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Montag, 2. Januar 2017

[LESEEINDRUCK] "Ist die Liebe nicht schön?"

Hübsches Cover
Quelle: Harper Collins
Die Autorin
Carmel Harrington glaubt an Happy Ends, weil sie ihr eigenes gefunden hat. Sie lebt mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern in Irland, und ihr Leben ist erfüllt von Geschichten, Spielen, Spaziergängen am Strand, Schokolade und Liebe in Hülle und Fülle.
 
*Produktinformation*
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (10. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956496000
ISBN-13: 978-3956496004
Originaltitel: Every Time a Bell Rings
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 3,2 x 18,5 cm

Leseprobe
Quelle: harpercollins.de (unter "Leseprobe anzeigen") *lies mich*


Die Geschichte...
Weihnachten war stets die schönste Zeit des Jahres für Belle. Die funkelnden Lichter Dublins, der knirschende Schnee unter den Schuhen, der Zauber, der in der Luft liegt. Doch dieses Jahr ist sie blind für all das und ihre Welt grau, nachdem sie alles verloren hat, was sie liebt. Aber Weihnachten hat auch dieses Jahr nicht seinen Zauber verloren…
 
Mein Leseeindruck:
Da ich gern irische Romane lese, hat mich "Ist die Liebe nicht schön?" angesprochen. Am Ende des Buches findet sich ein Rezept für Irischen Plumpudding. Die Geschichte, die sich in 3 Teile gliedert, beginnt nach dem Prolog im Jahr 1988 und endet mit dem Epilog an Heiligabend im Jahr 2015. Als Handlungsschauplatz wurde die irische Hauptstadt Dublin gewählt.

Hier lernen wir das Pflegekind Belle Bailey kennen, die 1988 als 8-jährige zu Tess kommt und bei ihr aufwächst. Dort lernt das Mädchen mit den afroamerikanischen Wurzeln auch Jim Looney kennen, der nach einer Weile zu seiner Mutter zurückkehrt - doch später sollen sich ihre Wege erneut kreuzen...

Belle ist eine sympathische und facettenreiche Protagonistin, die man einfach mögen muss. Auch die reizvoll gestalteten  Nebencharaktere fügen sich gut in das Geschehen ein. Die reizvolle Grundidee (es spielen Familie, Liebe und Freundschaft eine große Rolle) wurde wunderbar umgesetzt.  Geschildert werden die Geschehnisse aus der Sicht der Ich-Erzählerin Belle, die uns an ihren Gefühlen & Gedanken teilhaben lässt.

"Ist die Liebe nicht schön?" erzählt eine traurig-schöne Geschichte vollgepackt mit ungeahnten Wendungen, Turbulenzen und Stolpersteinen, die immer wieder überrascht. Abgerundet wird die (Weihnachts-)Geschichte durch den emotionsgeladenen Schreibstil von Carmel Harrington, die unterhaltsamen Dialoge sowie durch die bildhaften Schauplatzbeschreibungen. 

FAZIT:
"Ist die Liebe nicht schön?" ist ein zauberhaftes Buch, das mit gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen gebracht hat, was nicht viele Romane schaffen. Mein erstes Buch von Carmel Harrington hat mich vollkommen überzeugt und erhält deshalb von mir 5 (von 5) Punkte und eine Leseempfehlung.

Mittwoch, 16. November 2016

[LESEEINDRUCK] "Die Mühle"

Cover

Quelle: Random House
Die Autorin
Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman "Das Kindermädchen" ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis 2012. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: cbt (29. August 2016)
ISBN-10: 3570164233 / ISBN-13: 978-3570164235
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 4,5 x 22,1 cm


Leseprobe
Quelle: randomhouse.de  *lies mich*


Die Geschichte...
Lana, die wegen des Jobs ihres Vaters als Kind oft die Schule gewechselt und nie wirklich Anschluss gefunden hat, musste die letzten Schuljahre in der deutschen Kleinstadt L. verbringen und hat die coole Clique, kurz genannt "The Court" immer schon bewundert. Inzwischen studiert Lana in Berlin und begegnet dort zufällig Johnny, dem charismatischen Anführer der ehemaligen Überflieger-Gruppe aus L. begegnet. Dann verletzt sich Johnny, landet im Krankenhaus und hat an Lana eine große Bitte: Sie soll seinen Platz an einem Reunion-Treffen einnehmen und ins tschechische Karlsbad fahren. Die restlichen Mitglieder der ehemaligen Clique sind zwar nicht gerade begeistert, aber bald schon ist das zweitrangig. Denn ein Picknick in die umliegende Gegend erweist sich als Falle...

Mein Leseeindruck:
Da ich die Jugendthriller von Elisabeth Herrmann mag, wollte ich auch "Die Mühle" unbedingt lesen. Die Story, die uns von Berlin (DE) nach Karlsbad (CZ) führt, dauert einige Tage und endet 1 Jahr später. "Die Mühle" enthält eine interessante Grundidee (erinnert ein wenig an "Rachespiel") mit ansprechender Umsetzung.

Die 20-jährige Helena "Lana" Thalmann studiert in Berlin an der Humboldt Pyschologie, da sie ihrer Kindheit (viele Wohn- und Schulwechsel, keine wirklichen Freunde) bzw. ihrem Leben als Außenseiterin auf den Grund gehen möchte. Als Jugendliche hat sie auf ihrer letzten Schule eine starke Gruppe von Überfliegern bewundert und wollte auch dazugehören. Als sie statt Johnny zu einem Treffen der ehemaligen Freunde nach Karlsbad reisen soll, überlegt sie nicht und ergreift die Chance...

Lana ist eine interessante, wenn auch nicht immer greifbare Protagonistin mit einigen Ecken & Facetten, die eine beachtliche Weiterentwicklung durchlebt, obwohl ich seine Handlungen manchmal nicht ganz verstehen konnte. Die Nebencharaktere wie die ehemaligen Cliquen-Mitglieder Johnny, Joshua, Siri, Cattie, Franziska, Tom und Stephan sind reizvoll gestaltete Persönlichkeiten. Die temporeichen Begebenheiten werden aus der Sicht der Ich-Erzählerin Lana geschildert.

 "Die Mühle" wartet mit einer durchwegs spannende, Geschichte rund um einen gefahrenvollen Ausflug auf, die viele Geheimnisse, Lügen und Überraschungen birgt, der aber auch das "gewisse Etwas" für die volle Punktzahl fehlt. Leider enthält die Story auch kleine Längen, ein paar allzu dramatische Wendungen und ausschweifende Beschreibungen, die den Lesefluss stellenweise etwas bremsen. Der Jugendthriller wird durch eine mitreißende Schreibweise und lebendige Beschreibungen vervollständigt.
 
FAZIT:
Mit "Die Mühle" hat Elisabeth Herrmann einen weiteren Jugendthriller erschaffen, der mit einem nicht alltäglichen Setting und allerlei Irrwegen punktet. Da  der Plot für meinen Geschmack kleine Schwächen enthält, vergebe ich für dieses packende Jugendbuch wunderbare 4 (von 5) Punkte.

 
*help*
 

Dienstag, 15. November 2016

[LESEEINDRUCK] "Winterzauber in Manhattan"

Cover
Winterzauber in Manhattan
Quelle: Random House
Die Autorin
Mandy Baggot ist preisgekrönte Autorin romantischer Frauenunterhaltung. Sie hat eine Schwäche für Kartoffelpüree und Weißwein, für Countrymusic, Reisen und Handtaschen – und natürlich für Weihnachten. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann, ihren beiden Töchtern und den Katzen Springsteen und Kravitz in der Nähe von Salisbury.
 
Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (17. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442485169
ISBN-13: 978-3442485161
Originaltitel: One Wish in Manhattan
Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 4,3 x 18,6 cm


Leseprobe
Quelle: randomhouse.de  *lies mich*


Die Geschichte...
Die alleinerziehende Hayley möchte ihrer Tochter Angel ihren Herzenswunsch erfüllen und reist mit ihr vor Weihnachten nach New York, um dort nach dem Künstler Michel zu suchen, mit dem sie 10 Jahre zuvor eine folgenschwere Nacht verbracht hat. Da Hayley nicht viel Geld hat, kommt es ihr gelegen, dass sie im Appartement ihres Bruders Dean wohnen können. Beim Hinterausgangs eines Chinarestaurants begegnet sie dem wohlhabenden Geschäftsmann Oliver, der Weihnachten hasst und die entzückende Engländerin nicht vergessen kann. Wird es für Hayley und Oliver ein zauberhaftes Weihnachtsfest geben?
 
Mein Leseeindruck:
Da mich der Klappentext angesprochen hat, durfte mich dieses Buch nach Hause begleiten. Die Reise, die im Dezember beginnt und an Weihnachten endet, beginnt in der englischen Stadt Salisbury und führt uns nach New York City, wobei jedes Kapitel mit dem Handlungsort versehen wurde. New York zur Weihnachtszeit ist ein wundervolles Setting und die reizvolle Grundidee wurde gelungen umgesetzt.

Hier steht die 28-jährige Hayley Walker, die in einer englischen Kleinstadt lebt, im Mittelpunkt. Hayley ist sehr hübsch, alleinerziehendende Mutter der süßen und klugen Angel, die sie über alles liebt und für die sie ihr Modedesign-Studium aufgegeben hat. Stattdessen hält sie sich mit mehreren Jobs über Wasser und will noch den größten Wunsch ihrer Tochter erfüllen, die ihren Vater kennenlernen möchte. Dazu müssen die Beiden nach New York, denn dort haben sich Hayley und Michel damals kennengelernt. Im Big Apple angekommen, lernt sie zufällig den attraktiven Milliardär Oliver Drummond kennen, den Angel nur "Fiesling" nennt und der auch noch der Chef von Hayleys Bruder Dean bei "Drummond Global" ist. Oliver erscheint auf den ersten Blick als eiskalter Geschäftsmann und Frauenheld, doch Hayley blickt hinter seine Fassade und Oliver ist von der Engländerin mit der herzerfrischenden Art fasziniert...
 
Hayley ist eine sympathische Protagonistin, die man einfach mögen muss, während ich mit Oliver anfangs nicht ganz warm geworden bin. Auch die mitwirkenden  Nebencharaktere wurden reizvoll gestaltet - hier hat es mir besonders die süße Angel angetan, die mit ihrer wissbegierigen Art ganz entzückend rüberkommt. Die turbulenten Geschehnisse werden abwechselnd aus der Sicht von Hayley und Oliver erzählt, die uns an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben lassen.

"Winterzauber in Manhattan" birgt eine abwechslungsreiche Story vollgepackt mit Irrwegen, Turbulenzen & Stolpersteinen, die neben der Romantik ein paar klitzekleine Längen enthält, was angesichts der Länge von 576 Seiten kein Wunder ist. Abgerundet wird die Geschichte rund um Hayley & Oliver durch die mitreißende Schreibweise von Mandy Baggot, die unterhaltsamen Dialoge (vor allem Angels Aussagen haben echt Unterhaltungswert) und zu guter Letzt durch die bildhaften Orts- und Schauplatzbeschreibungen. 

FAZIT:
Auch wenn "Winterzauber in Manhattan" minimale Mankos enthält, so ist mein erster Roman von Mandy Baggot ein Wohlfühlbuch, das zur Weihnachtszeit in New York spielt und diese Atmosphäre sehr gut widerspiegelt. Für diesen bezaubernden Winterroman gibt's zauberhafte 4 1/2 (von 5) Punkte.

Montag, 14. November 2016

[LESEEINDRUCK] "Das Paket"

Cover
9783426199206
Quelle: Droemer Knaur
Der Autor
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Familie in Berlin.
 
*Produktinformation*
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Droemer HC (26. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426199203 / ISBN-13: 978-3426199206
Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 4,1 x 22 cm

 

Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*


Die Geschichte...
Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet. Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, fürchtet, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen. Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt...
 
Mein Leseeindruck:
Ich liebe die Psychothriller von Sebastian Fitzek und zu seinem 10. Jubiläum scheint es so, als wäre der Bestsellerautor zu seinen Wurzeln zurückgekehrt, was mich sehr freut, da ich vor allem seine frühen Werke sehr mag. Der Handlungsschauplatz wurde nach Berlin verlegt. Nach dem Prolog beginnt die Geschichte 28 Jahre später mit Emmas Vergewaltigung, spult 6 Monate nach vor und dann nochmals 3 Wochen zurück, um alle Ereignisse auch dem Leser näher zu bringen. Am Ende des Buches finden sich interessante Leserbriefe, die der Autor erhalten hat.

Das Leben hat es mit der 34-jährigen Dr. Emma Stein gut gemeint. Die hübsche Psychiaterin hat eine gutgehende Privatpraxis, wohnt mit ihrem Mann (dem BKA-Ermittler Philipp Stein) in der Berliner Teufelssee-Allee und ist schwanger. Doch dann durchlebt Emma Furchtbares, als sie während eines Kongresses in ihrem Hotelzimmer vergewaltigt und kahl geschoren wird. Doch der Serienkiller, der von der Presse "der Friseur" genannt wird, lässt sie am Leben und niemand will der Psychiaterin so recht glauben, denn es einige Details passen nicht zusammen. Nach diesem Ereignis schottet sich Emma von ihrer Umwelt ab, verlässt das Haus nicht mehr und lässt sich alles Lebensnotwendige liefern. Doch mit der Annahme eines Paketes für einen unbekannten Nachbarn geht der Albtraum in die nächste Runde...

Emma ist eine sympathische und facettenreiche Protagonistin, ebenso wie die reizvoll gestalteten Nebencharaktere, die sich gut ins Geschehen einfügen. "Das Paket" enthält eine interessante Grundidee mit einer genialen Umsetzung.  Die temporeichen Geschehnisse werden von der Haupterzählerin Emma geschildert, die bald nicht mehr weiß, was sie glauben soll und wem sie trauen kann.

"Das Paket" wartet mit einer spannungsgeladenen Geschichte voller rasanter Wendungen, raffiniert gelegter falscher Fährten und Überraschungen auf, die einen vollkommen in ihren Bann zieht. Man weiß nicht genau, was real ist und was Emmas Einbildung entspringt, was der ganzen Geschichte noch einen zusätzlichen Reiz verleiht. Zwischendurch hatte ich leichtes Herzrasen und hatte auch den Täter nicht im Visier, was bei mir gar nicht so oft vorkommt. Abgerundet wird der Plot durch eine mitreißende Schreibweise und bildhafte Beschreibungen.

FAZIT:
"Das Paket" ist ein gelungener Psychothriller, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat und auch optisch punktet. Wer gern Spannungsliteratur liest und dieses Buch noch nicht kennt, sollte dies unbedingt nachholen. Da ich nichts an "Das Paket" auszusetzen habe, bekommt das neueste Werk von Sebastian Fitzek ganze 5 (von 5) Punkte.
 
*help*


 

Dienstag, 8. November 2016

[LESEEINDRUCK] "Nora und die Novemberrosen"

Cover
Nora und die Novemberrosen
Quelle: Random House
Die Autorin
Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie als Texterin, Übersetzerin, Rezensentin und Autorin tätig. Sie hat einen Sohn und lebt in Berlin.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (19. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734102421
ISBN-13: 978-3734102424
Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 2,7 x 18,5 cm


Leseprobe
Quelle: randomhouse.de  *lies mich*
 


Die Geschichte...
Berlin: Die gelernte Gärtnerin Nora und ihre kleine Tochter Fanny leben in einem Haus, gemeinsam mit drei rüstigen Senioren. Während Udo täglich das Grab seiner verstorbenen Frau Anne besucht, kümmern sich Ellie und Margarethe um Fanny, während Nora ihrer Arbeit in einem Baumarkt nachgeht. Doch dann verliert Nora ihren Job und ihr Vermieter schickt ihnen einen Brief, in dem er "grundlegende Änderungen" in nächster Zeit verspricht, was für Unruhe sorgt. Doch dann entdeckt die Hausgemeinschaft während eines Ausflugs in die Mark Brandenburg ein altes, verlassenes Anwesen, in das sich alle auf Anhieb verlieben. Das zauberhafte Fleckchen Erde scheint niemandem zu gehören und so kümmern sich die 5 Berliner um die verlassene Gärtnerei. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit Nora und ihren Mitbewohnern...

Mein Leseeindruck:
Angelockt vom ansprechenden Cover & Buchtitel wollte ich "Nora und die Novemberrosen" unbedingt lesen. Die Story, die nach dem Prolog im März beginnt und schätzungsweise mehrere Monate dauert,  führt uns von Berlin in die malerische Mark Brandenburg. Der Plot birgt eine reizvolle Romanidee, enthält viele Ausführungen übers Gärtnern bzw. Pflanzen und wurde ansprechend umgesetzt.

Die Hausgemeinschaft aus Berlin-Schmargendorf besteht neben der Hauptperson Nora Dittbrenner (Nora ist ungefähr Mitte 30, Gärtnerin aus Leidenschaft und alleinerziehende Mutter) und ihrer süßen 7-jährigen Tochter Fanny Dittbrenner  aus der pensionierten Köchin Ellie Wagenknecht, der verwitweten Hausfrau Margarethe Segge und dem gramgebeugten Witwer Udo Kienast, der jeden Tag das Grab seiner Frau besucht. Nora und ihre Mitbewohner sind reizvolle und unterschiedliche Protagonisten, die man schnell ins Herz schließt. Die mitwirkenden Nebencharaktere fügen sich gut ins Geschehen ein.

Die turbulenten Geschehnisse werden aus der Sicht von Nora geschildert, zwischendurch berichten die restlichen Hausbewohner über die Ereignisse (alle in der 3. Person). "Nora und die Novemberrosen" ist eine schöne, abwechslungsreiche Geschichte und auch wenn die Story einige Wirrungen und Stolpersteine enthält, birgt sie einige allzu ausführliche Beschreibungen sowie vorhersehbare Szenarien und lässt das "gewisse Etwas" vermissen. Die leichte Schreibweise, eine angenehme Sprache und unterhaltsamen Dialoge runden diesen Roman ab.

FAZIT:
"Nora und die Novemberrosen" bietet dem Leser kurzweilige Unterhaltung über eine alte Gärtnerei in Brandenburg und wie die Arbeit alle zusammenschweißt bzw. verändert. Da mich die Geschichte jedoch nicht komplett überzeugt hat, erhält der neueste Roman von Tania Krätschmar ganze 4 (von 5) Punkte.


Samstag, 29. Oktober 2016

[LESEEINDRUCK] "Das Seehaus"

Cover
Das Seehaus
Quelle: Random House
Die Autorin
Kate Morton, geboren 1976, wuchs im australischen Queensland auf, studierte Theaterwissenschaften in London und Englische Literatur in Brisbane. Ihre Romane "Das geheime Spiel", "Der verborgene Garten", "Die fernen Stunden" und "Die verlorenen Spuren" verkauften sich in 38 Ländern insgesamt über zehn Millionen Mal. Auch in Deutschland eroberte sie ein Millionenpublikum, alle Romane sind SPIEGEL-Bestseller. Kate Morton lebt mit ihrer Familie in Australien und England.

*Produktinformation*
Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
Verlag: Diana Verlag (29. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453291379 / ISBN-13: 978-3453291379
Originaltitel: The Lake House
Größe und/oder Gewicht: 15,1 x 5 x 22,6 cm


Leseprobe
Quelle: randomhouse.de  *lies mich*
 
 



Die Geschichte...
Quelle: Random House
Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.

Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld…


Mein Leseeindruck:
Da ich gern Familiengeschichten lese, passt "Das Seehaus" hervorragend in mein Beuteschema. Die Geschichte beginnt 1933 und führt uns danach ins Jahr 2003, um ein Jahr später zu enden. Als Handlungsschauplatz wurde Cornwall gewählt und wartet mit lebendigen Orts- und Schauplatzbeschreibungen auf.

2003: Die 31-jährige Polizistin Sadie Sparrow wurde von einem wichtigen Fall abgezogen und verbringt die Auszeit bei ihrem Großvater Bernie in Cornwall. Beim Joggen entdeckt sie ein verlassenes Anwesen, das sie nicht loslässt. Besonders als sie erfährt, dass 1933 der kleine Ted Edevance während eines Festes verschwunden ist...
1933:  Die 16-jähre Alice Edevance stammt aus einer wohlhabenden Familie und wohnt auf einem wunderschönen Landsitz, als während des alljährlichen Mittsommerfestes ihr kleiner Bruder Ted spurlos verschwindet...

Die unterschiedlichen Protagonistinnen Sadie und Alice wurden als sympathische und facettenreiche Persönlichkeiten gestaltet, ebenso wie die reizvollen Nebencharaktere, die sich trotz ihrer Vielzahl gut ins Geschehen einfügen. Die Romanidee ist sicherlich nicht neu, wurde aber dennoch ansprechend umgesetzt. Die turbulenten Geschehnisse werden in der Gegenwart von Sadie und ab dem Jahr 1911 vorwiegend von Alice und ihrer Mutter Eleanor erzählt.

"Das Seehaus" ist eine interessante & spannende Familiengeschichte, die neben einigen Irrwegen, Stolpersteinen & Geheimnissen auch einen Kriminalfall enthält. Für die volle Punktzahl fehlt mir allerdings das gewisse Etwas, außerdem birgt die Story einige Längen. Der Roman wird die durch die ausdrucksstarke Schreibweise und eine, der jeweiligen Zeit angepassten Sprache vervollständigt. 

FAZIT:
Mit "Das Seehaus" hat Kate Morton eine unterhaltsame Familiengeschichte erschaffen, die sich auf 2 Zeitebenen abspielt. Dank des abwechslungsreichen Plots, den interessanten Hauptpersonen und des fesselnden Schreibstils garantiert "Das Seehaus"  mitreißende Lesestunden und erhält von mir wundervolle 4 (von 5) Punkte.





 

Dienstag, 25. Oktober 2016

[LESEEINDRUCK] "Glück ist, wenn man trotzdem liebt"

Cover
Glück ist, wenn man trotzdem liebt
 - Petra Hülsmann - Taschenbuch
Quelle: Bastei Lübbe
Die Autorin
Petra Hülsmann, Jahrgang 1976, wuchs in einer niedersächsischen Kleinstadt auf. Nach einem erfolgreich abgebrochenen Studium der Germanistik und Kulturwissenschaft arbeitete sie in Anwaltskanzleien und reiste sechs Monate mit dem Rucksack durch Südostasien, bevor sie mit ihren Romanen die Beststellerliste eroberte. Petra Hülsmann lebt mit ihrem Mann in Hamburg.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (10. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404173643 /ISBN-13: 978-3404173648
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 3,2 x 18,7 cm


Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*
 


Die Geschichte...
Quelle: Bastei Lübbe
Es gibt Dinge, die Isabelle absolut heilig sind: ihre Daily Soap. Ihre Arbeit in einem schönen Blumenladen. Und das tägliche Mittagessen im Restaurant gegenüber. Überraschungen in ihrem geregelten Leben kann sie gar nicht leiden. Doch dann wird "ihr" Restaurant von dem ambitionierten Koch Jens übernommen - und der weigert sich nicht nur, ihr Lieblingsgericht zuzubereiten, sondern sorgt auch sonst für Chaos in Isabelles wohlgeordneter Welt. Während sie alles wieder in ruhige Bahnen zu lenken versucht, ahnt sie aber schon bald, dass es vielleicht gerade die Überraschungen sind, die ihr Leben reicher machen ...

Mein Leseeindruck:
Angelockt vom ansprechenden Cover & Buchtitel wollte ich "Glück ist, wenn man trotzdem liebt" unbedingt lesen. Die Story, die im Juni beginnt und schätzungsweise mehrere Monate dauert, spielt sich in Hamburg ab.

Hier steht die 27-jährige Floristin Isabelle "Isa" Wagner im Mittelpunkt. Die Blondine ist ein Gewohnheitsmensch und entsetzt, als ihr Lieblingsasiate gegenüber ihrer Arbeitsstelle zusperrt und stattdessen ein neues Restaurant eröffnet, wo es nicht mal Nudelsuppe gibt. Im "Thiels" begegnet sie dem attraktiven Koch und Besitzer Jens Thiel, der Isabelle praktisch dazu zwingt, etwas anderes als ihre Lieblingssuppe zu kosten und gemeinsam mit seiner Nichte Merle Isabelles strukturiertes Leben durcheinanderbringt... 

Isabelle ist eine sympathische, manchmal leicht blauäugige Protagonistin mit einem interessanten Beruf, die sich allmählich weiterentwickelt. Die mitwirkenden Nebencharaktere fügen sich gut ins Geschehen ein. Der Plot birgt eine reizvolle Romanidee und wurde ansprechend umgesetzt. Die turbulenten Geschehnisse werden aus der Sicht von Ich-Erzählerin Isa geschildert, mit der man rasch mitfühlt.

"Glück ist, wenn man trotzdem liebt" ist eine unterhaltsame, abwechslungsreiche Geschichte über Isa, deren vorhersehbares Leben einige Überraschungen enthält. Leider gestaltet sich der Handlungsverlauf für meinen Geschmack ein wenig zu vorhersehbar und zieht sich stellenweise in die Länge. Die
leichte Schreibweise, eine angenehme Sprache und amüsante Dialoge runden diesen Roman ab.

FAZIT:
"Glück ist, wenn man trotzdem liebt" bietet vergnügliche Unterhaltung und hat mir viel besser als "Hummeln im Herzen" gefallen. Da mich die Geschichte jedoch nicht vollkommen überzeugt hat, erhält der neueste Roman von Petra Hülsmann 4 (von 5) Punkte.
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Samstag, 22. Oktober 2016

[LESEEINDRUCK] "Die Breznkönigin"

Cover
Die Breznkönigin
Quelle: Random House
Die Autorin
Emma Sternberg, geboren 1979, hat schon fast überall gewohnt: in Hamburg, in Oberbayern, in Frankfurt, in Berlin. Wo es am schönsten ist? Natürlich immer da, wo sie noch nicht gewesen ist – das ist ja die Krux mit dem Leben.
 
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (8. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453409116
ISBN-13: 978-3453409118
Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 3,7 x 18,6 cm

 

Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*



Die Geschichte...
Wirtstochter im bayerischen Oberland – das ist Schicksal. Oder? Fanny zumindest hatte sich fast abgefunden mit ihrem Leben zwischen Schafkopfrunden und Haxentag, zwischen Omileins Hausmacherwürsten und Papas selbst gebranntem Schnaps. Doch dann, eines Abends, betritt ein Berliner Szenegastronom das Lokal. Und ist so geflasht, dass er beschließt, die Minghartinger Stuben ins hippe Kreuzberg zu exportieren. Und Fanny? Die muss natürlich mit…
 
Mein Leseeindruck:
Da mich "Die Breznkönigin" bereits 2013 sehr gut unterhalten hat *klick*, wollte ich es nochmals wissen. Die Story, die mehrere Monate umspannt, führt uns von dem kleinen bayrischen Dorf Mingharting in die Hauptstadt Berlin und wartet mit lebendigen Orts- und Schauplatzbeschreibungen auf.
 
Fanny Ambach ist schätzungsweise Ende 20/Anfang 30 und eigentlich Goldschmiedin, doch sie kellnert seit einigen Jahren im familieneigenen Wirtshaus "Minghartinger Stuben", um ihre Familie zu unterstützen, doch so richtig zufrieden ist sie mit ihrem Leben nicht. Doch das ändert sich schlagartig, als der Gastronom Quirin Eichelmann von der Stuben so begeistert ist, dass er das Wirtshaus in Berlin nachbauen will. Und Fanny soll dort den Laden schupfen...

Mit Fanny hat die Autorin eine sympathische Hauptperson erschaffen, die zeitweise etwas blauäugig erscheint und eine ansehnliche Weiterentwicklung durchlebt. Auch die mitwirkenden Nebenfiguren sind interessante Charaktere. Die reizvolle Grundidee wurde ansprechend umgesetzt. Geschildert werden die turbulenten Geschehnisse aus der Sicht der Ich-Erzählerin Fanny, die uns an ihrem Alltag teilhaben lässt und immer wieder bayrische Ausdrücke einflicht, die dem österreichischen Dialekt ähnlich ist.

"Die Breznkönigin" birgt eine abwechslungsreiche Story vollgepackt mit Wirrungen, Stolpersteinen & kleinen Überraschungen, die ganz ohne Längen oder unnötigen Szenen auskommt. Abgerundet wird die Story rund um Fanny durch einen locker-leichten Schreibstil mit viel Wortwitz, Humor und bayrischem Dialekt (am Ende findet sich ein Glossar).
 
FAZIT:
"Die Breznkönigin" konnte mich auch noch nach Jahren begeistern und hat mich wunderbar unterhalten. Fannys Wandlung und ihr Leben in der deutschen Hauptstadt lässt sich äußerst schnell lesen und sorgt für ein amüsantes Leseerlebnis. Da ich kein Manko erkennen kann, gibt's von mir unterhaltsame 5 (von 5) Punkte und eine Leseempfehlung.
 

Mittwoch, 19. Oktober 2016

[LESEEINDRUCK] "Stirb"

Cover
Quelle: Ullstein
Die Autorin
Hanna Winter arbeitete nach dem Studium der Journalistik als Redakteurin. Heute lebt sie als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Mit ihrem ersten Thriller, Die Spur der Kinder, ist ihr auf Anhieb ein Beststeller gelungen.
 
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (12. August 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548283446
ISBN-13: 978-3548283449


Leseprobe
Quelle: ullsteinbuchverlage.de  *lies mich*


 

Die Geschichte...
Gerade hat sich Lara Simons ihren großen Traum vom eigenen Café erfüllt, da wird sie in einer dunklen Nacht brutal überfallen. Sie entkommt in letzter Sekunde. Was Lara nicht weiß: Der Täter kennt sie. Von früher. Und er kannte ihre Mutter. Lara flüchtet mit ihrer kleinen Tochter von Berlin auf die Insel Rügen. Aber der Killer holt sie ein, und dieses Mal hat er kein Erbarmen ...

Mein Leseeindruck:
Dieser Thriller, den ich bereits 2012 gelesen habe, hat mich so angelacht, dass ich "Stirb" erneut aus dem Regal geholt habe. Die Story, die uns von Berlin nach Rügen führt und lebendige Orts- und Schauplatzbeschreibungen enthält, beginnt nach dem Prolog (April 2005) 2 Monate später, spult dann 6 Jahre nach vor und dauert mehrere Wochen. "Stirb" enthält eine interessante, nicht ganz neue Grundidee mit gelungener Umsetzung.

Im Jahr 2005 ist Lara Simons 29 Jahre jung, wohnt mit ihrer 6-jährigen Tochter Emma in Berlin und hat sich gerade ihren Traum vom eigenen Café erfüllt, als sie überfallen wird und dem Täter entkommen kann. Danach ändert sich Laras Leben von Grund auf... Lara ist eine sympathische und starke Protagonistin, ebenso wie die reizvoll gestalteten Nebencharaktere, die sich gut ins Geschehen einfügen.

Neben der Haupterzählerin Lara schildern einige Nebenfiguren (in der 3. Person) die rasanten Geschehnisse aus seinem Blickwinkel, in Rückblenden erfahren wir mehr über die Vergangenheit des Killers. "Stirb" wartet mit einer spannungsgeladenen Geschichte voller rasanter Wendungen, geschickt gelegter falscher Fährten und Überraschungen auf, die einen vollkommen in ihren Bann zieht.
 

Dieser Thriller aus dem Jahr 2011 hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen genommen und kommt ganz ohne Längen oder unnötige Passagen aus. Abgerundet wird der Plot durch eine mitreißende Schreibweise und bildhafte Beschreibungen.

FAZIT:
"Stirb" ist ein Thriller, wie er sein soll und hat mich auch noch nach mehreren Jahren Pause begeistert. Wer dieses Buch von Hanna Winter noch nicht kennt und gern Spannungsliteratur liest, sollte dies unbedingt nachholen. Da ich nichts an "Stirb" auszusetzen habe, bekommt der Thriller ganze 5 (von 5) Punkte.
 
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