Samstag, 28. August 2010

[REZENSION] "Der Teufelspakt" = "Tod eines Lehrers" (Band 1)

Cover
Der Autor
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Andreas Franz wurde 1954 in Quedlinburg geboren. Er hat als Übersetzer für Englisch und Französisch gearbeitet und war jahrelang als Schlagzeuger tätig. Seine große Leidenschaft war aber von jeher das Schreiben. Seine Maxime:„ Die Leser fesseln und trotzdem (vielleicht) zum Nachdenken anregen (aber nie den Zeigefinger erheben!).“ Andreas Franz ist verheiratet und hat fünf Kinder.

Produktinformation
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Taschenbuch: 362 Seiten
Verlag: Droemer/Knaur (1. April 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426625997
ISBN-13: 978-3426625996
Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,4 x 3,2 cm
 

 
Die Geschichte...
Während eines nächtlichen Spaziergangs wird Oberstudienrat Rudolf Schirner getötet und brutal verstümmelt. Niemand kann sich erklären, warum der allseits beliebte Lehrer ermordet wurde. Der Offenbacher Hauptkommissar Peter Brandt wird mit dem Fall betraut und macht sich daran, in dem Umfeld des toten Lehrers zu recherchieren. Und es stellt sich heraus, dass der treusorgende Ehemann und Familienvater ein dunkles Geheimnis hatte.
Was weiß sein Freund und Kollege Eberhard Teichmann? Und was genau geht an dem örtlichen Gymnasium vor sich?

Meine Meinung:
"Der Teufelspakt" in meiner Weltbild-Ausgabe heißt eigentlich "Tod eines Lehrers" und ist der Auftakt einer Krimiserie rund um den Hauptkommissar Peter Brandt und die neue Staatsanwältin Elvira Klein. Keine Ahnung, warum Weltbild hier den Buchtitel umgeändert hat?!?

Mit Peter Brandt schickt Andreas Franz einen neuen Ermittler in´s Rennen. Während Julia in Durant in Frankfurt brisante Fälle löst, ermittelt Peter Brandt in der hessischen Stadt Offenbach. Souverän erforscht Brandt das Leben des Toten und kommt schließlich einem schmutzigen Geheimnis auf die Spur und blickt hinter die Fassade... Auch Hauptkommissar Peter Brandt hört auf sein "Bauchgefühl" und handelt intiutiv. Doch anders als Durant ist Peter Brandt geschieden und alleinerziehender Vater von zwei Töchtern im Teenageralter. Mit Frauen hat er seit seiner Scheidung nichts mehr am Hut, bis der Mittvierziger der jüngeren Rechtsmedizinerin Andrea Sievers näher kommt...

Protagonist Peter Brandt wird als Polizist mit Schwächen und kleinen Macken beschrieben, was ihn sehr sympathisch macht. Der Hauptkommissar ist kein Macho oder Übermensch, sondern ein treusorgender Vater, der sich sehr um seine Töchter kümmert und ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern hat. Auch die Nebencharaktere wie seine nette Kollegin Nicole Eberl, die attraktive Gerichtsmedizinerin Andrea Sievers oder die kühle Staatsanwältin Elvira Klein wurden gut ausgearbeitet und haben ihre Ecken & Kanten (was ich bei Romanfiguren wichtig finde).

Die Romanidee ist sicher nicht neu, doch der Autor hat das Beste daraus gemacht. Bis auf ein paar klitzekleine Logikfehler und unnötige Beschreibungen weiß dieser Krimi zu fesseln & lässt sich schnell lesen (hatte das Buch in einem Tag durch). Vom Schreibstil her gibt es nichts zu bekriteln, Andreas Franz schreibt auch seine neue Krimiserie gewohnt spannend. Zentrale Themen dieses Buches sind Missbrauch, Erpressung und verschiedene Arten von Liebe.

FAZIT:
Der erste Band der Offenbacher-Reihe mit seinem liebenswerten Anti-Helden hat mich überzeugt, so dass ich auch die weiteren Bände lesen werde. Lesenswerte 4 1/2 (von 5) Punkte!

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Büchersüchtige Grüße,
Sabine