Freitag, 17. September 2010

[REZENSION] "Licht aus, Liebe an"

Cover
Die Autorin
Louise Marley wurde in Southampton geboren und arbeitete als Verwaltungsbeamtin bei der Polizei, bevor sie sich hauptberuflich ihrer Passion, dem Schreiben zuwandte. Heute lebt Louise Marley mit ihrem Mann und zwei Kindern in Hampshire.

Produktinformation
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Taschenbuch: 479 Seiten
Verlag: Droemer/Knaur (1. Februar 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426628120
ISBN-13: 978-3426628126
Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,6 x 3,6 cm




Die Geschichte...
Shelby Roberts kündigt wegen ihres aufbrausenden Temperaments und eines Zwischenfalls zu Halloween bei der Polizei und findet im darauffolgenden Jänner wegen Geldknappheit eine Stelle als Personenschützerin an. Ab April soll sie für den Schauspieler Luke McFadden bei Dreharbeiten in Bath 3 Wochen lang als Bodyguard fungieren. Doch da würde Shelby lieber einen Sack Flöhe hüten, als auf den verteufelt gutaussehenden Schauspieler aufzupassen...

Meine Meinung:
Es ist das alte Lied: Die Heldin kann den Traumprinzen zuerst nicht leiden und lernt ihn dann immer besser kennen und lieben. So ähnlich ergeht es Shelby und Luke auch in "Licht aus, Liebe an" (komisch unpassender Titel übrigens).  Shelby ist zwar keine großbusige Blondine, sondern ein flachbrüstiger sportlicher Rotschopf mit viel Erfahrung in Sachen Kampfsportarten und Waffen, aber der Schauspieler Luke ist ein richtig sexy Charmebolzen und Herzensbrecher. Doch irgendwie scheint die 24-jährige auf Abwege zu geraten, als sie sich in den Regisseur Ross Whiteney verguckt. Bleibt der Rotschopf bei Ross oder findet sie zu Luke?
**Achtung SPOILER**
Für mich kommt es beim Lesen so rüber, als wenn die Leibwächterin manchmal ihren  Job gar nicht ernst nimmt und dann wiederum viel zu wichtig - sie wechselt schnell von einem Extrem ins andere. Außerdem kann sie sich nicht entscheiden, ob sie Ross lieben oder verachten soll (nachdem sie drauf gekommen ist, dass er nebenbei noch mit anderen Frauen herum macht)...

Diverse Irrwege, Intrigen und Wendungen müssen natürlich in einem Roman wie diesem sein. Ebenso wie unzählige Nebendarsteller, so z.B. der Produktionsassisent Irving, der gleichzeitig Shelbys Bruder ist; kapriziöse Schauspielerinnen wie Courtney und Octavia bzw. intrigante Darstellerinnen wie Paige und etliche Teammitarbeiter, aber auch ein verrückter Stalker kommen in der Geschichte vor...
 
Die Charaktere sind durchwegs liebenswert, unkonventionell und skurril - es gibt allerdings auch einige unsympathische Figuren in diesem Spiel, was aber für Abwechslung sorgt. Der Plot zum Roman ist sicher nicht neu, dennoch durchwegs witzig und eigenwillig umgesetzt. Man kann sich zwar ausrechnen, wie die Geschichte endet, doch der Weg dorthin wurde sehr humorvoll gestaltet. Schauplatz des Geschehens ist England, ein Großteil der Handlung "spielt" in Bath.
 
Obwohl die Handlung doch sehr klischeebehaftet ist und ich mich nicht immer mit den Aktionen von Shelby anfreunden kann, lässt sich der Roman doch schnell und flüssig lesen. Die oftmals übertriebenen Dialoge wirken aber teilweise wie ein Abklatsch von amerikanischen Liebesromanen.

 
FAZIT:
Ein netter Frauenroman für zwischendurch, der sich locker-leicht lesen lässt und Abwechselung zu "blutiger Kost" bietet. Trotzdem bleibt "Licht aus, Liebe an" nur mittelmäßiger Lesestoff, für den ich 3 1/2 (von 5) Punkte verleihe.


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Büchersüchtige Grüße,
Sabine