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Dienstag, 23. August 2016

[MINI-REZENSION] "Das verschlossene Zimmer"

Cover
Das verschlossene Zimmer
Quelle: Piper
Die Autorin
Mascha Vassena erhielt für ihre Erzählungen mehrere Stipendien, u. a. das Stipendium Akademie Schloss Solitude und den Hamburger Förderpreis für Literatur. 2005 erschien ihr Erzählungsband »Räuber und Gendarm« unter dem Namen Mascha Kurtz bei Liebeskind. Sie schreibt außerdem Opernlibretti und Theaterstücke für das Luzerner Theater und das Maxim Gorki Theater Berlin. Sie lebt heute mit ihrem Sohn im Tessin.
 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1633 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Piper ebooks (13. Juli 2015)
ASIN: B00Q2OSSSO

Leseprobe
Quelle: buecher.de  *lies mich*

 


Die Geschichte...
Lena weiß nichts über die Familie ihrer italienischen Mutter Gabriella und als ein Brief von einem Notar eintrifft, in der Lena und ihre Mutter wegen einer Erbsache nach Venedig gebeten werden, sieht die junge Frau ihre Chance gekommen, mehr über die unbekannte Familie zu erfahren. Trotz ihrer Angst vor Brücken und Wasser reist Lena nach Venedig und trifft dort auf die Orlandis - eine alte Adelsfamilie, die in einem alten Palazzo wohnt und einige Geheimisse verbirgt...
 
Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Der Klappentext und das Cover haben mich angesprochen.

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplatz: Die Geschichte führt uns von München nach Venedig und wartet mit lebendigen Orts- und Schauplatzbeschreibungen auf.
 
Handlungsdauer: Die Story beginnt 2014, dauert einige Wochen und führt uns immer wieder in die 80er Jahre.
 
Hauptpersonen: 2014: Lena Hausmann, 31, Grafikerin, führt mit 2 Freunden eine Designagentur in München. Lena hat eine Brückenphobie, über deren Ursprung sie nichts weiß. Ihre Eltern leiten ein Waisenhaus in Burundi, sind deshalb oft unterwegs und als Lena in den Sachen ihrer Mutter Gabriella ein altes Foto entdeckt, macht sie sich auf den Weg nach Venedig, um mehr über Gabriellas Herkunft zu erfahren...

1980: Gabriella Orlandi, 14, ist freiheitsliebend und stammt aus einer wohlhabenden und engstirnigen Banker-Familie. Mit ihrem Vater, ihrer ernsten Schwester Beatrice und ihrer Nonna wohnt sie in einem riesigen Palazzo, doch anders als ihre ältere Schwester genießt die hübsche Gabriella das Leben...

Lena und Gabriella sind interessante Protagonisten mit Potential, wobei Lena gegen ihre Mutter etwas farblos wirkt.
 
Nebenfiguren: Die mitwirkenden  Nebencharaktere wie Freunde und Familienmitglieder sind ansprechende Persönlichkeiten, sie sich gut in das Geschehen einfügen.

Romanidee: Reizvolle Grundidee mit einer soliden Umsetzung
 
Erzählperspektive: Geschildert werden die temporeichen Geschehnisse in der Gegenwart aus der Sicht von Lena, die uns einen tiefen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt gewährt. In der Vergangenheit (80er Jahren) berichten Gabriella, aber auch Beatrice und deren Ehemann Vincenzo über die Ereignisse, wodurch wie die aktuellen Begebenheiten besser verstehen.

Handlung: Emotionsgeladene Geschichte mit allerlei Geheimnissen, mysteriösen Vorkommnissen und ein wenig Romantik, die mich allerdings nicht ganz gepackt bzw. überzeugt hat. Die Story fängt vielversprechend an, verliert aber im Handlungsverlauf an  Spannung bzw. Fahrt und verzettelt sich zunehmend in Nebensächlichkeiten.
 
Schreibstil & Co:  Abgerundet wird der Roman durch die ausdrucksstarke Schreibweise, unterhaltsame Dialoge und eine angenehme Sprache.
 
FAZIT:
"Das verschlossene Zimmer" sorgt zwar für kurzweilige Lesestunden in Venedig, enthält allerdings auch einige Längen und einen stetigen Spannungsabfall. Da ich schon interessantere Familiengeschichten gelesen habe, gibt's dafür  nur 3 1/2 (von 5) Punkte.

 
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Mittwoch, 27. Juli 2016

[MINI-REZENSION] "Es muss wohl an dir liegen"

Cover
9783426517956
Quelle: Droemer Knaur
Die Autorin
Mhairi McFarlane wurde 1976 in Schottland geboren. Ihre geographischen Lebensdaten in Kurzform lauten Falkirk - Afrika - Milton Keynes - Nottingham und entsprechen in etwa dem Weg, den ein Designerkleidungsstück zurücklegt, bevor es in einem Laden zur Ruhe kommt. Mhairis Ruhepol ist in Nottingham, wo sie mit einem Mann und einer Katze lebt. Bereits ihr erster Roman "Wir in drei Worten" gelang der Sprung auf die Spiegel-Bestsellerliste.

*Produktinformation*
Broschiert: 512 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Februar 2016) / Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426517957 / ISBN-13: 978-3426517956
Originaltitel: 
It's Not Me It's You
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 3,8 x 19,3 cm


Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*

Die Geschichte...
Delia ist mit ihrem Leben ganz zufrieden, doch als sie erfährt, dass sie ihr Freund Paul nach 10 gemeinsamen Jahren mit einer Studentin betrügt, bricht für die Pressesprecherin mit den tizianroten Haaren eine Welt zusammen. In Newcastle will Delia nicht mehr bleiben, also zieht sie erst mal zu ihren Eltern, um danach in London ihr Glück zu versuchen. Delia findet bei ihrer Freundin Emma eine Bleibe und versucht sich in der Großstadt neu zu orientieren. Doch ist gar nicht so einfach...
 
Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Nach dem nicht so tollen "Vielleicht mag ich dich morgen" wollte ich der Autorin noch eine Chance geben.

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplätze: Als Schauplätze dienen die britischen Städte Newcastle und London, die mit lebendigen Ortsbeschreibungen aufwarten.

Handlungsdauer: Die Story umfasst schätzungsweise mehrere Monate.

Extra: Auf den Buch-Innenseiten befinden sich diverse Coctail-Rezepte.
 
Hauptperson: Delia Moss, 33, arbeitet als Pressesprecherin für die Stadtverwaltung von Newcastle, ist mit ihrem flammend roten Haaren und der kurvigen Figur, die sind vorwiegend in Kleider hüllt, eine auffallende Erscheinung. Als sie zufällig mitbekommt, dass sie ihr langjähriger Freund Paul mit der 24-jährigen Celine betrügt, zerbricht ihre heile Welt. Als Delia zunächst bei ihren Eltern unterkommt, findet sie in ihrem alten Zimmer wieder ihre Comics um die Superheldin Fox, die sie während ihrer Schulzeit erschaffen hat. Als sie Angebot von ihrer besten Emma bekommt, bei ihr in London zu wohnen, nimmt sie kurzerhand an und zieht nach London... Delia ist eine interessante Protagonistin mit Ecken & Macken, deren Handlungen ich allerdings nicht immer ganz nachvollziehen konnte.

Nebenfiguren: Die Nebencharaktere wie Delias beste Freundin Emma, der Reporter Adam und diverse Londoner Bekanntschaften sind gut ausgearbeitete Persönlichkeiten, die sich ansprechend in die Handlung einfügen.

Romanidee: Reizvolle Grundidee, die solide umgesetzt wurde. Hier spielen ein Neubeginn, Freundschaft und Liebe eine große Rolle.
 
Erzählperspektiven: Die Geschehnisse werden von Delia (in der 3. Person) erzählt, die uns Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt gewährt. Zwischendurch finden sich Auszüge aus Delias Fox-Comic, die die Geschichte auflockern.

Handlung: "Es muss wohl an dir liegen" wartet mit einer unterhaltsamen Story über eine zerbrochene Liebe und einen Neubeginn, der mit Wirrungen, Irrwegen und Turbulenzen durchzogen ist. Die Handlung gestaltet sich allerdings etwas langatmig bzw. leicht klischeehaft sowie vorhersehbar und wird mit zunehmender Seitenanzahl immer zäher. Ein paar Seiten weniger hätten da auch ausgereicht...

Schreibstil & Co:  Vervollständigt wird der Plot durch die locker-leichte Schreibweise und teilweise recht unterhaltsame Dialoge.

FAZIT:
"Es muss wohl an dir liegen" ist für meinen Geschmack nicht der beste Roman dieses Genres und konnte mich nicht komplett überzeugen. Doch trotz aller Mängel lässt sich das Buch angesichts der netten Geschichte, der reizvollen Hauptperson und des leichten Schreibstils rasch lesen, weshalb ich an dieser Stelle kurzweilige 3 1/2 (von 5) Punkte vergebe.

 

Dienstag, 12. Juli 2016

[MINI-REZENSION] "Die Nacht schreibt uns neu"

Cover
Dani Atkins, 1958 in London geboren und aufgewachsen, lebt heute mit ihrem Mann in einem Dorf im ländlichen Herfordshire. Sie hat zwei erwachsene Kinder. Nach ihrem Romandebüt „Die Achse meiner Welt“, das die Herzen der deutschen Leser im Sturm eroberte, folgt die zweite, wunderschöne Liebesgeschichte "Die Nacht schreibt uns neu".

*Produktinformation*
Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Knaur TB (17. Dezember 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426517698
ISBN-13: 978-3426517697
Originaltitel: The Story of Us
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 3,4 x 19,6 cm

Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*

 
Die Geschichte...
Emma, Caroline und Amy sind seit Kindertagen beste Freundinnen und ausgerechnet an Emmas Junggesellinnenabend passiert etwas Schreckliches. Während der Heimfahrt haben die jungen Frauen einen schweren Autounfall und Amy stirbt an den Folgen ihrer Verletzungen im Krankenhaus, obwohl sie von dem Amerikaner Jack schnell aus dem Unfallwagen gezogen wurden. Amys Freundinnen sind zutiefst erschüttert und Emma verschiebt deshalb sogar ihre Hochzeit. Während Emma versucht, einen Weg zurück ins Leben zu finden, entfernt sich ein wenig von ihrem Verlobten Richard und trifft sich öfters mit ihrem Lebensretter Jack. Und dann entdeckt sie ein Geheimnis, das ihr bisheriges Leben auf den Kopf stellt...
 
Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Nachdem ich "Die Achse der Welt" nur mittelmäßig fand, wollte ich der Autorin noch eine Chance geben.

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplatz: Die Geschichte, die sich in 6 Teile gliedert, spielt sich vorwiegend in dem britischen Ort Hallingford ab.

Handlungsdauer: Die Story beginnt der Vergangenheit, führt uns in die Gegenwart und dauert schätzungsweise mehrere Wochen.
 
Hauptperson: Emma Marshall ist 27 Jahre jung, jobbt in einer Buchhandlung und wohnt seit ihrer verschobenen Hochzeit  bzw. dem plötzlichen Tod ihrer besten Freundin Amy wieder bei ihren Eltern in Hallingford. Sie ist zwar noch mit ihrem Verlobten Richard liiert, doch seit diesem Schicksalsschlag ist sie nicht mehr dieselbe. Emma wird als sympathische und facettenreiche Protagonistin dargestellt, deren Handlungen und Taten ich allerdings nicht immer ganz nachvollziehen konnte.
 
Nebenfiguren: Die mitwirkenden  Nebencharaktere wie Richard Withers (der gutaussehende Lehrer ist mit Emma verlobt), Jack Monroe (der amerikanische Autor befindet sich auf Lesereise und hat Emma nach dem Unfall das Leben gerettet) und Caroline McAdam (Emmas Freundin arbeitet bei einem Immobilienmakler und wohnt mit ihrem Freund Nick zusammen) sind interessante Figuren, sie sich gut in das Geschehen einfügen.

Romanidee: Reizvolle Grundidee, die mit einer soliden Umsetzung punktet. Hier geht es um Freundschaft, Verlust, Betrug und Trauer.

Erzählperspektive: Geschildert werden die temporeichen Geschehnisse aus der Sicht der Ich-Erzählerin Cara, die uns einen tiefen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt gewährt.

Handlung: "Die Nacht schreibt uns neu" birgt eine emotionsgeladene Geschichte mit einigen unerwarteten Wendungen, Turbulenzen & Stolpersteinen, die mich allerdings nicht ganz gepackt bzw. überzeugt hat. Die Story fängt vielversprechend an, verliert aber im Handlungsverlauf an Fahrt und ist ziemlich vorhersehbar. Allerdings hat mich das schöne Ende dann doch noch etwas entschädigt.
 
Schreibstil & Co:  Abgerundet wird dieser Roman der britischen Schriftstellerin durch die locker-leichte Schreibweise und die angenehme Sprache.
 
FAZIT:
Es scheint so, als seien die Bücher von Dani Atkins nicht für mich gemacht, denn irgendwie schaffen sie es nicht, mich vollends zu überzeugen. "Die Nacht schreibt uns neu" sorgt zwar für kurzweilige Lesestunden, enthält allerdings auch eine gewisse Vorhersehbarkeit, einige Klischees und einen stetigen Spannungsabfall. Wegen dieser Mankos enthält "Die Nacht schreibt uns neu" nur 3 1/2 (von 5) Punkte.

Montag, 20. Juni 2016

[MINI-REZENSION] "Heidezauber"

Cover
Quelle: Gmeiner
Die Autorin
Die Autorin Christine Rath, Jahrgang 1964, lebt und schreibt am schönen Bodensee, wo sie mit ihrer Familie ein kleines Hotel betreibt. Hier findet sie durch die vielen interessanten Begegnungen und Situationen mit anderen Menschen viele neue Ideen für ihre Romane. Ihre Wurzeln hat sie jedoch an der Ostsee und auf der Insel Sylt, auf der ihre Eltern einige Zeit lebten. An beiden Meeren findet sie in der zauberhaften Natur Ruhe und Erholung.

*Produktinformation*
Format: Kindle Edition / Dateigröße: 2112 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 381 Seiten
Verlag: GMEINER; Auflage: 1 (3. Februar 2016)

Sprache: Deutsch
ASIN: B01AY92ZKO

Leseprobe
Quelle: bookview.libreka.de *lies mich*
  


Die Geschichte...
Lisa muss an einem Tag herausfinden, dass sie ihr Mann Andras betrügt und dass ihr geliebter Vater gestorben ist. Im Nachlass ihres Vaters findet sie ein Päckchen, dass sie einer Frau namens Alma überbringen soll. Die Spur des Päckchens führt die trauernde und zutiefst gekränkte Frau nach Sylt, wo sie als Kind mit ihrem Vater einige schöne Sommer verbracht hat. Dort lernt sie das Sylter Original Johann Johansen kennen und trifft auf den attraktiven Sven, der ihr Herz zum Klingen bringt. Doch ist Lisa für ein neues Glück bereit und wird sie die geheimnisvolle Alma finden und somit den letzten Wunsch ihres Vaters erfüllen?

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Da ich die Romane von Christine Rath gern mag, wollte ich auch ihr neuestes Werk "Heidezauber" lesen.

Reihe: Nein, Einzelbuch
 
Handlungsschauplätze: Nach dem Prolog führt uns die Geschichte von Konstanz nach Sylt und wartet mit lebendigen Orts- und Schauplatzbeschreibungen auf.

Handlungsdauer: Die Story umspannt einige Wochen.

Hauptperson: Die 47-jährige Lisa Wendler ist Hausfrau, Mutter von 2 erwachsenen Kindern (Ann-Sophie ist 24 und eine zielstrebige Architekturstudentin und der 19-jährige Tim möchte an der Musikhochschule in Weimar studieren, was seinem Vater nicht gefällt) und Ehefrau des erfolgreichen Architekten Andreas Wendler. Lisa lebt mit Andreas in einem riesigen Haus in Konstanz am Bodensee, doch ihr geordnetes Leben gerät ins Wanken, als ihr Vater am 50. Geburtstag ihres Mannes verstirbt und sie kurz darauf herausfindet, dass sie Andreas mit seiner Assistentin betrügt... Lisa ist zwar eine sympathische Protagonistin mit einigen Facetten, doch sie verhält sich manchmal so blauäugig, dass ich sie am liebsten durchgeschüttelt hätte, dadurch konnte ich ihre Handlungen und Taten nicht immer ganz nachvollziehen.

Nebenfiguren: Die Nebencharaktere wie Lisas Familie, Johann Johansen (Lisa mag den liebenswürdigen Besitzer des Heide-Kiosk und des Ferienhauses "Heidehüs" auf Anhieb), Emmi Peters (die ältere, nette Dame führt die Pension "Heidehüs" und bemuttert Lisa), Johanns nichtsnutziger Neffe Nils, der attraktive Hamburger Sven und diverse Inselbewohner sind interessante Persönlichkeiten, die sich gut in die Handlung einfügen.

Romanidee: Nicht ganz neue Grundidee, die Themen wie Familie, Liebe, Verlust, einen Neubeginn sowie ein altes Geheimnis enthält und solide umgesetzt wurde.

Genre: Was, bitteschön soll ein Romantikkrimi sein? "Heidezauber" enthält nämlich nur ein paar spärliche Krimi-Elemente und etwas Romantik, da hätte es die schnöde Bezeichnung "Roman" auch getan, aber vielleicht hört sich das nicht aufregend genug an...

Erzählperspektive: Ich-Erzählerin Lisa schildert die turbulenten Geschehnisse aus ihrem Blickwinkel und gewährt uns Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt.

Handlung: "Heidezauber" birgt eine unterhaltsame Geschichte, die mit einigen unterhaltsamen Stolpersteinen und Turbulenzen versehen wurde. Leider enthält die Story auch kleine Längen und etliche klischeehafte bzw. vorhersehbare Szenen. Außerdem ist die Handlung stellenweise langweilig und ich hatte das Gefühl, schon alles zu kennen.

Schreibstil & Co:  Die leichte Schreibweise von Christine Rath gepaart mit einer angenehmen Sprache und bildhaften Beschreibungen runden die Geschichte ab, so dass die 381 Seiten trotz kleiner Schwierigkeiten rasch gelesen sind.

FAZIT:
"Heidezauber"  bietet kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch, obwohl dies leider nicht der beste Roman von Christine Rath ist. Der Roman rund um Lisas Auszeit auf Sylt sorgt zwar für nette Lesestunden, enthält allerdings auch eine gewisse Vorhersehbarkeit, einige Klischees und kleine Schwierigkeiten mit der Protagonistin. Wegen dieser Mankos gibt es für "Heidezauber" deshalb nur 3 1/2 (von 5) Punkte.
 

 

Mittwoch, 15. Juni 2016

[MINI-REZENSION] "Böse Leute"

Cover

Quelle: dtv
Die Autorin
Dora Heldt, 1961 auf Sylt geboren, lebt heute in Hamburg. Die gelernte Buchhändlerin ist seit 1992 als Verlagsvertreterin unterwegs und zählt zu den erfolgreichsten deutschen Autorinnen. All ihre Romane wurden zu Bestsellern und bereits in sechs Sprachen übersetzt.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (19. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423260874
ISBN-13: 978-3423260879
Größe und/oder Gewicht: 13,9 x 3,5 x 21,4 cm

Leseprobe
Quelle:  dtv.de  *lies mich*
  

 

Die Geschichte...
Auf der malerischen Insel Sylt wird erneut in die Villa einer alleinstehenden, einheimischen Dame eingebrochen und die hiesige Polizei steht vor einem Rätsel. Das kann pensionierte Revierleiter Karl Sönnigsen nicht auf sich beruhen lassen und stellt auf eigene Faust Ermittlungen an, was seinem Nachfolger gar nicht gefällt. Doch Karl lässt sich nicht beirren und sucht gemeinsam mit seinen Chor-Mitsängern Inge, Charlotte und Onno nach einer heißen Spur. Und dazu gehört auch Kaffee, Eierlikör und Kuchen...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Da ich die Reihe um Christine und Papa Heinz gern mag, musste ich auch "Böse Leute" lesen, in denen sie am Rande vorkommen.

Reihe: Einzelband

Handlungsschauplatz: Die Story spielt sich in Sylt und Umgebung ab.

Handlungsdauer: beginnt Anfang Mai, dauert ein paar Tage und endet ein halbes Jahr später (in Zahlen)

Hauptpersonen: Karl Sönnigsen ist ein pensionierter Inselpolizist, der sich im Ruhestand unterfordert fühlt. Deshalb nimmt der ehemalige Sylter Revierleiter an den Ermittlungen im Villeneinbruch Anteil, was im Polizeirevier nicht immer Anklang findet. Karl ist der beste Freund von Onno Thiele, der seit dem Tod seiner Frau Gerda allein lebt, seine verstorbene Frau sehr vermisst und seitdem immer wunderlicher wird. Das bereitet seiner 38-jährigen Tochter Maren Thiele Sorgen, weshalb sich die Polizeiobermeisterin nach einer gescheiterten Beziehung von Münster nach Sylt versetzen lässt und ganz in der Nähe ihres Vaters bzw. ihres Patenonkels Karl wohnt. Doch in ihrer alten Heimat begegnet sie ihrem Kollegen Robert Jensen wieder, mit dem sie auf einer Tagung einen One Night-Stand hatte. Außerdem sind die Schwägerinnen und Chorschwestern Inge Müller (Frau des pensionierten Finanzbeamten Walter und Mutter von Christine) und Charlotte Schmidt (Frau des besserwisserischen Heinz und Strohwitwe, da Walter und Heinz zu Besuch bei Christine sind) mit von der Partie und beteiligen sich, gemeinsam mit Karl und Onno, an den eigenmächtigen Nachforschungen, da nach Karls Meinung die Polizei nichts auf die Reihe bekommt... Die unterschiedlichen Protagonisten sind sympathische Persönlichkeiten mit vielen Macken und Kanten.

Nebenfiguren: Hier treffen wir auf einige alte Bekannte aus vergangenen Romanen, aber auch auf Neuzugänge. Die mitwirkenden Nebencharaktere sind trotz ihrer Vielzahl durchwegs reizvolle Charaktere, die sich gut in die Handlung einfügen.
 
Romanidee: Nette Grundidee mit solider Umsetzung

Erzählperspektiven: Neben dem Ermittler-Quartett Karl, Onno, Charlotte und Inge schildern auch andere Figuren wie Maren oder die extravagante Sina Holler die turbulenten Geschehnisse aus ihrem jeweiligen Blickwinkel (in der 3. Person).

Handlung: "Böse Leute" birgt eine unterhaltsame Geschichte mit verschiedenen Erzählperspektiven und miteinander verwebenden Handlungssträngen sowie allerlei Wirrungen, Turbulenzen und Stolpersteine. Allerdings sind mir hier für einen Kriminalroman zu wenig Ermittlungsarbeit und zu viel Drumherum enthalten. Die Story rund um das Ermittler-Kleeblatt ist für meinen Geschmack ein wenig zu vorhersehbar, verzettelt sich in Nebensächlichkeiten und wurde sehr ausschweifend geschildert. Den Täter hatte ich auch schon frühzeitig erraten, aber dennoch gibt es einige sehr unterhaltsame Szenarien.

Schreibstil & Co: Abgerundet wird die Geschichte durch die locker-leichte Schreibstil von Dora Heldt und die teilweise recht amüsante Dialoge.
 
FAZIT:
"Böse Leute" ist leider nicht der beste Roman von Dora Heldt und für mich alles andere als ein Krimi, dafür fehlt es mir an Spannung und Polizeiarbeit. Trotz aller Mankos lässt sich "Böse Leute" recht schnell lesen und sorgt für kurzweilige Unterhaltung. Deshalb bekommt das neueste Buch von Dora Heldt 3 1/2 (von 5) Punkte.
 

Sonntag, 6. März 2016

[MINI-REZENSION] "Time Travel Inc. 2" (Band 2)

Cover
Quelle: Amazon
Die Autorin
L.A. Colson alias Laura Newman wurde 1983 in Berlin geboren und schrieb bereits als Kind gerne bunte, spannende und fantasievolle Geschichten. Im Laufe ihres Lebens beschäftigte sie sich mit Videoschnitt, Fotografie Mode- und Grafikdesign bis sie schließlich den Beruf des Mediengestalters erlernte und diese Tätigkeit etwa 10 Jahre lang ausübte. 2013 ließ sie ihre Leidenschaft zum Schreiben erneut aufleben und veröffentlichte ihren ersten Roman.
 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 732 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 209 Seiten
Sprache: Deutsch
ASIN: B00I8Z48ZM


Leseprobe
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Alle, die diese Dilogie noch lesen möchten und den Vorgängerband nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
Inzwischen ist viel geschehen: Professor Tyssot hat eine Firma namens Time Travel Inc. gegründet, die unter anderem Zeitreisen auf ein neues Level hebt, John hat sich im 21. Jahrhundert erstaunlich gut eingelebt und so arbeitet er gemeinsam mit seiner Freundin Leana für Time Travel Inc. Doch während einer Zeitreise verschwindet John spurlos und schon bald weiß Leana nicht mehr, wem sie wirklich vertrauen kann...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Da mich der Klappentext und das Cover angesprochen haben, wollte ich dieses eBook unbedingt lesen.

Reihe: 2. Band der Time Travel Inc.-Dilogie, knüpft an den Vorgänger "Time Travel Inc." an und beginnt ungefähr 2 Jahre nach Ende von Band 1.

Handlungsschauplätze- und dauer: Nach dem Prolog aus der Sicht von John beginnt die Story im Februar 2018 in Nordfrankreich, eine Zeitreise führt uns zurück nach Paris im Jahr 1889 bzw. im Mai 2026 nach Südamerika, um im Oktober 2018 in der Karibik zu enden.

Hauptperson: Leana Whitman ist schätzungsweise Ende 20 und stammt ursprünglich aus Deutschland. Leana ist spontan, flexibel und mutig, was ich bei ihrer Arbeit als Zeitreisende für "Time Travel Inc." immer wieder zugute kommt... Leana wurde als interessante und sympathische Hauptpersonen mit Facetten und Ecken gestaltet, die man schnell ins Herz schließt.

Nebenfiguren: Eine wichtige Rolle in Leanas Leben nimmt ihr attraktiver Freund John Quinn ein, der ursprünglich aus der Vergangenheit kommt, seit ungefähr 2 Jahren im 21. Jahrhundert lebt, ebenfalls bei "Time Travel Inc." arbeitet und sich seitdem erstaunlich gut eingelebt hat. Weiters begegnen wir bekannten Charakteren wie Professor Andrè Tysott (Leanas Mentor hat "Time Travel Inc." ins Leben gerufen und neben Zeitreisen produziert das Unternehmen auch Sicherheitssysteme wie Iris-Scanner und utopische Haushaltsgeräte) und Tom Peterson (der ehrgeizige Mann ist Mitgründer von "Time Travel Inc."), Roberta (sie versorgt die Zeitreisenden mit den richtigen Outfits) treffen wir auch auf Neuzugänge wie den wunderschönen Team-Neuzugang Jess und diverse Zeitreise-Bekanntschaften, die sich gut in das Geschehen einfügen.

Romanidee: Reizvolle Grundidee mit ansprechender, leicht holpriger Umsetzung

Erzählperspektiven: Die ereignisreichen Begebenheiten werden vorwiegend aus der Sicht der Ich-Erzählerin Leana geschildert, zwischendurch berichten diverse Nebencharaktere über die aktuellen Geschehnisse aus ihrer jeweiligen Warte und sorgen so für Abwechslung. Hierbei hat mir besonders gut die Sichtweise von John gefallen.

Handlung: "Time Travel Inc. 2" wartet mit einer interessanten Zeitreise-Story auf, die verschiedene Irrwege, Turbulenzen & Stolpersteine enthält. Leider gestaltet sich die Geschichte für meinen Geschmack viel zu verworren und langatmig, was im Hinblick auf die Gesamtlänge von 209 Seiten eigentlich eine Kunst darstellt. Irgendwie ist der Funke hier nicht richtig übergesprungen, obwohl mich das Ende zufrieden zurückgelassen hat.

Schreibstil & Co:  Vervollständigt wird der Plot durch die locker-leichte Schreibweise von Laura Newman, die bildhaften Schilderungen und die, der jeweiligen Zeit angepassten Sprache.

FAZIT:
Mit "Time Travel Inc." geht die gleichnamige Dilogie in die letzte Runde und verbindet eine Mischung aus Abenteuer und Zeitreise-Elementen mit einem Hauch Romantik. Bedauerlicherweise hat es auch "Time Travel Inc. 2" nicht geschafft, mich zu überzeugen - eher das Gegenteil ist der Fall. Doch trotz aller Mankos hat mir der Dilogie-Abschluss eine kurzweilige Lesezeit geschenkt und bekommt von mir fantasievolle  3 1/2  (von 5) Punkte.



 

Mittwoch, 25. November 2015

[MINI-REZENSION] "Another Day in Paradise"

Cover
Quelle: Laura Newman
Die Autorin
Laura Newman wurde 1983 in Berlin geboren und schrieb bereits als Kind gerne bunte, spannende und phantasievolle Geschichten. Im Laufe ihres Lebens beschäftigte sie sich mit Videoschnitt, Fotografie Mode- und Grafikdesign bis sie schließlich den Beruf des Mediengestalters erlernte und diese Tätigkeit etwa 10 Jahre lang ausübte. 2013 ließ sie ihre Leidenschaft zum Schreiben erneut aufleben und veröffentlichte ihren ersten Roman.
 
*Produktinformation*
Format: ePUB
Dateigröße: 2346 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 370 Seiten
Sprache: Deutsch
ASIN: B0161V9KUM


Leseprobe
Quelle: laura-newman.de  *lies mich*



Die Geschichte...
Texas, USA: Eine alles zerstörende Seuche hat sich unter den Bewohnern und macht aus den Infizierten eine Art seelenlose Zombies, die von den Überlebenden "Deadheads" genannt werden. Die 17-jährige Naya gehört zu den Überlebenden und macht sich mit einer kleinen Gruppe von Jugendlichen auf den Weg Richtung Süden, da sie dort auf Hilfe durch das Militär hoffen. Doch die Reise an die Küste birgt viele Risiken und dann taucht auch noch unerwartet der gutaussehende Jaze auf, der sie um Hilfe bittet. Können ihm Naya, Summer, Sam und Gadget trauen oder spielt Jaze ein falsches Spiel?

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Ich bin immer wieder auf der Suche nach interessanten Geschichten und dieser Roman hat mich einfach angesprochen.

Reihe: 1. Band einer neuen Reihe

Handlungsschauplätze: Die Geschichte spielt sich in Texas, in einer fernen Zukunft, ab und wurde mit lebendigen Schauplatz- und Landschaftsbeschreibungen versehen.

Handlungsdauer: umfasst schätzungsweise mehrere Wochen

Hauptperson: Naya ist 17 Jahre jung, liebt es zu Fotografieren und wird von ihren Freunden nur Nice genannt, da sie sich untereinander Spitznamen geben. Naya/Nice ist in Early, einem kleinen Ort im Norden von Texas aufgewachsen und hat durch die Seuche ihre Eltern bzw. ihr Leben verloren. Sie wird bald 18, doch für das hübsche Mädchen zählt nur noch eins: Überleben... Naya alias Nice ist eine interessante und sympathische, vielschichtige Protagonistin mit Potential, obwohl nicht alle ihre Handlungen und Taten für mich immer nachvollziehbar sind.

Nebenfiguren: Nayas Weggefährten sind Summer (ihr Name vor der Apokalypse war Michelle, das eitle Mädchen ist Nayas beste Freundin und ebenfalls in Early aufgewachsen, bevor die Deadheads alles zerstörten), Sam (der Anführer ihrer Gruppe ist verschlossen, hat als einziger keinen neuen Namen. Außerdem ist Sam sehr mutig und ein hervorragender Sportler) und Gadget (der erfindungsreiche Tüftler heißt eigentlich Michael und wurde nach einer Zeichentrickfigur benannt) und nach einer Weile bekommt die Gruppe Zuwachs in Form von Jaze (der attraktive junge Mann mit dem Bandana ist ebenfalls ein Anführertyp, besitzt eine Machete und hat bittet Sams Gruppe um Hilfe), Amelia (die wunderschöne Bio-Lehrerin ist um die 30 und die einzige Erwachsene der Truppe) und Billy (der 13-jährige Junge war Schüler in Amelias Schule und ist etwas schüchtern). Die mitwirkenden Nebencharaktere sind gut ausgearbeitete Persönlichkeiten, die sich gut in die Handlung einfügen.

Romanidee: Reizvolle Grundidee, die ein dystopisches Endzeitszenario gepaart mit einem ständigen Überlebenskampf darstellt. Mit Zombies bekommt man es hier nicht zu tun, denn die infizierten Menschen werden "Deadheads" genannt und unterscheiden sich von Zombies. 

Erzählperspektive: Ich-Erzählerin Naya schildert die  rasanten Geschehnisse aus ihrem Blickwinkel und lässt uns an ihrer Gefühls- und Gedankenwelt teilhaben.

Handlung: "Another Day in Paradise" wartet mit einer abwechslungsreichen Geschichte samt einigen unerwarteten Wendungen und Wirrungen auf. Angefangen hat der Serienauftakt wirklich gut, doch die Story gestaltet sich streckenweise sehr langatmig und zäh, was durch die ausschweifenden Beschreibungen noch verstärkt wird. Manchmal war ich versucht, das Buch einfach zuzuklappen, doch Durchhalten lohnt sich, denn im letzten Drittel nimmt die Spannung noch einmal Fahrt auf und lässt uns schließlich mit ein paar offenen Fragen zurück, die sich hoffentlich im nächsten Band aufklären.

Schreibstil & Co:  Vervollständigt wird die Endzeitgeschichte flüssigen, fast schon nüchternen Schreibstil, die leicht beklemmende Atmosphäre bzw. durch die Ungewissheit und die jugendliche Sprache.

FAZIT:
"Another Day in Paradise" heißt der Auftakt einer neuen Reihe von Laura Newman und bietet dem Leser eine Mischung aus Dystopie, Abenteuer, Action & einem Hauch Romantik. Auch wenn "Another Day in Paradise" nicht perfekt geraten ist, so hat  mir die Geschichte rund um Naya angesichts des temporeichen Plots, der vielfältigen Charaktere sowie der ausdrucksstaken Schreibweise ein paar kurzweilige Lesestunden geschenkt und erhält deshalb von mir wundervolle 3 1/2 (von 5) Punkte.


Montag, 23. November 2015

[MINI-REZENSION] "Das Haus der geheimen Versprechen"


Cover
Quelle: Droemer Knaur
Die Autorin
Kimberley Wilkins hat erfolgreich sowohl Kinder- und Jugendbücher als auch Romane für Erwachsene publiziert. Ihre Werke wurden unter anderem mit dem "Romantic Book of the Year Award", dem "Aurealis Award" und dem "Lynne Wilding Award" ausgezeichnet sowie für zahlreiche andere Preise nominiert. Kimberley Wilkins lebt mit ihrer Familie in Brisbane, sie ist Dozentin an der Universität von Queensland.

*Produktinformation*
Format: ePUB / Dateigröße: 1048 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (27. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ASIN: B00W6A5FBQ

Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*
  



Die Geschichte...
Australien im Jahr 2014: Lauren zieht nach dem Tod ihres jüngeren Bruders nach Evergreen Falls, um ihrer resoluten Mutter zu entfliehen. Dort arbeitet Lauren im Café des "Evergreen Spa Hotels", das derzeit renoviert wird und so lernt die junge Frau den dänischen Architekten Tomas kennen. Als Lauren zufällig im alten Hotel einen Stapel alte Liebesbriefe findet, die mit den Initialen SHB unterzeichnet wurden, lassen sie diese nicht mehr los. In den Briefen erfährt Lauren mehr über eine leidenschaftliche Affäre, die sich im Jahr 1926 in der exklusive Kureinrichtung "Evergreen Spa" zugetragen hat. Doch wer war der geheimnisvolle Absender und an wen hat er die romantischen Nachrichten gerichtet?

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Da Hanne von Lesegenuss von diesem Buch angetan war, wollte ich "Das Haus der geheimen Versprechen" auch lesen.

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplatz: Als Schauplatz dient der australische Ort Evergreen Falls, wo das Spa Hotel liegt und wartet mit wundervoll lebendigen Orts- und Schauplatzbeschreibungen auf.

Handlungsdauer: Nach dem Prolog, der sich im Jahr 1926 abspielt, beginnt die Story im Jahr 2014 und führt uns immer wieder in die Vergangenheit zurück (endet mit dem Epilog 1927).

Hauptpersonen: 2014: Die 31-jährige Lauren Beck wirkt etwas unscheinbar und schüchtern und ist nach dem qualvollen Tod ihres jüngeren Bruders von ihrer tristen Heimat Tasmanien nach Sydney gezogen. Dort arbeitet sie im Café des Evergreen Spa, das derzeit renoviert wird. Und dann findet sie durch einen Zufall im Hotel alte Liebesbriefe und lernt auch noch den attraktiven Architekten Tomas näher kennen...
1926: Um ihre kranke Mutter finanziell zu unterstützen, nimmt die 19-jährige Violet Armstrong eine gutbezahlte Stelle als Serviererin an. Dort bekommt die hübsche Bedienung einen Einblick in das Leben der Reichen und Schönen mit all ihren Facetten...

Lauren und Violet sind sympathische, aber teilweise recht naive Protagonisten, deren Handlungen ich nicht immer ganz nachvollziehen konnte.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie (in der Gegenwart) der gutaussehende dänische Architekt Tomas Lindegaard, Laurens Eltern und ihre alte Vermieterin Lizzie sowie (in der Vergangenheit)  Sam(uel) Honeychurch-Black (der 19-jährige Erbe stammt aus einer wohlhabenden Familie, hat ein ernsthaftes medizinisches Problem und soll im Kurhotel genesen), Flora Honeychurch-Black (die 24-jährige kümmert sich um ihren Bruder und befindet sich in Begleitung ihres Verlobten Tony de Lizio, wobei diese Verbindung von ihren Eltern arrangiert wurde) sowie diverse Hotelgäste und Angestellte  fügen sich gut in die Handlung ein. Vor allem die Figur von Flora hat es mir angetan, da sie eigentlich Medizin studieren möchte, doch stattdessen soll sie Tony heiraten, der sich gern mit seinen unsympathischen Freunden umgibt... 

Romanidee: Nicht ganz neue Grundidee (ein überraschender Fund, der uns in die Vergangenheit reisen lässt) mit solider Umsetzung

Erzählperspektiven: "Das Haus der geheimen Versprechen" beinhaltet 2 Erzählperspektiven und Zeitebenen, die für Abwechslung sorgen: In der Gegenwart erzählt Lauren (in der 1. Person) über die entdeckten Briefe und die Spurensuche nach dem Absender der Briefe. In der Vergangenheit berichten Violet, Samuel und Flora (in der 3. Person) über ihren Aufenthalt im "Evergreen Spa".

Handlung: "Das Haus der geheimen Versprechen" birgt eine unterhaltsame Love-Story , die sich vorwiegend in der Vergangenheit abspielt und verschiedene Sichtweisen sowie miteinander verwebenden Handlungssträngen auf, wobei man gespannt ist, wie sich alles zusammenfügt. Leider hatte ich anfangs leichte Schwierigkeiten, mich in den 30er-Jahren zurechtzufinden, doch nach einer Weile wird es besser und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen, obwohl die Geschichte teilweise sehr langatmig und ausführlich geschildert wurde.

Schreibstil & Co:  Vervollständigt wird der Plot durch die emotionsgeladene Schreibweise, die angenehme Sprache und die wundervollen Schauplatzbeschreibungen.

FAZIT:
"Das Haus der geheimen Versprechen" ist mein erster Roman von Kimberley Wilkins und spielt sich in Australien ab. Auch wenn die Geschichte mehrere Mankos enthält, so hat mich "Das Haus der geheimen Versprechen" angesichts des abwechslungsreichen Plots, der unterschiedlichen Charaktere und des flüssigen Schreibstils gut unterhalten. Und so erhält die Geschichte rund um Lauren und Violet wundervolle 3 1/2 (von 5) Punkte.