Sonntag, 20. Januar 2013

[MINI-REZENSION] "Kein Kuss unter dieser Nummer"

Cover
Die Autorin
Sophie Kinsella ist Schriftstellerin und ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre Schnäppchenjägerin-Romane um die liebenswerte Chaotin Rebecca Bloomwood werden von einem Millionenpublikum verschlungen. Die Verfilmung ihres Bestsellers »Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin« wurde zum internationalen Kinohit. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London.
 
Produktinformation
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Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (12. November 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442467713
ISBN-13: 978-3442467716
Originaltitel: I've Got Your Number
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 3,6 cm

Leseprobe
Quelle: Randomhouse  *lies mich*

Die Geschichte...
Poppy Wyatt steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Dr. Magnus Travish, als sie ihren Verlobungsring -ein teures Familienerbstück- verliert. Kurz darauf wird ihr auch noch das Handy geklaut und als sie zufällig im Papierkorb ein Smartphone findet, nimmt sie es kurzerhand an sich. Wie Poppy kurze Zeit später herausfindet, gehört das Fundstück der Assistentin des Unternehmensberaters Sam Roxton, die ihren Job hingeschmissen hat. Und da Poppy schon überall ihre "neue" Handynummer hinterlassen hat, verspricht sie Sam, die eingegangenen Nachrichten sofort an ihn weiterzuleiten. Doch die neugierige Poppy kann es nicht lassen, liest den elektronischen Schriftverkehr und mischt sich in Sams Leben hat - was für beide ungeahnte Folgen hat...
 
Meine Meinung:
Als langjähriger Kinsella-Fan konnte ich einfach nicht an ihrem neuesten Werk vorbeigehen. Der Handlungsschauplatz wurde abermals nach London verlegt, die Handlungsdauer umfasst ein paar ereignisreiche Tage - und natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen...
 
Die dunkelhaarige Physiotherapeutin Poppy Wyatt ist mit Magnus verlobt und fühlt sich in seiner Familie (die aus lauter Professoren und Doktoren besteht) nicht wohl. Und als sie den teuren Familien-Smaragdring verliert und dann auch noch ihr Telefon gestohlen wird, ist Poppy verzweifelt und sieht es als Wink des Schicksals, als sie ein unbeschädigtes Handy findet. Durch den Telefon- und SMS-Kontakt mit dem erfolgreichen Geschäftsmann Sam Roxton lernt sie ihn näher kennen und bringt sein geordnetes Leben komplett durcheinander... Poppy ist eine liebenswerte, facettenreiche Protagonistin, mit der man sich schnell identifizieren kann. Die restlichen Charaktere sind ebenso reizvoll und mit Ecken & Kanten versehen.
 
Wie in allen Sophie Kinsella-Büchern findet sich auch Poppy in einer schier ausweglosen Situation wieder, denn sie muss den Ring wiederfinden, ihre Hochzeit mithilfe einer unfähigen Hochzeitsplanerin organisieren und die unzähligen Nachrichten auf "ihrem" Handy an Sam weiterleiten. Dabei tritt die Physiotherapeutin in so manches Fettnäpfchen, was mich oft zum Lachen gebracht hat. Leider haben mich die verwendeten Fußnoten (auch wenn sie witzig sein sollen) mit zunehmender Seitenanzahl immer mehr genervt, da sie den Lesefluss stören. Vielleicht bin ich aber nur kompliziert... 
 
Das neueste Werk von Sophie Kinsella beinhaltet eine nette Romanidee, die wunderbar umgesetzt wurde. Auch wenn die Story etwas vorhersehbar ist, besticht "Kein Kuss unter dieser Nummer" mit Irrwegen und einigen Überraschungen. Ich-Erzählerin Poppy führt uns durch die Handlung und gewährt uns einen tiefen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt. Ich mag den locker-leichten Schreibstil, den Humor der britischen Autorin und die amüsanten Wortgefechte, die sich Poppy und Sam liefern.
 
FAZIT:
"Kein Kuss unter dieser Nummer" unterhält die Leser mit einer kurzweiligen, humorvollen Geschichte gepaart mit einer sympathischen Hauptperson, die sich in so manch scheinbar hoffnungslose Lage bringt und mir dabei oft ein Lachen entlockt hat sowie einem herzerfrischenden Schreibstil. Abgesehen von ein paar klitzekleinen Mankos hat mich "Kein Kuss unter dieser Nummer" hervorragend unterhalten, weshalb ich gelungene 4 1/2 (von 5) Punkte vergebe.



Samstag, 19. Januar 2013

[MINI-REZENSION] "Anna und die flüsternden Stimmen"

Cover
Die Autorin
Sabine Städing wurde 1965 in Hamburg geboren. Sie schrieb schon als Jugendliche und brachte zwischenzeitlich mit Freunden das Punk-Fanzine Plastik heraus. Heute arbeitet sie im Bereich Marketing und gibt nebenbei Yoga-Unterricht. Sie lebt mit ihrer Familie vor den Toren Hamburgs.
 
Produktinformation
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Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Boje); Auflage: 1 (17. August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3414821141 / ISBN-13: 978-3414821140
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,2 x 2,6 cm

Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*

Die Geschichte...
Während sich ihre Freundinnen in St. Tropez oder Miami sonnen, muss Anna Steenbuck die nächsten Wochen mit ihrer Familie in Qual an der Ostsee verbringen. Doch als die 15-jährige Schülerin Tjark kennenlernt, ist es mit der Langeweile vorbei... Außerdem beschleicht Anna das Gefühl, dass mit ihrem Ferienhaus etwas nicht stimmt. Es scheint zu atmen und dann hört sie auch noch Stimmen - spukt es in ihrem Feriendomizil? Gemeinsam mit Tjark beschließt die Hamburgerin, zu erkunden, was es mit den unheimlichen Geschehnissen auf sich hat...
 
Meine Meinung:
Angetan von dem schönen Cover und dem vielversprechenden Buchtitel musste ich "Anna und die flüsternden Stimmen" unbedingt haben, den Ausschlag hat allerdings die begeisterte Meinung von Monika gegeben. Der schön beschriebene Schauplatz wurde an die Ostsee, besser gesagt in das kleine Dorf Qual verlegt. In "Anna und die flüsternden Stimmen" werden wir mit der dunklen Vergangenheit von Qual, mysteriösen Vorkommnissen und übersinnlichen Erscheinungen konfrontiert, abgerundet wird die Geschichte mit einer zarten Liebesgeschichte.
 
Die 15-jährige Anna Steenbuck malt gern Bilder, wohnt mit ihrer Familie in Hamburg und verbringt den Sommerurlaub mit ihren Eltern und ihrem 10-jährigen Bruder Joschi Urlaub an der Ostsee. Anfangs ist die hübsche Anna überhaupt nicht begeistert, bis sie den süßen Tjark kennenlernt. Tjark ist 16, wohnt in Qual und sucht oft Annas Nähe. Anna ist eine liebenswerte Hauptperson,  die sich manchmal etwas naiv verhält (andererseits ist sie ja ein Teenager), wodurch ich hin und wieder Annas Handlungen und Taten nicht ganz nachvollziehen konnte. Die Charaktere, auch Nervensäge Joschi und Annas überbesorgter Vater, sind interessant gestaltete Figuren, die sich ansprechend in die Handlung einfügen.
 
"Anna und die flüsternden Stimmen" ist ein gut gemachter Jugend-Mystery-Roman, der mit interessanten Wendungen, gruseligen Elementen und allerlei Irrwegen ausgestattet wurde. Dieser Roman von Sabine Städing widmet sich neben der Erforschung der unerklärlichen Begebenheiten auch Alltagsdingen, die Familie Steenbuck im Urlaub erleben - dadurch bleibt der Plot abwechslungsreich.
 
Auch wenn die Romanidee nicht ganz neu ist und die Handlung gelegentlich mit kleinen Längen & ausgeschmückten Beschreibungen aufwartet, hat mich Annas Geschichte wunderbar unterhalten. Ich-Erzählerin Anna schildert die ereignisreichen Geschehnisse aus ihrer Perspektive und lässt uns netterweise an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben. Dank der packenden Schreibweise, der angenehmen Sprache und den unterhaltsamen Dialogen sind die 256 Seiten schnell gelesen.
 
FAZIT:
"Anna und die flüsternden Stimmen" präsentiert eine gelungene Mischung aus Mystery, Abenteuer & Spannung gepaart mit einem Hauch Romantik, die gleichermaßen für junge und junggebliebene LeserInnen geeignet ist. Bis auf ein paar klitzekleine Mankos hat mir "Anna und die flüsternden Stimmen" sehr gut gefallen, weshalb ich 4 1/2 (von 5) Punkte verteile.


Freitag, 18. Januar 2013

[MINI-REZENSION] "Kinder"

Cover
Der Autor
Jürgen Seibold, 1960 geboren, lebt mit seiner Familie in der Nähe von Stuttgart. Er ist gelernter Journalist und arbeitet als Schriftsteller. Unter anderem ist er der Autor einer erfolgreichen Regionalkrimireihe.
 
Produktinformation
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Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492273076
ISBN-13: 978-3492273077
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 3,2 cm

Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*

Die Geschichte...
Familie Pietsch lebt in der Nähe von Stuttgart und führt ein harmonisches Leben, doch mit dem Frieden ist es zu Beginn des neuen Schuljahres vorbei. Die Pietsch-Kinder (Sarah-14, Michael-12 und Lukas-11 Jahre) bekommen mit dem Ehepaar Rosemarie und Franz Moeller neue Lehrer, die ihre Schüler mit unkonventioneller Arbeitsweise zu Höchstleistungen antreiben wollen. Dabei sind Machtspielchen und Auseinandersetzungen an der Tagesordnung und als ihre Kinder immer aggressiver und unzugänglicher werden, horchen Annette und Rainer Pietsch auf und sprechen den fragwürdigen Unterrichtsmethoden der Moellers auf einem Elternabend an. Doch da viele Kinder nun bessere Noten bekommen, stehen Rainer und Annette mit ihrer Meinung allein da, bis Lukas Freund auf unerklärliche Weise ums Leben kommt...

Meine Meinung:
"Kinder" hat mich in der Bücherei angelacht und durfte deshalb mit. Der Schauplatz tut nichts zur Sache und könnte in jeder beliebigen (deutschen) Stadt angesiedelt sein. Jürgen Seibold hat sich des Themas "Tatort Schule bzw. umstrittene Lehrmethoden" angenommen. Denn Franz und Rosemarie Moeller setzen im Unterricht sogar Mobbing und Druck ein, um gute Ergebnisse zu erzielen.
 
Familie Pietsch ist eine "normale" Familie mit berufstätigen Eltern und 3 Kindern zwischen 11 und 14 Jahren, die das Gymnasium besuchen. Das Verhalten von Lukas, Michael und Sarah verändert sich zum Negativen, je länger das Lehrer-Ehepaar Moeller unterrichtet. Die Moellers wirken mit ihren langen Mänteln und ihrem suspekten Verhalten leicht gruselig. Die Protagonisten agieren hölzern und könnten einem schlechten Film entsprungen sein. Leider sind hier so viele Personen involviert, dass man sich unmöglich alle Charaktere merken kann.
 
"Kinder" ist zwar recht langatmig und zäh zu lesen, dennoch wollte ich wissen, wie diese Geschichte ausgeht. Die Handlung wird mit zunehmender Seitenanzahl immer abstruser, die detaillierten Beschreibungen sowie unnötige Passagen stören beim Lesen außerordentlich und bremsen den Lesefluss. Durch die Unmengen an Erzählperspektiven (diverse Mitwirkende schildern die Ereignisse aus ihrer Sicht in der 3. Person)  und Handlungssträngen bleibt die Spannung leider auf der Strecke.
 
Die Erwähnung der verwendeten Vorhergehensweise der neuen Lehrer löst bei mir oftmals Aggressionen gegen die Geschichte und die Moellers aus. Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass sich hier niemand (außer Familie Pietsch) den Pädagogen entgegengestellt hat - das kommt mir recht unglaubwürdig vor. Auch das Ende wirkt sehr konstruiert und lässt einen unbefriedigt bzw. mit offenen Fragen zurück. Für diesen jämmerlichen Versuch eines Psychothrillers muss man Zeit mitbringen, denn die Story beinhaltet neben vielen Charakteren, Erzählern & Handlungssträngen einen langatmigen Schreibstil.
 
FAZIT:
"Kinder" hat bei mir Hoffnungen geweckt, die dieses Werk von Jürgen Seibold leider nicht erfüllen kann. Dazu ist der Plot viel zu unglaubwürdig und ausführlich beschrieben, außerdem finden sich hier zahlreiche farblose Charaktere und eine ausführliche Schreibweise, die mir persönlich nicht zusagt. Tut mir leid, aber dafür kann ich mit gutem Willen nur 1 1/2 (von 5) Punkte vergeben.

 

Donnerstag, 17. Januar 2013

[MINI-REZENSION] "Totenbraut"

Cover
Die Autorin
Nina Blazon, geboren 1969, studierte Slawistik und Germanistik in Würzburg und lebt inzwischen in Stuttgart, wo sie als freie Journalistin, Autorin und Texterin arbeitet. Nina Blazon ist Autorin zahlreicher Jugend- und Fantasyromane. Sie wurde mit dem Deutschen Phantastikpreis und dem Wolfgang-Hohlbein-Preis ausgezeichnet.
 
Produktinformation
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Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: List Taschenbuch (13. Mai 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548610528 / ISBN-13: 978-3548610528
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 3,4 cm

Leseprobe
Quelle: bookview.libreka.de  *lies mich*


Die Geschichte...
Serbien, 1731: Jasna wird mit 14 Jahren von ihrem Vater verkauft und folgt dem reichen Kaufmann Jovan Vukovic in seine Heimat, in der Nähe des Türkenlandes, dort soll sie seinen Sohn Danilo zu ehelichen. Die Hochzeit wird schnell vollzogen und Jasnas neues Zuhause ist eine Burgruine am Rande des Dorfes. Schon bald wird ihr klar, dass mit ihrer neuen Familie etwas nicht stimmt, denn die Dorfbewohner meiden das Gut und ihre Bewohner. Jasna beschleicht das ungute Gefühl, dass die Familie Vukovic von einem dunklen Geheimnis umgeben wird und als es zu einigen mysteriösen Todesfällen kommt, macht sich Jasna daran, das Rätsel zu lösen....

Meine Meinung:
"Totenbraut" ist mein erstes Buch von Nina Blazon und entführt uns in die Welt des 18. Jahrhunderts. Dass die Bewertung von "Totenbraut" nicht besser ausgefallen ist, liegt sicherlich auch daran, dass ich mit historischen Romanen wenig bis gar nichts anfangen kann, aber da Kerry davon so begeistert ist und mir dieses Buch (sogar signiert!) geschenkt hat, wollte ich es einfach lesen. Dafür, dass mir dieses Genre nicht liegt, hat mir der Roman wirklich gut gefallen. Den Schauplatz hat die deutsche Autorin nach Serbien verlegt, wobei die Handlungsdauer einige Monate umfasst und im Jahr 1731 beginnt.

Trotz ihrer 14 Jahre ist Jasna eine starke und mutige Protagonistin, die allen Schwierigkeiten trotzt und immer das Gute im Menschen sieht. Neben der interessanten und vielschichtigen Hauptperson wirken die mitwirkenden Nebencharaktere wie Danilo, Jovan und sein Wegbegleiter Simeon oder Haushälterin Nema etwas blass. Auch wegen des vorherrschenden Aberglaubens, der tief verwurzelten Ängste vor allem Übernatürlichen bzw.  diverser Bräuche der damaligen Zeit ist es mir teilweise wirklich schwer gefallen, mich in die Mitwirkenden einzufühlen.

Das Leben im 18. Jahrhundert wurde anschaulich eingefangen und durch die düstere, manchmal leicht gruselige Atmosphäre unterstrichen. Obwohl ich kein Liebhaber von historischen Romanen bin und mich mit dieser Zeit auch nicht recht anfreunden kann, hat mich "Totenbraut". Hier finden auch einige Fantasy-Elemente Verwendung, allerdings liegt der Fokus auf Jasnas Leben als Gutsherrin und den damit einhergehenden Schwierigkeiten. **ACHTUNG SPOILER** Besonders gut gefallen hat mir, dass sich die Autorin an den Wurzeln des Vampir-Mythos orientiert und sich dabei angenehm von glitzernden Vampiren & Co abhebt. **SPOILER ENDE**

Man merkt auch, dass Nina Blazon für diesen Roman viel & gut recherchiert hat, denn der raue Alltag im Serbien des 18. Jahrhunderts wurde (für meine Begriffe) sehr anschaulich geschildert. Ich-Erzählerin Jasna berichtet die Geschehnisse aus ihrer Perspektive und gewährt uns Einsicht in ihre Gefühle und Gedanken, wodurch man mit ihr fühlt und leidet. Vollendet wird die historische Geschichte durch einen mitreißenden Schreibstil sowie einer, der Handlungszeit angepassten Sprache.
 
FAZIT:
"Totenbraut" ist eine gelungene Mischung aus historischem Roman und Fantasy-Elementen, die mich sehr gut unterhalten hat, obwohl ich mit Büchern aus längst vergangener Zeit eigentlich nichts am Hut habe. Jasnas Geschichte hat mit trotz einiger Mankos schnell in seinen Bann gezogen, weshalb ich eindrucksvolle 3 1/2 (von 5) Punkte vergebe.
 


 

Mit einer Widmung der Autorin *freu* / Buchtrailer 

 

Mittwoch, 16. Januar 2013

[FRAGE ZUM TAGE] Leselotte - ja oder nein?




Seit längerem habe ich ein Auge auf eine Lesehilfe namens Leselotte geworfen und bin unschlüssig, ob ich mir das *gute Stück* leisten soll...
 
Einerseits finde ich es eine gute Erfindung, da man sein aktuelles Buch nicht ständig halten muss. Andererseits weiß ich nicht, ob das Ding auch auf dem Tisch (ich lese sogar beim Essen) oder in der Badewanne ;-) praktisch ist. Und meine schönen Buchumschläge wären dann eigentlich auch überflüssig.... Könnt ihr mir vielleicht bei meiner Entscheidung helfen?

Deshalb meine Frage an euch:   Welche Erfahrungen habt ihr mit der Leselotte gemacht?


Auf eure Antworten bin ich sehr gespannt...


 Gefällt euch mein (abwechslungsreicher) Musikgeschmack eigentlich?



Dienstag, 15. Januar 2013

[MINI-REZENSION] "Arkadien brennt" (Band 2)

Cover
Der Autor
Kai Meyer, geb. 1969 studierte Film und Theater, arbeitete einige Jahre als Journalist und widmet sich seit 1995 ganz dem Schreiben von Büchern. Seine Bücher erscheinen in mehr als 40 Ländern, u.a. in den USA, in England, Japan, Italien, Frankreich und Russland.

Produktinformation
Link zu Amazon
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 4 (28. September 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551582025
ISBN-13: 978-3551582027
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,2 x 4 cm

 
Leseprobe
Quelle: Carlsen.de *lies mich*


Alle, die diese Trilogie noch lesen möchten und den Vorgängerband nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
Inzwischen sind Rosa und Alessandro die Oberhäupter ihrer jeweiligen Clans und niemand von den Alcantaras und den Carnevares heißt ihre Verbindung gut, was auch Rosa zu spüren bekommt, als sie nach New York reist. Dort will sie ihre Mutter zu einigen Dingen über ihren Vater befragen und ihre ehemalige Freundin Valerie ausfindig machen, die sie schändlich im Stich gelassen hat. Statt dessen trifft sie auf Alessandros Cousin Michele, der Jagd auf Rosa macht, die nur mit knapper Not nach Sizilien flüchten kann. Und dann überschlagen sich die Ereignisse: Durch ein Handy-Video wird ihr einiges über die Vergewaltigung vor fast zwei Jahren klar, dann erfährt sie auch noch etwas Schreckliches über ihren verstorbenen Vater und entdeckt ein Geheimnis im Keller der Alcantara-Villa...

Meine Meinung:
"Arkadien brennt" heißt der 2. Band der Arkadien-Trilogie, der Mitte Februar in New York beginnt, ca. 2 Wochen dauert und uns danach wieder nach Sizilien führt. Seit "Arkadien erwacht" sind 4 Monate vergangen und inzwischen ist viel passiert.  Abermals besticht die Geschichte mit sehr bildhaften Landschafts- und Schauplatzbeschreibungen, die das Kopfkino zum Laufen bringen. "Arkadien brennt" präsentiert dem Leser erneut eine gelungene Mischung aus Action und Spannung gepaart mit Fantasy- und Romantik-Elementen.
 
Die 18-jährige Rosa Alcantara ist seit dem Tod ihrer Tante und Schwester das Oberhaupt des Alcantara-Clans und fühlt sich manchmal überfordert. Die mutige, eigensinnige Blondine hat (wie alle, die von den Arkadiern abstammen) die Gabe, sich in ein Tier (in ihrem Fall in eine Riesenschlange) zu verwandeln, obwohl sie diese Fähigkeit nicht ganz unter Kontrolle hat. Und auch Rosas große Liebe, der 18-jährige gutaussehende Alessandro Carnevare, ist inzwischen der "capo" des Carnevare-Clans und kann sich einen Panther verwandeln. Die Liebe zwischen Rosa und Alessandro wird von ihren Familien und den restlichen Clans nicht gern gesehen, doch die beiden kann nichts trennen... Rosa und Alessandro wirken erwachsener und sind reizvolle, facettenreiche Protagonisten, die sich ansprechend weiterentwickeln.  
 
Die interessante Romanidee  wurde wunderbar umgesetzt und weiß zu unterhalten, da die rasante Story viele Wirrungen und Überraschungen birgt.  Hier geht es um Geheimnisse, Macht & Gier, Liebe & Hass bzw. Leben & Tod, denn Alessandro und Rosa müssen sich als Clan-Anführer beweisen und schwierige Entscheidungen treffen. "Arkadien brennt" gefällt mir um Längen besser als der Band 1, da es im Arkadien-Mittelteil nicht so blutrünstig und actionreich zugeht und die Romantik- und Fantasy-Komponente mehr in den Vordergrund rückt. Das -mit einem fiesen Cliffhanger versehene- Ende hätte ich mir anders vorgestellt, dennoch hat mich "Arkadien brennt" wirklich gut unterhalten.
 
Erzählt werden die turbulenten Begebenheiten aus der Sicht von Rosa (in der 3. Person) erzählt, die uns erneut an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben lässt.  Mittlerweile ist mir Rosa richtig sympathisch geworden, auch wenn ich nicht alle ihrer Handlungen nachvollziehen konnte. Weiters finde ich es faszinierend, mitzuerleben, wie Rosa & Alessandro die Gratwanderung zwischen Mafiaboss, Liebespaar und Gestaltwandler gelingt. Im 2. Band halten sich auch die Längen und ausgeschmückten Schilderungen in Grenzen. Abgerundet wird alles durch den mitreißenden, emotionsgeladenen Schreibstil, die jugendliche Sprache & die unterhaltsamen Wortgefechte.
 
FAZIT:
"Arkadien brennt" hat mich im Vergleich zu seinem Vorgängerband wunderbar unterhalten und überzeugt, denn der 2. Arkadien-Teil beinhaltet den richtigen Mix aus Spannung, Abenteuer, Fantasy & Lovestory. Weiters bietet "Arkadien brennt" einen gelungenen Plot gepaart mit frischen Ideen und vielen Emotionen, außergewöhnliche Protagonisten und einen packenden Schreibstil. "Arkadien brennt" ist für mich ein fast perfekter Jugend-Fantasy-Roman, der von deshalb knappe 5 (von 5) Punkte bekommt.

Montag, 14. Januar 2013

[MINI-REZENSION] "Arkadien erwacht" (Band 1)

Cover
Der Autor
Kai Meyer, geb. 1969 studierte Film und Theater, arbeitete einige Jahre als Journalist und widmet sich seit 1995 ganz dem Schreiben von Büchern. Seine Bücher erscheinen in mehr als 40 Ländern, u.a. in den USA, in England, Japan, Italien, Frankreich und Russland.
 
Produktinformation
Link zu Amazon
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551311471 / ISBN-13: 978-3551311474
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 3,6 cm

Leseprobe
Quelle: Carlsen.de  *lies mich*

Die Geschichte...
Um ein schreckliches Erlebnis zu verarbeiten, lässt die 17-jährige Rosa Alcantara New York und ihre Mutter hinter sich und versucht in Sizilien einen Neuanfang, wo auch seit 2 Jahren ihre ältere Schwester Zoe in der Villa des Alcantara-Mafia-Clans lebt. Auf dem Flug lernt Rosa den gutaussehenden Alessandro Carnevare kennen und fühlt sich bald zu ihm hingezogen. Doch diese Verbindung steht unter keinem guten Stern, denn Alessandros Familie gehört ebenfalls der Mafia an - außerdem sind die Carnevares und Alcantaras seit langem Feinde und Alessandro soll an seinem 18. Geburtstag das Oberhaupt des Carnevare-Clans werden, worüber nicht alle sehr erfreut sind... **ACHTUNG SPOILER** Zum Lesen bitte Text markieren  Alessandro und Rosa schlagen alle Warnungen ihrer Familien in den Wind und lernen sich dabei immer näher kennen und mögen. Und auch wenn ihre Clans erbitterte Feinde sind, vertrauen sich die beiden Jugendlichen immer mehr aus ihrem Leben an. Alessandro muss sich als zukünftiger Clan-Chef behaupten, doch sein Onkel Cesare legt ihm immer wieder Steine in den Weg, außerdem möchte er herausfinden, wie seine Mutter wirklich gestorben ist. Doch es gibt noch mehr Geheimnisse, denn bald findet Rosa heraus, dass die Familienmitglieder der sizilianischen Clans zu den Nachfahren der Arkadier gehören und sich in Tiere everwandeln können... **SPOILER ENDE**
 
Meine Meinung:
"Arkadien erwacht" heißt der 1. Band der Arkadien-Trilogie, deren Handlungsschauplatz nach Sizilien verlegt wurde. Die Geschichte beginnt Anfang Oktober und dauert ein paar Wochen. Der Trilogie-Auftakt beinhaltet so plastische Landschafts- und Schauplatzbeschreibungen, wodurch Siziliens Landschaft vor seinem inneren Auge entsteht und mich begeistert hat. Wenn ihr wissen wollt, was es mit Arkadien auf sich hat, ob sich Rosa und Alessandro ineinander verlieben und was ihre Familien dazu sagen, dann müsst ihr den Trilogie-Auftakt auch lesen!
 
Rosa Alcantara ist ein zierliches Persönchen mit langen blonden Haaren, die ebenso eigensinnig wie liebenswert ist. Rosa und ihre 20-jährige Schwester Zoe sind ihre Amerika aufgewachsen, doch Rosa möchte die Vergangenheit hinter sich lassen und zieht deshalb zu ihrer Familie nach Sizilien. Der Alcantara-Clan gehört seit vielen Generationen der Mafia an, ebenso wie der Carnevare-Clan, dem der attraktive Alessandro abstammt. Alessandro ist in Amerika zur Schule gegangen und kehrt nach Sizilien zurück, um an seinem bald bevorstehenden 18. Geburtstag die Clan-Nachfolge seines verstorbenen Vaters anzutreten. Doch nicht alle sind mit dieser Wahl einverstanden... Rosa und Alessandro sind interessante, facettenreiche Protagonisten, die voller Überraschungen stecken. Allerdings wurde hier so manches Mafiosi-Klischee erfüllt, was mir persönlich nicht so gut gefällt.
 
Verfeindete Mafia-Clans, verbotene Gefühle und ein Geheimnis bilden die Grundlage dieses Romans. "Arkadien erwacht" enthält neben einigen unglaubwürdigen Szenarien eine gute Mischung aus Action und Spannung gepaart mit Fantasy- und Romantik-Elementen. Für meinen Geschmack ist die Story zu actionreich und gewalttätig geraten, weiters fließt jede Menge Blut. Deshalb finde ich diese Geschichte für Jugendliche ein wenig zu brutal, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden...
 
Die rasanten Geschehnisse werden aus der Sicht von Rosa (in der 3. Person) erzählt, die uns einen tiefen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt gewährt, wodurch man schnell mit Rosa fühlt und leidet. Abgesehen von den vielen actionlastigen bzw. konfliktreichen Szenarien beinhaltet die Story leider auch etliche Längen und übermäßig ausgeschmückte Schilderungen, wodurch der Lesefluss manchmal gebremst wird. Dennoch lässt sich dieser spannungsreiche Mafia-Fantasy-Jugendroman dank der mitreißenden Schreibweise und der unterhaltsamen Dialoge.
 
FAZIT:
Leider haben sich meine hohen Erwartungen an "Arkadien erwacht" nicht erfüllt - dazu beinhaltet die Story zu viel Action und Dramatik bzw. zu wenig Fantasy, außerdem etliche Längen und detaillierte Beschreibungen. Positiv erwähnen möchte ich die wunderbar lebendigen Schauplatzdarstellungen, die interessanten, ausbaufähigen Hauptpersonen sowie den ausdrucksstarken Schreibstil. Allerdings möchte ich unbedingt wissen, wie es mit Rosa und Alessandro weitergeht und vergebe für diesen lesenswerten Trilogie-Beginn sehr gute 3 1/2 (von 5) Punkte.



[Geblubber] DANKE!!!!


Meine Lieben, ich freu mich grad so!!!!

Ein Blick auf mein Dashbord enthüllt mir, dass Büchersüchtig aktuell 452 Follower und seit Blogeröffnung (im August 2010) 300.725 Seitenaufrufe zu verzeichnen hat. In meinen Blogger-Anfangszeiten hätte ich niemals gedacht, dass es jemanden interessiert, was ich zu sagen habe...
 
In den letzten Monaten und Jahren habe ich so viele nette Leute virtuell kennengelernt und mich mit ihnen über Bücher & das Lesen ausgetauscht. Außerdem ist meine Wunschliste dadurch gewachsen, denn lesenswerten Büchern begegnet man auf anderen Bücherblogs sehr häufig (und ich werde häufig in Versuchung geführt).
 
Falls es etwas gibt, was euch an Büchersüchtig stört/nicht so gut gefällt, dann nur heraus damit. Über Lob freue ich mich natürlich ebenso. :) 

Zu guter Letzt möchte ich alle neuen AbonnentInnen, BesucherInnen & LeserInnenheißen! Ich freue mich über jeden eurer Besuche und Kommentare und hoffe, ihr schaut öfters hier vorbei und plaudert mit mir über die wunderbare Welt der Bücher...


 

Sonntag, 13. Januar 2013

[REZENSION] "Zorn - Vom Lieben und Sterben" (Band 2)

Cover
Der Autor
Stephan Ludwig, Jahrgang 1965, arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Gaststättenbetreiber. Er lebt in Halle und hat sich als Rundfunkproduzent einen Namen gemacht. Krimis zu schreiben ist für ihn ein Glücksfall, dabei stellt er seine Ermittler Zorn und Schröder gerne vor echte Herausforderungen.

Produktinformation
Link zu Amazon
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 2 (4. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596195071 / ISBN-13: 978-3596195077
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,6 x 3,4 cm


Leseprobe
Quelle: vorablesen.de  *lies mich*

Alle, die diese Serie noch lesen möchten und den Vorgängerband nicht kennen, sollten an dieser Stelle lieber nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
Inzwischen ist der Hochsommer in Halle eingezogen und Schröder nach seinem Krankenhausaufenthalt wieder einsatzfähig. Kaum ist die Einbruchserie in einer Schrebergartenanlage geklärt und die Schuldigen (eine Gruppe von gelangweilten Jugendlichen) gefunden, wird ein Junge aus dieser Clique auf grausame Art und Weise hingerichtet. Bald wird Hauptkommissar Claudius Zorn und dem dicken Schröder klar, dass der tote Schüler aus Berechnung getötet wurde und nun auch die restlichen Jugendlichen ins Visier des Täters geraten könnten...

Meine Meinung:
"Zorn - Vom Lieben und Sterben" nennt sich der 2. Band der Zorn/Schröder-Krimireihe, der sich in 3 Teile gliedert und 12 Wochen nach dem Ende von "Zorn - Regen und Tod" startet. Der Handlungsschauplatz wurde erneut in die deutsche Stadt Halle verlegt, die Story beginnt Anfang August und dauert ca. 2 Wochen. In "Zorn - Vom Lieben und Sterben" bekommen es die Polizisten mit einem kniffligen Fall zu tun, der sie an ihre Grenzen bringt.

Der 42-jährige Claudius Zorn sieht zwar gut aus, fühlt aber zeitweise sein Alter und denkt immer häufiger über sein (bisheriges) Leben nach. Hauptkommissar Zorn ist chronisch unterfordert, sehr launisch und lässt das gern an seinem Kollegen aus. Claudius Zorn & der dicke Schröder arbeiten seit mehr als 10 Jahren zusammen und obwohl Zorn die meiste Arbeit auf seinen Assistenten abwälzt sowie das Büro mit Zigarettenqualm verpestet, vergöttert Schröder seinen Chef. Doch der 39-jährige Schröder, der gern unterschätzt wird, verhält sich in letzter Zeit oft sonderbar, was Claudius Zorn zu denken gibt. Und auch die neue junge Staatsanwältin Frieda Borck macht sich Sorgen um den netten Hauptkommissar.

Hatte ich im Vorgängerband meine Probleme mit Claudius Zorn, so zeigt er diesmal seine menschliche Seite und verhält sich weniger egoistisch bzw. hat mich weniger mit seinem Verhalten genervt. Meine Lieblingsfigur bleibt jedoch der kleine wohlgenährte Schröder, der immer wieder für eine Überraschung gut ist und sehr sympathisch wirkt. Die mitwirkenden Protagonisten, allen voran Zorn & Schröder, sind reizvolle  Charaktere mit vielen Facetten und Macken. Nicht immer lassen sich alle Beweggründe und Handlungen der Ermittler gleich nachvollziehen, ergeben aber im Handlungsverlauf einen Sinn.

Raffiniert gelegte Irrwege und Wirrungen locken sowohl die Ermittler als auch die Leser immer auf falsche Fährten und machen diesen Krimi sehr abwechslungsreich bzw. garantieren Spannung  und Unterhaltung. Abermals wurde die Romanidee ansprechend umgesetzt und ich muss sagen, dass mir der 2. Band mit dem ungleichen Ermittlerpaars viel besser als der Serienauftakt gefällt, was hauptsächlich an der ansprechenden Weiterentwicklung von Claudius Zorn und am interessanten Mordfall liegt. Außerdem möchte man wissen, was hinter Schröders eigenartigem Benehmen steckt.

Stephan Ludwig hat ein Faible für Lokalkolorit (obwohl der Namen der Stadt nie erwähnt wird) und detaillierte Beschreibungen, was den Lesefluss manchmal ein wenig bremst.  Vorwiegend werden die rasanten Begebenheiten abwechselnd aus der Perspektive von Zorn & Schröder (in der 3. Person) erzählt, die uns einen Einblick in ihr Privatleben gewähren. Zwischendurch berichten einige Nebenfiguren über die Geschehnisse aus ihrem jeweiligen Blickwinkel, was für Abwechslung sorgt.

Wie bereits der Vorgängerband beinhaltet auch "Zorn - Vom Lieben und Sterben" unterschiedliche Erzählperspektiven und diverse Handlungsstränge, die im Handlungsverlauf miteinander verknüpfen und am Ende ein klares Bild ergeben. Obwohl das Ende abgeschlossen ist, bleibt Raum für eine Fortsetzung, auf die ich mich freue. Versehen mit einem packenden Schreibstil gepaart mit trockenem Humor und amüsante Wortgefechten lassen sich die 368 Seiten schnell lesen.

FAZIT:
Der 2. Band rund um Zorn & Schröder hat mich bis auf die ausgeschmückten Beschreibungen wunderbar unterhalten. "Zorn - Vom Lieben und Sterben" präsentiert dem Leser einen spannungsgeladenen Plot, der mit vielen Überraschungen und falschen Fährten aufwartet, ein ungleiches Ermittlerduo mit eigenwilligen Methoden sowie eine fesselnde, humorvolle Schreibweise, wofür ich lesenswerte 4 1/2 (von 5) Punkte vergebe.



Samstag, 12. Januar 2013

[REZENSION] "Zorn - Tod und Regen" (Band 1)

Cover
Der Autor
Stephan Ludwig, Jahrgang 1965, arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Gaststättenbetreiber. Er lebt in Halle und hat sich als Rundfunkproduzent einen Namen gemacht. Krimis zu schreiben ist für ihn ein Glücksfall, dabei stellt er seine Ermittler Zorn und Schröder gerne vor echte Herausforderungen.

Produktinformation
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Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 2 (25. Mai 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596193052 / ISBN-13: 978-3596193059
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,6 x 3 cm

Leseprobe
Quelle: Fischer Verlage  *lies mich*

Die Geschichte...
In einem Keller werden Unmengen von Blut entdeckt, doch von einer Leiche fehlt jede Spur. Diese wird erst Tage später, grausam verstümmelt, auf einer Parkbank gefunden. Und eigenartigerweise wurde das Opfer mit Schmerzmitteln vollgepumpt, was nicht in das Bild eines Sadisten passt. Die Ermittlungen werden Hauptkommissar Claudius Zorn und seinem Assistenten Schröder zugeteilt, die schon seit Jahren keinen Mord mehr bearbeitet haben. Wird das überfordert wirkende Ermittlerduo aus Halle diesen schwierigen Fall lösen?
 
Meine Meinung:
"Zorn - Tod und Regen" heißt der 1. Band der Zorn/Schröder-Krimireihe, der sich in 3 Teile gliedert. Der Handlungsschauplatz wurde in die deutsche Stadt Halle verlegt, die Story beginnt am 16. April und dauert ca. 2 Wochen. Der Auftakt dieser Krimiserie präsentiert uns ein ungleiches Ermittlerpaar, bei dem ich während des Lesens an Dick & Doof denken musste.
 
Claudius Zorn sieht mit seinen 42 Jahren noch recht gut aus und lebt in einer Wohnung, die einen tollen Ausblick über die Stadt bietet. Der Single ist sehr von sich selbst eingenommen, launisch und eckt gern mal an. Mit sich und seinem Job als Hauptkommissar ist er unzufrieden bzw. angeödet, was er oft an seinem Kollegen Schröder auslässt. Hauptkommissar Schröder ist ein kleiner dicker Mann, der seinen Chef Zorn vergöttert, obwohl ihn dieser für ein Weichei hält, die meiste Arbeit auf ihn abwälzt und das gemeinsame Büro mit Zigarettenrauch verpestet. Doch der 39-jährige Schröder ist ein intelligenter Mann mit ungeahnten Fähigkeiten, der gern unterschätzt wird.
 
Mit Claudius Zorn konnte ich mich nicht recht anfreunden, da sich der Kommissar selbst als Nabel der Welt sieht und dabei so faul, mürrisch und überheblich ist, dass es schon fast zum Lachen ist. Gäbe es als Gegenpart nicht den sympathischen Schröder hätte ich das Buch wahrscheinlich abgebrochen. Auch wenn so manches Klischee eingesetzt wurde und mir Claudius Zorn nicht liegt, sind die Protagonisten interessante Charaktere mit vielen Facetten und Macken.
 
Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, mich in die Geschichte einzufinden, doch hat man die ersten 60, 70 Seiten geschafft, gerät die eigenwillige Story endlich in Fahrt und wird dank ungeahnter Wendungen sowie einiger Überraschungen immer spannender und gipfelt in ein actionreiches Finale. Die Romanidee wurde ansprechend umgesetzt, allerdings hat der Autor einen Hang zu ausführlichen Beschreibungen, was den Lesefluss ein wenig bremst.
 
Die Begebenheiten werden vorwiegend aus Zorns Perspektive (in der 3. Person) erzählt, der uns einen Einblick in sein Leben und seine Gedanken gewährt - aber auch einige Nebencharaktere wie z.B. der dicke Schröder, Staatsanwalt Sauer (den Zorn nicht ausstehen kann), Henning Mahler (der Mann der suiziden Clara) und der Täter schildern die Geschehnisse aus ihrem jeweiligen Blickwinkel. 
 
"Zorn - Tod und Regen" enthält neben unterschiedlichen Erzählperspektiven auch mehrere Handlungsstränge, die im Handlungsverlauf miteinander verweben und am Ende ein schlüssiges Bild ergeben. Ein ausdrucksstarker Schreibstil mit trockenem Humor samt unterhaltsamen Dialogen rundet den Kriminalroman ab. Trotz der kleinen Mankos sind die 368 Seiten rasch gelesen und auch wenn ich es anfangs nicht geglaubt hätte, so möchte ich nun doch wissen, wie es mit dem Dream-Team Zorn & Schröder weitergeht.  
 
FAZIT:
Das Debüt von Stephan Ludwig konnte mich nicht ganz überzeugen, was vorwiegend an Claudius Zorn liegt, der oft wie eine beleidigte Diva wirkt und die eigentliche Arbeit auf seinen Assistenten Schröder abwälzt. Außerdem hat mich die Story zu Beginn nicht begeistert, was sich allerdings mit zunehmender Seitenanzahl zum Positiven gewendet hat. Abgesehen davon hat mich "Zorn - Tod und Regen" gut unterhalten, wofür ich 4 (von 5) Punkte vergebe.



 
 

Freitag, 11. Januar 2013

Neues aus der Bücherei im JÄNNER 2013


Kaum ist mein SuB ein wenig kleiner geworden, muss ich wieder für Nachschub sorgen und habe "meiner" Bücherei wieder mal einen Besuch abgestattet.



Meine Ausleihbücher sind diesmal sehr spannungslastig - da wären zuerst einmal "Argus" von Jilliane Hoffman, "Kinder" von Jürgen Seibold und "Letzte Worte" von Karin Slaughter.  
 

 
Natürlich darf der 22. Eve Dallas Band "Stirb, Schätzchen, stirb" nicht fehlen, außerdem bin ich sehr gespannt, ob Charlottes Link "Der Beobachter" und der 2. Reckless Band "Lebendige Schatten" etwas für mich sind. 



Wie findet ihr meine Ausleihbücher?