Donnerstag, 17. Januar 2013

[MINI-REZENSION] "Totenbraut"

Cover
Die Autorin
Nina Blazon, geboren 1969, studierte Slawistik und Germanistik in Würzburg und lebt inzwischen in Stuttgart, wo sie als freie Journalistin, Autorin und Texterin arbeitet. Nina Blazon ist Autorin zahlreicher Jugend- und Fantasyromane. Sie wurde mit dem Deutschen Phantastikpreis und dem Wolfgang-Hohlbein-Preis ausgezeichnet.
 
Produktinformation
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Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: List Taschenbuch (13. Mai 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548610528 / ISBN-13: 978-3548610528
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 3,4 cm

Leseprobe
Quelle: bookview.libreka.de  *lies mich*


Die Geschichte...
Serbien, 1731: Jasna wird mit 14 Jahren von ihrem Vater verkauft und folgt dem reichen Kaufmann Jovan Vukovic in seine Heimat, in der Nähe des Türkenlandes, dort soll sie seinen Sohn Danilo zu ehelichen. Die Hochzeit wird schnell vollzogen und Jasnas neues Zuhause ist eine Burgruine am Rande des Dorfes. Schon bald wird ihr klar, dass mit ihrer neuen Familie etwas nicht stimmt, denn die Dorfbewohner meiden das Gut und ihre Bewohner. Jasna beschleicht das ungute Gefühl, dass die Familie Vukovic von einem dunklen Geheimnis umgeben wird und als es zu einigen mysteriösen Todesfällen kommt, macht sich Jasna daran, das Rätsel zu lösen....

Meine Meinung:
"Totenbraut" ist mein erstes Buch von Nina Blazon und entführt uns in die Welt des 18. Jahrhunderts. Dass die Bewertung von "Totenbraut" nicht besser ausgefallen ist, liegt sicherlich auch daran, dass ich mit historischen Romanen wenig bis gar nichts anfangen kann, aber da Kerry davon so begeistert ist und mir dieses Buch (sogar signiert!) geschenkt hat, wollte ich es einfach lesen. Dafür, dass mir dieses Genre nicht liegt, hat mir der Roman wirklich gut gefallen. Den Schauplatz hat die deutsche Autorin nach Serbien verlegt, wobei die Handlungsdauer einige Monate umfasst und im Jahr 1731 beginnt.

Trotz ihrer 14 Jahre ist Jasna eine starke und mutige Protagonistin, die allen Schwierigkeiten trotzt und immer das Gute im Menschen sieht. Neben der interessanten und vielschichtigen Hauptperson wirken die mitwirkenden Nebencharaktere wie Danilo, Jovan und sein Wegbegleiter Simeon oder Haushälterin Nema etwas blass. Auch wegen des vorherrschenden Aberglaubens, der tief verwurzelten Ängste vor allem Übernatürlichen bzw.  diverser Bräuche der damaligen Zeit ist es mir teilweise wirklich schwer gefallen, mich in die Mitwirkenden einzufühlen.

Das Leben im 18. Jahrhundert wurde anschaulich eingefangen und durch die düstere, manchmal leicht gruselige Atmosphäre unterstrichen. Obwohl ich kein Liebhaber von historischen Romanen bin und mich mit dieser Zeit auch nicht recht anfreunden kann, hat mich "Totenbraut". Hier finden auch einige Fantasy-Elemente Verwendung, allerdings liegt der Fokus auf Jasnas Leben als Gutsherrin und den damit einhergehenden Schwierigkeiten. **ACHTUNG SPOILER** Besonders gut gefallen hat mir, dass sich die Autorin an den Wurzeln des Vampir-Mythos orientiert und sich dabei angenehm von glitzernden Vampiren & Co abhebt. **SPOILER ENDE**

Man merkt auch, dass Nina Blazon für diesen Roman viel & gut recherchiert hat, denn der raue Alltag im Serbien des 18. Jahrhunderts wurde (für meine Begriffe) sehr anschaulich geschildert. Ich-Erzählerin Jasna berichtet die Geschehnisse aus ihrer Perspektive und gewährt uns Einsicht in ihre Gefühle und Gedanken, wodurch man mit ihr fühlt und leidet. Vollendet wird die historische Geschichte durch einen mitreißenden Schreibstil sowie einer, der Handlungszeit angepassten Sprache.
 
FAZIT:
"Totenbraut" ist eine gelungene Mischung aus historischem Roman und Fantasy-Elementen, die mich sehr gut unterhalten hat, obwohl ich mit Büchern aus längst vergangener Zeit eigentlich nichts am Hut habe. Jasnas Geschichte hat mit trotz einiger Mankos schnell in seinen Bann gezogen, weshalb ich eindrucksvolle 3 1/2 (von 5) Punkte vergebe.
 


 

Mit einer Widmung der Autorin *freu* / Buchtrailer 

 

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Büchersüchtige Grüße,
Sabine