Mittwoch, 21. August 2013

[MINI-REZENSION] "Die Breznkönigin"

Passendes Cover
Quelle: Randomhouse
Die Autorin
Emma Sternberg, geboren 1979, hat schon fast überall gewohnt: in Hamburg, in Oberbayern, in Frankfurt, in Berlin. Wo es am schönsten ist? Natürlich immer da, wo sie noch nicht gewesen ist – das ist ja die Krux mit dem Leben.
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (8. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453409116
ISBN-13: 978-3453409118
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 4,2 cm

Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*
  


 
Die Geschichte...
Eigentlich wollte Fanny im Wirtshaus ihrer Eltern nur aushelfen, doch nun hängt sie schon ein paar Jahre in ihrem Heimatort, dem bayrischen Kaff Mingharting, fest und arbeitet als Kellnerin im Familienbetrieb. Als sich die Wirtstochter mit ihrem Schicksal zwischen Omileins Hausmacherwürsten, Papas selbst gebranntem Schnaps und Schafkopfrunden abgefunden hat, kommt eines Abends ein Berliner Gastronom in das urige Lokal. Quirin Eichelmann ist so begeistert von allem, dass er beschließt die "Minghartinger Stuben" in Berlin nachzubauen – ganz originalgetreu, mit importierten Würsten, Schnäpsen und natürlich mit Fanny, die in Berlin für Quirin arbeiten soll. Das ist die Chance, auf die Fanny so lange gewartet hat...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Da mir schon "Liebe und Marillenknödel" so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch den neuesten Roman von Emma Sternberg lesen.
 
Reihe: Einzelband

Handlungsschauplatz: Vorwiegend die deutsche Hauptstadt Berlin, aber auch das idyllische Örtchen Mingharting in Oberbayern

Handlungsdauer: Die Story beginnt im September, so richtig los geht's erst 1/2 Jahr später, um ein paar Monate später zu enden.

Hauptperson: Fanny Ambach ist Anfang 30 und kellnert seit einigen Jahren im Familienbetrieb "Minghartinger Stuben". Die gelernte Goldschmiedin ist Single und will nicht in dem 500 Seelen-Dorf Mingharting versauern, weshalb sie das Jobangebot von Quirin Eichelmann annimmt, in der Berlin Wirtshaus-Version zu arbeiten... Fanny ist eine sympathische, facettenreiche Protagonistin, die manchmal leichtgläubig ist und eine beachtliche Weiterentwicklung durchmacht.

Nebenfiguren: Fannys Eltern (die das Wirtshaus wenig bis gar nicht interessiert), Omilein (die gute Seele der Stuben, die wunderbar kocht), ihre neuen Kollegen und Freunde sind interessante Persönlichkeiten, die sich ansprechend in die Handlung einfügen.

Romanidee: Reizvolle Grundidee, die wunderbar umgesetzt wurde

Erzählperspektiven: Ich-Erzählerin schildert die turbulenten Geschehnisse mit einer ordentlichen Portion trockenem Humor und lässt uns dabei an ihren Gefühlen & Gedanken teilhaben. Auch wenn mir Fanny hin und wieder etwas zu leichtgläubig erscheint, so schließt man die liebenswerte Hauptperson bald ins Herz und fühlt & leidet mit ihr mit.

Handlung: Die unterhaltsame, rundum gelungene Geschichte beinhaltet keinerlei Längen oder unnötige Szenen, dafür einige überraschende Wendungen und viele Irrwege. Auch wenn man vielleicht ahnt, wie "Die Breznkönigin" ausgehen könnte, so birgt der Weg dorthin viele Schwierigkeiten und Wirrungen.

Schreibstil & Co:  locker-leichter Schreibstil, angenehme Sprache mit viel Wortwitz & Humor. Die verwendete bayrische Mundart bereitet mir keinerlei Probleme, was wahrscheinlich daran liegt, dass der bayrische und der österreichische Dialekt einige Gemeinsamkeiten haben.

FAZIT:
"Die Breznkönigin" ist ein schöner Wohlfühl-Roman, der gute Unterhaltung garantiert. Hat mir "Liebe und Marillenknödel" schon gut gefallen, so legt der neueste Roman von Emma Sternberg noch eine Schippe drauf. Fannys Erlebnisse in der großen Stadt sind so unterhaltsam und lassen sich dank der abwechslungsreichen Story und der flüssigen Schreibweise rasend schnell lesen. Da ich nichts zu kritisieren habe und mich mit "Die Breznkönigin" prächtig amüsiert habe, erhält dieser Roman von mir ganze (von 5) Punkte.
 
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Büchersüchtige Grüße,
Sabine