Donnerstag, 26. Februar 2015

[MINI-REZENSION] "Clara und die Granny-Nannys"

Cover
Quelle: Random House
Die Autorin
Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie als Texterin, Übersetzerin, Rezensentin und Autorin tätig. Sie hat einen Sohn und lebt in Berlin.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442382998
ISBN-13: 978-3442382996
Größe und/oder Gewicht: 12 x 3,2 x 18,8 cm

Leseprobe
Quelle: randomhouse.de  *lies mich*





Die Geschichte...
Das Auslandsjahr ihres Sohnes und die Reiselust ihrer Mutter bringen Clara Behrens auf die Idee, eine Granny-Nanny-Agentur zu gründen, wo sie Damen über 50 als Au-pair für Gastfamilien vermittelt. Und kurze Zeit melden sich die ersten Granny-Nannys, die von Clara für 3 Monate nach Berlin geschickt werden. Karen, Suse und Hanne haben mit allerlei Katastrophen rund um ihre Gastfamilien zu kämpfen und ihr einziger Lichtblick sind die wöchentlichen Treffen im Café Maiwald, die die unterschiedlichen Frauen zusammenschweißen und zu Freundinnen machen...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Da ich schon einige Romane von Tania Krätschmar gelesen habe, musste ich auch unbedingt ihr neuestes Buch haben.
 
Reihe: Nein, Einzelband
 
Handlungsschauplatz: Der Schauplatz wurde in die deutsche Hauptstadt Berlin verlegt.

Handlungsdauer: Die Story beginnt im September und endet an Silvester.

Hauptpersonen: Suse Hartema ist 54 Jahre "jung", alleinstehend, für ihr Alter gutaussehend und Mitbesitzerin/Köchin des Gasthauses "Zur Robbe" im ostfriesischen Ort Bensersiel. Da sie nach Abwechslung sucht, meldet sie sich auf die Anzeige von Clara und soll im ländlichen Lübars auf die kleine Stella aufpassen, doch statt dessen wird die gutgläubige Frau als Köchin im Familien-Restaurant für einen Hungerlohn eingesetzt... Die 63-jährige Karen Parotat ist eine patente Person, Single und frisch pensionierte Lehrerin. Da sie von ihrer Tochter als kostenlose Kinderfrau eingesetzt werden soll, meldet sich Karen kurzerhand bei Claras Agentur und wird wegen ihrer ausgezeichneten Englischkenntnisse als Granny-Nanny bei einer amerikanischen Familie mit 3 Kindern zwischen 7 und 15 Jahren eingesetzt... Die 60-jährige Hanni Wiesinger wohnt im fränkischen Ort Weihenzell, ist Witwe und hat nicht viel zu tun. Ihr Sohn Ben zeigt ihr die Anzeige der Granny-Nannys und so kommt die Witwe als Leihoma zu Familie Hamm, die aus der alleinerziehenden und überforderten Mutter Anja und 12-jährigen Zwillingen, besteht, die auf einem Hausboot leben. Die Granny-Nannys sind unterschiedliche und sympathische Protagonisten mit allerlei Macken und Facetten, die teilweise ein wenig farblos wirken.

Nebenfiguren: Hier kommen eine Vielzahl an Nebencharakteren wie z.B. Agentur-Chefin Clara Behrens (Clara ist verheiratet und da ihr Job als Schulsekretärin nicht sehr erfüllend ist, kommt ihr durch das Au-pair-Jahr ihres Sohnes die Idee mit der Granny-Nanny-Agentur), verschiedene Familienmitglieder und die Gastfamilien von Suse, Hanni und Karen zum Einsatz.

Romanidee: Interesse Grundidee (Frauen über 50 als Au-pairs einzusetzen) mit solider Umsetzung.

Erzählperspektiven: Die Geschehnisse werden abwechselnd von den Granny-Nannys Hanni, Suse und Karen sowie zwischendurch von diversen Nebenfiguren (wie Clara oder Hannis Sohn Ben) aus ihrem jeweiligen Blickwinkel geschildert (in der 3. Person). Leider konnte ich nicht immer die Beweggründe und Handlungen der Protagonisten verstehen, was eventuell daran liegt, dass die Hauptpersonen um einiges älter sind (als ich es derzeit bin).

Handlung: "Clara und die Granny-Nanny" ist eine nette Geschichte mit verschiedenen Handlungssträngen und Erzählperspektiven, ein paar Irrwegen, Turbulenzen & Stolpersteinen sowie einer gewissen Vorhersehbarkeit, vielen Längen und ausschweifenden Schilderungen, was die Story unnötig in die Länge zieht. Leider vermisse ich hier den Wohlfühlfaktor und den Überraschungseffekt, den es z.B. in "Eva und die Apfelfrauen" gibt.

Schreibstil & Co: Die locker-leichte Schreibweise, die unterhaltsamen Dialoge sowie die malerischen Schauplatzbeschreibungen runden die 384 Seiten lange Geschichte ab.

FAZIT:
"Clara und die Granny-Nannys" erzählt die Geschichte von 3 unterschiedlichen Granny-Nannys, die während ihres 3-monatigen Berlin-Aufenthaltes allerhand erleben. Auch wenn mir "Clara und die Granny-Nannys" von allen Tania Krätschmar-Büchern am wenigsten gefallen hat, so hat mir der Roman trotz kleiner Mankos und dank der kurzweiligen Story samt schönen Beschreibungen, reizvollen Charakteren und des flüssigen Schreibstils ein paar angenehme Lesestunden beschert. Da mich "Clara und die Granny-Nannys" allerdings nicht vollkommen überzeugt hat, bekommt der neueste Roman von Tania Krätschmar "nur" 3 1/2 (von 5) Punkte.

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Büchersüchtige Grüße,
Sabine