Sonntag, 24. März 2013

[MINI-REZENSION] "Schau mir bloß nicht in die Augen"

Cover
Die Autorin
Tina Grube, Jahrgang 1962, arbeitete nach dem Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation in namhaften Werbeagenturen. Vor einigen Jahren hat sie sich selbstständig gemacht und ist seither freie Texterin und Autorin. Ihr Debütbestseller "Männer sind wie Schokolade" wurde bereits mit großem Erfolg verfilmt und im Fernsehen ausgestrahlt. Tina Grube ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann in New York und Amsterdam.

Produktinformation
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Taschenbuch: 381 Seiten 
Verlag: Blanvalet (2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442356423
ISBN-13: 978-3442356423
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,4 x 3,2 cm

Leseprobe
keine gefunden



Die Geschichte...
Stella Madison ist die Richtige, wenn es Designerparfüms oder Make-up zu vermarkten gilt und hat sich in der Kosmetikbranche als Marketing-Vizepräsidentin von "Beauty Unlimited" einen Namen gemacht. Außerdem hat die New Yorkerin ein kleines Geheimnis: Ihre verschiedenfarbigen Augen, die sie mittels Kontaktlinsen kaschiert. Für Privatleben bleibt da nicht viel Zeit, doch als sie im Central Park einen verletzten Enterich findet, pflegt sie ihn gesund, was ihrem pensionierten Nachbarn ein Dorn im Auge ist. Und als sich dann auch noch Stellas Mutter bei ihr einquartiert, im Büro Kollegin Evelyn intrigiert, Trendforscher Ivo Kingsley Interesse an ihr zeigt und zu guter Letzt der furchteinflößende Unternehmensberater John O'Brien erneut in Stellas Leben tritt, scheint das Chaos perfekt...
 
Meine Meinung:
Dieser Frauenroman, der in New York spielt, ist mir beim Aufräumen in die Hände gefallen und nachdem mich das Buch von Tina Grube vor mehr als 10 Jahren gut unterhalten hat (das wusste ich noch), wollte ich testen, ob dies heute auch noch der Fall ist. Den Titel "Schau mir bloß nicht in die Augen" finde ich grässlich, ebenso wie das Cover - da merkt man auch, dass seit dem Erscheinungsdatum einige Jahre ins Land gezogen sind...
 
Stella Madison ist attraktiv und als Vize-Marketingdirektorin des Konzerns "Beauty Unlimited" für Düfte & dekorative Kosmetik zuständig und damit höchst erfolgreich. Da bleibt es natürlich aus, dass ihre Kollegin Evelyn neidisch auf die talentierte Deutsch-Amerikanerin ist und finstere Pläne schmiedet. Doch da hat sie nicht mit Stella und ihren Mitarbeiterinnen Benita und Jennifer gerechnet... Die Protagonisten, allen voran die sympathische Hauptperson Stella, wurden zwar interessant, aber für meinen Geschmack zu klischeehaft dargestellt. Außerdem nervt Enterich Amadeus mit seinem ewigen "Schnatteldiquak", auch wenn das wahrscheinlich witzig sein sollte...
 
Gut gefallen hat mir der Einblick in Stellas Marketing-Arbeit, was eine angenehme Abwechslung zur enthaltenen Romantik darstellt. Erzählt werden die turbulenten Geschehnisse aus der Sicht von Stella (in der 3. Person). Natürlich ahnt man bald, welchen Ausgang die Geschichte nimmt, doch die enthaltenen Irrungen & Wirrungen sind teilweise so witzig beschrieben, dass man sich einfach unterhalten fühlt. Und die Sache mit Stellas verschiedenfarbigen Augen finde ich auch interessant. Abgerundet wird die romantische Komödie durch den locker-leichten Schreibstil von Tina Grube und vielen amüsanten Dialogen.
 
FAZIT:
"Schau mir bloß nicht in die Augen" ist eine nette Geschichte älteren Datums (leider nicht mehr bei Amazon & Co erhältlich), die sich trotz der enthaltenen Klischees und einer gewissen Vorhersehbarkeit schnell und flüssig lesen lässt. Für die unterhaltsamen Lesestunden vergebe ich knappe 4 (von 5) Punkte.
 
 


Samstag, 23. März 2013

[REZENSION] "Der Sarg" (Band 2)

Cover
Der Autor
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitet heute bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mit dem Schreiben begann er im Alter von fast vierzig Jahren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier.
 
Produktinformation
Link zu Amazon
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2 (10. Januar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596191025
ISBN-13: 978-3596191024
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 3 cm

Leseprobe
Quelle: Fischer Verlage *lies mich*


 
Die Geschichte...
Eva Rossbach, die Inhaberin der Rossbach Maschinenbaubetriebe, wird von Albträumen geplagt, in denen sie sich immer wieder lebendig in einem Sarg befindet und panisch nach einem Ausweg sucht. Als sie erwacht, liegt sie in ihrem Bett und kann sich an nichts mehr erinnern. Doch an ihrem Körper finden sich in letzter Zeit häufig Kratzspuren und Blutergüsse. Was passiert mit Eva? Und kurze Zeit später wird ihre gehasste Halbschwester tot in einem Sarg gefunden. Hauptkommissar Bernd Menkhoff von der Kölner Kripo bekommt diesen Fall zugeteilt...
 
Meine Meinung:
"Der Sarg" ist der 2. Band der Bernd Menkhoff-Reihe, wobei ich gestehen muss, dass ich den Vorgänger "Das Wesen" nicht gelesen habe, doch auch ohne Vorkenntnisse kommt man schnell in die Geschichte rein. Der Schauplatz wurde nach Köln verlegt. Die Romanidee ist zwar nicht ganz neu, wurde aber dennoch ansprechend umgesetzt.

Hauptkommissar Bernd Menkhoff hat sich vor 9 Monaten in die Abteilung KK11 der Kölner Polizei versetzen lassen und hat die vergangenen Geschehnisse noch immer nicht ganz verarbeitet . Gemeinsam mit seiner hübschen Kollegin Jutta Reithöfer, die oft unterschätzt wird, ermittelt er in einem schrecklichen Mordfall. Dabei machen die beiden Polizisten die Bekanntschaft von Eva Rossbach, der Halbschwester der Ermordeten, die von ihrem Vater ein Vermögen geerbt hat. Die Mitdreißigerin leidet unter sehr realen Albträumen und immer wieder vorkommenden Erinnerungslücken.
 
Die Protagonisten sind facettenreiche Charaktere mit einigen Ecken & Kanten, wobei ich die Figur der Eva Rossbach bzw. ihre Geschichte am interessantesten finde. Leider ist der leicht farblose Hauptkommissar Menkhoff für mich kein richtiger Sympathieträger, weshalb ich die Ermittlungen bzw. seine Schilderungen nicht immer genossen habe. Dagegen konnte ich mich in Eva schnell hineinversetzen, mit ihr mitfühlen und mitleiden. Allein die Vorstellung, sich lebendig gefangen in einem Sarg zu befinden, lässt meinen Puls rasen...
 
"Der Sarg" ist ein gut gemachter Psychothriller, der uns in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt. Dabei geht es auch um die angesehene Familie Rossbach, in der es erschreckend viele Todesfälle gibt. Leider fehlt Arno Strobels neuestem Werk das "gewisse Etwas", obwohl die Handlung einige falsche Fährten und Irrwege beinhaltet und mich das Ende zufrieden gestellt hat, auch wenn für mich einige Fragen offen bleiben und die Hochspannung oft ausbleibt.
 
Erzählt werden die rasanten Geschehnisse hauptsächlich aus der Sicht von Bernd Menkhoff und Eva Rossbach, zwischendurch berichten einige Nebenfiguren wie z.B. eine junge Frau namens Britta (alle in der 3. Person) über die Ereignisse aus ihrem jeweiligen Blickwinkel. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven und Handlungsstränge verweben im Handlungsverlauf miteinander und gipfeln in ein spannungsgeladenes Finale. Komplettiert wird "Der Sarg" durch einen fesselnden Schreibstil, teilweise einfallslosen Dialogen und Kapitel in angenehmer Länge.
 
FAZIT:
"Der Sarg" ist im Großen und Ganzen ein packender Psychothriller, kommt aber meines Erachtens an meinen Strobel-Liebling "Das Skript" nicht heran. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich mit Hauptkommissar Menkhoff nicht warm geworden bin und sich Nervenkitzel & Hochspannung bei mir in Grenzen gehalten haben. Trotz kleiner Mankos hat mich "Der Sarg" ganz gut unterhalten, weshalb dieser Psychothriller bescheidene 4 (von 5) Punkte erhält.

 

 

Freitag, 22. März 2013

[REZENSION] "Glückskekssommer" (Band 1)

Cover
Die Autorin
Kerstin Hohlfeld, geb. 1965, lebt seit ihrem Theologiestudium in Berlin. Nach einer Ausbildung an der Hamburger Schule des Schreibens und einem Drehbuchlehrgang an einer renommierten Medienakademie begann sie zu schreiben. 2007 gewann Kerstin Hohlfeld den EU-Drehbuch-Wettbewerb EuroWistdom.

Produktinformation
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Broschiert: 420 Seiten
Verlag: Gmeiner; Auflage: 2 (7. Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839211476 / ISBN-13: 978-3839211472
Größe und/oder Gewicht: 20 x 12,2 x 3,6 cm

Leseprobe
Quelle: bookview.libreka.de  *lies mich*



Die Geschichte...
Obwohl Rosa gar nicht an Vorherbestimmung und Fügung glaubt, schenkt ihr ihre Oma schachtelweise Glückskekse aus dem Discounter-Angebot. Der Glückskeks-Spruch "Heute Abend hält das Schicksal etwas für Sie bereit!" lässt die angehende Schneiderin allerdings hoffen, denn die berühmte Schauspielerin Eva Andrees hat zufällig Rosas Gesellenstück (ein traumhaftes Kleid) entdeckt und möchte Rosas Kreation bei der Berliner Filmnacht tragen. Aufgeregt wartet sie gemeinsam mit ihrer Cousine Lila und ihrem Freund Rob auf den Fernsehauftritt der Filmdiva und malt sich schon ihre Zukunft als heißbegehrte Designerin aus - doch das Schicksal hält einige Höhen & Tiefen für Rosa Redlich bereit und bringt ihre heile Welt gehörig ins Wanken...

Meine Meinung:
"Glückskekssommer" heißt der Auftakt der Rosa Redlich-Reihe. Den Schauplatz hat Kerstin Hohlfeld nach Berlin verlegt, die Handlungsdauer umspannt mehrere Monate. Interessant finde ich auch die Romanidee und die lebendigen Beschreibungen von Rosas Beruf, dabei wird einem diese kreative Tätigkeit näher gebracht. Da möchte man am liebsten selbst die Nähmaschine auspacken und ebenfalls tolle Kleidungsstücke entwerfen (leider bin ich in dieser Hinsicht relativ unbegabt)...

Die 27-jährige Rosa Redlich macht nach mehreren abgebrochenen Studiengängen eine Ausbildung zur Schneiderin und wohnt mit ihrer Cousine/besten Freundin Lila zusammen in deren Wohnung. Rosa ist zierlich, blond, chaotisch, romantisch und nah am Wasser gebaut. Rosa ist zwar manchmal ganz schön verpeilt und leicht naiv, lässt sich aber nicht unterkriegen und ist eine total liebenswerte Protagonistin, die man einfach mögen muss.

Auch die Nebencharaktere wie z.B. ihre Mitbewohnerin Lila, Rosas Chefin Margret, ihre alte Schulfreundin Vicky und der smarte Dr. Sebastian Andrees sind reizvolle Figuren und fügen sich harmonisch in die Handlung ein. "Glückskekssommer" erzählt Rosas Geschichte mit all seinen Sonnen- und Schattenseiten. Wir erfahren viel über die reizvolle Hauptperson, aber auch einiges über Freundschaft, Liebe, Neid, Verrat und Schicksal.

Ich-Erzählerin Rosa plaudert aus dem Nähkästchen und tritt dabei hin und wieder ins Fettnäpfchen, was für etliche Lacher & Abwechslung sorgt. Natürlich lässt uns die Hauptperson an ihrem Gefühls- und Gedankenchaos teilhaben, wodurch man sich schnell mit der liebenswerten Schneiderin identifiziert und gemeinsam mit Rosa alles durchlebt.

Auch wenn man den Ausgang dieser turbulenten Geschichte ahnt, ist der Weg dorthin mit reichlich unerwarteten Wendungen, Wirrungen und allerlei Überraschungen gespickt. Es gibt keinerlei langatmige Szenen oder überflüssige Passagen - ganz im Gegenteil: In diesem Roman ist alles perfekt aufeinander abgestimmt, wodurch man praktisch durch die 420 Seiten fliegt. "Glückskekssommer" lässt sich dank der mitreißenden Schreibweise und der amüsanten Dialoge sehr flüssig und rasant lesen.

FAZIT:
"Glückskekssommer" ist ein richtig schönes Wohlfühlbuch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite wunderbar unterhalten hat. Das liegt vor allem am abwechslungsreichen Plot, an der sympathischen Hauptperson, den kraftvollen Schilderungen und dem locker-leichten Schreibstil. Dafür vergebe ich gern 5 (von 5) Punkte und freue mich schon auf die Fortsetzung "Herbsttagebuch".
 
 
 

Donnerstag, 21. März 2013

TTT - Top Ten Thursday #108

Allwöchentlich, jeden Donnerstag, werden bei Alice im Bücherland im Rahmen von "Top Ten Thursday" interessante Buchfragen gestellt bzw. Themen vorgegeben, die dann von den Teilnehmern des TTT beantwortet werden.
Diese Woche lautet das Thema:
„10 Bücher, deren Titel mit einem C beginnen (Der, Die Das zählt nicht)“

Puh, das war schwer...

01.  "Cantucci-Herzen brechen nicht" - Sarah-Kate Lynch
02. "Chaos ist das halbe Leben" - Cathy Kelly
03. "Charleston Girl" - Sophie Kinsella
04. "Cinderella Undercover" - Gabriella Engelmann
05. "City of Ashes - Chroniken der Unterwelt 2" - Cassandra Clare
06. "City of Bones - Chroniken der Unterwelt 1" - Cassandra Clare
07. "City of Fallen Angels - Chroniken der Unterwelt 4" - Cassandra Clare
08. "City of Glass - Chroniken der Unterwelt 3" - Cassandra Clare
09. "Cold Belt - Feuerblut" - Deborah C. Winter
10. "Creepers" - David Morell
 
Einige meiner C-Bücher:
    

Welche Bücher haben es bei euch auf die heutige Liste geschafft?




Mittwoch, 20. März 2013

[PROJEKT] 52 Bücher 2013/2014 - 9. Woche (18.03.-24.03.2013)


Wie ihr sicher wisst, nimmt Frau Büchersüchtig gern an Challenges, Themenlesen und anderen Buchprojekten teil. Und wie es der Zufall will, ist mein büchersüchtiges Ich auf ein interessantes Projekt namens 52 Bücher 2013/2014 gestoßen.

Auf Monstermeute & Zeuchs wird jede Woche zu einem bestimmten Motto ein passendes Buch vorgestellt. Ziel ist es, neue Bücher kennenzulernen (ich sehe schwarz für meine Wunschliste und meinen SuB). Ab 20. Januar 2013 wird wöchentlich eine Aufgabe vorgegeben, die dann per Blogpost zu erfüllen ist.

Alle Infos dazu findet ihr *hier* .


Das Thema der 9. Woche lautet: Regenbogen

Ich muss schon sagen, dieses Wochenthema hat es in sich, denn ich musste echt in mich gehen bzw. eine meiner klugen Liste zu Rate ziehen. Und es hat sich ein passendes Buch gefunden...

Quelle
Es handelt sich um "Regenbogenträume" von Alice Peterson - ein Roman zum heiklen Thema Behinderung, der bereits 2008 erschienen ist und mich sehr berührt hat.

Auf am*zon gibt es dazu eine Rezension von mir (ist allerdings auch schon etwas älter und das merkt man auch).

Wer gern Bücher mit Tiefgang und nicht alltäglichen Protagonisten liest, ist damit auf alle Fälle gut beraten!
 


 

Die 9. Wochen-Aufgabe war etwas knifflig und ist gottseidank gelöst...
 


Dienstag, 19. März 2013

[MINI-REZENSION] "Er ist wieder da"

 Cover
Der Autor
Timur Vermes wurde 1967 als Sohn einer Deutschen und eines 1956 geflohenen Ungarn geboren, studierte in Erlangen Geschichte und Politik und wurde dann Journalist. Er schrieb für die "Abendzeitung" und den Kölner "Express" und arbeitete für mehrere Magazine. Seit 2007 veröffentlichte er als Ghostwriter vier Bücher, zwei weitere sind in Vorbereitung.
 
Produktinformation
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Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Eichborn Verlag; Auflage: 15 (14. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3847905171 / ISBN-13: 978-3847905172
Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 13,8 x 3,4 cm

Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*

 

Die Geschichte...
Wir schreiben das Jahr 2011: Adolf Hitler erwacht 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Tod mitten in Berlin - ohne Papiere, seine Partei und auch ohne seine geliebte Eva. Ein Kiosk-Besitzer hat Mitleid dem Führer und hilft ihm, in dieser fremden Welt voller technischer & politischer Neuerungen Fuß zu fassen. Der wortgewandte Politiker überzeugt die Chefetage eines Fernsehsenders und verbreitet seine Ansichten im TV, wobei er bei vielen deutschen Mitbürgen den Nerv trifft und rasant Karriere macht...
 
Meine Meinung:
Auch wenn es mir bei Hitlers Gräueltaten noch immer kalt den Rücken hinunterläuft und ich mit dieser Gesinnung überhaupt nichts anfangen kann, hat mich die originelle Romanidee bzw. die Thematik neugierig gemacht und so habe ich "Er ist wieder da" kurzerhand ausgeliehen.
 
Adolf Hitler findet sich plötzlich in der deutschen Hauptstadt in der Gegenwart wieder. Der Führer trägt Uniform und ist bestürzt, wie tief Deutschland seit seinem Ableben gesunken ist. Obwohl er anfangs ohne Bleibe, Freunde und Bestimmung ist, fackelt er nicht lange und schlägt dank seiner Präsenz eine Karriere als Medienstar ein. Auch wenn mir die vielschichtige Hauptperson nicht direkt unsympathisch gestaltet wurde, so kann ich Hitler auch nicht als Sympathieträger sehen und mit dem Protagonisten nicht viel anfangen.
 
Es ist interessant, Hitlers schnellen Aufstieg zu begleiten und erschreckend, wie bereitwillig sich erneut viele Menschen auf seine Seite schlagen. Ich weiß zwar, dass dieses Buch als Satire gemeint ist, und auch wenn ich etliche Szenen total witzig fand (wie z.B. Handys, YouTube und das "Internetz" aus der Sicht eines Neulings geschildert werden), ist mir bei einigen Aussagen und Dialogen ist mir das Lachen im Halse stecken geblieben. Allerdings ist Humor ja bekanntlich Geschmackssache, aber z.B. bei der Verharmlosung der KZ´s hört sich bei mir echt der Spaß auf...
 
Ich-Erzähler Adolf Hitler berichtet schonungslos, was ihm im 2011 so alles wiederfährt, lässt uns immer wieder in Rückblenden an seiner Vergangenheit teilhaben. Auch die deutsche Medien- und Parteien-Landschaft wird hier ordentlich aufs Korn genommen.  Anfangs habe ich über den Führer in der Gegenwart noch recht amüsiert, doch ab der Buchmitte verliert die gut recherchierte Story stetig an Spannung, Situationskomik und Wortwitz. Durch die flüssige Schreibweise lässt sich "Er ist wieder da" relativ schnell lesen.
 
FAZIT:
"Er ist wieder da" ist wahrscheinlich ein Buch, das die Leserschaft spalten wird - ich gehöre zu der Fraktion, der es weniger gut gefallen hat. Das liegt zum Großteil daran, dass mir der Protagonist nicht liegt, etliche detaillierte Beschreibungen enthalten sind und ich häufig mit dem verwendeten Humor nichts anfangen konnte. Obwohl diese Satire Gesellschaftskritik, einen ausdrucksstarken Schreibstil und frische Ideen enthält, hat es "Er ist wieder da" leider nicht geschafft, mich zu begeistern. Dafür vergebe ich mittelprächtige 2 (von 5) Punkte.

 
 
 

Montag, 18. März 2013

Mini-Bücherzuwachs im MÄRZ 2013


Ich kann es einfach nicht lassen, weshalb wieder ein paar Bücher ins Hause Büchersüchtig eingezogen sind - Büchersparen & Bücherei sei dank...



Spontaner Einkauf im Buchladen...

Der Klappentext von "Weibersommer" liest sich so vielversprechend (und das Cover ist sehr hübsch), dass ich diesen Roman einfach haben musste. Außerdem hat "Das Dorf der Mörder" von Elisabeth Herrmann einen Ehrenplatz in meinem Regal erhalten, da ich die Bücher dieser Autorin gern lese. 

    
 
 
Kurzbesuch in der Bibliothek...
 
Natürlich muss ich wissen, wie die Geschichte um Josh & Sophie ausgeht und freue mich deshalb auf "Die Geheimnisse des Nicholas Flamel - Die silberne Magierin". Außerdem deckt "Gott geweiht" einen Punkt der Krimi/Thriller Cover-Challenge ab, die momentan etwas stagniert.
 
 

Wie findet ihr meinen kleinen Bücherzuwachs?

 

Sonntag, 17. März 2013

[MINI-REZENSION] "Du oder die große Liebe" (Band 3)

Cover
Die Autorin
Simone Elkeles wuchs in der Gegend von Chicago auf, hat dort Psychologie studiert und lebt dort auch heute mit ihrer Familie und ihren zwei Hunden. Ihre "Du oder das ganze Leben"-Trilogie, für die sie zum "Illinois Author of the Year" gewählt wurde, wurde zum weltweiten Bestseller.

Produktinformation
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Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: cbt (9. April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570308081
ISBN-13: 978-3570308080
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Originaltitel:
Chain Reaction
Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,4 x 3,8 cm


Leseprobe
Quelle: Randomhouse.de  *lies mich*

Alle, die diese Trilogie noch lesen möchten und die Vorgängerbände nicht kennen, sollten an dieser Stelle besser nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
Eigentlich wollte sich Nikki nie mehr mit einem Latino einlassen, doch dann trifft sie in der Highschool Luis Fuentes, der mit seiner Mutter wieder nach Fairfield gezogen ist, um seinen Bruder Alex zu unterstützen. Bereits 2 Jahre zuvor haben sich Nikki und Luis kennengelernt und seitdem geht sie dem heißblütigen Latino nicht mehr aus dem Kopf und nun tut er alles, um das wunderschöne Mädchen aus reichem Hause für sich zu gewinnen. Doch kann das gut gehen?

Meine Meinung:
"Du oder die große Liebe" ist der 3. Band der Perfect Chemistry-Trilogie  und knüpft ca. 2 Jahre später an seinen Vorgänger "Du oder der Rest der Welt" an. Auch der letzte Trilogie-Band läuft nach bewährtem Muster ab: Ein Fuentes-Bruder und ein Mädchen aus reichem Elternhaus verlieben sich ineinander & überwinden gemeinsam alle Hindernisse.  Allerdings muss ich anmerken, dass mir der Auftakt "Du oder das ganze Leben" am besten gefallen hat, da dort einfach alles noch neu und sehr interessant ist, mit der Zeit nutzt sich die interessante Romanidee ein wenig ab.
 
Luis Fuentes ist rebellisch, ein Adrenalinjunkie und der jüngste Bruder von Alex Fuentes. Auf der Hochzeit von Alex und Brittany lernen sich Luis und Nikki kurz kennen und treffen mehr als 2 Jahre später (als der mittlerweile 17-jährige Luis und seine Mutter wieder von Mexiko nach Fairfield ziehen) erneut aufeinander. Der hitzköpfige, hochintelligente Luis ist von der gleichaltrigen Nikki Cruz angetan, doch die hübsche Schülerin mit mexikanischen Wurzeln will nichts von Luis wissen, da sie bereits eine schlechte Erfahrung mit einem Latino-Macho gemacht hat... Nun stehen Luis & Nikki im Mittelpunkt und sind ebenfalls reizvolle Protagonisten mit Ecken und Kanten. Es ist wirklich schön, mitzuerleben, wie sich die Familie Fuentes weiterentwickelt.
 
"Du oder die große Liebe" ist ein würdiges Finale der Perfect Chemistry-Trilogie, denn trotz der anfänglichen Gleichheiten zu den Vorgängern bietet die Story etliche Wirrungen und überraschende Wendungen, auch das Ende hat mich zufrieden gestellt. Erzählt werden die rasanten Begebenheiten abwechselnd von den Ich-Erzählern Nikki und Luis, die dabei ihr Innerstes nach außen kehren. Dank der flüssigen Schreibweise und der unterhaltsamen Dialoge sind die 384 Seiten schnell gelesen.

FAZIT:
Wie schon in den ersten beiden Bänden prallen in auch in "Du oder die große Liebe" zwei unterschiedliche Welten bzw. Hauptpersonen aufeinander, was zu vielen Turbulenzen führt.  Leider ähnelt der Trilogie-Abschluss teilweise seinen Vorgängern, dennoch konnte mich der letzte Band dank der ungleichen Charaktere sowie der amüsanten Wortgefechte gut unterhalten. Dafür gibt es von meiner Seite glänzende 4 (von 5) Punkte.

 

Samstag, 16. März 2013

[ANGELESEN] "Todeskleid" (Band 2)




Ich glaube auf mir liegt ein Fluch, der mir alle aktuellen Bücher meiner Lieblingsschriftsteller verleidet... *g* Nachdem ich in letzter Zeit meine Probleme mit Cecelia Ahern, Jodi Picoult und Nora Roberts hatte, trifft es nun auch Karen Rose, deren Ladythriller ich eigentlich immer verschlungen habe.

 "Todeskleid" heißt das neueste Werk der Bestsellerautorin Karen Rose, die für ihre gutgemachten Ladythriller bekannt ist. Mittlerweile habe ich zwölf Bücher dieser Autorin gelesen *klick* und auch "Todeskleid" läuft nach bewährtem Strickmuster ab.


 
 Mir fehlen frische Ideen, denn der Nachfolger von "Todesherz" aus der Baltimore-Reihe bietet für mich nichts Neues und auch die unzähligen Charaktere und Erzählperspektiven machen es nicht besser, obwohl man immer wieder auf alte Bekannte aus vergangenen Thrillern trifft.

Es gibt sicherlich viele Leser, die "Todeskleid" mögen (z.B. Ela und Martina) und mich wahrscheinlich nicht verstehen werden. Vielleicht bin ich auch nur anspruchsvoll geworden oder habe zu viele Ladythriller gelesen?!? Ich weiß es nicht, allerdings möchte ich mich auch nicht durch fast 700 Seiten durchkämpfen, denn es warten ja noch andere Romane auf meinem SuB...

 
Bis Seite 82 habe ich darauf gewartet, dass endlich der Funke überspringt und die Story zum Leben erwacht. Ich werde mich sicher noch an einem weiteren Karen Rose-Buch versuchen und hoffen, dass es mich dann mitreißt.  

 
 
Habt ihr dieses Buch ganz gelesen?
Wenn ja, wie hat es euch gefallen?
 

 


 

Freitag, 15. März 2013

[FRAGE ZUM TAGE] Ablenkung erwünscht?

Hallo meine Lieben!

Kennt ihr das auch? Eigentlich habt ihr euch fest vorgenommen, zu lesen und/oder zu bloggen und dann schaut ihr mal ganz kurz z.B. bei Facebook, YouTube, lovelybooks, amazon, Thalia etc. vorbei...

Bei mir bedeutet das meistens das AUS meiner guten Vorsätze - so wie jetzt eben. Eigentlich wollte ich ja an der Rezi zu "Du oder die große Liebe" weiterschreiben, aaaaaber.... jetzt checke ich meine E-Mails, sehe/höre mir auf YouTube Videos an und stöbere auf  amazon nach interessanten Büchern (als wäre meine Wunschliste nicht schon lang genug ;-)).



Außerdem zieht mich mein aktuelles Buch (nach "Das Schneemädchen" folgt nun "Im Pyjama um halb vier") magisch an, da ich 1.) die Bücher von Gabriella Engelmann liebe und 2.) derzeit allein daheim bin und deshalb 3.) ungestört lesen kann. Aber morgen sollte ich mal in die Gänge kommen und rezensionstechnisch einen Zahn zulegen - ich nehm´s mir ganz fest vor...

 



Und nun kommt meine Frage:
Lasst ihr euch auch gern ablenken oder zieht ihr eure Vorsätze immer durch?



Eure Meinung interessiert mich, wie immer, brennend...

 

Donnerstag, 14. März 2013

TTT - Top Ten Thursday #107

Allwöchentlich, jeden Donnerstag, werden bei Alice im Bücherland im Rahmen von "Top Ten Thursday" interessante Buchfragen gestellt bzw. Themen vorgegeben, die dann von den Teilnehmern des TTT beantwortet werden.
Diese Woche lautet das Thema:
„10 Bücher, deren Titel mit einem B beginnen (Der, Die Das zählt nicht)“

Dieses Thema ist mir relativ leicht gefallen...
 
01. "Bevor ich sterbe" - Jenny Downham
02. "Biss der Wölfin" - Kelley Armstrong
03. "Blauer Montag" - Nicci French
04. "Bleicher Tod" - Andreas Winkelmann
05. "Blogging Queen" - Jutta Profijt
06. "Blutige Stille" - Linda Castillo
07. "Blutiges Frühjahr" - Greg F. Gifune
08. "Blutsommer" - Rainer Löffler
09. "Bodyfinder: Das Echo der Toten" - Kimberly Derting
10. "Böser Wolf" - Nele Neuhaus
 
Ein paar der B-Bücher:
   

  
Welche Bücher haben es bei euch auf die heutige Liste geschafft?




Mittwoch, 13. März 2013

[MINI-REZENSION] "House of Night - Verloren" (Band 10)

Cover
Die Autorin
Die erfolgreiche Autorin der "House of Night"-Serie hat nach ihrer Karriere in der US Air Force fünfzehn Jahre als Highschool-Lehrerin gearbeitet, bevor sie begonnen hat, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Die Bücher der New-York-Times-Bestsellerautorin sind vielfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Romantic Times Reviewer's Choice Award, dem Daphne du Maurier Award und dem Bookseller's Best. P.C. Cast lebt mit ihrer Tochter und Ko-Autorin in Oklahoma.

Produktinformation
Link zu Amazon
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (28. November 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841422179
ISBN-13: 978-3841422170
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: Hidden/House of Night
Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,5 x 5 cm
 
Leseprobe
Quelle: houseofnight   *lies mich*
Alle, die diese Serie noch lesen möchten und die Vorgängerbände nicht kennen, sollten an dieser Stelle besser nicht weiter lesen!

Die Geschichte...
Zoey trauert noch immer um ihre Mutter, die von der früheren Hohepriesterin Neferet geopfert wurde. Denn Neferet ist nun ganz der Finsternis verfallen und schmiedet Pläne, wie sie Zoey und ihre Anhänger vernichten kann. Dazu braucht sie die Hilfe von Aurox, der mit sich selbst kämpft und größter Not von Zoeys Großmutter aufgenommen wird. Und dann glaubt die Jungvampyir-Hohepriesterin in Aurox etwas von ihrem toten Freund Heath zu entdecken. Wird sich alles zum Guten wenden oder gewinnt Neferet und das Böse die Oberhand in Tulsa?
 
Meine Meinung...
Der 10. Band der House of Night-Reihe knüpft nahtlos an seinen Vorgänger "Bestimmt" an, als Handlungsort dient diesmal erneut das winterliche Tulsa. Wie so oft geht es auch im 10. House of Night-Band um den Kampf zwischen Gut (Zoey) & Böse (Neferet) in all ihren Facetten. Doch nach so vielen Bänden ist ein wenig die Luft/Spannung raus und schön langsam beginnt mich diese Fantasy-Reihe etwas zu langweilen.
 
Die 17-jährige Jungvampyr-Hohepriesterin Zoey Redbird leidet noch immer unter dem Tod ihrer Mutter, den die niederträchtige Neferet verursacht hat. Und der Ex-Hohepriesterin ist jedes Mittel recht, um Chaos und Hass zu säen, wobei ihr das von ihr geschaffene Stierwesen Aurox helfen soll... Mit von der Partie sind auch wieder Zoeys Krieger Stark, ihre beste Freundin Stevie Rae und deren Freund Rephaim, Prophetin Aphrodite, die entzweiten "Zwillinge" Shaunee und Erin, der liebenswerte Damien und einige rote Jungvampyre, wie Kramisha mit ihren kryptischen Gedichten und Shaylin mit dem wahren Blick.
 
Auch im 10. Band erfahren wir ein wenig mehr über die Nebencharaktere, was mir sehr gefällt - vor allem Aphrodite und Shaylin habe ich ins Herz geschlossen. Die Protagonisten sind durchwegs interessante Persönlichkeiten, auch wenn sie manchmal recht blass erscheinen und ich ihre Handlungen häufig nicht nachvollziehen kann. Stellenweise plätschert die Geschichte dahin, verwirrt mitunter durch viele  Erzählperspektiven bzw. Handlungsstränge und bremst dadurch den Lesefluss, obwohl die Handlung auch etliche spannende Passagen birgt.
 
"Verloren" endet für mich überraschend und macht durch das rasante Finale wieder einiges wett. Alles in allem ist dem Autoren-Gespann diesmal nur ein mittelmäßiger House of Night-Band gelungen. Neben Ich-Erzählerin Zoey schildern auch Nebencharaktere wie Pferdeherrin Lenobia, Neferet, Kalona, Shaunee und Aurox die Begebenheiten aus ihrem Blickwinkel. Die Schreibweise von P.C. und Kristin Cast darf sich trotz kleiner Schwächen weiterhin ausdrucksstark nennen und lässt sich nicht zuletzt durch die jugendliche Sprache relativ schnell lesen.


FAZIT:
Auch wenn der 10. Band für mich der schwächste HoN-Teil ist, versteht es "Verloren" doch, mit einem durchwegs interessanten  Plot, reizvollen Protagonisten und einer emotionsgeladenen Schreibweise zu unterhalten.  Da die Story etliche Schwächen beinhaltet, kann ich nur 3 (von 5) Punkte vergeben und bin am Überlegen, ob ich noch eine Fortsetzung lesen werde.