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Mittwoch, 17. Februar 2016

[REZENSION] "Infernale" (Band 1)

Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich sehr herzlich beim Loewe Verlag.
Cover
Quelle: Loewe
Die Autorin
Sophie Jordan wuchs auf einer Farm in Texas auf und landete mit ihrer Firelight-Trilogie einen internationalen Bestseller. 2016 legt sie mit „Infernale“ den Auftakt einer packenden Liebesgeschichte vor, die durch geschickt platzierte gesellschaftskritische Anklänge zum Nachdenken anregt. Heute lebt die New York Times-Bestsellerautorin mit ihrer Familie in Houston.

*Produktinformation*
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Loewe; Auflage: 1 (15. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 378558167X / ISBN-13: 978-3785581674
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: Uninvited
Größe und/oder Gewicht: 15,3 x 4 x 22,1 cm
Leseprobe
Quelle: loewe-verlag.de  *lies mich*

Die Geschichte...
Wie alle Amerikaner muss sich auch die 17-jährige Davy einem DNA-Test unterziehen, der die Testpersonen auf das "Mördergen" HTS testet. Als Davys Test positiv ausfällt, zerplatzen all ihre Träume. Ihr Freund Zac und ihre beste Freundin Tori wenden sich von ihr ab, ihre Eltern meiden sie, nur ihr Bruder Mitchell hält zu ihr. Als das friedliebende Mädchen die Schule wechseln muss und mit anderen Trägern zusammen Unterricht hat, findet sie sich schnell auf dem Boden der Tatsachen wieder, denn Davy wird wie eine Verbrecherin behandelt und dabei kann die talentierte Musikerin nicht einmal einer Fliege etwas zuleide tun. Doch wie kann sich Davy aus dieser schier ausweglosen Situation befreien? Und was wird die Zukunft für die HTS-Trägerin bereithalten?

Meine Meinung:
Nach der Firelight-Trilogie wollte ich unbedingt das neueste Werk von Sophie Jordan lesen. "Infernale" heißt der Auftakt der gleichnamigen Dilogie und hat bereits vor seinem Erscheinungstermin viele Leser und Blogger zu Begeisterungsstürmen hingerissen - und ich darf mich in die Riege der Infernale-Fans einreihen. "Infernale" gliedert sich in 2 Teile, beginnt am 15. März 2021 mit einer Pressemitteilung und dauert schätzungsweise mehrere Wochen. Der Handlungsschauplatz wurde in die USA verlegt.

Im Jahr 2021 werden in Amerika die Bewohner auf das HTS-Gen getestet. HTS steht für Homicidial Tendency Syndrom und Träger dieses Gens neigen zur Gewalttätigkeit und sind meist Verbrecher. Personen mit dem "Mördergen" werden von ihren Mitmenschen und den Behörden als Menschen 2. Klasse angesehen und müssen furchtbare Sachen über sich ergehen lassen. Durch die  Ausweglosigkeit wirkt die Atmosphäre manchmal düster und bedrückend.

Die 17-jährige Davina "Davy" Hamilton stammt aus einem wohlhabenden und behüteten Elternhaus, lebt mit ihrer Familie in Texas und hat eine glänzende Zukunft vor sich. Denn als musikalisches Wunderkind (sie spielte bereits mit 3 Jahren Klavier, beherrscht mehrere Musikinstrumente und singt wundervoll) wurde ihr bereits ein Platz an der renommierten Juilliard School in New York zugesagt und auch sonst zählt zu den beliebten Kids an ihrer Privatschule. Doch als der HTS-Test positiv ausfällt, ist ihr bisheriges Leben vorbei, denn als Trägerin des "Mördergens" wird sie als potentiell gefährlich eingestuft. Davy muss die Schule wechseln und in einem abgesicherten Teil namens "Käfig" den Unterricht weiterführen, ihre glanzvolle Zukunft an der Juilliard ist vorbei, ihre Familie und Freunde wenden sich von ihr ab und plötzlich ist das ehemals beliebte Mädchen auf sich allein gestellt.

Es ist furchtbar, mit anzusehen, wie sich Davys Leben ändert und sie wegen eines Gen-Tests plötzlich als Gefahr angesehen wird und alles aufgeben muss, was ihr wichtig war. Dennoch wächst die sympathische, facettenreiche Protagonistin daran, denn aus dem leicht naiven Mädchen wird eine starke junge Frau, die sich gegen allerlei Gefahren behaupten muss und der beunruhigende Dinge widerfahren. Ich konnte mich in Davy vollkommen hineinversetzen und habe mit ihr mitgefiebert und gelitten.

An der staatlichen Keller High School lernt sie andere Träger kennen. Da wären zunächst der HTS-infizierte Computernerd Gil(bert) Ruiz, der Davy von Anfang an nett behandelt und ihr nicht das Gefühl gibt, eine Verbrecherin zu sein. Auch Sean O'Rourke nimmt eine große Rolle ein, denn Davy ist von dem rebellischen und furchtlosen Gen-Träger fasziniert bzw. von der Tatsache, dass der attraktive Junge seine Infizierung mittels einer Tätowierung am Hals zur Schau stellt. Allerdings ist es sehr schwer, Sean einzuschätzen, da er niemanden an sich heranlässt. Die Nebencharaktere wurden trotz ihrer Vielzahl reizvoll gestaltet und fügen sich gut in die Handlung ein.

Sophie Jordan hat sich in "Infernale" damit beschäftigt, ob/wie Gene bzw. DNS unser Leben bzw. Schicksal beeinflussen können und ich muss sagen, dass ich den Gedanken daran echt erschreckend finde und die Romanidee  zum Nachdenken anregt. Ich-Erzählerin Davy schildert die rasanten Geschehnisse aus ihrer Sicht und gewährt uns auf der Suche nach ihrer eigenen Identität einen tiefen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Zwischen den Kapiteln finden sich diverse Nachrichten, SMS-Chats, Aufzeichnungen und Interviews von Behörden, die zur Handlung passen.

Der Dilogie-Auftakt wartet mit einer Zukunftsvision auf, die hoffentlich niemals wahr wird und birgt eine gelungene Mischung aus Science Fiction, Action und ein wenig Romantik.  "Infernale" lässt einen angesichts der ungeahnten Wendungen, Turbulenzen und Überraschungen so  schnell nicht mehr los.   Auch wenn die Story ein paar ausgeschmückte Schilderungen enthält, so haben mich diese hier erstaunlicherweise gar nicht gestört und bremsen auch nicht den Lesefluss.

Die rasante Geschichte endet mit einem Cliffhanger und lässt ein paar Fragen offen, die Lust auf die Fortsetzung "Infernale - Rhapsodie in Schwarz" machen. Dank der ausdrucksstarken Schreibweise, von Sophie Jordan, der jugendlichen Sprache sowie lebendiger Beschreibungen verfliegt die Zeit beim Lesen der 384 Seiten rasend schnell, die mich berührt und auf eine unglaubliche Reise mitgenommen haben.


FAZIT:
Wer gern interessante Romane mit Action & Romantik sowie einer grandiosen Romanidee liest, wird "Infernale" sicherlich lieben, denn der Auftakt der gleichnamigen Dilogie bietet jugendlichen & junggebliebenen Lesern einen spannungsreichen Plot inklusive vieler Irrwegen, eine sympathische Hauptperson sowie einen mitreißenden Schreibstil. Da mich die Geschichte an die Seiten gefesselt hat und sicherlich noch lange nachwirken wird, vergebe ich hiermit liebend gern 5 (von 5) Punkte.

Mittwoch, 14. Oktober 2015

[MINI-REZENSION] "Aquamarin"

Cover
Quelle: Arena
Der Autor
Andreas Eschbach, geboren am 15.09.1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung "für schriftstellerisch hoch begabten Nachwuchs" schrieb er seinen ersten Roman "Die Haarteppichknüpfer", der 1995 erschien und für den er 1996 den "Literaturpreis des Science Fiction-Clubs Deutschland" erhielt. Bekannt wurde er vor allem durch den Thriller "Das Jesus-Video" (1998), das im Jahr 1999 drei literarische Preise gewann und zum Taschenbuchbestseller wurde. Mit "Der Nobelpreis" und zuletzt "Ausgebrannt" stieg er endgültig in die Riege der deutschen Top-Thriller-Autoren auf. Nach über 25 Jahren in Stuttgart lebt Andreas Eschbach mit seiner Familie jetzt seit 2003 als freier Schriftsteller in der Bretagne.

*Produktinformation*
Gebundene Ausgabe: 408 Seiten / Verlag: Arena (Juni 2015) / Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401600222 / ISBN-13: 978-3401600222
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 15,9 x 5,3 x 21,7 cm


Leseprobe
Quelle: buecher.de  *lies mich*





Die Geschichte...
Australien  im Jahr 2151: Wegen Verletzungen, die aus ihrer frühesten Kindheit stammen, darf die 16-jährige Saha nicht ins Wasser und muss ihre Wunden mit einem Verband abdecken. Das macht Saha zur Außenseiterin, denn in Seahaven liebt man das Meer und wer nicht zu den Schwimmern, Surfern oder Tauchern gehört, hat es schwer. Außerdem gehört das Mädchen auch nicht zu den Reichen oder Schönen in der Küstenstadt und wird deshalb von Carlija und ihrer Clique gemobbt und beleidigt, wann immer sich eine Chance dazu bietet. Als sie eines Tages von Carilja ins Fischbecken gestoßen wird und glaubt, ertrinken zu müssen, macht Saha eine unbeschreibliche Entdeckung, denn sie scheint eine besondere Gabe zu besitzen. Doch Saha muss vorsichtig sein, denn in der neotraditionalistischen Zone, zu der Seahaven gehört, sind Fähigkeiten wie die von Saha nicht erlaubt..

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Der Klappentext und das wunderschöne Cover haben mich einfach angesprochen.

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplatz: Als Schauplatz wurde der idyllische Küstenort Seahaven (im ehemaligen Kontinent Australien) gewählt, der mit so anschaulichen Orts- und Landschaftsbeschreibungen aufwartet, dass man sich alles wunderbar vorstellen kann.

Handlungsdauer: Die Story beginnt am Donnerstag, 4. November 2151 und dauert schätzungsweise mehrere Wochen.

Die Welt von "Aquamarin": Nach einem furchtbaren Energiekrieg Mitte des 21. Jahrhunderts hat sich die Welt verändert und wurde in Zonen aufgeteilt. Seahaven liegt in einer neotraditionalistischen Zone, wo sehr viel Wert auf Traditionen und alte Bräuche gelegt wird und Genmanipulationen aller Art strengstens verboten sind. Es gibt eine andere Zeitrechnung (ein Unit ist ungefähr ein Hundertstel eines Tages), alle Schüler besitzen elektronische Tafeln, über die alles kontrolliert und z.B. von Lehrern abgefragt werden kann. Außerdem gibt es weder Papier noch Schreibgeräte (also auch keine "echten" Bücher) und zudem wurden alle giftigen Tiere wie z.B. Schlangen oder Krokodile ausgerottet.
Mit der hier geschilderten Gesellschaft und den teilweise recht hochtechnisierten Hilfsmitteln habe ich anfangs ein wenig schwer getan, da auf viele Dinge nicht näher eingegangen wird und man sich im Laufe der Handlung manches selbst zusammenreimen muss.

Hauptperson: Saha Leeds ist 16 Jahre jung, sehr gut in der Schule und lebt seit dem Tod ihrer Mutter bei ihrer taubstummen Tante Mildred, da sie ihren Vater nie kennengelernt hat und ihre Tante die einzige noch lebende Verwandte ist. Nach einigen Umzügen hat es sie nach Seahaven verschlagen, doch hier hat es Saha nicht leicht, denn wegen ihrer Wunden am Rücken darf sie nicht ins Wasser und dabei liegt ihr Wohnort direkt am Meer. Von den beliebten Kids an ihrer Schule wird sie deshalb "Fischgesicht" genannt und oft gemobbt oder ignoriert. Als sie eines Tages von der Oberzicke Carilja ins Fischbecken der Schule gestoßen wird, ändert sich das Leben der schüchternen Schülerin auf einen Schlag... Saha wird als vielschichtige und sympathische Protagonistin geschildert, die eine beachtliche Weiterentwicklung durchmacht und ihre wahren Stärken kennenlernt.
 
Nebenfiguren: Die mitwirkenden Charaktere wie Pigrit Bonner (der 15-jährige dunkelhäutige Junge ist mit seinem Vater von der Melbourne-Metropole nach Seahaven gezogen und freundet sich mit Saha an), Mildred Leeds (Sahas taubstumme Tante ist um die 40, mag keine Fisch bzw. alle Lebensmittel, die aus dem Wasser kommen. Mildred bewohnt gemeinsam ein kleines, gemütliches Häuschen in Seahaven und hält sich mit Putzjobs über Wasser), Carilja Thawte (Carilja stammt aus einer der wohlhabendsten bzw. einflussreichsten von Seahavens Familien und hat es auf Saha abgesehen) sowie diverse Bewohner von Seahaven sind reizvolle Personen, die sich gut in die Handlung einfügen.

Romanidee: Interessante Grundidee, die (teilweise beängstigende) Zukunftsszenarien beinhaltet und ansprechend umgesetzt wurde.

Erzählperspektive: Erzählt werden die Begebenheiten von Ich-Erzählerin Saha, die uns einen tiefen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt gewährt.

Handlung: "Aquamarin" wartet mit einer abwechslungsreichen, etwas ruhigeren Geschichte auf, die einige unerwartete -manchmal leicht dramatische- Wendungen, Geheimnisse und Wirrungen enthält. Obwohl die 408 Seiten durchaus unterhaltsam und rasch zu lesen sind, gestaltet sich das Jugendbuch stellenweise etwas langatmig und leider muss ich gestehen, dass die Handlung eine Richtung eingeschlagen hat, die mir nicht 100%ig gefallen hat.

Schreibstil & Co:  Abgerundet wird der Plot durch die ausdrucksstarke und teilweise fast schon nüchterne  Schreibweise von Andreas Eschbach, die jugendliche Sprache und die überaus lebendigen Beschreibungen. Mit einer Genrezuordnung tue ich mir allerdings ein wenig schwer, es ist für mich eine Mischung aus Jugendbuch mit ein wenig Fantasy und Science Fiction.

FAZIT:
"Aquamarin" erzählt über das Leben von Saha in der fernen Zukunft und wartet mit einem unterhaltsamen Plot, einer jugendlichen Protagonistin und einem leichten Schreibstil auf. Da ich mich nicht immer in die Welt von "Aquamarin" hineinversetzen konnte und mich Sahas Geschichte nicht ganz überzeugt hat, vergebe ich für das Zukunftsszenario von Andreas Eschbach kurzweilige 3 1/2 (von 5) Punkte.

Dienstag, 3. Februar 2015

[MINI-REZENSION] "Die Macht der Sechs" (Band 2)


Cover
Der Autor
Pittacus Lore ist der Anführer des Planeten Lorien. Die letzten zwölf Jahre hat er auf der Erde verbracht, um den Krieg vorzubereiten, der über das weitere Schicksal jeglicher Existenz entscheiden wird. Sein aktueller Aufenthaltsort ist unbekannt.

Format: Kindle Edition / Dateigröße: 545 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 371 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3351041551
Verlag: Aufbau Digital; Auflage: 1 (15. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ASIN: B0079JY18W


Leseprobe
Quelle: bookview.libreka.de *lies mich*



Alle, die diese Buchserie noch lesen möchten und den Vorgängerband nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
Inzwischen sind nur mehr 6 Garden vom fernen Planeten Lorien übrig. Die 17-jährige Marina alias Nummer Sieben lebt seit vielen Jahren mit ihrer Cêpan (Wächterin) Adelina in einem abgeschiedenen spanischen Kloster. Eigentlich sollte Adelina Nummer Sieben auf ihre Aufgabe vorbereiten, doch Adelina nimmt ihre Rolle als gläubige Nonne sehr ernst und so muss Marina selbst herausfinden, welches Erbe sie erwartet und wie sie sich vor eventuellen Mogadori-Angriffen schützen kann. Außerdem sucht sie im Internet nach Anzeichen der restlichen Garden und stößt dabei im Internet auf Berichte über John Smith aus Paradise, Ohio... Derweilen befindet sich Nummer Vier/John Smith gemeinsam mit Nummer Sechs und seinem menschlichen Freund Sam auf der Flucht vor ihren Erzfeinden, den Mogadori und vor dem FBI. Nummer Vier leidet noch immer unter dem Tod seines Cêpan Henri, der wie ein Vater für ihn war. Außerdem musste er seine Freundin Sarah Hart in Paradise zurücklassen und fühlt sich, ebenso wie Sam, zu der attraktiven Nummer Sechs hingezogen...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Nach "Ich bin Nummer Vier" wollte ich nun endlich wissen, wie die Geschichte weitergeht.

Reihe: 2. Band der Lorien Legacies-Reihe, knüpft an den Vorgängerband "Ich bin Nummer Vier" an.

Handlungsschauplätze: Die Flucht führt Nummer Vier, Nummer Sechs und Sam quer durch die USA, während sich Nummer Sieben in einem Kloster im spanischen Ort Santa Teresa befindet.

Die Welt von Lorien: Lorien ist ein alter Planet, der zwar zerstört wurde, aber trotzdem noch lebt. Im Kern des Planeten existiert Magie, die Objekten des "Vermächtnisses von Lorien" (wie z.B. eine Abbildung, die das heutige Lorien zeigt) Leben verleiht. Ein durchschnittlicher Loriener wird ca. 200 Jahre alt, die Kinder werden von den Großeltern erzogen, da die Eltern ihr Erbe vervollständigen. Diesmal erfahren wir mehr über Lorien, seine Bewohner und deren Lebensweise und durch die bildhaften Schilderungen kann man sich alles wunderbar vorstellen.

Handlungsdauer: umfasst mehrere Wochen

Hauptpersonen: Nummer Sieben/Marina ist eine der überlebenden Garden vom Planeten Lorien und lebt seit 11 Jahren mit ihrem Wächter Adelina in einem Kloster in Spanien. Während Adelina die Bedrohung durch die Mogadori nicht wirklich ernst nimmt und Marina nichts über ihr früheres Leben bzw. ihr Erbe erzählt, ist Marina auf sich allein gestellt und macht sich auf die Suche nach weiteren Überlebenden... Zur gleichen Zeit ist der mittlerweile 16-jährige Nummer Vier/John Smith gemeinsam mit Nummer Sechs (einem mutigen lorienischen Mädchen, das gleichzeitig eine wahre Kampfmaschine ist), seinem "Hund" Bernie Kosar (eine Schimäre, d.h. ein Gestaltwandler in Tierform) sowie seinem besten Freund Sam Gaede (dessen Vater von den Mogadori entführt wurde) auf der Flucht. Doch die feindlichen Mogadori sind ihnen dicht auf den Fersen und auch das FBI sucht seit dem Tod seines Gefährten Henri nach ihnen... Die Protagonisten sind interessante und sympathische Charaktere, die über sich hinauswachsen.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebenfiguren sind reizvolle Persönlichkeiten, die sich ansprechend in die Handlung einfügen.

Romanidee: Faszinierende Grundidee, die Science Fiction-Elemente beinhaltet und ansprechend umgesetzt wurde.

Erzählperspektiven: Die Ich-Erzähler Marina/Nummer Sieben und John/Nummer vier schildern die temporeichen Begebenheiten aus ihrer Warte und lassen uns an ihren Gefühlen und Gedanken teilhaben. 

Handlung: Abenteuerliche & fantasievolle Geschichte voller Spannung, Action mit einem Hauch Romantik, die mit Wirrungen, ungeahnten & einigen Überraschungen, aber auch mit klitzekleinen Längen und einigen sehr ausgeschmückten Beschreibungen aufwartet. Der 2. Band endet mit einem Cliffhanger, der Lust auf eine Fortsetzung macht (die in Deutsch allerdings noch auf sich warten lässt).

Schreibstil & Co:  Die ausdrucksstarke & fesselnde Schreibweise von Pittacus Lore, die unterhaltsamen Dialoge und die lebendigen Beschreibungen runden den 2. Band ab, wodurch sie die 371 Seiten schnell lesen lassen.

FAZIT:
Auch wenn "Die Macht der Sechs" klitzekleine Mankos enthält, so hat mich der Nachfolger von "Ich bin Nummer Vier" wirklich gut unterhalten. "Die Macht der Sechs" wartet mit einem abwechslungsreichen Plot voller Action und Abenteuer, reizvollen Charakteren und einem packenden Schreibstil auf. Dafür erhält dieser Science Fiction-Roman von mir wundervolle 4 1/2 (von 5) Punkte.






Mittwoch, 18. Juni 2014

[REZENSION] "So fern wie ein Stern" (Band 3)

Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich bei der netten Autorin Amanda Frost.

Cover
Quelle: lovelybooks
Die Autorin
Amanda Frost war viele Jahre weltweit im Marketing und der Logistik großer Unternehmen tätig und lebte lange in der Schweiz, bevor es sie nach München zog. Und obwohl Amandas männliche Protagonisten allesamt über außerirdische Wurzeln verfügen, ist der Mann an ihrer Seite ihres Wissens nach von dieser Welt. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans erfüllte sie sich einen lang gehegten überirdischen Traum.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 346 Seiten
Verlag: Amanda Frost; Auflage: 1 (27. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3000458328
ISBN-13: 978-3000458323
Größe und/oder Gewicht: 20,3 x 12,7 x 2,2 cm

Leseprobe
Quelle: suchbuch.de 
*lies mich*


Alle, die diese Trilogie noch lesen möchten und die Vorgängerbände nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
Um das Bestehen seines Heimatplaneten Siria zu sichern und eine Mutter für seine beiden Töchter zu finden, macht sich nun Regierungsratsmitglied Mark auf den Weg zur Erde. Doch leider kann der Tierarzt besser mit Tieren als mit Frauen umgehen und so schafft er es, alle potentiellen Kandidatinnen  in die Flucht zu schlagen. Als Mark die rothaarige Elena kennenlernt, ist es um ihn geschehen, denn auf Siria leben nur dunkelhaarige Menschen. Doch dann verliert die junge Frau durch einen Unfall das Gedächtnis und kann sich an nichts mehr erinnern, was der Witwer schamlos ausnutzt. Elena glaubt Mark sofort, dass es Außerirdische und einen anderen Planeten namens Siria gibt und so macht er sich gemeinsam mit dem rothaarigen Wirbelwind mit den blauen Augen auf den Weg nach Siria. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten fühlt sich Elena wohl und freundet sich sogar mit Jana an, die ebenfalls von der Erde stammt und mit ihrem Mann Simon auf Siria wohnt. Auch Marks Töchter akzeptieren sie bald, nur Mark glaubt nicht an Gefühle und die große Liebe, wobei Elena sich nicht vorstellen kann, mit einem Mann zusammenzuleben, den sie nicht liebt. Und so sprühen bald die Funken zwischen Elena und Mark...
 
Meine Meinung:
Nachdem mich die beiden Vorgängerbände "Gib mir meinen Stern zurück" und "Sei mein Stern" verzaubert haben, musste ich natürlich auch unbedingt den 3. und letzten Band der Siria-Trilogie lesen. Der Prolog beginnt auf dem Planeten Siria, die Geschichte beginnt 2 Monate später auf der Erde, genauer gesagt in München, führt uns danach wieder zurück nach Siria und dauert ein paar Wochen. Hat der Serienauftakt über den smarten Raketentechniker Rafael und Band 2 über Rafaels jüngeren Bruder Simon berichtet, so steht im 3. Band der Tierarzt Mark im Mittelpunkt.

Der Handlungsschauplatz wurde auf die Erde, aber größtenteils nach Siria verlegt, wobei die Unterschiede zwischen den beiden Planeten wirklich groß sind. Siria ist im Vergleich mit der Erde hochtechnisiert und sauber, der ferne Planet nennt 2 rote Sonnen samt grünen Himmel, rote Wiesen und violette Berge sein Eigen. Es gibt nur dunkelhaarige Sirianer, die gegen die Erdenbewohner außerordentlich reaktionsschnell bzw. stark sind und rasch lernen. Die Sirianer ernähren sich von Tabletten bzw. Eukalyptustee und bevorzugen Einheitskleidung in Form von grauenhaften Overalls. Außerdem beherrschen sie verschiedene Sprachen und auch die umgangssprachlichen Begriffe sind dank Simons Programmierfähigkeiten inzwischen kein Problem mehr.

Mit seinen 38 Jahren ist Mark ein gutaussehender Mann, der seine Frau Patrizia vor einigen Jahren an den Virus verloren hat und nun eine Mutter für seine Töchter, die 11-jährige Carina und die 13-jährige Tessa sucht. Der gut gebaute Tierarzt gehört dem Regierungsrat von Siria an und hat die Gabe, mit Tieren mental kommunizieren, was ihm seinen Job sehr erleichtert. Wie alle Sirianer kann Mark nichts mit Gefühlen anfangen und glaubt auch nicht an die große Liebe. Doch da hat er nicht Elena gerechnet, die ebenfalls ein Herz für Tiere hat und von einem Auto angefahren wird, als sie ein Hündchen von der Straße rettet. Elena, die schätzungsweise um die 30 ist, leidet seit dem Unfall unter Gedächtnisverlust und kann es nicht glauben, dass sich der attraktive Mark sich so rührend um sich kümmert. Als er ihr von seinem Heimatplaneten Siria erzählt, denkt sich die hübsche Frau mit den roten Locken nicht viel dabei und folgt Mark bereitwillig auf den fremden Planeten...

Mit Mark und Elena hat die Autorin ein weiteres Mal sympathische und facettenreiche Protagonisten mit Schwächen, Ecken & Kanten erschaffen, die immer wieder für eine Überraschung gut sind. Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Rafael, Valerie, Simon, Jana und diverse Bewohner von Siria sind ebenfalls interessante Figuren, die sich gut in die Handlung einfügen und die man in "So fern wie ein Stern" besser kennenlernt. Erneut haben es mir die außerirdischen Mondbären, deren Fell die Farbe nach Gemütszustand ändert, angetan und auch Marks depressiven Haushalts-Roboter Jasper und Abby, den Andromedaigel muss man einfach mögen.

Die gesamte Siria-Trilogie wartet mit einer fantastischen Romanidee auf, die wunderbar umgesetzt und mit vielen frischen Einfällen versehen wurde. Erzählt werden die turbulenten Geschehnisse abwechselnd aus der Sicht von Elena und Mark (in der 3. Person). Die beiden Protagonisten gewähren uns einen tiefen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt, weshalb man mit ihnen mitfühlen & mitleiden kann und sie rasch ins Herz schließt.

Auch wenn man schon bald ahnt, wer die perfekte Frau für Mark ist bzw. wie die Story ausgehen wird, birgt der Weg dorthin viele unterhaltsame Stolpersteine, zauberhafte Überraschungen sowie etliche Liebes- und Sex-Szenen, die natürlich nicht fehlen dürfen. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven und miteinander verwebende Handlungsstränge, die in einem höchst zufriedenstellen Finale enden, führen den Leser durch die temporeiche Geschichte und sorgen für Unterhaltung.

Den verwendeten Humor mag ich sehr und musste auch häufig über die turbulenten Ereignisse lachen und schmunzeln. Abgerundet wird das Finale durch die mitreißende, emotionsgeladene Schreibweise von Amanda Frost, die herrlich amüsanten Dialoge und eine angenehme Sprache, weshalb sich die 346 Seiten rasant lesen lassen.  Allerdings bin ein wenig traurig, dass die außerirdischen Abenteuer nun zu Ende sind.
 
FAZIT:
"So fern wie ein Stern" ist der Abschluss der Siria-Trilogie und erzählt die vergnügliche Geschichte von Mark und Jana. Dank der unterhaltsamen Story voller einfallsreicher Irrungen und Überraschungen, der sympathischen Protagonisten sowie des mitreißenden Schreibstils garantiert "So fern wie ein Stern" wundervolle Lesestunden. Da mich das Siria-Finale restlos begeistert hat, vergebe ich dafür überirdisch gute 5 (von 5) Punkte.
 
 

Dienstag, 31. Dezember 2013

[REZENSION] "Sei mein Stern" (Band 2)

Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich bei der netten Autorin Amanda Frost.

Cover
Quelle: lovelybooks
Die Autorin
Amanda Frost war viele Jahre weltweit im Marketing und der Logistik großer Unternehmen tätig und lebte lange in der Schweiz, bevor es sie nach München zog. Und obwohl Amandas männliche Protagonisten allesamt über außerirdische Wurzeln verfügen, ist der Mann an ihrer Seite ihres Wissens nach von dieser Welt. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans erfüllte sie sich einen lang gehegten überirdischen Traum.
 
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Amanda Frost; Auflage: 1 (10. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3000437215
ISBN-13: 978-3000437212
Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,8 x 2,8 cm

Leseprobe
Quelle: suchbuch.de  *lies mich*
 

Alle, die diese Trilogie noch lesen möchten und den Vorgängerband nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!
 
Die Geschichte...
Nach Rafael, der nun mit seiner Familie in München wohnt, wird sein jüngerer Bruder Simon auf die Erde geschickt, um das Bestehen ihres Heimatplaneten Siria zu sichern, denn seit einem Meteoriteneinschlag sind dort alle Frauen unfruchtbar und nun soll der attraktive Technikfreak eine geeignete Frau nach Siria bringen. Doch diese Mission gestaltet sich nicht gerade einfach, da das Computergenie nach einigen gescheiterten Affären mehr Interesse an dem Hacken von schwer zu knackenden Datenbanken hat. Als er sich in den Rechner der deutschen Geheimdienstorganisation BSC hackt, setzt Carsten Roth, der Chef des deutschen Nachrichtendienstes, seine beste Agentin Jana Iwanow auf den Hacker an. Rasch kommt die Undercoveragentin dem Missetäter auf die Spur, allerdings kann es die Agentin nicht glauben, dass der wahnsinnig gut aussehende Simon die gesuchte Person sein soll. Außerdem kommt Jana der Vorstellung von Simons Traumfrau ziemlich nah und so ist es kein Wunder, dass zwischen den beiden bald die Funken sprühen...
 
Meine Meinung:
Da mich bereits der Vorgänger "Gib mir meinen Stern zurück" verzaubert hat, musste ich natürlich auch unbedingt den 2. Band der Siria-Trilogie lesen. Der Prolog beginnt auf dem Planeten Siria, die Geschichte führt uns zunächst auf die Erde, genauer gesagt nach München und dauert ein paar Wochen. Hat der Serienauftakt über den smarten Raketentechniker Rafael berichtet, so steht in Band 2 sein jüngerer Bruder Simon im Fokus.

Der Handlungsschauplatz wurde auf die Erde, aber auch nach Siria verlegt, wobei die Unterschiede zwischen den Planeten wirklich groß sind. Siria ist gegen die Erde sehr sauber und hochtechnisiert. Es gibt nur dunkelhaarige Sirianer, die gegen die Erdenbewohner sehr reaktionsschnell/stark sind und rasch lernen, die Sirianer sich von Tabletten bzw. Eukalyptustee und bevorzugen Einheitskleidung. Außerdem beherrschen sie verschiedene Sprachen und auch die umgangssprachlichen Begriffe sind dank Simons Programmierfähigkeiten inzwischen kein Problem mehr.

Simon ist mit knapp 30 Jahren der jüngere Bruder von Rafael, der mit seiner Frau Valerie und der gemeinsamen kleinen Tochter in München lebt und dort ein kleines, aber feines Hotel betreibt. Simon ist das komplette Gegenteil von Rafael: Er ist unsportlich, hat einen sehr empfindlichen Magen und bisher noch nicht die richtige Frau gefunden, die er nach Siria bringen und sich dort mit ihr fortpflanzen möchte. Seit der hochgewachsene Mann mit den blauen Augen und dunklen Locken auf der Erde weilt, wohnt er im Hotel und treibt es mit seiner Technik-Besessenheit auf die Spitze, denn er programmiert alle technischen Geräte im Hotel um und hackt sich vor lauter Langeweile in geheime Datenbanken verschiedener Geheimdienste ein, wo er  seine virtuelle Visitenkarte in Form eines Mondbärchens hinterlässt. Als der Computernerd den fatalen Fehler begeht, den Rechner des BSC zu knacken, wird die 32-jährige Jana Iwanow als talentierteste Agentin des deutschen Geheimdienstes auf diesen Fall angesetzt. Jana ist eine sexy und toughe Brünette, die ihren Job sehr ernst nimmt und unter dem Tod ihres Bruders leidet, was ihr regelmäßig Albträume beschert.

Mit Simon und Jana hat die Autorin sympathische und facettenreiche Protagonisten mit Schwächen, Ecken & Kanten erschaffen, die immer wieder für eine Überraschung gut sind. Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Rafael, Valerie, BSC-Direktor Carsten Roth und diverse Bewohner von Siria sind ebenfalls interessante Figuren, die sich gut in die Handlung einfügen. Erneut hat es mir der Mondbär Tizian, Rafaels außerirdisches Haustier, angetan und auch Simons entzückenden Roboter Melvin finde ich einfach klasse.
 
"Sei mein Stern" wartet mit eine fantastischen Romanidee auf, die großartig umgesetzt und mit vielen frischen Einfällen versehen wurde. Waren im 1. Band noch ein paar leicht kitschige und überdrehte Szenen enthalten, so ist das hier nicht der Fall. Es ist natürlich nicht schwierig zu erraten, wer die perfekte Frau für Simon ist bzw. wie die Story ausgehen wird, dennoch birgt der Weg dorthin unterhaltsame Stolpersteine & viele zauberhafte Überraschungen.
 
Erzählt werden die turbulenten Begebenheiten abwechselnd aus der Sicht von Jana und Simon (in der 3. Person). Die beiden Hauptpersonen gewähren uns einen tiefen Einblick in ihre Gefühle und Gedanken, weshalb man mit ihnen mitfühlen, mitfiebern & mitleiden kann und sie schnell ins Herz schließt. Mehrere Erzählperspektiven und miteinander verwebende Handlungsstränge, die in ein eindrucksvolles Finale gipfeln, führen den Leser durch die temporeiche Geschichte, die mit einigen Liebes- und Sex-Szenen garniert wurde und so für zusätzliche Unterhaltung sorgt.
 
Außerdem mag ich den hier verwendeten Humor sehr und musste beim Lesen oft laut lachen, was natürlich auch für diesen Roman spricht. Die mitreißende, emotionsgeladene Schreibweise von Amanda Frost, höchst amüsante Dialoge und eine angenehme Sprache runden die Geschichte von Simon und Jana ab, wodurch man praktisch durch die 352 Seiten fliegt. 
 
FAZIT:
"Sei mein Stern" heißt der 2. Band der Siria-Trilogie, der nun Rafaels Bruder Simon auf seiner schwierigen Mission begleitet und mir wundervolle Lesestunden beschert hat.  Dieser übersinnliche Liebesroman von Amanda Frost beinhaltet einen höchst unterhaltsamen Plot mit fantasievollen Wirrungen, reizvolle Protagonisten sowie einen ausdrucksstarken Schreibstil. Da ich von "Sei mein Stern" restlos begeistert bin, vergebe ich dafür himmlische 5 (von 5) Punkte und freue mich auf Band 3.
 
 

Freitag, 15. November 2013

[REZENSION] "Sternenstaub" (Band 3)

Hübsches Cover
Quelle: Thienemann
Die Autorin
Kim Winter, geboren 1973 in Wiesbaden, lebt mit ihrer Familie im Taunus. Nach einer Ausbildung zur Sozialarbeiterin, arbeitete sie im Pflegekinderdienst und in einem Waldkindergarten. Dann widmete sie sich voll und ganz ihrer Leidenschaft, die sie selbst als Schreibsucht bezeichnet. Dem Wald ist Kim Winter übrigens noch immer sehr verbunden, weil sie dort neben einem Café in Wiesbaden am liebsten schreibt, und das immer mit Musik im Ohr. Außerdem spielt sie Theater, engagiert sich umweltpolitisch und kann es nicht lassen, Dinge zu hinterfragen. Bei Ungerechtigkeiten weggucken, geht gar nicht.

*Produktinformation*
Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
Verlag: Planet Girl; Auflage: 1. (19. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522503805 / ISBN-13: 978-3522503808
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 4,6 cm


Leseprobe
Quelle: cms.thienemann.de *lies mich*

Alle, die diese Trilogie noch lesen möchten und die Vorgängerbände nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
Endlich ist der Tag gekommen, als Mia und Iason ihre Liebe bzw. ihre Verbindung mit einer loduunischen Zeremonie öffentlich bekanntmachen, doch das Fest wird durch einen Anschlag gestört, für den Lokondra verantwortlich sein könnte. Denn Mia ist nicht nur Iasons Sinn, sondern auch der von Befehlshaber Lokondra, was niemand versteht. Um den Aufständen auf Loduun ein Ende zu setzen, lässt Iason Mia auf der Erde zurück und fliegt in seine Heimat. Doch auch auf der Erde kommt es zu Unruhen und die Abneigung gegen die Loduuner wächst. Da trifft Mia eine Entscheidung, die alles verändert...

Meine Meinung:
"Sternenstaub" heißt der 3. und letzte Band der der Sternen-Trilogie rund um Mia & Iason, einer Jugend-Science Fiction-Trilogie, die in der fernen Zukunft auf der Erde und in Loduun spielt. Die Geschichte wird in 3 Teile gegliedert, startet nach dem interessanten Prolog 3 Monate zuvor und umfasst einige Monate. Auch im 3. Band finde ich die Darstellung der verwendeten Welt noch immer interessant.

Wegen Umweltkatastrophen hat sich die Erdbevölkerung bzw. ihr Lebensraum drastisch reduziert. Die Menschen sprechen nur noch eine Sprache, es gibt Flugschiffe und Hologramm-Bildschirme, aber leider noch Ausländerfeindlichkeit, die sich hier gegen die Loduuner richtet. Die "Außerirdischen" sind um viel intelligenter als die Erdenbewohner, da sie rasend schnell lernen und die Kunst der Telekinese beherrschen, sie nennen die Menschen Irden, sind Vegetarier und zeigen ihre Gefühle anders als die Menschen. Außerdem hat die loduunische Rasse ihre Bestimmung, für die sie von Kindesbeinen an leben und (wenn sie ihren Lebenzweck erfüllt haben) sterben.
 
Mia Wiedemann wohnt mit ihrer Mutter auf der Erde und hat nach 10 Jahren wieder Kontakt zu ihrem Vater, der außerhalb der Kuppel lebt. Die 18-jährige Schülerin handelt oft unüberlegt, was sie manchmal in Schwierigkeiten bringt. Wenn das zierliche Persönchen mit den kastanienbraunen Locken glücklich ist, muss sie niesen - und glücklich ist sie mit dem Loduuner Iason Santo auf alle Fälle, denn sie liebt ihn über alles. Der 18-jährige Wächter gehört dem "Clan des Stolzes" an und Mia ist Iasons Sinn (der vorherbestimmte Sinn des loduunischen Lebens), aber auch der Sinn von Bösewicht Lokondra...

Erneut gibt es ein Wiedersehen mit den zauberhaften loduunischen Kindern aus dem Tulpenweg, was mich sehr freut, da mir besonders Tony, Hope und Luna seit "Sternenschimmer" ans Herz gewachsen sind, aber auch über die erwachsenen Loduuner wie Finn und Skyto, Widersacher Lokondra und Tulpenweg-Heimleiter Bert dürfen wir uns freuen. Mittlerweile schaffe ich es, die unzähligen, aber reizvoll gestalteten Nebenfiguren, auseinanderzuhalten. Die  Protagonisten, allen voran die sympathischen Hauptpersonen Mia & Iason, aber auch die restlichen Nebencharaktere sind facettenreich und  glaubwürdig gestaltet. Alle Charaktere haben ihre Probleme, Träume, Ecken & Kanten, was sie authentisch macht.

Nachdem der Mittelteil ein wenig langatmig war, hat es das Finale geschafft, mich vollends in seinen Bann zu ziehen und auch diesmal erfahren wir wieder Wissenswertes über Loduun und seine Bewohner. Die faszinierende Romanidee wurde mit frischen Einfällen versehen und hervorragend umgesetzt. Außerdem übt die Romanze zwischen der Irden Mia und dem Loduuner Iason einen besonderen Reiz auf mich aus. "Sternenstaub" kommt ganz ohne Längen aus und wartet mit vielen unerwarteten Wendungen & Überraschungen auf, die in ein rasantes Ende gipfeln, das mich zufriedengestellt hat. Ich-Erzählerin Mia schildert die emotionsgeladenen Geschehnisse aus ihrer Perspektive und gewährt uns einen tiefen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt. Hier kommen viele verschiedene Emotionen zum Einsatz. 

Die gesamte Sternen-Trilogie ist keine leichte Lektüre, die man schnell zwischendurch liest. Um alle Zusammenhänge zu erfassen, sollte man sich genug Zeit nehmen, doch es lohnt sich auf alle Fälle. Dank der ausdrucksstarken, mitreißenden Schreibweise von Kim Winter, der angenehmen Sprache und der Kapitel in angenehmer Länge lassen sich die 592 Seiten schnell und flüssig lesen.  Besonders hervorheben möchte ich die zauberhaften Beschreibungen von Loduun, die so lebendig wirken, als würde es diesen Planeten wirklich geben.

FAZIT:
"Sternenstaub" ist für mich der emotionalste und gleichzeitig beste Band der Sternen-Trilogie, denn hier stimmt einfach alles. Im 3. Teil führt uns die Autorin ein weiteres Mal in die ferne Zukunft und spinnt die reizvolle Geschichte um Iason & Mia weiter. Das Ende dieser Science Fiction-Trilogie bietet eine außergewöhnliche Story gepaart mit ein wenig Action und Romantik, interessanten Charakteren sowie einen emotionsgeladenen Schreibstil. Da ich an "Sternenstaub" nichts auszusetzen habe, vergebe ich dafür liebend gern 5 (von 5) Punkte.
 

 

Sonntag, 10. November 2013

[REZENSION] "Gib mir meinen Stern zurück" (Band 1)

Für dieses signierte Rezensionsexemplar bedanke ich mich bei der netten Autorin Amanda Frost.

Cover
Quelle: lovelybooks
Die Autorin
Amanda Frost war viele Jahre weltweit im Marketing und der Logistik großer Unternehmen tätig und lebte lange in der Schweiz, bevor es sie nach München zog. Und obwohl Amandas männliche Protagonisten allesamt über außerirdische Wurzeln verfügen, ist der Mann an ihrer Seite ihres Wissens nach von dieser Welt. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans erfüllte sie sich einen lang gehegten überirdischen Traum.
 
Taschenbuch: 376 Seiten
Verlag: Amanda Frost; Auflage: 1 (27. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3000412689
ISBN-13: 978-3000412684
Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,8 x 2,6 cm


Leseprobe
Quelle: Anjas Buecherblog  *lies mich*
 


Die Geschichte...
Um das Fortbestehen des Planeten Siria zu sichern, da seit einem Meteoreinschlag alle Frauen unfruchtbar sind, muss sich ein Sirianer mit einer Erdenbewohnerin fortpflanzen. Dieser wird dann auf die Erde gebeamt und muss dort mithilfe des Magiers David Chesterfield, der seit vielen Jahren unerkannt auf der Erde lebt, sein Glück versuchen.  Die Wahl fällt auf die wunderschöne deutsche Schauspielerin Angelina Russo und den chaotischen Sirianer Rafael, der seine Mission unbedingt erfüllen möchte und deshalb einen Job als Angelinas Fahrer ergattert. Angelinas Assistentin Valerie ist vom neuen Chauffeur mit den strahlend blauen Augen auf Anhieb fasziniert. Doch die Rettung seines Heimatplaneten gestaltet sich nicht so einfach, wie sich Rafael das vorgestellt hatte, denn Angelina ist sehr zickig und hasst Kinder...
 
Meine Meinung:
Angetan vom auffälligen Cover und dem vielversprechenden Buchtitel, musste ich den Auftakt der Siria-Trilogie "Gib mir meinen Stern zurück" unbedingt lesen und wurde nicht enttäuscht. Der Prolog beginnt auf dem Planeten Siria, die Geschichte startet auf der Erde, dauert ein paar Monate, um mit dem Epilog 6 Monate später zu enden.

Der Handlungsschauplatz wurde größtenteils auf die Erde, aber auch auf Siria verlegt, wobei die Unterschiede zwischen den beiden Planeten groß sind. Siria ist gegen die Erde sehr sauber und hochtechnisiert. Es gibt nur dunkelhaarige Sirianer, die gegen die Erdenbewohner sehr reaktionsschnell bzw. stark sind und rasch lernen. Deshalb beherrschen sie verschiedene Sprachen, obwohl Rafael mit den umgangssprachlichen Begriffen seine Schwierigkeiten hat, was auch zu Verwechslungen führt.
 
Rafael ist mit seinen 30 Jahren das jüngste Mitglied des Regierungsrates auf Siria und leidet noch immer unter dem Tod seiner Frau. Um seinen Heimatplaneten Siria zu retten, stellt sich der gutaussehende, unzuverlässige Raketentechniker mit den strahlend blauen Augen widerwillig zur Verfügung. In Hollywood trifft der charmante Kindskopf den sirianischen Magier David Chesterfield, der seit langem in Amerika lebt und zum Mentor für Rafael wird. Denn das Leben auf der Erde unterscheidet sich in vielen Dingen, wie z.B. in der Sprache, der Kleidung oder der Nahrung, da es auf Siria nur Nahrung in Tablettenform und Tee gibt. Vom Regierungsrat wurde die exzentrische Schauspielerin Angelina Russo als perfekte Partnerin für Rafael ausgesucht, da sie wunderschön und zudem das Ebenbild von Rafaels verstorbener Frau Cara ist. Allerdings ist die 26-jährige Berühmtheit sehr launisch und divenhaft, was vor allem ihre Angelinas Assistentin und Ex-Stuntfrau Valerie Graf zu spüren bekommt. Die hübsche Blondine ist etwas tollpatschig und studiert nebenbei BWL, da sie nicht ewig für Angelina arbeiten möchte.
 
Rafael und Vanessa sind so sympathisch, dass man sie einfach ins Herz schließen muss. Dagegen nervt die zickige Angelina mit ihrem Diven-Gehabe, aber dieser Kontrast ist auf alle Fälle interessant. Die reizvollen Hauptpersonen sind zwar wunderschön anzusehen, haben aber trotzdem Fehler, Probleme, Ecken & Kanten. Die mitwirkenden Nebencharaktere sind ebenfalls interessante Figuren, die sich gut in die Handlung einfügen. Besonders hat es mir der Mondbär Tizian, Rafaels außerirdisches Haustier, angetan.
 
"Gib mir meinen Stern zurück" beinhaltet eine reizvolle Romanidee, die mir in dieser Form noch nicht untergekommen ist und hervorragend umgesetzt wurde. Auch wenn man bald ahnt, wer die perfekte Frau für Rafael ist bzw. welchen Ausgang die Geschichte nimmt, so birgt der Weg dorthin viele Überraschungen und unterhaltsame Stolpersteine. Ein paar leicht kitschige Szenen sind zwar enthalten, aber die Geschichte ist so zauberhaft, dass dies nicht wirklich stört.
 
Die temporeichen Geschehnisse werden vorwiegend aus der Sicht von Rafael und Valerie erzählt, aber auch von Angelina geschildert (in der 3. Person). Die Protagonisten gewähren Einblick in ihre Gefühle und Gedanken, weshalb man mit ihnen mitfühlen, mitleiden und mitfiebern kann. Vor allem Rafael hat mich immer wieder überrascht, obwohl er lange davon überzeugt ist, dass Angelina die "Richtige" für ihn ist und dabei in allerlei Fettnäpfchen tritt.

Mehrere Erzählperspektiven und miteinander verwebende Handlungsstränge führen den Leser durch die turbulente Story, die mit etlichen Liebes- und Sex-Szenen garniert ist. Der locker-leichte Schreibstil von Amanda Frost, amüsante Dialoge und eine angenehme Sprache runden diese Geschichte ab, wodurch sich die 376 Seiten rasend schnell lesen lassen. Außerdem mag ich den hier verwendeten Humor sehr und musste beim Lesen oft lachen.
 
FAZIT:
"Gib mir meinen Stern zurück" ist ein übersinnlicher Liebesroman, der mich wunderbar unterhalten hat, denn es hat mir großen Spaß bereitet, Rafael auf seiner Mission zu begleiten. Dieser Roman von Amanda Frost wartet mit einem unterhaltsamen Plot samt frischen Einfällen, reizvollen Protagonisten sowie einer flüssigen Schreibweise auf und bietet den Lesern ein paar amüsante Lesestunden. Da ich von dieser übernatürlichen Geschichte total begeistert bin, vergebe ich dafür 5 (von 5) Punkte.