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Sonntag, 17. Juli 2016

[REZENSION] "Wirf die Braut über Bord!" (Band 3)

Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich ganz herzlich bei dem sympathischen Autoren-Duo Rose Snow.
 
Cover
7SS_Wirf die Braut über Bord
Quelle: Rose Snow
Die Autorinnen
Hinter dem Pseudonymen Rose Snow und Anna Pfeffer stecken wir, Carmen und Ulli. Zusammen sind wir 70 Jahre alt, haben 2 Männer, 6 Kinder und einen Hund. Wir können ewig reden, lieben Pizza und Schokolade und lachen unheimlich gerne, vor allem über uns selbst. Seit dem Sommer 2014 schreiben wir lustig-schräge Liebesromane und gefühlvolle Fantasy – außerdem erscheint im Herbst unser erster Jugendroman bei cbj. Und im Juni 2016 haben wir unser Herzensprojekt "Unter uns nur Wolken" herausgebracht.

*Produktinformation*
Format: Kindle Edition / Dateigröße: 662 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 180 Seiten
Sprache: Deutsch
ASIN: B01I6PJO3E
 

Leseprobe
Quelle: suchbuch.de  *lies mich*


Die Geschichte...
Rachels beste Freundin Maya bildet sich ein, dass sie auf der griechischen Insel Zakynthos heiraten möchte, wovon Racheagentur-Inhaberin Rachel so gar nicht begeistert ist. Und während die Hochzeitsgäste allesamt nach Griechenland fliegen, hat Maya für sich, ihren künftigen Angetrauten Holger, Tochter Katja, Trauzeugin Rachel und Mayas Freund Gérard -zu dem Rachel eine bisher noch nicht geklärte Beziehung hat- eine Reise auf einem Kreuzfahrtschiff gebucht, das sie zur Hochzeitsfeier bringen soll. Doch bis dahin gibt es noch einige Schwierigkeiten zu umschiffen...
 
Meine Meinung:
"Wirf die Braut über Bord!" gehört zu der Sieben Sommersünden-Reihe, die Sünden wie Neid, Hochmut, Faulheit und Wollust umfasst. "Wirf die Braut über Bord!" ist Band 3 und deckt die Sommersünde "Zorn" ab. Alle Romane sind abgeschlossen und spielen sich allesamt auf dem Kreuzfahrtschiff "Sonnenglück" ab, das uns hier auf eine Reise von Hamburg in Richtung Griechenland mitnimmt.

In "Wirf die Braut über Bord!" treffen wir auf alte Bekannte aus den Liebe trifft Rache-Büchern, was mich sehr gefreut hat. Die Geschichte spielt sich ungefähr 2 Jahre nach dem 1. Band "Was sich liebt, das rächt sich nicht" ab und beginnt mit "Mein aktuelles Regelregister", das sich von Regel Nr. 1 bis 17 erstreckt und natürlich Rachel gehört. Die Handlung umfasst mehrere Tage, weiters gibt es am Ende ein Bonuskapitel und einen Ausblick auf Band 4.

Rachel Mayer ist schätzungsweise Ende 20/Anfang 30, blond, sehr hübsch und betreibt eine florierende Racheagentur, wo sie Betrügern und Fremdgehern im Auftrag ihrer Kunden so richtig einheizt. Doch nun muss der durchorganisierte Racheengel Hamburg verlassen und auf Wunsch ihrer besten Freundin Maya Sonnenthal (die Hauptperson aus Band 1 steht kurz vor ihrer Hochzeit und ist eine alles andere als glückliche Braut, denn es geht einiges schief, weshalb Maya manchmal ein wenig zickig erscheint) die nächsten Tage auf einem Kreuzfahrtschiff, das die kleine Hochzeitsgesellschaft nach Zakynthos bringt. Mit von der Partie sind natürlich auch der charmante Bräutigam Holger Cellarius, die rebellische Teenagertochter Katja sowie der blendend aussehende und freiheitsliebende Fotograf/Frauenmagnet Gérard, der ein guter Freund von Maya ist, mit Rachel die Suite "Heaven" bezogen hat und ihr alle elektronischen Geräte abgenommen hat, damit sie den Urlaub genießen kann...

Rachel, Gérard, Maya, Holger und Katja sind überaus sympathische, facettenreiche Protagonisten, die man einfach mögen muss.  Auch die Nebencharaktere wie Rachels Mitarbeiter Richard, diverse Crewmitglieder der "Sonnenglück" und Mitreisende wurden ebenfalls interessant gestaltet und fügen sich harmonisch in die Handlung ein.

Die Romanidee, eine Vor-Hochzeitsreise mit Anhang auf ein Kreuzfahrtschiff zu verlegen, gefällt mir und punktet mit einer gelungenen Umsetzung.
Die turbulenten Begebenheiten werden von Ich-Erzählerin Rachel mit trockenem Humor geschildert. Natürlich lässt uns die Hauptperson an ihrem Gefühls- und Gedankenchaos teilhaben, wodurch man sich schnell mit dem liebenswerten Racheengel identifiziert und gemeinsam mit ihr alles durchlebt.

Unterhaltsame Hochzeitsvorbereitungen vollgepackt mit allerlei Pleiten, Pech & Pannen an Bord der "Sonnenglück" gibt es in "Wirf die Braut über Bord!" zuhauf. Neben einigen abenteuerlichen, erheiternden und auch dramatischen Szenen kommt auch die Romantik nicht zu kurz, was man sich bei einer so einen Geschichte natürlich erwartet. Langatmige Passagen oder überflüssige Beschreibungen sucht man hier vergebens, weshalb die knapp 200 Seiten rasch gelesen sind.
 
Abgerundet wird der neueste Roman des Autoren-Duos Rose Snow durch die locker-leichte Schreibweise gepaart mit viel Humor und Situationskomik, amüsanten Dialogen und einer angenehmen Sprache. Ich hätte gern noch mehr über Rachel, Gérard & Co gelesen...

FAZIT:
"Wirf die Braut über Bord!" heißt der 3. Band der in sich abgeschlossenen "Sieben Sommersünden"-Buchreihe, der die Sünde Zorn verkörpert und uns an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Sonnenglück" führt. Angesichts der abwechslungsreichen Story, den liebenswerten Charakteren, den bildhaften Beschreibungen und des mitreißenden Schreibstils habe ich "Wirf die Braut über Bord!" innerhalb kürzester Zeit verschlungen, bin rundum zufrieden und kann deshalb nur 5 (von 5) Punkte vergeben.
 

Sonntag, 19. Juni 2016

[REZENSION] "Unter uns nur Wolken"

Für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars bedanke ich mich ganz herzlich bei den sympathischen Autorinnen Rose Snow.

Cover
Cover_Unter uns nur Wolken_dunkel_final
Quelle: Rose Snow
Die Autorinnen
Hinter dem Pseudonym Rose Snow stecken wir, Carmen und Ulli. Zusammen sind wir 70 Jahre alt, haben 2 Männer, 6 Kinder und einen Hund. Wir können ewig reden, lieben Pizza und Schokolade und lachen unheimlich gerne, vor allem über uns selbst. Seit dem Sommer 2014 schreiben wir lustig-schräge Liebesromane und gefühlvolle Fantasy – außerdem ist ein Jugendroman bei cbj in Vorbereitung. Kühn nachgerechnet sind wir schon seit unfassbaren 21 Jahren befreundet. Wir kennen uns aus unserer Schulzeit und schreiben trotz der Distanz Wien – Hamburg miteinander. Bedeutet: Unzählige Stunden via Skype, schallendes Gelächter und das Teilen tiefster Geheimnisse, auch wenn sie noch so peinlich sind.

*Produktinformation*
Format: Kindle Edition / Dateigröße: 511 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 189 Seiten
Sprache: Deutsch
ASIN: B01H4P2W72

Leseprobe
leider keine gefunden


Die Geschichte...
Tom hat es nicht leicht: Sein geliebter Großvater Florian ist an Alzheimer erkrankt und Tom ist deshalb sogar zu ihm gezogen. Und da Toms Bar nicht besonders gut läuft, engagiert er für seinen Großvater eine Pflegekraft, doch Florian schafft es, jede zu vergraulen. Zufällig erfährt Ani, die dringend einen Job und eine Wohnung braucht, von der freien Stelle als Pflegehelferin und bekommt auch den Job, obwohl sie dafür eigentlich gar nicht qualifiziert ist. Ani versucht ihr Bestes, doch Florian stellt ihre Geduld auf eine harte Probe...

Meine Meinung:
Seit den Süße Rache-Büchern bin ich ein Fan der beiden Schriftstellerinnen aus Wien und Hamburg. Hier schlägt das Autoren-Duo zwar einen ernsteren Ton an, aber ihr Herzensprojekt ist Carmen und Ulli sehr gut gelungen. Der Handlungsschauplatz wird nicht explizit genannt und ist auch nicht wirklich von großer Bedeutung, aber ich tippe mal auf eine Stadt in Deutschland. Die Handlungsdauer umfasst mehrere Wochen.

Thomas "Tom" Hartmann ist schätzungsweise Anfang 30 und Besitzer einer Bar, die derzeit nicht besonders gut läuft, weshalb er jeden Abend selbst hinter der Bar steht. Der große, schlanke Mann mit der dunklen Stimme befindet sich am Rande seiner Belastbarkeit, da sein Opa Florian, den er über alles liebt, dement ist und ihm das Leben ungewollt schwer macht. Florian Hartmann wohnt gemeinsam mit seinem Enkel Tom in einer schönen, großen Altbauwohnung und ist an Alzheimer erkrankt, weshalb der grauhaarige Mann immer unter Aufsicht sein sollte. Doch der ehemalige Polizist treibt jede Pflegekraft in den Wahnsinn, weshalb der Verschleiß recht hoch ist. Als es wieder mal soweit ist und die Hartmanns nach einer neuen Pflegerin suchen, führt das Schicksal die Endzwanzigerin Anika zu ihnen. Die hübsche und schlanke Anika "Ani" Bayer braucht dringend Geld, eine Arbeit und eine Wohnung, da sie wegen ihres untreuen Freundes aus der Wohnung ausgezogen ist und es beruflich nicht wirklich gut läuft. Wie durch ein Wunder bekommt die gutherzige und schlagfertige Frau trotz der fehlenden Qualifikation den Job, obwohl es täglich neue Hürden zu überwinden gibt und sich das Zusammenleben alles andere als einfach gestaltet...

Mit Ani, Tom und Florian treffen drei unterschiedliche Protagonisten aufeinander, die einem auf Anhieb sympathisch sind und mit vielen Facetten, Ecken & Macken ausgestattet wurden. Die Autorinnen beschreiben das Leben mit Alzheimer so, als würden sie genau wissen, wie es sich anfühlt, mit einem dementen Menschen zusammenleben, der jeden Tag ein Stück seiner Persönlichkeit verliert.

Damit wären wir auch schon bei dem ernsten und wie mir scheint, allgegenwärtigen Thema Demenz. Ich habe selbst schon Erfahrungen damit gemacht und es ist echt schlimm, mitzuerleben, wie diese Krankheit einen geliebten Menschen verändert und ihm seine Erinnerungen und einen Teil seiner Persönlichkeit nimmt. Wenn man nicht weiß, was man 5 Minuten zuvor gemacht hat, seine Verwandten nicht irgendwann mehr kennt und man sich am Ende nicht mal an seinen eigenen Namen erinnern kann...

Erzählt wird die traurig-schöne Geschichte abwechselnd aus der Sicht der Ich-Erzähler Ani und Tom, die uns an ihren Gedanken & Gefühlen teilhaben lassen, wodurch man mit ihnen mitleidet und mitfühlt. "Unter uns die Wolken" hat das seltene Kunststück vollbracht und mich gleichzeitig zum Weinen als auch zum Lachen gebracht.

"Unter uns nur Wolken" ist eine berührende Geschichte mit Höhen & Tiefen, die diese Krankheit leider mit sich bringt. Dennoch birgt die Story neben traurigen Passagen auch einige amüsante Szenen, bei denen ich lachen musste und zieht einen auch nicht hinunter. Man weiß -ebenso wie bei dementen Menschen- nie, was als nächstes passiert und es ist fühlbar, dass in dieser Geschichte viel Herzblut steckt.


Abgerundet wird der Roman durch die emotionsgeladene, sensible Schreibweise gepaart mit einer angenehmen Sprache und unterhaltsamen Dialogen. Dadurch fliegt man nur so durch die 189 Seiten und ich habe dabei auch einige Taschentücher verbraucht.
 
FAZIT:
"Unter uns die Wolken" lässt sich als bewegendes und aufwühlendes Buch beschreiben, das auch zum Nachdenken anregt und trotz des ernsten Themas wirklich gut unterhält. Hier habe ich rein gar nichts zu kritisieren (was bei mir auch selten vorkommt) und vergebe dafür liebend gern 5 (von 5) Punkte!
 
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Sonntag, 15. Mai 2016

[REZENSION] "Mister Dream: Achterbahn der Gefühle" (Band 1)

Für dieses schöne Rezensionsexemplar bedanke ich mich ganz herzlich beim Coppenrath Verlag und ganz besonders bei der sympathischen Autorin Brigitte Kanitz.  
 
Cover

Quelle: Coppenrath
Die Autorin
Brigitte Kanitz hat zunächst lange in Norddeutschland gelebt. Inzwischen lebt und schreibt sie seit vielen Jahren in ihrer Wahlheimat Italien. Sie war Redakteurin bei diversen Printmedien, bevor sie sich ganz der Belletristik widmete.
*Produktinformation*
Broschiert: 352 Seiten
Verlag: Coppenrath; Auflage: 1 (22. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3649668920
ISBN-13: 978-3649668923
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 14,4 x 3,2 x 21,1 cm
 

Leseprobe
Quelle:  leider keine gefunden



Die Geschichte...
Emma schwärmt schon sehr lange für den attraktiven Erik, doch der nimmt Emma gar nicht wahr. In ihrer Not erfindet der Teenager einen fiktiven Freund namens Colin, der ihr bei all ihren Problemen und Sorgen zur Seite steht. Da Emma eine ausgeprägte Fantasie hat, erscheint ihr Colin gern mal äußerst real und bringt sie dadurch in Erklärungsnot, da niemand sonst den Engländer sehen kann. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Emmas 17. Geburtstag steht bevor und soll gefeiert werden, im Hostel ihrer Mutter checkt eine Gruppe junger Männer aus München ein und dann taucht plötzlich ein Junge auf, der Colin täuschend ähnlich sieht...
 
Meine Meinung:
Da ich die Romane von Brigitte Kanitz sehr mag, war ich auf ihren ersten Jugendroman sehr neugierig, da die Autorin doch eher für ihre heiteren Geschichten bekannt ist - und ich kann vorab schon mal sagen, dass meine Erwartungen erfüllt wurden. Der Handlungsschauplatz wurde in die norddeutsche Kleinstadt Kiesel verlegt, die für ihren Vergnügungspark "Himmelspark" sowie die Achterbahn "Cloud Kiss" bekannt und beliebt ist. Die Story wartet mit so lebendigen Orts- und Schauplatzbeschreibungen auf, dass man sich alles wunderbar vorstellen kann. Der Serienauftakt beginnt zu Anfang der Sommerferien und dauert schätzungsweise einige Wochen.
 
Emma Stern ist zu Beginn der Geschichte knapp 17 Jahre jung und wird dank ihrer knabenhaften, hochgewachsenen Gestalt und der blassen Haut auch schon mal "Bohnenstange" genannt. Emma wohnt mit ihrer alleinerziehenden Mutter Charlotte in einer winzigen Wohnung und ihren Lebensunterhalt bestreiten sie mit dem Hostel "Cloud", das in der Nähe eines gut besuchten Freizeitparks liegt. Emma hilft häufig im Hostel aus, ist etwas tollpatschig und unsterblich in Erik Hansen verknallt, der sie allerdings gar nicht beachtet, weshalb sich Emma irgendwann einen britischen Fantasiefreund namens Colin zugelegt hat, der sich manchmal in den unmöglichsten Situationen in ihr Leben einmischt...

Protagonistin Emma erscheint alles andere als perfekt, was sie so unglaublich sympathisch macht und weshalb man sie auch schnell ins Herz schließt. Eine große Rolle spielt auch Emmas beste Freundin Lilli Nickel. Die 16-jährige ist klein, kurvenreich und steht Emma immer mit Rat und Tat zur Seite. Lillis Mutter arbeitet im Himmelspark als Wahrsagerin und auch Lilli fühlt sich zum Übernatürlichen hingezogen. Dann wäre da noch Josephine "mit PH" von Lerchen, die Emma gern das Leben schwer macht. Josephine ist das optische Gegenteil von Emma, ihrer Mutter gehört das benachbarte Luxushotel und sie macht Emma das Leben oft schwer. Denn auch Josephine hat ein Auge auf den blendend aussehenden Arztsohn Erik Hansen geworfen, in den Emma heimlich verliebt ist und der mit Josephine und ihrer Clique oft herumhängt.

Erik ist mit seiner Familie vor einiger Zeit nach Kiesel gezogen, wohnt in einer tollen Villa und geht in Emmas Schule. Und dann gibt es da noch den gutaussehenden Colin Helmsworth. Der Engländer ist mit seinen meergrünen Augen und dunklen Locken ein wahrer Traumtyp, der nur in Emmas Unterbewusstsein existiert, obwohl er doch manchmal ziemlich echt zu sein scheint... Auch die Nebencharaktere wurden reizvoll gestaltet und fügen sich harmonisch in die Geschichte ein.
 
"Mister Dream: Achterbahn der Gefühle" birgt eine süße Romanidee, die wunderbar umgesetzt wurde. Die Geschichte handelt von Emma, deren Liebe nicht erwidert wird und die sich deshalb einen Fantasiefreund zulegt, der sich gern in Emmas Angelegenheiten einmischt, was für Turbulenzen sorgt. Ich-Erzählerin Emma schildert die turbulenten Geschehnisse mit trockenem Humor und tritt dabei gern mal ins Fettnäpfchen, wodurch man mit der liebenswerten Hauptperson mitfühlt und mitleidet. Witzig gestaltet sind auch die Zwiegespräche mit Colin, was für Abwechslung und Erheiterung sorgt.

Der neueste Roman von Brigitte Kanitz wartet mit einer unterhaltsamen Story vollgepackt mit allerlei Wirrungen, Stolpersteinen und Überraschungen auf, die mich immer wieder zum Lachen gebracht hat. Die Geschichte kommt ganz ohne Längen oder überflüssige Passagen aus und hat mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Emma handelt manchmal zwar ein klein wenig naiv und gutgläubig, doch darüber sieht man angesichts ihres jugendlichen Alters gern hinweg. Die Handlung endet mit einigen offenen Fragen, die hoffentlich in der Fortsetzung "Mister Dream: Ein Traumtyp zu viel" beantwortet werden.

Abgerundet wird die humorvolle Geschichte rund um Emma durch eine locker-leichte Schreibweise gepaart mit vielen Emotionen, amüsanten Dialogen und der jugendlichen Sprache, weshalb man durch die 352 Seiten rast und sich köstlich unterhalten fühlt.

FAZIT:
"Mister Dream: Achterbahn der Gefühle" lässt sich als abwechslungsreiches Jugendbuch beschreiben, das einen zum Lachen & Träumen bringt. Der Serienstart hat mir dank der wendungsreichen Geschichte samt reizvollen Charakteren und einem leichten Schreibstil ein paar schöne Lesestunden geschenkt. Brigitte Kanitz hat es wieder einmal geschafft, mich wirklich gut zu unterhalten, wofür ich sehr gern 5 (von 5) Punkte verteile.
 

Dienstag, 26. April 2016

[REZENSION] "Willkommen in Night Vale"

Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich sehr herzlich bei Blogg dein Buch und beim Klett-Cotta Verlag.

Cover

Buchdeckel „978-3-608-96137-9
Quelle: Klett-Cotta
Die Autoren
Joseph Fink und Jeffrey Cranor, die Autoren des Kult-Podcasts „Welcome to Night Vale“ und der gleichnamigen Live-Tour, arbeiten schon seit Jahren erfolgreich zusammen. Fink, der Erfinder der Story, gründete bereits in jungen Jahren einen Kleinverlag. Cranor, der Theatermann, legte ihm die Idee zu einem Stück über eine Zeitreise vor – sie erarbeiteten es gemeinsam und führten die Zwei-Mann-Show 2011 (im New Yorker East Village) auf. Night Vale, Finks neues Projekt, reifte in beider Zusammenarbeit heran, und die erste von inzwischen über 40 Folgen „Welcome to Night Vale“  entstand. Joseph Fink stammt ursprünglich aus Kalifornien, lebt heute jedoch woanders.

*Produktinformation*
Gebundene Ausgabe: 378 Seiten / Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1 (19. März 2016) / Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3608961372 / ISBN-13: 978-3608961379
Originaltitel: Welcome to Night Vale
Größe und/oder Gewicht: 14,3 x 3,8 x 22,1 cm   
 

Leseprobe
Quelle: klett-cotta.de  *lies mich*

Die Geschichte...
Die amerikanische Kleinstadt Night Vale liegt irgendwo in der Wüste und ist keine normale Stadt, denn hier sind Engel, Geister, Gestaltwandler und ein nachdenkliches Haus an der Tagesordnung. Hier lebt auch Jackie Fierro, die schon ewig das örtliche Pfandhaus führt und die seltsamsten Dinge kauft bzw. verkauft. Doch als eines Tages ein fremder Mann im Pfandhaus einen Zettel verpfändet, auf dem "King City" steht, gerät Jackies Alltag in Unordnung, denn Jackie wird das mysteriöse Papier nicht mehr los. Also versucht sie herauszufinden, was es mit "King City" auf sich hat und erhält dabei Hilfe von der Angestellten Diane Crayton. Die beiden Frauen beginnen ihre Suche in der Bibliothek, doch dort ist es sehr gefährlich...
 
Meine Meinung:
Das außergewöhnliche Cover und der schräge Klappentext haben mich dazu verleitet, mir "Willkommen in Night Vale" näher anzusehen. Dieser Roman basiert auf einem Podcast, den ich leider nicht kenne und irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass man sich ohne Vorwissen mit dem Buch schwer tun könnte, so wie es bei mir leider der Fall war. Außerdem habe ich erst später die toll aufgemachte Seite zu "Willkommen in Night Vale" gefunden, die ich mir vielleicht besser vor dem Lesen angesehen hätte...
 
Handlungsschauplatz ist eine kleine, verschlafene Wüstenstadt namens Night Vale, die im Südwesten der USA liegt und recht merkwürdig zu sein scheint. Dort sind Todesfälle an der Tagesordnung, es gibt Wesen wie Engel, Geister und Aliens, einen Radiosender, eine gefährliche Bibliothek, Ufos und ein Haus (das von Diane und ihrem Sohn Josh) mit eigenen Gedanken. Außerdem sind manche Dinge wie z.B. Computer, Schreibgeräte oder Weizenprodukte streng limitiert und es regiert die Geheimpolizei. Im Laufe der Geschichte lernt man die Stadt mit all seinen Eigenheiten ziemlich gut kennen.

Jackie Fierro betreibt seit das namenslose Pfandhaus in Night seit langer Zeit und ist seitdem auch stets 19 Jahre jung (hinter das Geheimnis, warum das so ist, bin ich leider nicht gekommen) und verlangt für alles, was sie kauft wie z.B. Tränen oder kitschige Plastikflamingos, genau 11 Dollar. Als sie von einem Fremden ein Stück Papier mit den Worten "King City" in ihrem Laden annimmt, ändert sich ihr geordnetes Leben auf einen Schlag, denn so sehr sie ihn versucht loszuwerden, desto mehr verfolgt sie der Zettel mit den geheimnisvollen Worten. In dieser Phase begegnet sie Diane Crayton, die ebenfalls in Night Vale lebt. Die alleinerziehende Mutter des 15-jährigen Gestaltwandlers Josh hat es nicht immer leicht mit ihrem Sohn, da er ständig sein Äußeres wechselt und gerade in einer schwierigen Phase steckt. Diane ist schätzungsweise Mitte bis Ende 30 und verwaltet äußerst gewissenhaft die Datenbank ihrer Firma, von der Diane gar nicht genau weiß, was sie verkauft. Doch irgendwann kommt es Diane eigenartig vor, dass ihre Chefin, die panische Angst vor Spinnen hat, die Vogelspinne in ihrem Büro nicht sieht und dass sich niemand in der Firma an ihren Kollegen Evan, der sich krank gemeldet hat, erinnern kann. Auch sie kommt mit den Worten "King City" in Berührung und versucht gemeinsam mit Jackie herausfinden, was sich wohl dahinter verbirgt...

Jackie und Diane sind interessante Protagonisten mit einigen Facetten und Macken, mit denen man sich auf eine ereignisreiche Reise begibt. Allerdings konnte ich nicht alle Handlung der Hauptpersonen nachvollziehen und mich auch nicht ganz mit ihnen identifizieren. Auch die unzähligen Nebenfiguren wie Dianes Teenager-Sohn Josh, der auch schon mal die Gestalt einer Pferdebremse, Spinne oder Blumenvase annimmt; der klatschsüchtige Radiomoderator Cecil, sein Lebensgefährte und ernsthafter Wissenschaftler Carlos, die Engel, die allesamt Erika heißen, sind nicht minder skurril gestaltet und sorgen dafür, dass mir nach einiger Zeit der Kopf geraucht hat.

Am allerbesten hat mir da die Figur von Josh gefallen, der z.B. in seiner Gestalt als Wolfsspinne das Autofahren beigebracht bekommen möchte und dem die Pubertät das Leben ziemlich schwer macht. Die Charaktere wurden durchaus reizvoll gestaltet, doch die zahlreichen Nebenfiguren sorgen nur unnötig für Ablenkung. *Hier* erfährt man übrigens mehr über die Bewohner von Night Vale.

"Willkommen in Night Vale" enthält eine originelle Romanidee, deren Umsetzung mich allerdings nicht umgehauen hat, was vielleicht auch an meinem mangelnden Vorwissen liegt. Erzählt werden die rasanten Geschehnisse vorwiegend aus der Sicht von Jackie und Diane (in der 3. Person), zwischendurch lernen wir durch die Auszüge aus Cecils Radiosendung (Die Stimme von Night Vale) die Bewohner der Wüstenstadt näher kennen, was für Abwechslung sorgt.

Mein erster Roman des amerikanischen Autoren-Duos wartet mit einer abgedrehten Story auf, die mit einem Feuerwerk an fantasievollen Elementen mit einem Schuss Science Fiction, Wirrungen und Turbulenzen vollgepackt wurde. Leider birgt die abenteuerliche Geschichte rund um Jackie und Diane auch etliche Längen und sehr detaillierte Schilderungen, was den Lesefluss bremst. Wegen der Unmengen an Nebencharakteren, den unzähligen Anekdoten rund um Night Vale (eine Popcornmaschine, die man nicht berühren sollte, blutrünstige Bibliothekare oder unsichtbare Spinnen) und bizarren Ereignissen lassen sich die 378 Seiten nicht gerade schnell lesen, da man genau aufpassen muss, um ja nichts zu verpassen, was vielleicht wichtig sein könnte.

Durch die vielen begeisterten Stimmen im Vorfeld hatte ich an "Willkommen in Night Vale" hohe Erwartungen, die sich leider nicht ganz erfüllt haben. Die Geschichte ist anfangs recht interessant, doch die Spannung lässt irgendwann nach und das Ende hatte ich mir auch anders vorgestellt. Komplettiert wird der Plot durch einen eigenwilligen, leicht ermüdenden Schreibstil, teilweise amüsanten Dialogen und einer leicht mysteriösen Atmosphäre.

FAZIT:
"Willkommen in Night Vale" ist kein alltägliches Buch, dennoch hatte ich mir mehr davon erwartet und mir die ganze Geschichte deutlich spektakulärer vorgestellt. Die Geschichte enthält einige originelle Ansätze, deren Potential für meinen Geschmack allerdings nicht ganz ausgeschöpft wurde. Doch trotz aller enthaltenen Mankos (zu viele Charaktere, verlierende Spannung, zu viel Drumherum, sehr ausführlich beschrieben) hat mich "Willkommen in Night Vale" zwischendurch gut unterhalten und erhält dafür bescheidene 3 (von 5) Punkte.




 

Montag, 25. April 2016

[REZENSION] "Dreams: Zauber einer Nacht" (Band 1)

Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich bei der lieben Amanda Frost.

Cover
Anfang 2013 startete Amanda Frost die erfolgreiche Sternen-Trilogie, die es prompt in die Kindle Top 100 schaffte. Zuvor war Amanda viele Jahre international im Marketing und der Logistik großer Unternehmen tätig und lebte lange in der Schweiz, bevor es sie nach München zog. Als Tochter eines Rennfahrers liebt sie schnelle Autos und Motorräder genauso sehr wie Reisen in ferne Länder. Mit "Dreams - Zauber einer Nacht" erschien im Februar 2016 ihr siebtes Buch. In ihren Geschichten geht es grundsätzlich um die große Liebe, gewürzt mit einem guten Schuss Erotik. 
 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 944 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 344 Seiten
Sprache: Deutsch
ASIN: B01C4R4RQO


Leseprobe
Quelle: suchbuch.de *lies mich*
 

Die Geschichte...
Sophie Bergmann arbeitet im Konzern ihres Vaters und verkauft edle Schmuckstücke an wohlhabendes Klientel, doch eigentlich möchte die junge Deutsche weder in der Firma ihres herrischen Vaters arbeiten noch den netten Geschäftsmann Bruno heiraten und sucht verzweifelt einen Ausweg. Da Sophie Zeit zum Nachdenken braucht und sich einen Traum erfüllen möchte, steigt sie kurzerhand ins Flugzeug Richtung Amerika und bleibt mit ihrem Leihauto in der Wüste liegen. Dort trifft sie auf den Oliver Malloy, der sie in seinem abgeschieden liegenden Anwesen gezwungenermaßen aufnimmt und den Sophie zuerst für einen arroganten Cowboy hält. Und obwohl Sophie gar nicht Olivers Beuteschema entspricht bzw. er nur an kurzen Affären interessiert ist und Oliver in Sophies Augen einige unsympathische Charakterzüge hat, sprühen zwischen den beiden die Funken...

Meine Meinung:
Da ich die Romane von Amanda Frost liebe, musste ich auch unbedingt ihren neuesten Roman lesen. Die Story dauert mehrere Monate und endet mit dem Epilog 3 Monate später. Von Heidelberg aus geht es in die USA, genauer gesagt, in die Wüste von Arizona, nach Las Vegas, Los Angeles, San Diego, Hollywood und wieder nach Deutschland. Die Handlungsschauplätze wurden so anschaulich beschrieben, so dass man sich alles wunderbar vorstellen kann. "Dreams: Zauber einer Nacht" ist der Auftakt einer neuen Reihe/Trilogie mit wechselnden Hauptpersonen.
 
Sophie Bergmann ist 27 Jahre jung, verwöhnt und nicht besonders selbstbewusst, woran ihr Vater schuld ist. Sie ist mit ihrer schlanken Gestalt, brünetten Haaren und dunkle Augen hübsch anzusehen und wird manchmal auch mit Audrey Hepburn verglichen. Sophie lebt in Heidelberg und arbeitet im erfolgreichen Unternehmen ihres patriarchischen Vaters, doch sie mag nicht mehr unter seiner Fuchtel stehen und flüchtet zunächst zu ihrer Freundin Samantha. Sophie ist temperamentvoll, intelligent, aber manchmal auch ein wenig blauäugig, was ihrem amerikanischen Retter nicht so gut gefällt... Oliver Malloy ist ein äußerst attraktiver Mann (groß, gut gebaut, blonde Haare und blaue Augen), schätzungsweise Mitte 30, Witwer und geht in seiner Arbeit als Architekt, der renovierungsbedürftige Hotels umbaut, auf. Oliver gehört ein riesiges Anwesen in der Wüste Arizonas, wo Sophie strandet und obwohl er normalerweise starke, unabhängige Frauen mag und keine Frau näher an sich heranlässt, ist er von der Deutschen angetan, die seinen Beschützerinstinkt weckt...

Mit Sophie und Oliver hat die Autorin unterschiedliche und reizvolle Protagonisten mit einigen Ecken & Kanten erschaffen, die man einfach mögen muss. Es ist schön, mit anzusehen, wie sich die Hauptpersonen annähern und welche Weiterentwicklung vor allem Sophie durchmacht. Auch die Nebencharaktere sind interessante Figuren, die sich gut in das Geschehen einfügen. Im Nachfolgeband spielt übrigens Sophies Freundin Samantha die Hauptrolle.

Geschildert werden die turbulenten Begebenheiten vorwiegend aus dem Blickwinkel von Oliver und Sophie (in der 3. Person), zwischendurch berichten auch andere Nebencharaktere wie Olivers Chauffeur bzw. sein bester Freund Mike die aktuellen Ereignisse, was für Abwechslung sorgt. Die Erzähler lassen uns an ihren Gefühlen und Gedanken teilhaben, wodurch man mit ihnen mitfühlt.

In "Dreams: Zauber einer Nacht" schickt Amanda Frost ihre Protagonisten auf eine emotionale Achterbahnfahrt, die mit prickelnder Erotik, vielen Wirrungen, Turbulenzen & Stolpersteinen gepflastert ist. Verschiedene Sichtweisen und miteinander verwebende Handlungsstränge führen uns auch diesmal durch die ereignisreiche Geschichte und abermals kommen auch in diesem Roman wieder sehr viele Liebes- und Sex-Szenarien zum Einsatz.
 
Und damit kommen wir auch schon zu meiner kleinen Kritik: Wie bereits in "Vom Tod begehrt" enthält auch der neueste Amanda Frost-Roman einige sehr detaillierte Schilderungen und etliche Sex-Fantasien sowie erotische Szenen, die für meinen Geschmack zu übertrieben und stellenweise ein wenig kitschig dargestellt wurden. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass ich kein großer Fan von allzu viel Erotik in Büchern bin, weiters nervt mich das Hin und Her zwischen den beiden Hauptpersonen manchmal etwas.

"Dreams: Zauber einer Nacht" birgt umfasst eine interessante Romanidee, die dieses Mal gar keine übersinnliche Komponente enthält und gelungen umgesetzt wurde. Der Liebesroman lässt sich trotz der minimalen Abstriche rasch lesen, da man wissen möchte, ob die Geschichte rund um Sophie und Oliver erwartungsgemäß mit einem Happy End ausklingt und was auf dem Weg dorthin passiert.

Abgerundet wird der 344 Seiten lange Roman durch die locker-leichte Schreibweise mit amüsanten Wortgefechten, bildhaften Beschreibungen. Der verwendete Humor von Amanda Frost liegt, wie bereits schon einige Male erwähnt, ganz auf meiner Wellenlänge, weshalb ich beim Lesen häufig lachen musste und man nur so durch die Seiten rast.
 
FAZIT:
"Dreams: Zauber einer Nacht" birgt eine kurzweilige Liebesgeschichte vollgepackt mit Irrwegen, Turbulenzen & viel Erotik. Auch wenn man den Ausgang des Plots vielleicht ahnt und die unzähligen Sex-Szenen für meinen Geschmack ein wenig zu viel des Guten sind, so hat mich "Zauber einer Nacht" dennoch wunderbar enthalten und erhält deshalb 4 1/2 (von 5) Punkte.

 
 

Dienstag, 29. März 2016

Der (wahrscheinlich) letzte Bücherzuwachs im MÄRZ 2016


Mein SuB sinkt beständig (Ungelesene Bücher vor diesem Post: 5)und deshalb musste ich wieder für einen kleinen Nachschub sorgen. Folgende Bücher sind in den vergangenen Tagen bei mir eingezogen...


Leseexemplar


Buchdeckel „978-3-608-96137-9
Quelle: Klett-Cotta

"Willkommen in Night Vale" haben mir Blogg dein Buch & Klett-Cotta netterweise zur Verfügung gestellt - vielen Dank. Die Geschichte klingt sehr vielversprechend und so freue ich mich schon darauf.








Einkauf...

Ein paar wenige Bücher haben den Weg zu mir gefunden, leider erscheinen viele meiner Wunschbücher erst in den kommenden Wochen und Monaten...

Und so durfte der neueste Roman von Sylvia Lott "Die Inselfrauen" (für "Das Jahr des Taschenbuchs"), "Maybe Someday" (an einem Buch von Colleen Hoover kann ich nicht vorbeigehen) und der 3. Band "Schattentraum: Vor dem Lichtglanz" mitkommen.

Die Inselfrauen   Maybe Someday von Colleen Hoover   Schattentraum3
Quelle: Random House             Quelle: dtv                 Quelle: Mona Kasten
Haben wir Gemeinsamkeiten?
Kennt/mögt/liebt ihr eins dieser Bücher?








Sonntag, 21. Februar 2016

[REZENSION] "Band des Schweigens: John A. Fortunes 1. Fall" (Band 1)

Für dieses schöne Rezensionsexemplar bedanke ich mich ganz herzlich der Autorin Margot S. Baumann.  

Cover
Quelle: Margot S. Baumann
Die Autorin
Margot S. Baumanns (1964) Laufbahn als Geschichtenerzählerin begann in der zweiten Klasse, als sie ihrer damaligen Lehrerin erklärte, ihre Eltern hätten sie Fahrenden abgekauft. Heute schreibt sie klassische Lyrik, Psychothriller und Romane über Liebe, Verrat, Geheimnisse und Sehnsuchtsorte. Für ihre Werke erhielt sie nationale und internationale Preise. Sie mag raue Küsten, schroffe Felswände, Musik, Hunde, das Leben im Allgemeinen, ihre Familie und träumt von einem Cottage am Meer. Sie lebt und arbeitet im Kanton Bern (Schweiz). Mehr Infos auf www.margotsbaumann.com
*Produktinformation*
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 367 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 185 Seiten
Sprache: Deutsch
ASIN: B01B0HU21I


Leseprobe
Quelle:  margotsbaumann.de *lies mich*


Die Geschichte...
Als der junge Anwalt John A. Fortune den Nachlass der kürzlich verstorbenen, alleinstehenden Eleanor Cavendish nach einem möglichen Erben durchsieht, findet John einen Briefumschlag mit einem alten Foto, das im Jahr 1926 in Cornwall aufgenommen wurde und zwei Mädchen zeigt. Diese Spur führt den schüchternen Juristen von London nach Cornwall, wo er auf die Kellnerin Alice trifft, die ihn auf Anhieb fasziniert...

Meine Meinung:
Durch die liebe Monika von Lesendes Katzenpersonal bin ich auf dieses Buch gestoßen und netterweise hat es mir die Autorin sogar zur Verfügung gestellt bzw. darf ich sogar an einer Blogtour teilnehmen, die morgen bei BeatesLovelyBooks startet.

BLOGTOUR

"Band des Schweigens" heißt der Auftakt einer Reihe rund um John A. Fortunes. Die Geschichte beginnt in London und führt uns danach nach St Ives, eine Kleinstadt in der Grafschaft Cornwall und wartet mit so wundervollen Orts- und Landschaftsbeschreibungen auf, dass man die wildromantische Landschaft Cornwalls deutlich vor sich sehen kann bzw. fast den Wind und die Wellen spürt. Der Serienauftakt beginnt im März mit der Beisetzung der wohlhabenden Eleanor Constance Cavendish und endet im Sommer mit einem fiesen Cliffhanger.

John A. (das A steht für Achilles) Fortune arbeitet in der Londoner Anwaltskanzlei "McDermott & Hobbs" und liebt seinen Beruf als Nachlassforscher, da hier seine Passion des Rätsellösens ausleben kann. John A. Fortunes bringt außerdem gute Umgangsformen mit und ist attraktiven Frauen gegenüber verkrampft, weshalb er mit seinen 29 Jahren noch immer Single ist. Sein erster selbstständiger Fall führt den Anwalt nach Cornwall, wo er nach einem Erben für Eleanor Cavendishs Vermögen sucht. Dort lernt der Nachlassforscher die junge Alice Ponsomby Pane kennen, die seit kurzem wieder in ihrer Heimatstadt St Ives lebt und übergangsweise bei ihrer Mutter wohnt. Da die 24-jährige keine abgeschlossene Ausbildung vorweisen kann, jobbt die bildhübsche Brünette als Bedienung im Fischrestaurant "Sea Horse" und ist mit ihrem Jugendfreund Gordon liiert, obwohl sie in ihrem Inneren weiß, dass er nicht der richtige Mann ist. Und dann trifft die lebenslustige Kellnerin auf einer Wanderung auf John, der so ganz anders als Gordon ist...

John und Alice sind so sympathische und unterschiedliche Hauptpersonen, die mit Facetten, Macken und Ecken ausgestattet wurden, dass man sie einfach mögen muss. Auch die Nebencharaktere wie Johns smarter Kollege Albert Summers oder Alice Mutter Dorothy wurden reizvoll gestaltet und fügen sich gut in das Geschehen ein.  Die Romanidee wurde aus meiner Sicht hervorragend umgesetzt. Die turbulenten Geschehnisse werden abwechselnd aus der Sicht von John und Alice (in der 3. Person) geschildert. Die Erzähler gewähren dem Leser einen tiefen Einblick in ihre Gedanken & Gefühlen, wobei ich gestehen muss, dass mir die Sichtweise von Alice noch besser als die von John gefallen hat.

"Band des Schweigens: John A. Fortunes 1. Fall" lässt sich als unterhaltsame und abwechslungsreiche Story beschreiben, die neben verschiedenen Erzählperspektiven sowie miteinander verwebenden Handlungssträngen mit vielen Emotionen, Geheimnissen, Wirrungen & Turbulenzen ausgestattet wurde. Johns 1. Fall hat mich von der ersten bis zur letzten der 185 Seiten erstaunlich gut unterhalten (was vielleicht auch daran liegt, dass ich zunächst keine allzu hohen Erwartungen hatte) und kommt ganz ohne unnötige Passagen oder detaillierte Beschreibungen aus.

Der Serienauftakt versprüht einen ganz eigenen, etwas altmodischen Charme, der wunderbar zu John A. Fortune bzw. zu der Handlung passt und hat es geschafft, mich zu begeistern und an die Seiten zu fesseln. Leider endet "Band des Schweigens" mit offenen Fragen, die hoffentlich im Nachfolgeband "Asche im Wind: John A. Fortunes 2. Fall" (eine vielversprechende Leseprobe befindet sich im Anhang) beantwortet werden. Abgerundet wird der reizvolle Plot durch die ausdrucksstarke Schreibweise von Margot  S. Baumann, die malerischen Schauplatzbeschreibungen und den Flair, der diese Geschichte umgibt.

FAZIT:
"Band des Schweigens: John A. Fortunes 1. Fall" ist ein eindrucksvolles Buch über einen schüchternen Nachlassforscher und seinen aktuellen Fall, der einen auf eine temporeiche Reise mitnimmt. Ich hoffe, dass John A. Fortune viele Anhänger findet und vergebe diesem Werk, das sich hinter der wundervollen Kulisse Cornwalls abspielt, volle  5 (von 5) Punkte und eine Leseempfehlung.


Mittwoch, 17. Februar 2016

[REZENSION] "Infernale" (Band 1)

Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich sehr herzlich beim Loewe Verlag.
Cover
Quelle: Loewe
Die Autorin
Sophie Jordan wuchs auf einer Farm in Texas auf und landete mit ihrer Firelight-Trilogie einen internationalen Bestseller. 2016 legt sie mit „Infernale“ den Auftakt einer packenden Liebesgeschichte vor, die durch geschickt platzierte gesellschaftskritische Anklänge zum Nachdenken anregt. Heute lebt die New York Times-Bestsellerautorin mit ihrer Familie in Houston.

*Produktinformation*
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Loewe; Auflage: 1 (15. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 378558167X / ISBN-13: 978-3785581674
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: Uninvited
Größe und/oder Gewicht: 15,3 x 4 x 22,1 cm
Leseprobe
Quelle: loewe-verlag.de  *lies mich*

Die Geschichte...
Wie alle Amerikaner muss sich auch die 17-jährige Davy einem DNA-Test unterziehen, der die Testpersonen auf das "Mördergen" HTS testet. Als Davys Test positiv ausfällt, zerplatzen all ihre Träume. Ihr Freund Zac und ihre beste Freundin Tori wenden sich von ihr ab, ihre Eltern meiden sie, nur ihr Bruder Mitchell hält zu ihr. Als das friedliebende Mädchen die Schule wechseln muss und mit anderen Trägern zusammen Unterricht hat, findet sie sich schnell auf dem Boden der Tatsachen wieder, denn Davy wird wie eine Verbrecherin behandelt und dabei kann die talentierte Musikerin nicht einmal einer Fliege etwas zuleide tun. Doch wie kann sich Davy aus dieser schier ausweglosen Situation befreien? Und was wird die Zukunft für die HTS-Trägerin bereithalten?

Meine Meinung:
Nach der Firelight-Trilogie wollte ich unbedingt das neueste Werk von Sophie Jordan lesen. "Infernale" heißt der Auftakt der gleichnamigen Dilogie und hat bereits vor seinem Erscheinungstermin viele Leser und Blogger zu Begeisterungsstürmen hingerissen - und ich darf mich in die Riege der Infernale-Fans einreihen. "Infernale" gliedert sich in 2 Teile, beginnt am 15. März 2021 mit einer Pressemitteilung und dauert schätzungsweise mehrere Wochen. Der Handlungsschauplatz wurde in die USA verlegt.

Im Jahr 2021 werden in Amerika die Bewohner auf das HTS-Gen getestet. HTS steht für Homicidial Tendency Syndrom und Träger dieses Gens neigen zur Gewalttätigkeit und sind meist Verbrecher. Personen mit dem "Mördergen" werden von ihren Mitmenschen und den Behörden als Menschen 2. Klasse angesehen und müssen furchtbare Sachen über sich ergehen lassen. Durch die  Ausweglosigkeit wirkt die Atmosphäre manchmal düster und bedrückend.

Die 17-jährige Davina "Davy" Hamilton stammt aus einem wohlhabenden und behüteten Elternhaus, lebt mit ihrer Familie in Texas und hat eine glänzende Zukunft vor sich. Denn als musikalisches Wunderkind (sie spielte bereits mit 3 Jahren Klavier, beherrscht mehrere Musikinstrumente und singt wundervoll) wurde ihr bereits ein Platz an der renommierten Juilliard School in New York zugesagt und auch sonst zählt zu den beliebten Kids an ihrer Privatschule. Doch als der HTS-Test positiv ausfällt, ist ihr bisheriges Leben vorbei, denn als Trägerin des "Mördergens" wird sie als potentiell gefährlich eingestuft. Davy muss die Schule wechseln und in einem abgesicherten Teil namens "Käfig" den Unterricht weiterführen, ihre glanzvolle Zukunft an der Juilliard ist vorbei, ihre Familie und Freunde wenden sich von ihr ab und plötzlich ist das ehemals beliebte Mädchen auf sich allein gestellt.

Es ist furchtbar, mit anzusehen, wie sich Davys Leben ändert und sie wegen eines Gen-Tests plötzlich als Gefahr angesehen wird und alles aufgeben muss, was ihr wichtig war. Dennoch wächst die sympathische, facettenreiche Protagonistin daran, denn aus dem leicht naiven Mädchen wird eine starke junge Frau, die sich gegen allerlei Gefahren behaupten muss und der beunruhigende Dinge widerfahren. Ich konnte mich in Davy vollkommen hineinversetzen und habe mit ihr mitgefiebert und gelitten.

An der staatlichen Keller High School lernt sie andere Träger kennen. Da wären zunächst der HTS-infizierte Computernerd Gil(bert) Ruiz, der Davy von Anfang an nett behandelt und ihr nicht das Gefühl gibt, eine Verbrecherin zu sein. Auch Sean O'Rourke nimmt eine große Rolle ein, denn Davy ist von dem rebellischen und furchtlosen Gen-Träger fasziniert bzw. von der Tatsache, dass der attraktive Junge seine Infizierung mittels einer Tätowierung am Hals zur Schau stellt. Allerdings ist es sehr schwer, Sean einzuschätzen, da er niemanden an sich heranlässt. Die Nebencharaktere wurden trotz ihrer Vielzahl reizvoll gestaltet und fügen sich gut in die Handlung ein.

Sophie Jordan hat sich in "Infernale" damit beschäftigt, ob/wie Gene bzw. DNS unser Leben bzw. Schicksal beeinflussen können und ich muss sagen, dass ich den Gedanken daran echt erschreckend finde und die Romanidee  zum Nachdenken anregt. Ich-Erzählerin Davy schildert die rasanten Geschehnisse aus ihrer Sicht und gewährt uns auf der Suche nach ihrer eigenen Identität einen tiefen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Zwischen den Kapiteln finden sich diverse Nachrichten, SMS-Chats, Aufzeichnungen und Interviews von Behörden, die zur Handlung passen.

Der Dilogie-Auftakt wartet mit einer Zukunftsvision auf, die hoffentlich niemals wahr wird und birgt eine gelungene Mischung aus Science Fiction, Action und ein wenig Romantik.  "Infernale" lässt einen angesichts der ungeahnten Wendungen, Turbulenzen und Überraschungen so  schnell nicht mehr los.   Auch wenn die Story ein paar ausgeschmückte Schilderungen enthält, so haben mich diese hier erstaunlicherweise gar nicht gestört und bremsen auch nicht den Lesefluss.

Die rasante Geschichte endet mit einem Cliffhanger und lässt ein paar Fragen offen, die Lust auf die Fortsetzung "Infernale - Rhapsodie in Schwarz" machen. Dank der ausdrucksstarken Schreibweise, von Sophie Jordan, der jugendlichen Sprache sowie lebendiger Beschreibungen verfliegt die Zeit beim Lesen der 384 Seiten rasend schnell, die mich berührt und auf eine unglaubliche Reise mitgenommen haben.


FAZIT:
Wer gern interessante Romane mit Action & Romantik sowie einer grandiosen Romanidee liest, wird "Infernale" sicherlich lieben, denn der Auftakt der gleichnamigen Dilogie bietet jugendlichen & junggebliebenen Lesern einen spannungsreichen Plot inklusive vieler Irrwegen, eine sympathische Hauptperson sowie einen mitreißenden Schreibstil. Da mich die Geschichte an die Seiten gefesselt hat und sicherlich noch lange nachwirken wird, vergebe ich hiermit liebend gern 5 (von 5) Punkte.