Mittwoch, 20. Mai 2015

[MINI-REZENSION] "Sternschnuppenstunden"

Cover
Quelle: Magellan
Die Autorin
Rachel McIntyre ist in einem Haus voller Bücher aufgewachsen und ihre Leidenschaft für Sprache versucht sie nun als Lehrerin weiterzugeben. Sie weiß, dass Jugendliche gute Geschichten lieben - Geschichten, die ihnen dabei helfen, mit den täglichen Herausforderungen ihres Lebens umzugehen. Rachel McIntyre lebt in Nordengland und "Sternschnuppenstunden" ist ihr erster Roman.

*Produktinformation*
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Magellan (20. Februar 2015) / Sprache: Deutsch
ISBN-10: 373485007X / ISBN-13: 978-3734850073
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 15,9 x 3 x 21,5 cm

Leseprobe
Quelle: magellanverlag.de  *lies mich*



Die Geschichte...
Die 15-jährige Lara ist an ihrer Schule eine Außenseiterin und deshalb den fiesen Attacken ihrer Mitschülerinnen ausgesetzt. Als das rothaarige Mädchen zu Weihnachten von ihrer senilen Großmutter ein Tagebuch bekommt, hat Lara ein Ventil gefunden und schüttet dem Tagebuch ihr Herz aus. Denn Probleme gibt es in der Familie Tittle viele: Ihr Vater ist seit dem Konkurs seiner Firma arbeitslos und trinkt gern, ihre Mutter muss putzen gehen, um Lara die Privatschule zu ermöglichen und der kleine Bruder nervt. Außerdem wird sie ständig von ihren Mitschülerinnen und den Schülern der angrenzenden Jungenschule gemobbt, wobei die Angriffe ungeahnte Ausmaße annehmen. Ihr einziger Hoffnungsschimmer ist Ben, der Lara Mut macht und ihr sagt, wie schön und klug sie ist. Und Lara verliebt sich in ihn, doch Ben ist ihr Lehrer...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Wegen der wunderschönen Aufmachung des Buches (sieht wie ein "echtes" Tagebuch aus) und des vielversprechenden Klappentextes durfte mich "Sternschnuppenstunden" nach Hause begleiten.

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplatz: Als Schauplatz wurde die britische Großstadt Huddersfield gewählt.

Hauptperson: Lara ist mit dem furchtbaren Nachnamen Tittle, ihrer schlaksigen Figuren und roten Haaren eigentlich genug gestraft, doch die Schüler der privaten Mädchen- und der Jungen-Highschool treiben gern ihre Spielchen mit der Einzelgängerin. Da die Familie Tittle finanziell nicht gut dasteht, muss die 15-jährige Schülerin Zeitungen austragen, im Haushalt helfen und auf ihren 6-jährigen Bruder Simon aufpassen. Ihre Mutter putzt bei der Familie einer reichen Mitschülerin und Molly macht Lara das Leben besonders schwer und erpresst Lara damit, dass ihre Mutter sonst den Job verliert, wenn sie etwas gegen die Angriffe unternimmt. Und dann lernt sie den überaus attraktiven und netten Ben McJagger lernen, der Lara aufmuntert und sie nicht wie eine Aussätzige  behandelt. Allerdings gibt es ein Problem, denn Ben unterrichtet Laras Klasse und Lara weiß nicht, was sie mit ihren wachsenden Gefühlen für Mr. J. anstellen soll... Lara wird als interessante und facettenreiche Hauptperson dargestellt, die es nicht gerade leicht hat. Doch häufig wirkt Lara sehr naiv und nervig, obwohl sie mir andererseits oft richtig leid tut und ich sie dann gern getröstet hätte.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Laras Familie, ihr süßer Lehrer Mr. Jagger alias Ben, die reiche Zicke Molly Hardy-Jones und ihre Clique (darunter auch Laras ehemals beste Freundin) wurden reizvoll gestaltet.

Romanidee: Interessanter Leitgedanke, der das häufig verbreitete Thema Mobbing anspricht und ansprechend umgesetzt wurde.

Erzählperspektive: In Tagebuchform schildert Ich-Erzählerin Lara die unfassbaren Geschehnisse aus ihrer Sicht und gewährt uns dabei einen tiefen Einblick in ihre Gedanken & Gefühle.

Handlung: "Sternschnuppenstunden" erzählt die Geschichte der 15-jährigen Lara, die zutiefst unglücklich ist und nur Halt bzw. Zuspruch bei ihrem jungen Englisch- und Klassenlehrer findet. Leider hält die Geschichte nicht ganz, was die tolle Aufmachung verspricht, denn Story ist zwar interessant und bei einigen Passagen über die Mobbing-Attacken musste ich echt schlucken, aber bedauerlicherweise gibt es auch viele klischeehafte und vorhersehbare Stellen. Und das Finale hätte ich mir auch etwas anders vorgestellt, aber das ist wahrscheinlich Geschmackssache und vielleicht bin ich für "Sternschnuppenstunden" auch nur zu alt. ;-)

Schreibstil & Co:  Die emotionsgeladene Schreibweise von Rachel McIntyre und die, der jugendlichen Zielgruppe angepassten Sprache runden dieses Jugendbuch auf 304 Seiten ab.

FAZIT:
Auch wenn mich "Sternschnuppenstunden" nicht zu Begeisterungsstürmen hingerissen hat, so hat sich die Autorin an eine sensible Thematik gewagt und Laras Tagebuchaufzeichnungen in einen soliden Roman verpackt. Da "Sternschnuppenstunden" für meinen Geschmack einige Mankos enthält, bekommt die Tagebuchstory von mir wundervolle 3 1/2 (von 5) Punkte.




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Büchersüchtige Grüße,
Sabine