Mittwoch, 5. August 2015

[MINI-REZENSION] "Ach du Liebesglück"


Cover
Quelle: Random House
Die Autorin
Kristina Steffan lebt und arbeitet in Norddeutschland. Im Diana Verlag erschienen ihre Romane »Nicht die Bohne!« und »Land in Sicht«. Sie schreibt auch unter dem Namen Kristina Günak.

*Produktinformation*
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Diana Verlag (15. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453358600
ISBN-13: 978-3453358607
Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 2,8 x 18,7 cm

Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*
 



Die Geschichte...
Eigentlich wollte Lilly in Hamburg studieren, doch ein paar Jahre später wohnt die Singlefrau mit ihrem 7-jährigen Sohn, ihrem zerstreutem Vater, einem eigenartigen Untermieter und einem Haufen eigenwilligen Tieren auf einem Bauernhof in Schleswig-Holstein. Damit zusätzliches Geld in die Familienkasse kommt, möchte Lilly aus dem idyllisch gelegenen Hof eine Pension machen. Doch so einfach gestaltet sich die Eröffnung der Gästewohnungen nicht, denn Lilly hat keinen blassen Schimmer, wo sie anfangen soll. Außerdem zieht sie mit dem Traktor das Auto eines smarten Surfers aus dem Sand, der Interesse an ihr zeigt und dann nimmt sie auch noch einen verletzten Obdachlosen auf, der die von Lilly bezahlte Arztrechnung abarbeiten soll. All das wirbelt den Alltag der alleinerziehenden Mutter ganz schön durcheinander...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Da mich bereits "Land in Sicht" gut unterhalten hat, wollte ich den neuesten Roman der deutschen Autorin unbedingt lesen.
 
Handlungsschauplatz: Der Handlungsschauplatz wurde in den kleinen Ort Schönbühl, in der Nähe von Tönning verlegt.

Handlungsdauer: Nach dem Prolog beginnt die Story im August, dauert mehrere Wochen und endet mit dem zufriedenstellenden Epilog.

Extra: Am Buchende findet sich das Rezept zu "Lillys Nusspesto", das im Roman eine kleine Rolle spielt.

Hauptperson: Die 35-jährige Lilly Pfeffer lebt mit ihrem 7-jährigen Sohn Tom und ihrem planlosen Vater auf einem Bauernhof in ihrem Heimatdorf Schönbühl, den sie nun in eine Pension umwandeln möchte. Die alleinerziehende Mutter arbeitet stundenweise in der örtlichen Bäckerei und befreit mit dem Traktor ihrer Nachbarin Fahrzeuge, die im Sand stecken geblieben sind. Die Pensionseröffnung bringt auch ordentlich viel Arbeit mit sich und dann tauchen auch noch mehrere Männer in Lillys geordnetem Leben auf... Lilly ist eine sympathische Protagonistin mit Macken und Kanten, die für ihre Familie immer das Beste möchte und dafür wie eine Löwin kämpft.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Lillys 7-jähriger aufgeweckter Sohn Tom (der Videospiele liebt und für die Spinnenentsorgung im Haus zuständig ist), Lillys Vater Bernhard (der verwitwete Künstler liebt zwar seine Familie, ist aber keine große Hilfe), Dr. Ewald Ezer (der kauzige Unternehmenssaniert lebt als Dauermieter auf dem Hof der Pfeffers und weiß Lillys Frühstück zu schätzen), Lukas Matthiesen (der gutaussehende Surfer-Typ, der mit seinem Auto im Sand stecken bleibt, wird von Lilly mittels Traktor gerettet und lädt sie zum Dank zu einem Essen ein), Gerome Legrand (der große Landstreicher mit den blauen Augen wird von einem Stier angegriffen und von Lilly zum Arzt gebracht, wo sie die Rechnung bezahlt -dafür soll Gerome auf dem Hof helfen, doch handwerkliches Geschick ist nicht sein größtes Talent) sowie diverse Dorfbewohner und eigenwillige Tiere wurden interessant gestaltet und fügen sich trotz der Vielzahl gut in die Handlung ein.

Romanidee: Nette Grundidee mit gelungener Umsetzung

Erzählperspektiven: Ich-Erzählerin Lilly schildert die temporeichen Ereignisse aus ihrer Sicht und lässt uns an ihrem Gefühls-Wirrwarr teilhaben, wodurch man rasch mit der liebenswerten Hauptperson mitfiebert.

Handlung: Unterhaltsame Story rund um eine toughe Mutter und angehende Pensionswirtin, die ihr Leben trotz aller Wirrungen meistert. Auch wenn man bald den Ausgang der Geschichte erahnt, so ist "Ach du Liebesglück" mit Wortwitz, allerlei Turbulenzen und unterhaltsamen Irrwegen gespickt. Leider ist der Roman zwischendurch ein wenig langatmig geraten, was den Lesefluss stellenweise etwas bremst.

Schreibstil & Co:  Vervollständigt wird der Plot durch die locker-leichte Schreibweise, die amüsanten Dialoge und die Kapitel in angenehmer Länge, wodurch sich die 320 Seiten rasch lesen lassen.
 
FAZIT:
"Ach du Liebesglück" sorgt dank der abwechslungsreichen Handlung, der reizvollen Hauptperson sowie des angenehm leichten Schreibstils für kurzweilige Lesestunden mit einigen Lachern. Bis auf ein paar kleine Abstriche hat mir auch der aktuelle Roman von Kristina Steffan ganz gut gefallen, weshalb ich dafür gern 4 (von 5) Punkte vergebe.
Smilie

 

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Büchersüchtige Grüße,
Sabine