Freitag, 10. Dezember 2010

[REZENSION] "Sommerfrost"

Die Autorin
Manuela Martini, 1963 in Mainz geboren, studierte Geschichte und Literaturwissenschaft in Mainz und München und arbeitete anschließend einige Zeit im Werbe- und Dokumentarfilmgeschäft. Nach mehreren Jahren in Australien lebt sie heute in Spanien und schreibt Krimis für Erwachsene und Jugendliche.

Produktinformation
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Broschiert: 208 Seiten
Verlag: Arena (Januar 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401063057 / ISBN-13: 978-3401063058
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 15 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,6 x 2,6 cm

Leseprobe
Leider keine gefunden

Die Geschichte...
Lyra genießt die Ferien mit ihren Freunden Bea, Oliver und Patrick in ihrer Heimatstadt Marbella, doch plötzlich wird die Urlaubsstimmung getrübt. Denn die Leiche einer Schülerin wird gefunden und Lyra hat das Gefühl, dem nachgehen zu müssen...

Meine Meinung:
Nach "Schneewittchenfalle" habe ich noch einen weiteren Jugenthriller gelesen, nämlich "Sommerfrost". Angezogen wurde ich vom interessanten Titel und dem schönen Cover.

Mitten in den Sommerferien geschieht ein brutaler Mord an einem jungen Mädchen und Lyra nimmt dies mit, obwohl sie Pia nicht so gut gekannt hat. Sie lässt nicht nicht locker und verdächtigt den Scherenschleifer. Doch auch ihre Mutter scheint ihr etwas zu verschweigen, was mit ihrer älteren Schwester Viola zu tun hat. Viola wurde vor 10 Jahren bei einem Autounfall in Deutschland getötet und nach diesem Ereignis ist Lyra mit ihrer Mutter nach Marbella gezogen. Und zufällig lernt die 15-jährige Lyra den Mittzwanziger Leander kennen, der ihre Schwester früher gekannt hat. Wird der Tod an Pia aufgeklärt? Was ist mit Viola passiert? Diese Fragen lösen sich natürlich im Laufe der Geschichte auf...

Von den Protagonisten ist Lyra die interessanteste Figur. Mit ihren 15 Jahren wirkt sie schon sehr erwachsen, obwohl sie manchmal doch wie ein Kind handelt und sich in Gefahr bringt. Aber auch die anderen Charaktere sind sehr facettenreich und fügen sich gut in die Geschichte ein. Die Probleme von & mit pubertierenden Teenagern wurden wunderbar umgesetzt.

Von Anfang an ist "Sommerfrost" spannungsgeladen, aber auch gefühlsbetont. Auf der einen Seite ist da Lyras Mutter, die ihr irgendetwas verheimlicht und wenig Zeit für ihre Tochter hat. Dann gibt es noch Oliver, den Lyra sehr mag und schließlich taucht der charmante Leander auf, der vorgibt, ihre tote Schwester gekannt zu haben. Und schließlich will sie unbedingt Pias Tod aufklären. Also genug Stoff für ein Buch. *g*

Diese verschiedenen rätselhaften Handlungsstränge verweben bald nahtlos ineinander und lassen den Leser miträtseln und mitfiebern. Neben der Spannung gibt es aber auch Platz für etwas Romantik und viel Wortwitz und schöne Schauplatzbeschreibungen. Erzählt werden die turbulenten Ereignisse aus der Perspektive von Lyra, was es einem sehr leicht macht, mit der Hauptperson alles zu durchleben.Das Einzige, was mich gestört hat, waren diese Zwiegespräche zwischen Lyra und ihrer toten Schwester - das scheint mir doch etwas weit hergeholt...

Hatte ich in "Schneewittchenfalle" bald den Täter und sein Motiv erraten, dauert hier das Rätselraten schon um einiges länger. Mit meiner Vermutung habe ich allerdings richtig gelegen, dennoch hat mich "Sommerfrost" gefesselt und mir packende Lesestunden beschert. Der Schreibstil von Manuela Martini (eine Autorin, die mir bis dato unbekannt war) darf sich flüssig, unterhaltsam und interessant nennen, ebenso wie die verwendeten Dialoge.

FAZIT:
Ein toller Jugendthriller, für den ich ganze 4 (von 5) Punkte vergebe.


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Büchersüchtige Grüße,
Sabine