Montag, 26. Januar 2015

[MINI-REZENSION] "Aquarius"

Cover
 
Quelle: Piper
Der Autor
Thomas Finn wurde 1967 in Chicago geboren, wuchs in Deutschland auf und lebt heute in Hamburg. Der ausgebildete Werbekaufmann und Diplom-Volkswirt ist preisgekrönter Spiele-und Romanautor und hat einige Jahre als Lektor und Dramaturg in einem Drehbuchverlag gearbeitet. Im Spielebereich stammen zahlreiche Abenteuer-Publikationen aus seiner Feder. Hauptberuflich arbeitet er heute als Roman-, Spiele-, Theater- und Drehbuchautor.

*Produktinformation*
Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Piper (13. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492703372 /
ISBN-13: 978-3492703376
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 4 x 21,6 cm


Leseprobe
Quelle: piper.de  *lies mich*



 Die Geschichte...
Während der Bergung eines Schiffwracks ereignet sich eine Explosion und als der Bergungstaucher Jens Ahrens wieder das Bewusstsein erlangt, lebt er wundersamerweise und findet sich als Gefangener in einem Kellerverlies wieder. Jens Ahrens gelingt dank eines anderen Gefangenen die Flucht und er landet schließlich in Egirholm, einem beschaulichen Küstenort in Nordfriesland. Dort scheint es aber nicht mit rechten Dingen zuzugehen, denn die Pensionswirtin von Jens ertrinkt in ihrem eigenen Haus und auch die Vorgängerin der Polizeibeamtin Meike Ehlers ist unter mysteriösen Umständen ertrunken - doch wie ist das möglich? Die rätselhaften Todesfälle lassen Jens nicht los und so ermittelt der leidenschaftliche Taucher, den es in die Nordsee zieht, auf eigene Faust...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Da mir "Weißer Schrecken" ein gruseliges Leseerlebnis beschert hat, wollte ich wissen, ob mir "Aquarius" ebenso gut gefällt.

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplatz: Der Handlungsschauplatz wurde vorwiegend nach Egirholm an der Nordfriesischen Küste verlegt und mit so lebendigen Orts- und Schauplatzbeschreibungen versehen, dass es fast so ist, als wäre man mit dabei.

Handlungsdauer: Nach dem Prolog (ein mysteriöser Todesfall) beginnt die Story, die sich in 2 Teile gliedert, 3 Wochen später, dauert einige Tage und endet mit dem Epilog 2 Tage später.

Hauptpersonen: Der 41-jährige Jens Ahrens liebt das Meer und arbeitet deshalb als Berufstaucher für die Blue Ocean Exploration. Jens wurde als Säugling ausgesetzt, ist eine männliche Erscheinung und weiß nicht genau, was seit der Explosion geschehen ist. Jens wird als reizvoller, vielschichtiger Protagonist geschildert, die durchwegs glaubhaft agiert.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Meike Ehlers (die Polizistin wurde nach dem Tod Polizeikommissarin Mertens von Husum nach Egirholm versetzt, ist sehr hübsch, neugierig und mutig), Ranja Rhode (die Tochter von Wissenschaftler Volker Rhode, der Jens zur Flucht aus dem Keller verholfen hat, ist eine attraktive Erscheinung und arbeitet als Meeresbiologin in Hamburg), Michael Bossen (Meikes fülliger Kollege arbeitet als Phantombildzeichner und ist ihr Lieblingskollege), Dr. Bornleiter (Leiter der Anteros-Mutter-Kind-Klinik) und Xanthe Petersen (resolute Bürgermeisterin von Egirhom) sind interessante Persönlichkeiten.

Romanidee: Faszinierende Grundidee, die einige Mystery-Elemente beinhaltet und hervorragend umgesetzt wurde.

Erzählperspektiven: Die temporeichen Ereignisse, die sich förmlich überstürzen, werden aus der Sicht von Jens Ahrens (in der 3. Person) erzählt, mit dem man sich rasch identifiziert und mitfiebert.

Handlung: Sehr spannende Geschichte mit rätselhaften Vorkommnissen, mysteriösen Todesfällen und geschickt gelegten falschen Fährten. Manchmal sind mir die Geschehnisse ein wenig zu ausführlich beschrieben, aber "Aquarius" zieht einen dermaßen in seinen Bann, dass dies gar nicht ins Gewicht fällt und dass man auch lang gar nicht weiß, wohin die Geschichte eigentlich geht.

Schreibstil & Co:  "Aquarius" birgt einen packenden & emotionsgeladenen Schreibstil und ist durch die teilweise düstere und beklemmende Atmosphäre für zartbesaitete Leser eher nicht geeignet.

FAZIT: Mit "Aquarius" hat Thomas Finn einen gelungenen Mystery-Thriller erschaffen, der packende Unterhaltung auf hohem Niveau garantiert. Die ganze Geschichte übt, ebenso wie das trügerische Wasser, einen Sog auf den Leser aus, sodass ich die 416 Seiten in Rekordzeit (etwas mehr als 3 Stunden) ausgelesen hatte. Hier machen mir nicht mal die ausgeschmückten Schilderungen etwas aus, weshalb die rasante Geschichte, die eine übersinnliche Komponente enthält, ganze 5 (von 5) Punkte erhält.
https://blogger.googleusercontent.com/img/proxy/AVvXsEgZVQKCZXjSvFlmcjxUPQKahdFOqHFntRnrfpIoHRa3qlPzsELDp5w45BHq7H05d2zCYprVvj_fpBxVCIKEY9C0b6DsyIg-xdCRFKdG1cK-qHMVrSi6VpxZDBRB5u7QDgGr2bF0RwlvxbingrrIPtvV3edFW_xfmw=

Sonntag, 25. Januar 2015

[Goldmann-Challenge 2015] 1. Monat - Lesefortschritt



Quelle
Bei der
Goldmann-Challenge 2015 von Lesendes Katzenpersonal sollen in der Zeit vom 01.01.2015 - 31.12.2015 mindestens 20 Bücher des Goldmann Verlags gelesen und rezensiert werden. Die gesamten Regeln findet ihr *hier*.
 





Mein(e) gelesenes(n) Buch (Bücher) im Januar 2015:
01. DIE TOTENTÄNZERIN - Max Bentow / *Rezension*

Aller Anfang ist es schwer - es kann nur besser werden!



Samstag, 24. Januar 2015

[MINI-REZENSION] "Seerosensommer"


Cover
Quelle: Droemer Knaur
Die Autorin
Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie als Texterin, Übersetzerin und Autorin tätig. Sie lebt mit ihrem Sohn in Berlin. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.taniakraetschmar.de

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 498 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (9. November 2009)
Sprache: Deutsch
ASIN: B004X7TZJS

Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*



Die Geschichte...
Als ihr Mann Johann bei einem Motorradunfall stirbt, bricht für Josephine, die mit ihrem Mann ein Sternerestaurant führt, eine Welt zusammen. Sie verlässt Berlin, wo sie alles an ihren verstorbenen Mann erinnert und zieht mit ihrem jüngeren Sohn Gabriel und ihrer engsten Vertrauten Edith nach Valtzow an der Müritz. Dort hat Johann kurz vor seinem Tod ein Anwesen am See gekauft hat und nach einigen Überlegungen eröffnet Josephine in dem alten Herrenhaus die "Seerose", ein kleines und feines Restaurant mit regionaler Küche. Durch einen Zufall lernt die hübsche Witwe Severin kennen, der sich sofort zu Josephine hingezogen fühlt, doch Josephine ist noch nicht über Johann hinweg...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Der Klappentext und das hübsche Cover haben es mir angetan.

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplatz: Die Geschichte führt uns von der deutschen Hauptstadt Berlin in den malerischen Ort Valtzow an der Müritz.

Handlungsdauer: Das Gedicht "Winternacht" macht den Anfang, der Prolog beginnt am 30. Oktober, die eigentliche Story beginnt 7 Monate später (Anfang Juni) und dauert mehrere Wochen.

Hauptpersonen: Josephine Gill, 33, arbeitet neben ihrem Chefkoch und Mann Johann als Souschefin im eigenen Haubenlokal "Gill's", als ihr Ehemann tödlich verunglückt, was ihr Leben komplett verändert. Während ihr 14-jähriger Sohn Rafael in einem Internat in Berlin bleibt, zieht die attraktive Witwe mit ihrem 6-jährigen Sohn Gabriel und ihrer alten Freundin Edith aufs Land, um dort in einem idyllischen Herrenhaus neu zu beginnen. Bald begegnet Josephine dem attraktiven Severin Wiesgrund, der auf Anhieb von ihr angetan ist. Der 33-jährige Ingenieur betreibt mit seinem Freund das kleine Unternehmen "Boatsmen", vermietet ein Hausboot und möchte direkt am See eine Öko-Ferienanlage bauen... Josephine und Severin sind sympathische Hauptpersonen mit allerlei Facetten, Ecken und Kanten, die authentisch agieren.  

Nebenfiguren: Auch die mitwirkenden Nebencharaktere wie Josephines Sohn Gabriel (der 6-jährige leidet auch unter dem Tod seines Vaters, liebt die Natur und ist sehr aufgeweckt), ihre Schwester Ella (wohnt in Berlin und sieht nach Rafael), Edith Hofer (die gebürtige Österreicherin ist eine alte Freundin von Josephine, hilft ihr im Restaurant und passt auf Gabriel auf), Bürgermeister Hans Zechlin und seine hilfsbereite Frau Angelika, Severins Freund und Boatsmen-Mitbesitzer Bas de Boer sowie Clemens Buchholz (der unsympathische Geschäftsmann stammt aus Valtzow und interessiert sich, ebenso wie Severin, für das Grundstück am See)  wurden interessant gestaltet und fügen sich wunderbar in die Handlung ein.

Romanidee: Nette Grundidee mit überzeugender Umsetzung



Erzählperspektiven: Die turbulenten Geschehnisse werden vorwiegen von Josephine und Severin, aber auch von einigen Nebenfiguren geschildert (in der 3. Person), die an ihren Gefühlen und Gedanken teilhaben lassen. 

Handlung: "Seerosensommer" birgt eine zauberhafte & unterhaltsame Geschichte voller Höhen & Tiefen, mit verschiedenen Handlungssträngen und Erzählperspektiven sowie einigen unerwarteten Wendungen. Auch wenn der Ausgang der Story vorhersehbar scheint, so ist der Weg dorthin mit vielen Irrwegen, Überraschungen und Stolpersteinen übersät.

Schreibstil & Co:  Die locker-leichte Schreibweise von Tania Krätschmar, die angenehme Sprache und die bildhaften Schauplatzbeschreibungen runden die 320 Seiten lange Geschichte ab.

FAZIT:
"Seerosensommer" ist ein herzerwärmender Roman, der mich auf eine abwechslungsreiche Reise nach Mecklenburg-Vorpommern entführt und mir dank der reizvollen Story, den interessanten Charakteren und dem emotionsgeladenen Schreibstil einige schöne Lesemomente geschenkt hat. Dafür vergebe ich gern 5 (von 5) Punkte.

 

Freitag, 23. Januar 2015

[MINI-REZENSION] "Singe, fliege, Vöglein, stirb"

Cover
Quelle: Loewe
Die Autorin
Mit elf Jahren hat Janet Clark ihren ersten Roman geschrieben. Er hatte zwölf Seiten und eine Leserin. Obwohl diese sofort von ihren schriftstellerischen Fähigkeiten überzeugt war, brauchte es viele Jahre und Umwege über diverse Länder und Berufe, bis Janet Clark ihr erstes Manuskript an eine Agentur schickte. Seitdem finden ihre Bücher immer mehr Fans. Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie in München.

*Produktinformation*
Broschiert: 336 Seiten
Verlag: Loewe; Auflage: 1 (10. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785577524 / ISBN-13: 978-3785577523
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 3,6 x 21,5 cm


Leseprobe
Quelle: loewe.de *lies mich*
  

Die Geschichte...
Die 18-jährige Ina möchte später Tierärztin werden und jobbt deshalb auch im Tierheim, ansonsten wohnt die junge Frau noch bei ihren Eltern und ist mit ihrem Freund Aaron glücklich. Doch das ändert sich, als sie Aaron in einer verfänglichen Situation mit seiner Nachhilfeschülerin Casey ertappt und genau dieses Mädchen kurze Zeit später tot aufgefunden wird. Aaron gerät unter Tatverdacht, wird danach über Social Networks und auch persönlich attackiert. Als Ina ihren Freund verteidigt, wird auch sie angegriffen und weiß bald nicht mehr, wem sie trauen kann...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Da ich gern Jugendthriller lese und mich das nette Cover angesprochen hat, habe ich zu "Singe, fliege, Vöglein, stirb" gegriffen.
 
Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplatz: Die deutsche Kleinstadt Elland, die in der Nähe von Hamburg liegt.

Handlungsdauer: Die Geschichte, die sich in 2 Teile gliedert, beginnt mit dem Prolog am Tag Null (Mittwoch, 30. Oktober), startet 7 Tage vorher (am 23. Oktober) und endet am 30. Oktober.

Hauptpersonen: Ina Stegvogel ist 18 Jahre jung, hübsch, jobbt im städtischen Tierheim und will Tiermedizin studieren. Die junge temperamentvolle Frau lebt bei ihren Eltern und fährt eine Yamaha XT250, die sie heiß liebt. Seit ungefähr 4 Monaten sind Ina und der gutaussehende Naturwissenschaftsstudent Aaron Larenberg zusammen, früher war er mit Inas verhasster Kollegin Lennja liiert, was Ina allerdings nicht weiß. Auch wenn Ina und Aaron interessante Charaktere mit einigen Facetten & Ecken sind, konnte ich nicht alle ihrer Handlungen und Taten nachvollziehen. Außerdem bin ich mit Aaron überhaupt nicht warm geworden. 

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Inas Eltern (ihr Vater betreibt einen Bio-Versandhandel), Aarons bester Freund Mark Ziegler (der Chemie- und Umwelttechnik-Student hilft auch im Café seiner Familie aus), Aarons 16-jährige Nachhilfeschülerin Casey Lorell (stammt aus einer reichen Familie, da ihrem Stiefvater ein Labor gehört und ist eine richtige Zicke), Lennja Müller (die feste Pflegerin des Tierheims ist 21 Jahre jung, hat strohblonde Haare, eisblaue Augen und kommt mit Ina nicht gut zurecht) und Janosch Czerski (dem Tierschutzaktivisten wird der Anschlag auf das Lorell-Labor -das Caseys Stiefvater gehört- angehängt und seitdem befindet er sich auf der Flucht) fügen sich ansprechend in die Handlung ein.

Romanidee: Hier wird das Thema Cyber-Mobbing in sozialen Netzwerken und die zerstörenden Folgen angesprochen, deren Umsetzung mich leider nicht überzeugt hat.

Erzählperspektiven: Die Geschehnisse werden abwechselnd von Ina und Aaron erzählt (1. Person im Präsens), die uns Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt gestatten.

Handlung: Langatmige Geschichte mit zwei verschiedenen Erzählperspektiven und Handlungssträngen, einigen Geheimnissen & Wirrungen, viel Gewalt & Hass, aber auch mit unzähligen ausgeschmückten Schilderungen und kleinen Längen.

Schreibstil & Co:  "Singe, fliege, Vöglein, stirb" enthält eine ausführliche, etwas aufgesetzte Schreibweise und eine, der jugendlichen Zielgruppe angepassten Sprache, die leider nicht mein Fall ist.
 
FAZIT:
"Singe, fliege, Vöglein, stirb" wird nach "Schweig still, süßer Mund" wohl auch mein letzter Jugendthriller bleiben, da mir dieses Buch von Janet Clark nicht wirklich zugesagt hat. Die Charaktere bleiben unsympathisch, die Handlung zieht sich in die Länge und der Schreibstil konnte leider auch nichts mehr retten. Dafür kann ich nicht mehr als 2 (von 5) Punkte vergeben, da ich beim Lesen manchmal Aggressionen entwickelt habe und zeitweise das Buch sogar abbrechen wollte.


Donnerstag, 22. Januar 2015

TTT - Top Ten Thursday #192

Allwöchentlich, jeden Donnerstag, werden in Steffis Bücher Bloggeria im Rahmen von "Top Ten Thursday" interessante Buchfragen gestellt bzw. Themen vorgegeben, die dann von den Teilnehmern des TTT beantwortet werden.
 
 


Diese Woche lautet das Thema:  "10 Bücher, deren Handlung in Deutschland spielt"
Da ich viel (deutsche Literatur) lese, sollte die heutige Aufgabe kein Problem sein...


01. "Das Jahr der Kraniche" - Christiane Sadlo (Uckermark)
02 "Final Cut" - Veit Etzold (Berlin)
03. "Goldmarie auf Wolke 7" - Gabriella Engelmann (Hamburg)
04. "Krähenmann" - Corinna Bomann (Rügen)
05. "Purpurmond" - Heike Eva Schmidt (Bamberg)
06. "Schwesterlein, komm stirb mit mir" - Karen Sander (Düsseldorf)
07. "Sehnsucht nach Zimtsternen" - Katrin Koppold (München)
08. "Todesdrang" - Michael Hübner (Koblenz)
09. "Winterapfelgarten" - Brigitte Janson (Altes Land)
10. "Zorn - Tod und Regen" - Stephan Ludwig (Halle)

 Haben wir Gemeinsamkeiten?





Mittwoch, 21. Januar 2015

[MINI-REZENSION] "In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt"

Cover
Quelle: Random House
Die Autorin
Sabine Zett wurde 1967 geboren und ist in Westfalen aufgewachsen. Nach dem Abitur machte sie ein Volontariat bei der örtlichen Tagezeitung und arbeitete danach mehrere Jahre als Journalistin in verschiedenen Redaktionen. Nach der Geburt ihrer beiden Kinder begann sie, Theaterstücke, Hörspiele und Bücher zu schreiben und eroberte mit ihrer vielfach ausgezeichneten Jugendbuchreihe um den frechen »Hugo« nicht nur die Herzen von kleinen und großen Lesern, sondern auch die SPIEGEL-Bestsellerliste. Sabine Zett lebt mit ihrer Familie am Niederrhein.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (15. Dezember 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442383927 / ISBN-13: 978-3442383924
Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 3 x 18,5 cm

Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*

 
 
 Die Geschichte...
Victoria ist eine moderne Singlefrau, was ihrer Mutter ein Dorn im Auge ist, denn sie würde ihr Victoria-Kind gern als Ehefrau und Vollzeitmutter sehen. Doch Victoria ist als Vorstandsmitglied einer Bank beruflich sehr eingespannt und will mit ihrem alten Heimatort im Sauerland eigentlich nicht mehr zu tun haben, weshalb sie auch eine Einladung zum Klassentreffen absagt. Doch dann stirbt Onkel Herbert und als die Beerdigung wegen ihr extra auf einen Freitag verlegt wird, bleibt der Geschäftsfrau nichts anderes übrig, als in ihren ehemaligen Wohnort zu fahren. An diesem Wochenende findet auch das Klassentreffen statt und als Vicky erfährt, dass ihr ehemaliger Schwarm Michael auch daran teilnimmt, überlegt sie es sich anders und erlebt einen zauberhaften Abend mit Michael, der ihr wie der lang ersehnte Märchenprinz erscheint...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Nachdem ich schon mit "Tausche Schwiegermutter gegen Goldfisch" viel Spaß hatte, musste ich unbedingt das neueste Buch von Sabine Zett lesen.

Reihe: Nein, Einzelbuch 

Handlungsschauplätze: Die Geschichte spielt sich in Düsseldorf und Victorias Heimatort im Sauerland ab.

Handlungsdauer: startet am 6. Mai und dauert einige Tage.

Hauptperson: Dr. Victoria Weinmagen ist schätzungsweise Mitte 30, etwas zurückhaltend, hat vor vielen Jahren ihrer alten Heimat den Rücken gekehrt und sich in Düsseldorf ein neues Leben aufgebaut. Die alleinstehende Frau hat ihren Traumprinz noch nicht gefunden, als Bank-Vorstandsmitglied viel zu tun und liebt es, sich mit ihrem Nachbarn Daniel Fernsehkrimis anzusehen. Eine Vorzeige-Hausfrau ist sie nicht (sie hasst Bügeln), aber dafür hat sie ihre polnische Haushaltsperle Frau Iwanska, die sie mit guten Ratschlägen und passenden Redewendungen versorgt... Victoria  ist eine sympathische Protagonistin mit Ecken & Kanten, die sich alltäglichen Schwierigkeiten wie mit ihrer nervigen Mutter, schwierigen Kunden und alten Schulkollegen herumschlagen muss und die dabei authentisch wirkt.

Nebenfiguren: Victorias technikbegeisterte,  Mutter (die sich eine Familie für ihre Tochter wünscht und ihr das immer wieder beim Skypen aufs Brot schmiert), die polnische Haushaltshilfe Frau Iwanska (die sie mit einer sauberen Wohnung, gebügelter Wäsche und guten Ratschlägen versorgt), Victorias Kollegen und ihr Nachbar Daniel (der kreative Werbefachmann sieht gern mit Vicky TV-Krimis und kocht wunderbar) sind interessante Persönlichkeiten, die sich gut in die Handlung einfügen. Vor allem Frau Iwanska mit ihrer Aussprache, den Tipps und Familiengeschichten hat es mir angetan und mich immer wieder zum Lachen gebracht.

Romanidee: Nicht ganz neue Grundidee, die wunderbar umgesetzt wurde.

Erzählperspektiven: Erzählt werden die turbulenten Geschehnisse aus der Sicht von Victoria, die uns an ihren Gedanken & Gefühlen teilhaben lässt, wodurch man sich schnell mit der liebenswerten Hauptperson identifiziert.

Handlung: "In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt" wartet mit einer höchst unterhaltsamen & abwechslungsreichen Geschichte auf. Auch wenn man den Ausgang der Story vielleicht erahnt, so ist der Weg dorthin mit viel Humor, etlichen Irrwegen, Turbulenzen und Stolpersteinen gespickt.

Schreibstil & Co:  Der Roman wird mit der locker-leichten Schreibweise von Sabine Zett, amüsanten Dialogen, Wortwitz und der angenehmen Sprache vervollständigt.

FAZIT:
"In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt" wartet mit einer vergnüglichen, humorvollen Geschichte, einer liebenswerten Protagonistin und einem flüssigen Schreibstil auf, wodurch man fast durch die 320 Seiten lange Geschichte fliegt. Deshalb bekommt dieser Roman mit dem witzigen Titel von mir ganze 5 (von 5) Punkte.

 

Dienstag, 20. Januar 2015

Viele neue Bücher im JÄNNER 2015

Büchern kann ich nur schwer widerstehen und auch wenn noch einige Romane auf meinem SuB schlummern, habe ich mir spontan ein paar Neuzugänge angeschafft....

 
 
"Kleiner" Einkauf

Ich liebe es, in (realen und virtuellen) Buchhandlungen zu stöbern... Nur bleibt es nie dabei und ich muss auch immer ein paar interessante Bücher mitnehmen... Da ich im Moment gern Bücher aus unterschiedlichsten Genres lese, durften Antje Szillats "Nimm das Glück in beide Hände!", einen Frauenroman namens "Für immer und ehrlich", den finalen Lying Game-Band "Lying Game - Und du musst gehn"(heiß ersehnt), "Die Schatten von London" von Mauren Johnson und endlich auch "Der Geschmack von Sommerregen" bei mir einziehen.

           
Quelle: Aufbau Verlag       Quelle: Random House       Quelle: Random House     Quelle: Random House   Quelle: Egmont Ink
Da es folgende Bücher nicht mehr in Papierform gibt bzw. die eBook-Version einfach günstiger ist, durften auch noch "Die Macht der Sechs" von Pittacus Lore, "FederLeicht. Wie fallender Schnee" von Marah Woolfsowie die Tania Krätschmar-Bücher "Seerosensommer", "Die Wassergärtnerin" und "Winterherz" mitkommen.

           


Bücherei

Ich war schon eine Weile nicht mehr in der Bibliothek und diesmal habe ich mich für den 4. Frieda Klein-Band "Dunkler Donnerstag", den Jugendroman "Wenn ihr uns findet", die hochgelobten Romane "Der Club der Träumtänzer" und "Escape" sowie den Thriller "In guten wie in toten Tagen" entschieden.

       
Quelle: Random House        Quelle: Random House      Quelle: Dumont        Quelle: Loewe        Quelle: script5




Wie findet ihr meinen Bücherzuwachs?
Kennt/mögt ihr eins dieser Werke?
 

Montag, 19. Januar 2015

[MINI-REZENSION] "Elfenkuss" (Band 1)


Hübsches Cover
Quelle: Random House
Die Autorin
Aprilynne Pike denkt sich Elfen-Geschichten aus, seit sie ein Kind ist. Sie studierte kreatives Schreiben und schloss sich später derselben Schriftstellergruppe an, zu der auch Stephenie Meyer gehört. »Elfenkuss«, der erste Band ihrer Elfen-Fantasy, machte sie über Nacht zur gefeierten Bestsellerautorin. Pike lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Utah.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: cbj (12. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 357040112X / ISBN-13: 978-3570401125
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: Wings
Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 4 x 18,5 cm


Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*
  


Die Geschichte...
Lauren kann es nicht glauben, als eines Morgens aus den Knubbeln auf ihrem Rücken flügelartige und hauchzarte Blütenblüter wachsen. Sie versteckt die schönen Flügel unter ihren Klamotten und vertraut sich schließlich ihrem Mitschüler David an. Gemeinsam versucht das Mädchen herauszufinden, was genau mit ihr passiert und dann erfährt Lauren das Unfassbare: Sie soll eine Elfe sein, die als Kleinkind zu den Menschen gesandt wurde...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Da ich gern Fantasy-Bücher lese, konnte ich an dieser hochgelobten Serie nicht vorübergehen.

Reihe: 1. Band der Elfen-Reihe

Handlungsschauplatz: Die amerikanischen Orte Crescent City und Orick bilden die Kulisse für "Elfenkuss".

Hauptperson: Die 15-jährige Lauren Sewell ist ein zartes, hübsches Persönchen mit grünen Augen und blonden Haaren. Die Schülerin lebt vegan, war noch nie krank, ist adoptiert und erst vor kurzem mit ihren Eltern von Orick nach Crescent City gezogen, da ihr Vater dort eine Buchhandlung gekauft hat. Lauren ist zwar eine nette Protagonistin, aber so richtig warm geworden bin ich mit der etwas oberflächlichen Hauptperson nicht.

Nebenfiguren: Die Nebencharaktere wie Laurens Adoptiveltern (ihre Mutter Sarah arbeitet als Heilpraktikerin, ihrem Vater Mark gehört eine Buchhandlung), ihr gutaussehender Mitschüler David, der ihr auf Anhieb sympathisch ist, Davids platonische, gnadenlos ehrliche Freundin Chelsea und der wunderschöne und geheimnisvolle Tamani, dem Lauren im Wald begegnet, fügen sich gut in die Handlung ein. Allerdings sind alle Protagonisten wunderschön anzusehen und für meinen Geschmack ein wenig zu perfekt geraten.

Romanidee: Reizvolle Grundidee, die einige Fantasy-Elemente beinhaltet. Wie der Buchtitel schon verrät, bekommen wir es hier mit Elfen zu tun.

Erzählperspektive: Ich-Erzählerin Lauren schildert die temporeichen Geschehnisse aus ihrer Sicht und lässt uns dabei an ihren Gedanken & Empfindungen teilhaben.

Handlung: Die abwechslungsreiche Geschichte birgt neben etlichen Längen, detaillierten Beschreibungen und einer gewissen Vorhersehbarkeit auch ein paar Wirrungen und ein offenes Ende. Hier werden Elfen als Pflanzen dargestellt (es gibt verschiedene Arten mit einer für sie eigenen Magie), sie altern langsamer und pflanzen sich durch Bestäubung fort.

Schreibstil & Co:  Vervollständigt wird "Elfenkuss" durch den locker-leichten Schreibstil von Aprilynne Pike, die jugendliche Sprache und wenig unterhaltsame Dialoge. "Elfenkuss" wird jungen Mädchen sicherlich besser gefallen als mir (habe wahrscheinlich schon zu viel Fantasy gelesen).

FAZIT:
"Elfenkuss" heißt der Auftakt der Elfen-Reihe rund um Lauren und bietet dem Leser eine Mischung aus Fantasy, Abenteuer und ein wenig Romantik. Auch wenn der der 1. Elfen-Band leider nicht an meine geliebte Plötzlich Fee-Reihe von Julie Kagawa heranreicht, so bietet "Elfenkuss" doch nette Unterhaltung für zwischendurch. Dafür vergebe ich 3 1/2 (von 5) Punkte und werde die Reihe wohl nicht weiterlesen.

Sonntag, 18. Januar 2015

[MINI-REZENSION] "Der Geschmack des Sommers"

Cover
Quelle: Random House
Die Autorin
Sarah Ockler lebt mit ihrem Mann in Colorado, und weil sie immer noch an den Spätfolgen ihrer turbulenten Teenagerjahre leidet, hat sie sich aufs Verfassen von Jugendbüchern spezialisiert. Ihre Romane wurden in der Presse gefeiert und haben zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u. a. ALA's Best Fiction for Young Adults.

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: cbt (9. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 357030907X / ISBN-13: 978-3570309070
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Originaltitel: 
Fixing Delilah Hannaford
Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 4 x 18,3 cm


Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*
 


Die Geschichte...
In Delilahs Leben läuft gerade einiges schief: Ihre Mutter kümmert sich mehr um ihre Karriere als um ihre Tochter, sie klaut, treibt sich mit Finn im Wald herum und schwänzt den Unterricht, was sich auf ihre Schulnoten auswirkt. Und dann stirbt auch noch ihre Großmutter und Delilah muss mit ihrer Mutter nach Vermont fahren - in das Häuschen, wo Delilah früher jeden Sommer verbracht hat. Doch da Delilahs Mutter Claire mit ihrer Familie nicht besonders gut auskommt, waren sie das letzte Mal vor 8 Jahren in Red Falls. Doch was genau ist damals zwischen den Hannaford-Frauen vorgefallen? Warum spricht niemand gern über ihre viel zu früh verstorbene Tante Stephanie? Und wie soll sie mit ihrem einstigen Freund Patrick, der zu einem attraktiven jungen Mann geworden ist und ihr Herz höher schlagen lässt, umgehen?

Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: Da mich das Cover und der Klappentext angesprochen haben, wollte ich "Der Geschmack des Sommers" unbedingt lesen.

Reihe: Einzelbuch

Handlungsschauplatz: Der Handlungsschauplatz wurde in den idyllischen Ort Red Falls im US-Bundesstaat Vermont verlegt und mit malerischen Orts- und Schauplatzbeschreibungen versehen.

Handlungsdauer: Die Story beginnt im Juni und dauert bis August.

Hauptperson(en): Delilah Hannaford ist 16 und hat ihren Vater, der vor ihrer Geburt gestorben ist, nie kennengelernt. Das Mädchen mit den braunen Augen und dunklen Haaren wohnt mit ihrer vielbeschäftigten Mutter, von der sie sich unverstanden fühlt, in Key im Bundesstaat Pennsylvania. Delilah ist aufsässig, hat einen Berg von Problemen angehäuft und weiß nicht genau, wie sie diese lösen soll, als ein Anruf Mutter und Tochter nach Vermont führt. Delilahs Großmutter, die sie zuletzt als kleines Mädchen gesehen hat, ist gestorben und gleich zu Beginn ihres Aufenthaltes in Red Falls trifft sie Patrick Reese. Delilah und Patrick waren als Kinder unzertrennlich und er wurde früher "Little Ricky" genannt, doch diese Zeiten sind für den 18-jährigen vorbei. Patrick lebt mit seiner Mutter in New York und hilft in den Ferien seinem Vater bei der Renovierung von alten Häusern. Außerdem singt Patrick wundervoll, begleitet sich auf seiner Gitarre und tritt im örtlichen Café auf. Emily ist eine störrische, aber dennoch sympathische Hauptperson mit Facetten, die im Laufe der Handlung eine beachtliche Weiterentwicklung durchmacht. Auch Patrick ist ein liebenswerter Protagonist mit einigen Ecken und Kanten.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Delilahs Mutter und Karrierefrau Claire, ihre esoterisch angehauchte Tante Rachel, ihre vor vielen Jahren verstorbene Tante Stephanie Delilah, Patricks Vater und seine platonische Freundin Emily sind interessante Persönlichkeiten, die sich gut in die Handlung einfügen.

Romanidee: Die Grundidee ist nicht ganz neu, wurde aber wundervoll umgesetzt, was ja die Hauptsache ist. Hier dreht sich alles Familienprobleme, Geheimnisse, Freundschaft und Liebe.

Erzählperspektive(n): Ich-Erzählerin Delilah schildert die turbulenten Geschehnisse voller Höhen & Tiefen aus ihrer Warte und gewährt uns dabei einen tiefen Einblick in ihr Gefühls-Wirrwarr. Man schließt die reizvolle Hauptperson schnell ins Herz und fühlt mit ihr. Zwischendurch erfährt man durch alte Tagebucheinträge mehr aus dem Leben von Delilahs Tante Stephanie, die mit 19 Jahren gestorben ist.

Handlung: "Der Geschmack des Sommers" wartet mit einer abwechslungsreichen Geschichte auf, die randvoll mit Emotionen, Erinnerungen, Geheimnissen & Überraschungen ist und ganz ohne Längen oder überflüssige Beschreibungen auskommt. Die zauberhafte Geschichte hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen und mich nicht mehr losgelassen.

Schreibstil & Co:  Die ausdrucksstarke, gefühlsintensive  Schreibweise von Sarah Ockler, die jugendliche Sprache, unterhaltsame Dialoge sowie eine sommerliche Atmosphäre runden den Roman der amerikanischen Autorin wunderbar ab.

FAZIT:
"Der Geschmack des Sommers" ist ein berührender Jugendroman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen hat. Man sollte sich nicht vom Cover täuschen lassen, denn "Der Geschmack des Sommers" birgt keine 08/15-Story und hat mir ein paar schöne Lesestunden geschenkt. Da ich rein gar nichts zu bemängeln habe, erhält das neueste Werk von Sarah Ockler von mir zauberhafte (von 5) Punkte sowie eine Leseempfehlung.