Donnerstag, 9. September 2010

[MINI-REZENSION] "All die ungesagten Worte"

Cover
Der Autor
Marc Levy wurde 1961 als Sohn eines Verlegers in Frankreich geboren. Er ist von Beruf Architekt und entdeckte schon früh seine Liebe zur Literatur und zum Kino. Von 1983 bis 1990 lebte er in San Francisco, wo er studierte und sein erstes Unternehmen gründete. Sein erster Roman, "Solange du da bist", der von Steven Spielberg verfilmt worden ist, wurde zu einem internationalen Bestseller, genauso wie "Wo bist du?", "Sieben Tage für die Ewigkeit", "Bis ich dich wiedersehe", "Zurück zu dir", "Wenn wir uns wiedersehen" und "Kinder der Hoffnung". Seit seinem Welterfolg lebt Marc Levy als freier Schriftsteller in London und New York.

Produktinformation
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Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Droemer/Knaur (21. August 2009) / Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426663694 / ISBN-13: 978-3426663691
Originaltitel: Toutes ces choses qu'on ne s'est pas dites / Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 12,4 x 3 cm
 
Leseprobe
Quelle: media.libri.de   *unbedingt probieren*


Die Geschichte...
 Die Grafikerin Julia Walsh steht kurz vor der Hochzeit mit ihrem Verlobten Adam, als sie die Nachricht erhält, dass ihr Vater verstorben ist. Schließlich bringt es ihr Vater (der nie Zeit für seine Tochter, dafür aber mehr Zeit für sein Firmenimperium, hatte) fertig, dass sein Begräbnis genau auf Julias Hochzeitstag fällt - und deren Hochzeit schließlich platzt...
Aber es kommt noch dicker: Als Julia dann noch eine riesige Kiste in ihr Appartement geliefert wird, die einen Roboter in Form ihres Vaters enthält (hergestellt von einer Firma, bei der ihr Vater Investor war). Dieser täuschend ähnliche Android erklärt Julia, dass er geschaffen wurde, um toten Menschen noch einmal die Möglichkeit zu geben, all die Dinge zu sagen, die ungesagt geblieben sind. Allerdings haben Vater & Tochter nur 6 Tage Zeit, um sich in Sachen Vergangenheitsbewältigung zu betätigen. Und da gibt es eine Menge aufzuarbeiten...
**ACHTUNG SPOILER** Zum Lesen bitte Text markieren
Anfangs wehrt sich Julia noch, doch mit der Zeit fasst sie zu "ihrem Vater" Vertrauen" und sie lässt sich (trotz ihrer gemeinsamen problematischen Vergangenheit) auf ihn ein.  Vergessene Briefe (von ihrer damals kranken Mutter an Julia bzw. von Julias Jugendliebe an seine geliebte Julia)  wechseln den Besitzer, Orte der Vergangenheit werden besucht - und bei dieser Reise in die Vergangenheit trifft Julia auf ihre große Liebe Thomas, den sie auch nach 18 Jahren nicht vergessen hat…  

Meine Meinung:
Die Idee mit dem Roboter finde ich interessant und die verschiedenen menschlichen Schicksale, die in der Handlung verwoben wurden, sind  dem Autor ebenfalls seeeehr gut gelungen. Wahrhaftig eine wunderschöne Geschichte über eine problematische Vater-Tochter-Beziehung, die gefühlvoll umgesetzt wurde.

Schauplatzmäßig führt uns die Geschichte von New York nach Montreal bis nach Berlin. Die mitwirkenden Protagonisten sind realistisch und menschlich gestaltet. Vor allem Julia, ihren Vater und Julias schwulen Freund Stanley habe ich recht schnell in´s Herz geschlossen. In diesem Roman spielen Gefühle aller Art eine große Rolle.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht mehrerer Personen, wie z.B. von Julia, ihrem Vater, ihrem Verlobten Adam, dem treuen Freund Stanley - was die Geschichte abwechslungsreich und unterhaltsam macht.  Es gibt eigentlich keine unnötigen Passagen und durch die kurzen Kapitel und den wunderschönen Schreibstil lässt sich das Buch auch recht angenehm lesen und wird dadurch zu einem echten Lese-Vergnügen! 

FAZIT:
Ihr merkt sicher, dass ich von Marc Levy´s neuestem Werk begeistert bin und so bleibt mir nur noch die Punktevergabe: glatte 5 (von 5) Punkte!

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Büchersüchtige Grüße,
Sabine