Samstag, 18. September 2010

[REZENSION] "Teufelsengel"

Cover
Die Autorin
Monika Feth wurde 1951 in Hagen geboren, arbeitete nach ihrem literaturwissenschaftlichen Studium zunächst als Journalistin und begann dann, Bücher zu verfassen. Heute lebt sie in der Nähe von Köln, wo sie vielfach ausgezeichnete Bücher für Leser aller Altersgruppen schreibt. Der sensationelle Erfolg der "Erdbeerpflücker"-Thriller machte sie weit über die Grenzen des Jugendbuchs hinaus bekannt. Ihre Bücher wurden in über 20 Sprachen übersetzt.

Produktionsinformation
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Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: cbt (1. Dezember 2009) / Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570160459 / ISBN-13: 978-3570160459
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 15 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 4,4 cm

Leseprobe
Quelle: bic-media  *etwas probelesen gefällig?*



Die Geschichte...
Die 18-jährige Romy Berner ist überglücklich, als sie ein Volontariat beim KölnJournal erhält und sie wird von ihrem Chef Greg Chaucer mit allen Mitteln unterstützt, da Romy einen Riecher für gute Storys hat. Als am 9. November die Leiche des 22-jährigen Thomas Dorau aus dem Fühlinger See gefischt wird, sieht Romy einen Zusammenhang mit 3 Morden, die in der Zeit vom Mai bis August verübt wurden. Denn alle 4 Morde wurden an Menschen mit unterschiedlichem Alter, Berufen und Wohnorten begangen. Doch niemand will ihr glauben, auch der kürzlich zugezogene Kriminalhauptkommissar Bert Melzig sieht keine Übereinstimmung. Also recherchiert Romy auf eigene Faust und die Spur führt sie zu einer Bruderschaft im Kloster St. Michael. Und Romys Neugier kostet sie fast das Leben...

Meine Meinung:
Zuallererst würde ich "Teufelsengel" nicht als Thriller sondern allenfalls als "Roman mit Krimielementen" bezeichnen.

Die Bedeutung des Prologs wird einem erst zum Schluss des Buches klar, die eigentliche Geschichte beginnt am Montag, 10. November und endet am Mittwoch, 26. November. Jedes Kapitel startet mit Eintragungen aus Romys Schmuddelbuch, in das sie ihre Gedanken und Erlebnisse einträgt.

Gestört hat mich allerdings, dass der Wechsel der Erzähler-Perspektiven sehr rasch erfolgt (siehe Leseprobe). Manchmal erfolgt dieser Wechsel so schnell,  dass man im ersten Moment gar nicht weiß, wer denn jetzt berichtet. Die Geschehnisse werden von unterschiedlichen Personen in der Ich-Form geschildert. Neben Romy kommen ihr Freund Calypso, ihr Chef, Polizist Bert Melzig und verschiedene Ordensmitglieder zu Wort und erzählen über ihre Gedanken und Gefühle.

Von den Protagonisten war mir Romy mit ihrer Spürnase und dem frechen Mundwerk am sympathischsten, doch auch alle anderen Charaktere fügen sich gut in die Geschichte ein. Allerdings fand ich die Ordensbrüder (allen voran Führer Vero) etwas überzeichnet und klischeebehaftet. Und schade, dass Bert Melzig (bekannt aus früheren Romanen der Autorin) doch sehr in den Hintergrund tritt - ich hätte gern mehr über den liebenswerten Kommissar erfahren.

An und für sich ist die Handlung spannend aufgebaut, doch für einen Thriller oder Psychothriller reicht der Thrill leider nicht aus und ist mir auch zu konstruiert. Weiters gibt es etliche überflüssige Passagen und Längen, die den Lesefluss stocken lassen. Handlungsort ist Köln, doch einige Schauplätze sind der Phantasie der Autorin entsprungen, wie sie uns am Ende des Romans mitteilt.
 
FAZIT:
Ein leicht zu lesendes Jugendbuch von der Bestsellerautorin Monika Feth, das mit einigen Schwächen aufwartet. Mich als "alten Krimi & Thrillerhasen" konnte dieses Werk leider nicht ganz überzeugen, deshalb gibt's dafür 3 1/2 (von 5) Punkte.



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Büchersüchtige Grüße,
Sabine