Dienstag, 23. August 2016

[MINI-REZENSION] "Das verschlossene Zimmer"

Cover
Das verschlossene Zimmer
Quelle: Piper
Die Autorin
Mascha Vassena erhielt für ihre Erzählungen mehrere Stipendien, u. a. das Stipendium Akademie Schloss Solitude und den Hamburger Förderpreis für Literatur. 2005 erschien ihr Erzählungsband »Räuber und Gendarm« unter dem Namen Mascha Kurtz bei Liebeskind. Sie schreibt außerdem Opernlibretti und Theaterstücke für das Luzerner Theater und das Maxim Gorki Theater Berlin. Sie lebt heute mit ihrem Sohn im Tessin.
 
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1633 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Piper ebooks (13. Juli 2015)
ASIN: B00Q2OSSSO

Leseprobe
Quelle: buecher.de  *lies mich*

 


Die Geschichte...
Lena weiß nichts über die Familie ihrer italienischen Mutter Gabriella und als ein Brief von einem Notar eintrifft, in der Lena und ihre Mutter wegen einer Erbsache nach Venedig gebeten werden, sieht die junge Frau ihre Chance gekommen, mehr über die unbekannte Familie zu erfahren. Trotz ihrer Angst vor Brücken und Wasser reist Lena nach Venedig und trifft dort auf die Orlandis - eine alte Adelsfamilie, die in einem alten Palazzo wohnt und einige Geheimisse verbirgt...
 
Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Der Klappentext und das Cover haben mich angesprochen.

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplatz: Die Geschichte führt uns von München nach Venedig und wartet mit lebendigen Orts- und Schauplatzbeschreibungen auf.
 
Handlungsdauer: Die Story beginnt 2014, dauert einige Wochen und führt uns immer wieder in die 80er Jahre.
 
Hauptpersonen: 2014: Lena Hausmann, 31, Grafikerin, führt mit 2 Freunden eine Designagentur in München. Lena hat eine Brückenphobie, über deren Ursprung sie nichts weiß. Ihre Eltern leiten ein Waisenhaus in Burundi, sind deshalb oft unterwegs und als Lena in den Sachen ihrer Mutter Gabriella ein altes Foto entdeckt, macht sie sich auf den Weg nach Venedig, um mehr über Gabriellas Herkunft zu erfahren...

1980: Gabriella Orlandi, 14, ist freiheitsliebend und stammt aus einer wohlhabenden und engstirnigen Banker-Familie. Mit ihrem Vater, ihrer ernsten Schwester Beatrice und ihrer Nonna wohnt sie in einem riesigen Palazzo, doch anders als ihre ältere Schwester genießt die hübsche Gabriella das Leben...

Lena und Gabriella sind interessante Protagonisten mit Potential, wobei Lena gegen ihre Mutter etwas farblos wirkt.
 
Nebenfiguren: Die mitwirkenden  Nebencharaktere wie Freunde und Familienmitglieder sind ansprechende Persönlichkeiten, sie sich gut in das Geschehen einfügen.

Romanidee: Reizvolle Grundidee mit einer soliden Umsetzung
 
Erzählperspektive: Geschildert werden die temporeichen Geschehnisse in der Gegenwart aus der Sicht von Lena, die uns einen tiefen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt gewährt. In der Vergangenheit (80er Jahren) berichten Gabriella, aber auch Beatrice und deren Ehemann Vincenzo über die Ereignisse, wodurch wie die aktuellen Begebenheiten besser verstehen.

Handlung: Emotionsgeladene Geschichte mit allerlei Geheimnissen, mysteriösen Vorkommnissen und ein wenig Romantik, die mich allerdings nicht ganz gepackt bzw. überzeugt hat. Die Story fängt vielversprechend an, verliert aber im Handlungsverlauf an  Spannung bzw. Fahrt und verzettelt sich zunehmend in Nebensächlichkeiten.
 
Schreibstil & Co:  Abgerundet wird der Roman durch die ausdrucksstarke Schreibweise, unterhaltsame Dialoge und eine angenehme Sprache.
 
FAZIT:
"Das verschlossene Zimmer" sorgt zwar für kurzweilige Lesestunden in Venedig, enthält allerdings auch einige Längen und einen stetigen Spannungsabfall. Da ich schon interessantere Familiengeschichten gelesen habe, gibt's dafür  nur 3 1/2 (von 5) Punkte.

 
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Büchersüchtige Grüße,
Sabine