Montag, 4. Oktober 2010

[MINI-REZENSION] "Beim Leben meiner Schwester"

Heute möchte ich euch eins meiner Lieblingsbücher von Jodi Picoult vorstellen, das inzwischen auch verfilmt wurde.

Cover
Über die Autorin
Jodi Picoult, geboren 1967 auf Long Island, New York, zog nach ihrem Studium in Princeton und Harvard die Schriftstellerkarriere einer akademischen Laufbahn vor. 1992 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, der sofort zu einem großen Erfolg wurde. Für ihre Romane wurde sie 2003 mit dem New England Book Award ausgezeichnet. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann und drei Kindern in Hanover, New Hampshire.

Produktinformation
Link zu Amazon
Gebundene Ausgabe: 478 Seiten
Verlag: Piper; Auflage: 6 (Dezember 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492047424 / ISBN-13: 978-3492047425
Originaltitel: My Sister's Keeper
Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,6 x 4,4 cm


Leseprobe
Quelle: Piper Verlag  *probelesen*

Die Geschichte...
Aus der Amazon.de-Redaktion
In ihrer frühesten Erinnerung ist Anna Fitzgerald drei Jahre alt und versucht ihre Schwester Kate umzubringen. Sie ist in ihr Schlafzimmer geschlichen und hat ihr das Kopfkissen über das Gesicht gelegt. Dann kam ihr Vater Brian ins Zimmer und hat sie gerettet. "Das", hat der Vater damals gesagt, "ist nie passiert!" Aber es ist passiert, damals, vor fast genau zehn Jahren, und Anna erinnert sich mit einer Deutlichkeit daran, dass sie jedes Mal fast erschrickt. Nun ist sie dreizehn, und wieder dabei, ihre Schwester umzubringen. Denn Kate ist unheilbar an Leukämie erkrankt, und Anna ist einzig dazu da, so scheint es ihr zumindest, ihr Knochenmark zu spenden. Wie viele Operationen sie schon über sich hat ergehen lassen, weiß das Mädchen gar nicht mehr, und immer wieder ist sie sich ein wenig mehr als menschliches Ersatzteillager vorgekommen. Trotzdem ist ihr der Entschluss, sich zu verweigern -- und damit der Schwester den Tod zu bringen -- nicht leicht gefallen. Anna besorgt sich einen Anwalt, der sicherstellen soll, dass sie ihren geschundenen Körper nie mehr für Kate zur Verfügung stellen soll -- eine Entscheidung, die nach und nach die ganze Zerrissenheit der Familie offenbart.

Meine Meinung:
Diese berührende Familiengeschichte ist tiefgründig, berührend und traurig zugleich. Die Autorin schafft es hier, ein perfektes Gleichgewicht zwischen den Charakteren herzustellen.

Dadurch, dass die Geschichte abwechselnd aus verschiedenen Blickwinkeln (von Anna, ihrer Familie, dem Anwalt Campell und der Verfahrenspflegerin Julia) dargestellt wird, wird das Thema objektiv und von ganz unterschiedlichen Standpunkten beschrieben. So wird der Leser nur noch mehr in die Geschichte hineingezogen und fühlt sich regelrecht in die Protagonisten hinein. So ist es möglich zu sehen, wie jedes einzelne Familienmitglied die jeweiligen Situationen erlebt und auch wie das Schicksal der Familie sich auf den Anwalt bzw. auf die Verfahrenspflegerin auswirkt. Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet bzw. authentisch und fügen sich wunderbar in die Handlung ein.

Hier sind Geschichten miteinander verwoben, wie man es auf den ersten Blick nicht erwartet hätte und auch der Humor kommt trotz der sehr traurigen Geschichte nicht zu kurz, z.B. wenn Annas Anwalt wieder einmal eine Begründung für das Vorhandensein seines Servicehundes erfindet. Die Autorin verwendet viele medizinische Fachausdrücke, die jedoch nie störend oder unverständlich sind, was die Story noch authentischer macht.

FAZIT:
Diese Familiengeschichte hat mich so stark berührt und zum Nachdenken angeregt (wenn man selbst ein Kind hat, kommt man dabei ins Grübeln), dass mir beim Lesen mehrfach die Tränen in die Augen traten. Von mir gibt es die volle Punktzahl mit 5 (von 5) Punkte!






Kommentare:

  1. hihi... ändere mal deine Überschrift...
    Liebe Grüße
    Petra

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Petra!

    Da kannst du mal sehen, wie sehr ich an´s Lesen denke - so sehr, dass ich statt Leben Lesen schreibe.

    Hab die Überschrift schon ausgebessert, DANKE für´s aufmerksam-machen.

    Lg, Sabine

    AntwortenLöschen
  3. ich habe bei dieser Geschichte des öfteren geweint. Und sie hängt noch immer in meinem Kopf fest.

    AntwortenLöschen
  4. @leselounge: Mir geht´s genauso.

    Und was glaubst du, warum ich den heulenden Taschentuch-Smiley benutzt habe - weil ich manchmal wegwischen musste...

    AntwortenLöschen
  5. Nein, dieses Buch steht schon lange auf meiner Wunschliste...
    Jetzt sehe ich deine Rezension und sage mir: "Verdammt, warum habe ich es mir noch nicht bestellt"! Liebe Sabine, danke das du meinem Hirn auf die Sprünge geholfen hast. *GRINS* Ich wünsche dir eine schnuppenreiche Nacht.

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Tanja!

    Na dann, bin ich froh, dass ich die Rezi gepostet habe. "Beim Leben meiner Schwester" kann ich dir auf alle Fälle empfehlen - und bitte eine Familienpackung Taschentücher bereithalten... *pfeif*

    Schönen Abend, Sabine

    AntwortenLöschen
  7. Hallo Rhea!

    Ja, "Beim Leben meiner Schwester" ist sehr traurig, aber sooo schön geschrieben.
    Magst du die Bücher von Jodi Picoult?

    Lg, Sabine

    AntwortenLöschen

Ich freue mich sehr über (ernstgemeinte) Kommentare zu meinen Posts. Immer heraus mit eurer Meinung...

Büchersüchtige Grüße,
Sabine