogebäuden. Da Tyler sehr krank ist und medizinische Hilfe benötigt, vermietet das hübsche Mädchen ihren Körper gegen Geld. Callie wird als reizvolle, toughe Protagonist geschildert, die einiges durchmacht.

Nebenfiguren: Callies Bruder Tyler, ihr Mitbewohner Michael, der attraktive Blake sowie diverse Spender und Mieter sind interessante Persönlichkeiten, die sich ansprechend in die Handlung einfügen.

Romanidee: Faszinierende Grundidee, die Science-Fiction-Elemente beinhaltet und hervorragend umgesetzt wurde.

Erzählperspektiven: Ich-Erzählerin Callie schildert die temporeichen Geschehnisse aus ihrem Blickwinkel und gewährt dabei einen tiefen Einblick in ihre Gedanken & Gefühle. Man schließt die sympathische Protagonisten schnell ins Herz, fühlt, fiebert & leidet mit.

Handlung: Spannende & abwechslungsreiche Geschichte mit vielen Irrwegen und geschickt gelegte falschen Fährten. Die Geschichte ist abgeschlossen und lässt Raum für den 2. Band.

Schreibstil & Co:  Die fesselnde & emotionsgeladene Schreibweise von Lissa Price, die angenehme Sprache und lebendigen Beschreibungen runden die Geschichte ab.
 
FAZIT:
"Starters" hat mich vollends überzeugt und bietet dem Leser einen originellen Plot voller Überraschungen, eine reizvolle Hauptperson und einen mitreißenden Schreibstil. Da ich an diesem Dystopie-Auftakt, der mich in eine vollkommen fremde Welt entführt hat, nichts auszusetzen habe, erhält "Starters" ganze 5 (von 5) Punkte.

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Montag, 14. Oktober 2013

[REZENSION] "Morbus Dei: Im Zeichen des Aries" (Band 3)

Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich sehr herzlich beim Haymon Verlag und den netten Autoren.


Quelle: Haymon
Die Autoren
Bastian Zach, geboren 1973 in Leoben. Grafik-Designer, seit 2007 Schnitt- & Synchronregisseur. Matthias Bauer, geboren 1973 in Lienz. Studium der Geschichte und Volkskunde, Tätigkeiten im Verlags- und Ausstellungsbereich sowie in der Erwachsenenbildung. Gemeinsam schreiben Bastian Zach und Matthias Bauer Drehbücher und Romane.

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 1 (8. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3852189519
ISBN-13: 978-3852189512
Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,4 x 3,2 cm

Leseprobe
Quelle:  libreka.de *lies mich*

 
Alle, die diese Trilogie noch lesen möchten und die Vorgängerbände nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
Österreich im Jahre 1704: Elisabeth wurde von General Gamelin, einem Sondergesandten der französischen Armee, gefangen genommen und weggebracht, um in Turin sein finsteres Vorhaben in die Tat umzusetzen. Unterdessen hat sich Johann List (gemeinsam mit dem Preußen und einigen Freunden) auf den Weg gemacht, um seine geliebte Elisabeth aus den Fängen des Franzosen zu befreien und die Ausgestoßenen in Tyrol vor einem Unglück zu bewahren, das ihnen in Form eines geistlichen Abgeordneten aus Rom droht, weshalb sich bald die Wege der Gefährten trennen. Johann und Leutnant Wolf begeben sich nach Turin, während sich der Preuße und seine Kameraden auf den Weg in die Tyroler Berge machen...

Meine Meinung:
Auch wenn ich eigentlich gar keine historischen Romane lese, hat die Morbus Dei-Trilogie etwas an sich, das mich diese "Abneigung" vergessen lässt, weshalb ich natürlich wissen wollte, wie die Morbus Dei-Trilogie endet. "Im Zeichen des Aries" knüpft an seinen Vorgänger "Inferno" nahtlos an, führt uns von Wien nach Turin bzw. nach Tyrol und wartet ein weiteres Mal mit überaus lebendigen Handlungsschauplätze auf, die mein Kopfkino  zum Laufen bringen.  Die Handlungsdauer umfasst ein paar Wochen im Jahre 1704, nach dem Prolog gliedert sich die Geschichte in 3 namens Persecutio, Morbus und Aries.
 
Die junge Elisabeth Karrer wurde von dem grausamen Maréchal Gamelin verschleppt, der mit der mit der Kranken seine eigenen Pläne hat, die schreckliche Auswirkungen für das gesamte Reich haben könnte. Inzwischen weiß Elisabeth auch, dass sie ein Kind erwartet und so drehen sich ihre Gedanken ständig um Johann und ihr ungeborenes Kind sowie um ihre Krankheit, die immer schlimmer wird und eine Flucht schier unmöglich macht. Gleichzeitig schmiedet der ehemalige Soldat und Deserteur Johann List Pläne, wie er seine geliebte Elisabeth retten kann und wird dabei von seinem Freund, dem "Preußen" Heinz Wilhelm Kramer tatkräftig unterstützt. Unerwartete Hilfe bekommen sie von Leutnant Wolf, der vom Wiener Bürgermeister den Auftrag erhalten hat, Gamelin zu stoppen.

Die Hauptpersonen Johann und Elisabeth sind facettenreiche, authentisch wirkende Persönlichkeiten, die mit vielen Ecken & Kanten versehen wurden und durchwegs glaubwürdig agieren. Ganz toll finde ich, dass Elisabeth eine starke Frau ist, die ihre eigene Meinung hat und diese auch vertritt, was zu Beginn des 18. Jahrhunderts sicher nicht üblich war. Auch die Nebencharaktere, wie z.B. Johanns Freund "der Preuße" Heinz Wilhelm Kramer, Leutnant Georg Maria Wolf, Jesuitenpater Konstantin von Freising sowie ihre Widersacher Francois Antoine Gamelin und der Vatikan-Abgesandte Antonio Sovino wurden reizvoll gestaltet und fügen sich wunderbar in die Handlung ein.

Abwechselnd berichten Elisabeth und Johann die packenden Begebenheiten aus ihrer Sicht, zwischendurch schildern einige Nebencharaktere wie General Gamelin, Wiens Bürgermeister Jakob Tesper und Leutnant Wolf (alle in der 3. Person) die Geschehnisse aus ihrem jeweiligen Blickwinkel. Man fühlt sich sofort nach Österreich bzw. in das Jahr 1704 zurückversetzt, fühlt, leidet & fiebert mit dem sympathischen Paar Johann & Elisabeth mit.
 
"Im Zeichen des Aries" garantiert Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, denn kaum hat man diesen historischen Thriller aufgeschlagen, wird man förmlich in die Geschichte hineingezogen und von der temporeichen Story, die ganz ohne Längen oder unnötige Passagen auskommt,  gefangen genommen. Hier kommen Fans von Spannung und Blutvergießen in historischen Romanen voll auf ihre Kosten! Das Finale von "Morbus Dei" beinhaltet neben verschiedenen Erzählperspektiven ebenso viele, miteinander verwebende Handlungsstränge, die am Ende ein schlüssiges Bild ergeben.
 
Die Atmosphäre ist durchwegs düster, obwohl es leider nicht ganz an die gruselige, unheimliche Grundstimmung des 1. Bandes heranreicht. Mit einer originellen Romanidee samt exzellenter Umsetzung ausgestattet, präsentiert dieser Trilogie-Abschluss eine wirklich gelungene Mischung aus historischem Thriller und Mystery-Elementen, die mit vielen unterschiedlichen Emotionen durchzogen ist.
 
"Im Zeichen des Aries" wurde mit raffiniert gelegten falschen Fährten und Überraschungen versehen, die in ein atemberaubendes Finale gipfeln, das mich zufrieden zurückgelassen hat. Dank der fesselnden, ausdrucksstarken Schreibweise des sympathischen Autorenduos Matthias Bauer & Bastian Zach, der zeitgemäßen Sprache und der lebendigen Schilderungen fliegt man förmlich durch die 400 Seiten und kann kaum den Ausgang der Geschichte erwarten. Diese Trilogie könnte ich mir auch gut als Verfilmung vorstellen.
 
FAZIT:
"Morbus Dei: Im Zeichen des Aries" hat es geschafft, mich zu begeistern und verspricht dank des großartigen ausgearbeiteten Plots mit überraschenden Wendungen, der reizvollen Protagonisten sowie der mitreißenden Schreibweise von Bastian Zach und Matthias Bauer spannendes Lesevergnügen vom Anfang bis Ende. Ich liebe die Morbus Dei-Trilogie (weshalb die Rezension auch so lang geworden ist) und bin ein wenig traurig, dass die Abenteuer rund um Elisabeth und Johann nun zu Ende sind. Zu kritisieren gibt es von meiner Seite nichts, weshalb ich nur beindruckende 5 (von 5) Punkte vergeben kann.
 
 
 

Sonntag, 13. Oktober 2013

[PROJEKT] 52 Bücher 2013/2014 - 35. Woche (07.10.-13.10.2013)


Wie ihr sicher wisst, nimmt Frau Büchersüchtig gern an Challenges, Themenlesen und anderen Buchprojekten teil. Und wie es der Zufall will, ist mein büchersüchtiges Ich auf ein interessantes Projekt namens 52 Bücher 2013/2014 gestoßen.

Auf Monstermeute & Zeuchs wird jede Woche zu einem bestimmten Motto ein passendes Buch vorgestellt. Ziel ist es, neue Bücher kennenzulernen (ich sehe schwarz für meine Wunschliste und meinen SuB). Ab 20. Januar 2013 wird wöchentlich eine Aufgabe vorgegeben, die dann per Blogpost zu erfüllen ist.

Alle Infos dazu findet ihr *hier* .


Das Thema der 35. Woche lautet: Mein ältestes Buch

Diese Frage stürzt mich in einen Denkprozess, denn ich kann nicht auf Anhieb sagen, welches Buch das Älteste in meinem Besitz ist. Gleich vorweg: Antiquarische Werke finden sich bei mir nicht, ich bin kein Fan von uralten (oft auch vergilbten und muffelnden) Büchern... ;-)


Quelle

Nach langem Suchen ist mir mein Lieblings-Kinderbuch (bis zur Einschulung) in die Hände gefallen, das ich unzählige Male vorgelesen bekommen und auch selbst gelesen habe.

Die Rede ist von Mira Lobes  "Das 5. Entlein", meine Ausgabe stammt übrigens aus dem Jahr 1965 und ist somit das älteste Buch im Hause Büchersüchtig.  
 




 

Die 35. Wochen-Aufgabe ist somit gelöst - ich freu mich schon auf die kommende Woche...
 
 

Samstag, 12. Oktober 2013

[MINI-REZENSION] "Die Verratenen" (Band 1)

Cover
Quelle: Loewe Verlag
Die Autorin
Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

*Produktinformation*
Gebundene Ausgabe: 460 Seiten
Verlag: Loewe Verlag (9. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785575467 / ISBN-13: 978-3785575468
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,4 x 4,6 cm


Leseprobe
Quelle: loewe-verlag.de  *lies mich*

 

Die Geschichte...
Deutschland in ferner Zukunft: Ria ist eine begabte Studentin der Borwin-Akadamie und Hoffnungsträgerin auf eine Stelle als Sprecherin des Präsidenten. Zufällig hört sie ein Gespräch mit an, in dem von der Eliminierung von sechs Studenten (sie selbst und fünf andere Schüler der Akademie) gesprochen wird, die etwas mit einer Verschwörung und "Jordans Chronik" zu tun haben sollen. Ria traut sich niemanden einzuweihen, bis genau diese sechs Studenten eine Einladung des amtierenden Präsidenten erhalten und die geschützte Sphäre Neu-Berlin verlassen müssen. Und auf der Fahrt zum Präsidenten werden sie von den Wachen, den Sentinel, angegriffen und können dank Rias schneller Reaktion aus der Magnetbahn fliehen. Doch die Außenwelt ist für die behüteten Sphärenbewohner sehr gefährlich, was sie bald am eigenen Leib zu spüren bekommen, als sie von Wölfen angefallen und kurz darauf von Clanmitgliedern der Dornen entführt werden. Außerdem stellt sich Ria ständig die Frage, wem sie trauen kann, denn sie bekommt über ihren Salvator (ein medizinisches Überwachungsgerät, das jeder Sphärenbewohner trägt) von einem unbekannten Absender Nachrichten zugeschickt, in denen sie gewarnt wird...

Meine Meinung in Kurzform:

Kauf-/Lesegrund: Als Fan von Ursula Poznanskis Büchern musste ich auch unbedingt "Die Verratenen" lesen.
 
Reihe: 1. Band der Eliria-Trilogie

Handlungsschauplatz: In "Die Verratenen" leben die privilegierten Menschen, die künstlich gezeugt und von den Oberen als Führungskräfte erzogen werden, in Sphären (in kuppelförmigen, hochtechnisierten Komplexen, in denen die Bewohner überwacht und von der Außenwelt beschützt werden), alle anderen Menschen leben außerhalb der Sphären, wo es keine Sicherheit, sondern nur Schnee, wenig Sonnenlicht, wenig Essen und wilde Tiere gibt. Die Prims (die primitiven Bewohner der Außenwelt, wo die Kinder von ihren Eltern erzogen werden) unterteilen sich in verschiedene Clans, wo Überfälle und Kämpfe an der Tagesordnung sind. Für meinen Geschmack wirkt diese Welt sehr trostlos und ich würde dort nicht leben wollen.

Handlungsdauer: Eine genaue Jahreszahl wird hier nicht angegeben, aber ich könnte mir vorstellen, dass sich die Handlung Ende des 22. Jahrhunderts abspielt.

Hauptperson: Ria (heißt eigentlich Eliria), 18, lebt in der Sphäre Neu-Berlin und besucht die Borwin-Akademie. Eliria ist die Nr. 7 (die Studenten werden nach Begabung, Intelligenz und Ehrgeiz mittels Nummern bewertet) im Sphärenbund (einer elitären Gemeinschaft) und ihr steht eine große Zukunft bevor, denn Rias Talent ist, in Gesichtern zu lesen, ihre Mitmenschendurch ihre Reden zu überzeugen und zwischen den Sphärenbewohnern und den Prims zu vermitteln. Da die meisten Sphärenbewohner Vitros (also künstlich gezeugt und für künftige Führungspositionen erzogen) sind, stellen sie den Wahrheitsgehalt und die Handlungen der Sphärenleitung nicht in Frage, weshalb man das berücksichtigen sollte (auch wenn man vielleicht nicht alle Handlungen und Taten nachvollziehen kann). Ria wird als reizvolle, vielschichtige Protagonistin geschildert, die sich einer vollkommen fremden Umgebung zurechtfinden muss und versucht, zu überleben.
 
Nebenfiguren: Auch Rias Weggefährten Aureljo (Nr.1, der geborene Anführer), Fleming (Nr. 32, ein hervorragender Mediziner), Tomma (Nr. 65, Botanik-Spezialistin), Tycho (Nr. 89, Technik-Genie) und Dantorian (Nr. 114, großartiger Maler und Musiker) sowie die Mitglieder des Clans wie z.B. Clanführer Sandor, Lennis (ein Ex-Sentinel) und Quirin (der Bewahrer) sind interessante Persönlichkeiten, die sich wunderbar in die Handlung einfügen.
 
Romanidee: Faszinierende Grundidee (ob sie neu ist, kann ich nicht sagen, dazu lese ich einfach zu wenig Dystopien), die einige Spannungs-Elemente beinhaltet (ein Thriller ist es für mich allerdings nicht) und ansprechend umgesetzt wurde.

Erzählperspektiven: Ich-Erzählerin Ria schildert die ereignisreichen Begebenheiten aus ihrer Sicht und gewährt uns einen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle.


Handlung: Spannende & abwechslungsreiche Geschichte mit einigen Irrwegen und überraschenden Wendungen. Man wird ohne nähere Erklärungen in die Geschichte gestoßen, weshalb mich die ganzen Ausdrücke (wie z.B. Salvator, Sentinel, Sphäre, Prims) und die Lebensweisen am Anfang etwas verwirrt haben. Es werden viele Fragen aufgeworfen, das Ende bleibt offen (wie gut, dass bereits Band 2 erschienen ist).

Schreibstil & Co:  flüssige Schreibweise, düstere Atmosphäre, die kleinen Längen und detaillierten Beschreibungen bremsen den Lesefluss ein wenig.
 
FAZIT:
"Die Verratenen" heißt der Trilogie-Auftakt von Ursula Poznanski, der uns in die ferne Zukunft entführt und die Geschichte der talentierten Studentin Ria erzählt. Umgehauen hat mich "Die Verratenen" allerdings nicht, was neben den ausgeschmückten Schilderungen wahrscheinlich an der hier geschilderten Welt liegt, die mich etwas verwirrt hat bzw. mir einfach nicht liegt. Dennoch ist "Die Verratenen" eine gelungener Trilogie-Start, für den ich bescheidene 4 (von 5) Punkte vergebe.




 

Freitag, 11. Oktober 2013

[MINI-REZENSION] "Oksa Pollock: Die Entschwundenen" (Band 2)

Cover
Quelle: Oetinger
Die Autorinnen
Anne Plichota, 1968 im französischen Dijon geboren, studierte Chinesisch und Kulturwissenschaften und verbrachte einige Jahre in Asien, bevor sie Bibliothekarin an der Stadtbücherei von Straßburg wurde, wo sie heute noch lebt und arbeitet. Die Geschichten um das Zaubermädchen Oksa Pollock, die sie gemeinsam mit Cendrine Wolf erdacht und geschrieben hat, sind ihr erstes literarisches Projekt. Cendrine Wolf wurde 1969 in Colmar im Elsass geboren. Sie absolvierte eine Sportlehrerausbildung und arbeitete einige Jahre mit Kindern, bevor sie Bibliothekarin in der Stadtbücherei von Straßburg wurde. Heute widmet sie sich als freie Autorin ganz ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Schreiben.

*Produktinformation*
Broschiert: 459 Seiten
Verlag: Oetinger Taschenbuch; Auflage: 1 (1. Mai 2013) / Sprache: Deutsch
ISBN-10: 384150129X / ISBN-13: 978-3841501295
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre / Originaltitel: Oksa Pollock - La Forêt des égarés
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 3,8 cm
 
Leseprobe
Quelle: maedchen.de  *lies mich*
  


Alle, die diese Serie noch lesen möchten und den Vorgängerband nicht kennen, sollten nun lieber nicht weiter lesen!
 
Die Geschichte...
Endlich ist der letzte Schultag da und plötzlich verschwindet Gus in der St. Proximus-Schule spurlos. Oksa ist ratlos, doch bald wird klar, dass ihr bester Freund durch einen Zauber in einem Gemälde gefangen ist. Oksa und ein paar der "Rette-sich-wer-kann" machen sich auf den Weg, um Gus zu befreien. Doch das "Eingemälden" birgt Gefahren und bringt die Gruppe in große Gefahr. Außerdem stellt Oksa fest, dass sie sich neben Gus auch zu Tugdual, dem geheimnisvollen Jungen, hingezogen fühlt...
 
Meine kurze Meinung:
Kauf-/Lesegrund: Nach dem Cliffhanger in "Die Unverhoffte" wollte ich unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht.

Reihe: 2. Band der Oksa Pollock-Reihe

Handlungsschauplatz Realität: London, England

Handlungsschauplatz außerhalb unserer Welt: Neben dem verschwundenen Land Edefia (mit seinen verschiedenen Geschöpfen wie die Plemplems, Sensybillen, Pizzkins, Geotrix, Kapiernix und Goranov und die Hilfsmittel wie das Wackelkrakeel, Ringelpupo, Exzelsior-Befähiger oder Granuk-Spuck) spielt diesmal die lebendig gestaltete Welt in dem magischen Bild eine große Rolle.

Hauptperson: Oksa Pollock, fast 14, hat sich inzwischen in London eingelebt. Seit das sternförmige Mal um ihren Bauchnabel, das sie zur Huldvollen (= Herrscherin Edefias) macht, erschienen ist, wurde die Welt der mutigen und impulsiven Schülerin komplett auf den Kopf gestellt. Oksa ist eine sympathische Protagonistin, die eine beachtliche Weiterentwicklung durchgemacht hat.

Nebenfiguren: Gus(tave) Bellanger ist Oksas bester Freund, der mit seinen Adoptiveltern ebenfalls nach London übersiedelt ist und Oksa sehr gern hat. Weitere interessante Nebencharaktere sind Oksas Freundin Zoe, ihre Eltern Marie und Pavel, ihre exzentrische Großmutter Dragomira (die ehemalige Huldvolle), Dragomiras Bruder Leomido und ihr Patenonkel Abakum (Feenmann) sowie weitere Rette-sich-wer-kann (= Bewohner Edefias, die vor 50 Jahren aus dem nun verschollenen Land geflohen sind) wie z.B. der düster wirkende Junge Tugdual, der bei Gus Rettung hilft. Für meinen Geschmack wurden zu viele Nebencharaktere und Wesen verwendet.

Romanidee: Reizvolle Grundidee mit fantasievoller Umsetzung

Erzählperspektiven: Neben Haupterzählerin Oksa schildern auch andere Figuren  wie z.B. Gus, Pavel und Dragomira die rasanten Geschehnisse aus ihrer jeweiligen Sicht. Wir erfahren wieder etwas mehr über Edefia, Oksas Herkunft und damit verbundene Geheimnisse. Die Welt, die wir in "Die Entschwundenen" kennenlernen, finde ich sehr interessant, wenn auch für meinen Geschmack mit allzu ausgeschmückten Beschreibungen versehen.

Handlung: Unterhaltsame & sehr abenteuerliche Geschichte mit verschiedenen Erzählperspektiven und miteinander verwebenden Handlungssträngen, ungeahnten -manchmal etwas zu dramatischen -Wendungen und einigen Überraschungen. Klitzekleine Längen und ausführliche Beschreibungen bremsen ein wenig den Lesefluss.

Schreibstil & Co:  flüssige Schreibweise, Sprache ist der jugendlichen Zielgruppe angepasst (geht für mich in Richtung Kinderbuch), Kapitel in angenehmer Länge

FAZIT:
In "Die Entschwundenen" haben Oksa und die Rette-sich-wer-kann viele Abenteuer zu bestehen, denn Gus muss unbedingt gerettet werden, Dragomira hält in London die Stellung und hat mit diversen Problemen zu kämpfen. Leider war mir der 2. Band der Oksa Pollock-Reihe zu abenteuerlich & viel zu detailliert beschrieben, weshalb ich diese Reihe hiermit beenden werde. "Die Entschwundenen" erhält von mir "nur" unterhaltsame 3 1/2 (von 5) Punkte vergebe.
 


 

Donnerstag, 10. Oktober 2013

TTT - Top Ten Thursday #134


Allwöchentlich, jeden Donnerstag, werden bei Alice im Bücherland im Rahmen von "Top Ten Thursday" interessante Buchfragen gestellt bzw. Themen vorgegeben, die dann von den Teilnehmern des TTT beantwortet werden.
 
 
 
Diese Woche lautet das Thema:  "Eure 10 liebsten Kochbücher"
 
 
Da ich ja eine Familie zu bekochen habe, gibt es im Hause Büchersüchtig natürlich auch Kochbücher (die meisten sind schon lange in meinem Besitz)...

01. "Aufläufe - Gerichte aus dem Backofen"
02. "Basic Cooking"- Sabine Sälzer und Sebastian Dickhaut
03. "Basic Cooking for Family" - Sebastian Dickhaut und Cornelia Schinharl
04. "Born to Cook: Schmeckt nicht-gibt's nicht" - Tim Mälzer
05. "Born to Cook II" - Tim Mälzer
06. "Das große Handbuch der guten Küche" - Bettina Blank
07. "Hl. Hildegard Dinkelkochbuch"
08. "Kochbuch" - Tim Mälzer
09. "Omakochbuch" - Bernie Rieder
10. "Tupperware - Italienische Küche"


Welche Bücher haben es bei euch auf die heutige Liste geschafft?
Gibt es Gemeinsamkeiten?
 

Mittwoch, 9. Oktober 2013

[MINI-REZENSION] "Oksa Pollock: Die Unverhoffte" (Band 1)

Cover
Quelle: Oetinger
Die Autorinnen
Anne Plichota, 1968 im französischen Dijon geboren, studierte Chinesisch und Kulturwissenschaften und verbrachte einige Jahre in Asien, bevor sie Bibliothekarin an der Stadtbücherei von Straßburg wurde, wo sie heute noch lebt und arbeitet. Die Geschichten um das Zaubermädchen Oksa Pollock, die sie gemeinsam mit Cendrine Wolf erdacht und geschrieben hat, sind ihr erstes und überaus erfolgreiches literarisches Projekt. Cendrine Wolf wurde 1969 in Colmar im Elsass geboren. Sie absolvierte eine Sportlehrerausbildung und arbeitete einige Jahre mit Kindern, bevor sie Bibliothekarin in der Stadtbücherei von Straßburg wurde. Heute widmet sie sich als freie Autorin ganz ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Schreiben.

*Produktinformation*
Broschiert: 590 Seiten
Verlag: Oetinger Taschenbuch; Auflage: 1 (1. August 2012) / Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841501281 / ISBN-13: 978-3841501288
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 11 - 15 Jahre
Originaltitel: 
Oksa Pollock - L'Inespérée
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 4 cm

Leseprobe
Quelle: oksapollockfans.de  *lies mich*
  


Die Geschichte...
Als die Pollocks von Paris nach London ziehen, ist die 13-jährige Oksa alles andere als begeistert. Wie gut nur, dass ihr bester Freund Gus ebenfalls mit seiner Familie nach London übersiedelt und so den Schulstart an der St. Proximus erträglich macht. Denn ihr Mathelehrer McGraw hat es auf Oksa abgesehen und macht ihr das Leben bei jeder sich bietenden Gelegenheit schwer. Und als rund um ihren Bauchnabel ein sternförmiges Mal erscheint, offenbart erfährt die Schülerin, dass sie kein gewöhnliches Mädchen ist, sondern die zukünftige Herrscherin eines unsichtbaren Landes namens Edefia. Ausgestattet mit außergewöhnlichen Fähigkeiten soll sie, die Unverhoffte, Edefia retten - doch Oksa hat keine Ahnung, wie sie das anstellen soll...

Meine kurze Meinung:

Kauf-/Lesegrund: Die liebe Kerry hat mir den Mund wässrig gemacht. ;-)

Reihe: 1. Band der Oksa Pollock-Reihe

Handlungsschauplatz Realität: London, England

Handlungsschauplatz außerhalb unserer Welt: Eine große Rolle spielt das verschwundene Land Edefia, deren Hoffnungsträgerin Oksa ist. Besonders toll finde ich die verschiedenen Geschöpfe Edefia wie die Plemplems, Geotrix, Kapiernix und Goranov und die Hilfsmittel wie das Wackelkrakeel oder Granuk-Spuck. Allerdings hat es ein wenig gedauert, bis ich all die unterschiedlichen Namen intus hatte.

Hauptperson: Oksa Pollock, 13, ist mit ihrer Familie von Paris nach London gezogen. Die Schülerin ist witzig, gescheit, impulsiv und hat eine besondere Gabe, von der sie nichts weiß. Oksa wird als liebenswerte Protagonistin geschildert, die eine beachtliche Weiterentwicklung durchmacht.

Nebenfiguren: Gus(tave) Bellanger ist Oksas bester Freund, mit seinen Adoptiveltern ebenfalls nach London übersiedelt und geht gemeinsam mit Oksa in die Wasserstoffklasse an der St. Proximus. Weitere interessante Nebencharaktere sind Oksas Eltern Marie und Pavel, ihre exzentrische Großmutter Dragomira, Dragomiras Bruder Leomido und ihr Patenonkel Abakum sowie diverse Mitschüler und Lehrer, wie der gemeine Mathelehrer McGraw.

Romanidee: Reizvolle Grundidee, die fantasievoll umgesetzt wurde.

Erzählperspektiven: Neben Haupterzählerin Oksa schildern auch andere Figuren die rasanten Geschehnisse aus ihrem jeweiligen Blickwinkel. Wir erfahren mehr über Edefia, Oksas Herkunft und diverse Geheimnisse. Die Welt, die wir in "Die Unverhoffte" kennenlernen, finde ich sehr interessant, wenn auch für meinen Geschmack mit allzu ausgeschmückten Beschreibungen versehen.

Handlung: Unterhaltsame & abwechslungsreiche Geschichte mit verschiedenen Handlungssträngen und Erzählperspektiven, ungeahnten -manchmal etwas zu dramatischen -Wendungen und einigen Überraschungen. Die Geschichte endet mit einem fiesen Cliffhanger, weshalb ich unbedingt den Nachfolgeband lesen muss.

Schreibstil & Co:  mitreißende Schreibweise, Sprache ist der jugendlichen Zielgruppe angepasst (geht in Richtung Kinderbuch), Kapitel in angenehmer Länge

FAZIT:
"Die Unverhoffte" heißt der Auftakt der Oksa Pollock-Reihe, der uns nach London entführt und fantasievolle Unterhaltung bietet. Auf der einen Seite ist der 1. Band sehr interessant, auf der anderen Seite für meinen Geschmack zu detailliert beschrieben. Dennoch hat mich die Geschichte rund um Oksa und das verschollene Land Edefia gut unterhalten, weshalb ich kurzweilige 4 (von 5) Punkte vergebe.