Dienstag, 16. Juni 2015

[MINI-REZENSION] "Eine Handvoll Sommerglück"


Cover

Quelle: Ullstein
Die Autorin
Heike Wanner, geboren 1967, arbeitet als Angestellte bei einer Fluggesellschaft und lebt in der Nähe von Frankfurt. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn.
 
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (6. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548286607
ISBN-13: 978-3548286600
Größe und/oder Gewicht: 12 x 2,4 x 19 cm

Leseprobe
Quelle: bic-media.com *lies mich*





Die Geschichte...
Mit dem Tod ihrer besten Freundin, der erfolgreichen Malerin Alexandra "Lexi" Meyer fällt Christine in ein tiefes Loch, denn sie waren seit Kindertagen allerbeste Freudinnen und Lexi wurde in den letzten Wochen vor ihrem viel zu frühen Ableben von Christine umsorgt und gepflegt. Nun, da Lexi den Kampf gegen den Krebs verloren hat und der unfreiwillige Abschied noch immer schwer fällt, will sich die Mittvierzigerin ablenken und geht wieder arbeiten, doch im Büro hat sich auch einiges getan und Christine wird von ihrem Chef und einer allzu ehrgeizigen Kollegin regelrecht abgeschoben. Bei der Testamentseröffnung erfährt sie, dass ihr Lexi neben der umfangreichen Bildersammlung, der Wohnung in Paris, ein Haus im Schwarzwald und eine halbe Million Euro vermacht hat. Außerdem hinterlässt ihr Lexi einen Brief, in dem sie ihre Freundin auffordert, sich eine Auszeit zu nehmen und das Haus neu zu renovieren. Also ergreift Christine die Gelegenheit am Schopf, denn die ständigen Reibereien zwischen ihrer Tochter und ihrer Mutter rauben ihr den letzten Nerv. Im Schwarzwald kommt sie endlich ein wenig zur Ruhe und lernt neue Menschen kennen, die schon bald einen Platz in ihrem Leben einnehmen...

Meine Meinung in Kurzfassung:
Kauf-/Lesegrund: Da mir bereits "Weibersommer" sehr gefallen hat, wollte ich auch "Eine Handvoll Sommerglück" lesen.

Reihe: Nein, Einzelbuch

Handlungsschauplätze: Die Reise geht von
Hofheim am Taunus in den idyllischen Ort Muggenbrunn im Schwarzwald und wartet mit so schönen Orts- und Schauplatzbeschreibungen auf, dass man sich alles wunderbar vorstellen kann.

Handlungsdauer: Die Geschichte beginnt Anfang April und dauert ungefähr 2 Monate.

Hauptpersonen: Christine Lindner, 47, ist geschieden, wohnt gemeinsam mit ihrer Tochter und Mutter in Hofheim und arbeitet als Angestellte bei einer Unternehmensberatung. Als die Mittvierzigerin von ihrem Pflegeurlaub zurückkehrt, da sie bis zuletzt ihre krebskranke Freundin gepflegt hat, muss sie entsetzt feststellen, dass sie von einer jüngeren Kollegin ausgebootet wurde. Doch das Schicksal hält einiges für Christine bereit, denn ihre tote Freundin Lexi vererbt ihr fast das gesamte Vermögen und nun kann sich Christine die dringend benötigte Auszeit in dem geerbten Haus im Schwarzwald gönnen... Jule Linder ist Christines hübsche 19-jährige Tochter, die ein Auslandsjahr in Amerika beendet hat und nun bis zum Studienbeginn bei ihrer Mutter wohnt, was oft für Komplikationen sorgt, denn ihre Oma Helga ist das komplette Gegenteil der zurückhaltenden, vernünftigen und pflichtbewussten jungen Frau. Dagegen ist Helga mit ihren 65 Jahren ausgeflippt, chaotisch und schert sich nicht um irgendwelche Konventionen. Die sympathischen Protagonistinnen sind unterschiedliche, interessante Charaktere mit Facetten und Ecken, die man einfach mögen muss.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Christines Nachbar, der Finanzbeamte Oliver "Olli" Kleinschmidt und sein nichtsnutziger Sohn Jan, der im gleichen Alter wie Jule ist und diverse Muggenbrunner wie z.B. der griesgrämige Norbert, der in einem Wohnwagen lebt, der gutaussehende Jung-Förster Phillip und die neugierige Postbotin Hildegard sind reizvolle Persönlichkeiten, die sich gut ins Geschehen einfügen.

Romanidee: Die Grundidee ist nicht ganz neu, wurde jedoch ansprechend umgesetzt, denn "Eine Handvoll Sommerglück erzählt von einem Neuanfang, dem Leben und dem Tod.

Erzählperspektiven: Die turbulenten Geschehnisse werden vorwiegend aus der Sicht von Christine, aber auch von Tochter Jule und Oma Helga (in der 3. Person) erzählt. Man identifiziert sich schnell mit den Hauptpersonen, fühlt & leidet mit ihnen mit.

Handlung: "Eine Handvoll Sommerglück" wartet mit einer abwechslungsreiche Geschichte voller Höhen & Tiefen auf, die verschiedene Sichtweisen und miteinander verwebende Handlungsstränge, allerlei Wirrungen und Turbulenzen sowie einige traurige als auch positive und unterhaltsame Szenarien enthält. Stellenweise gestaltet sich die Handlung etwas vorhersehbar, was allerdings nicht weiter stört, da sich der neueste Roman von Heike Wanner rasant lesen lässt (habe 2 1/2 Stunden dafür gebraucht).

Schreibstil:  Abgerundet wird dieser Frauenroman durch die ausdrucksstarke Schreibweise, unterhaltsame Dialoge und zauberhafte Schauplatzbeschreibungen.

FAZIT:
Trotz des traurigen Untertons ist "Eine Handvoll Sommerglück" ein richtiger Wohlfühlroman mit Sonnen- und Schattenseiten, so wie es auch im richtigen Leben der Fall ist. Dank der wunderbaren Familiengeschichte, interessanten Charakteren und des emotionsgeladenen Schreibstil hat mich die Story schnell in ihren Bann gezogen und für kurzweilige Lesestunden gesorgt. Dafür vergebe ich liebend gern 5 (von 5) Punkte und freue mich auf weitere Romane in dieser Art.











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Büchersüchtige Grüße,
Sabine