Samstag, 6. September 2014

[MINI-REZENSION] "Aprikosenküsse"

Cover
Quelle: lovelybooks
Die Autorin
Claudia Winter, geb. 1973, schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Die Sozialpädagogin arbeitet außerdem als Lektorin und Coach, wobei ihr besonders die Förderung junger Autoren am Herzen liegt. Die Autorin lebt mit ihrem Lebensgefährten und den Hunden Kim und Luka in Limburg an der Lahn.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 334 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (25. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1500423025
ISBN-13: 978-1500423025
Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14 x 2,1 cm


Leseprobe
Quelle: Amazon  *lies mich*



Die Geschichte...
Hanna Philipp schreibt für die Zeitschrift "Genusto" und testet dafür verschiedene Lokale. Von ihrem letzten Italien-Aufenthalt ist ihr besonders das Lokal "Tre Camini" negativ in Erinnerung geblieben und das kommt in ihrem Bericht über das italienische Restaurant auch zum Ausdruck. Als Giuseppa Camini, die Inhaberin des "Tre Camini" die Kritik im "Genusto" liest und kurz darauf an einem Herzinfarkt stirbt, soll ausgerechnet Hanna daran schuld sein und das Magazin wird auch noch von der Familie verklagt! Die Journalistin ist außer sich, als ihr Chef verlangt, dass sie sich bei der Familie Camini entschuldigt. Als sie auch noch zufällig an die Urne der verstorbenen Restaurant- und Gutsbesitzerin gelangt, macht sich Hanna mitsamt den Überresten der Nonna auf den Weg nach Italien. In Montesimo angelangt, trifft sie auf Giuseppas unwiderstehlichen Lieblingsenkel Fabrizio, der sich allerdings als arrogantes Ekelpaket entpuppt und Hanna das Leben schwer macht...

Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: Da der Titel "Aprikosenküsse" sehr verlockend klingt und mich das Cover anspricht, musste ich diesen Roman einfach lesen.

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplätze: Die Reise führt von der deutschen Hauptstadt Berlin in das italienische Dorf Montesimo. Die Orts- und Schauplatzbeschreibungen wurden so lebendig gezeichnet, dass man sich alles wunderbar vorstellen kann.

Handlungsdauer: Die Story, die sich nach dem Prolog in 16 Kapitel gliedert und mit dem Epilog endet, dauert ein paar Wochen.

Hauptperson(en): Hanna Philipp ist Ende 20, introvertiert und hat von ihrer italienischen Mutter das südländische Aussehen geerbt. Die ehrgeizige junge Frau arbeitet als Foodjournalistin beim Genusto Genußmagazin in Berlin, lebt für ihre Arbeit und lässt Dinge mitgehen, wenn sie nervös ist. Als sie eine negative Kritik über das italienische Lokal "Tre Camini" schreibt und die Besitzerin daraufhin das Zeitliche segnet, will ihr Enkel die Zeitschrift verklagen und Hanna muss sich bei Fabrizio Camini entschuldigen. Fabrizio ist ein gutaussehender Italiener, sehr eigensinnig und schätzungsweise Anfang 30. Er erbt die Trattoria von seiner Großmutter, mit der Bedingung, dass er innerhalb eines Jahres verheiratet ist. Doch wo soll er so schnell eine passende Frau herbekommen? Die Protagonisten wurden als sympathische Charaktere mit einigen Macken, Ecken und Kanten gezeichnet, die man einfach ins Herz schließen muss. 

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Hannas Kollegin Claire und die Bewohner von Montesimo sind interessante Persönlichkeiten, die sich gut in die Handlung einfügen.

Romanidee: Nicht ganz neue Grundidee mit ansprechender Umsetzung.

Erzählperspektive(n): Die turbulenten Begebenheiten werden abwechselnd aus der Sicht von Hanna und Fabrizio (in der 1. Person) geschildert, wobei uns die Hauptpersonen an ihren Gedanken & Gefühlen teilhaben lassen.

Handlung: Die abwechslungsreiche Story wartet mit zwei Erzählperspektiven und miteinander verwebenden Handlungssträngen, vielen Irrungen, Wirrungen, Stolpersteinen sowie einigen Überraschungen und einem vorhersehbaren Ende auf.

Schreibstil & Co:  Dank der locker-leichten Schreibweise gepaart mit Emotionen und unterhaltsamen Wortgefechten lassen sich die 334 Seiten schnell und flüssig lesen.

FAZIT:
"Aprikosenküsse" ist mein erster Roman von Claudia Winter, aber sicherlich nicht mein letzter. Auch wenn die Story ein paar vorhersehbare Stellen und ausgeschmückte Schilderungen enthält, unterhält dieser Roman dank der höchst unterhaltsamen Handlung gepaart mit schönen Schauplatzbeschreibungen und liebenswerten Charakteren bestens. Dafür erhält "Aprikosenküsse" von mir süße 4 1/2 (von 5) Punkte.


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Büchersüchtige Grüße,
Sabine