Sonntag, 5. September 2010

[REZENSION] "Querschläger" (Band 2)

Cover
Die Autorin
Silvia Roth studierte Literaturwissenschaft, Anglistik und Philosophie und arbeitete einige Jahre in unterschiedlichen Berufen, bevor sie mit dem Schreiben begann. 2007 erschien bei Hoffmann und Campe Der Beutegänger, der hoch gelobte erste Auftritt für Kommissar Hendrik Verhoeven und seine Kollegin Winnie Heller. Silvia Roth lebt mit ihrer Familie in Deutschland und Italien.

Produktinformation
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Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Hoffmann und Campe (15. August 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3455401287 / ISBN-13: 978-3455401288
Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,6 x 4,8 cm

Leseprobe
Quelle: libri.de  *Krimifans hier reinlesen*


Die Geschichte...
Amoklauf im Clemens-Brentano-Gymnasium in Wiesbaden
Der vermummte Schütze erschießt elf Menschen und am Schluss sich selbst. Bei dem Täter passt alles zum Bild eines Amokläufers: Nikolas Hrubesch war ein gemobbter 18-jähriger Außenseiter, der Rache für die zahllosen Demütigungen genommen hat.  Kommissar Hendrik Verhoeven und sein Team stoßen bei den Ermittlungen schnell auf Ungereimtheiten: Nikolas Hrubesch wollte nach dem Blutbad keineswegs Selbstmord begehen, sondern einen Mitschüler als Täter präsentieren. Und die Kugel in Hrubeschs Kopf stammt nicht aus der Mordwaffe... Das Ermittlerteam rund um Hendrik Verhoeven und Winnie Heller begibt sich auf die Suche nach den wahren Hintergründen des Anschlags und dem zweiten Täter. Da kommen grausamen Machtspiele der Schüler (z.B. Mobbing und Erpressung) und vielzählige Geheimnisse der anderen Beteiligten zutage....

Meine Meinung:
Da ich bereits den Serienauftakt "Der Beutegänger" klasse fand, wollte ich natürlich wissen, wie es mit dem ungleichen Ermittlerduo aus Wiesbaden weitergeht.
Und auch im 2. Band werden uns die Protagonisten wieder näher gebracht.

*So wird z.B. die "graue Maus" Winnie Heller nach einem Einsatz (fast) Opfer einer Vergewaltigung, was ihr natürlich keine Ruhe lässt. Außerdem macht ihr noch immer der Tod ihrer Schwester zu schaffen.
*Ihren Vorgesetzen Hendrik Verhoeven erleben wir ebenfalls von seiner privaten Seite und erfahren, wie sich das Zusammenleben mit seiner schönen studierenden Frau und seiner gewitzten 5-jährigen Tochter gestaltet und warum der plötzlich den Drang verspürt, im Garten einen Teich zu "bauen".

Die mitwirkenden Charaktere sind allesamt sehr glaubwürdig, entwicklungsfähig und vielschichtige Figuren, die "Lust auf die Fortsetzung" machen. Der 3. Band dieser Serie heißt übrigens "Schattenriss". Die Geschichte wird abwechselnd von den "Mitwirkenden" erzählt, was die Spannung noch zusätzlich anheizt, so dass man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann.

Das Thema Amoklauf ist ja (leider) noch immer aktuell und es wird im Buch durch die Zitate der Überlebenden, aber auch von anderen Schul-Amokläufen, unterstrichen und der Leser wird dadurch immer wieder wach gerüttelt.

Die Handlung finde ich sehr realistisch und gespickt mit unvorhersehbaren Wendungen, was bei diesem Genre unverzichtbar ist. Der Spannungsbogen reicht vom spannenden Anfang bis zum bitteren Ende, welches in einen rasanten Showdown gipfelt.

FAZIT:
Für diesen packenden Krimi, verpackt in einer aktuellen Thematik, mit gut gestalteten Protagonisten sowie einer tollen Story vergebe ich adrenalingeladene 5 (von 5) Punkte.
 

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Büchersüchtige Grüße,
Sabine